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UEFA legt gegen Gianni Infantino nach und kündigt Aufarbeitung an

«Zur Rechenschaft ziehen»: UEFA deutet Sturz von Infantino an

Gianni Infantino zieht seine Investorenpläne für die FIFA zurück. Die UEFA fordert trotzdem Konsequenzen.
01.08.2026, 13:3301.08.2026, 13:53
Jan Schultz / t-online
Ein Artikel von
t-online

In der Nacht von Freitag auf Samstag hat Gianni Infantino verkündet, seine Pläne zur Gründung einer FIFA-Tochtergesellschaft und dem damit verbundenen Verkauf von WM-Anteilen an Investoren ad acta zu legen. Die UEFA, die sich zuvor als grösster Kritiker positioniert hatte, begrüsst diese Entscheidung. Der europäische Verband fordert dennoch weitreichende Konsequenzen.

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Gianni Infantino: Seit 2016 ist er Fifa-Präsident.Bild: IMAGO/STEINSIEK.CH

In einer Mitteilung vom Samstagmittag schreibt die UEFA, dass man «so nicht weitermachen» kann und das Vorgehen in den kommenden Wochen gründlich aufgearbeitet werden müsse. Indirekt spricht sich die UEFA dabei schon für eine Absetzung Infantinos aus: «Keine Option sollte ausgeschlossen werden.»

In dem 2.679 Zeichen langen Statement attackiert der Kontinentalverband den FIFA-Boss an mehreren Stellen. «Wir können so nicht weitermachen – mit geheimen Machenschaften, die im Eiltempo von anonymen Personen ausgeheckt werden und deren Nutzen für den Sport fragwürdig ist. Wir müssen die Verantwortlichen ausfindig machen und sie zur Rechenschaft ziehen.» FIFA-Betriebsdirektor Kevin Lamour hatte Infantino zuletzt bereits einen Alleingang vorgeworfen.

UEFA wirft Infantino schäbigen Deal vor

Der Ausgang der von der UEFA geforderten Aufarbeitung erscheint offen. Der Verband will «in enger Zusammenarbeit mit den anderen Konföderationen einen Plan ausarbeiten, damit sich so etwas nicht wiederholen kann. Diese Überprüfung sollte gründlich und umfassend sein. Keine Option sollte ausgeschlossen werden». Deutlich legte der Verband nach: "Die derzeitige FIFA-Führung hat nicht nur das Vertrauen der Uefa, sondern auch das vieler anderer Mitglieder der Fussballfamilie verloren."

Im kommenden Jahr steht beim Weltverband die Präsidentschaftswahl für die Zeit bis 2031 an. Bisher steht nur Infantino ohne Gegenkandidat zur Wahl. In ihrer Stellungnahme kündigten die Europäer noch nicht an, einen Kandidaten ins Rennen zu schicken. Medienberichten zufolge soll Nasser Al-Khelaifi innerhalb des europäischen Verbands grossen Zuspruch, der PSG-Boss selbst hat aber offenbar keine Ambitionen auf das Amt.

In Richtung Infantino legte die UEFA unterdessen nach, dass der FIFA-Boss sein Versprechen bezüglich Transparenz nicht eingehalten habe: «Der schäbige, hinter verschlossenen Türen ausgehandelte und undurchsichtige Deal, den er ausgeheckt und durchzusetzen versucht hat, war alles andere als transparent.»

Verwendete Quellen:

  • uefa.com: "UEFA welcomes FIFA’s withdrawal of plans to sell a stake in the World Cup" (englisch)
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46 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Wolf Rabe
01.08.2026 14:03registriert Februar 2015
Alleine schon für die Erfindung des "FIFA FRIEDENSPREISES" gehört er achtkantig hinausgeworfen. Unehrenhaft entlassen. Gecancelt.
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Ameo
01.08.2026 13:41registriert Oktober 2025
Gibt es im Fussball auch so etwas wie eine goldene Himbeere für den schlechtesten Sportpräsidenten eines Vereins? Nur damit man Infantion den auch vor aller Welt gebührend überreichen kann?
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future--?
01.08.2026 13:52registriert November 2023
Das Ganze sollte Konsequenzen haben damit man daraus lernt. Trumps 6. Januar hatte auch keine Konsequenzen. Wir wissen alle zu was das geführt hat.
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46
Weshalb man die UEFA für den FIFA-Boykott nicht nur feiern sollte
Mit aller Macht wollen sich die europäischen Verbände gegen den Ausverkauf der Weltmeisterschaft stemmen. Deshalb beschloss die UEFA nun den Boykott aller FIFA-Wettbewerbe. Ihre Argumente wirken mit Blick auf den Fussball in Europa aber nicht ganz glaubwürdig.
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