Rüegg und Reusser erreichen die Top Ten: Wiebes sprintet in der ersten Etappe zum Sieg
Mit der Niederländerin Lorena Wiebes gewinnt die stärkste Sprinterin im Feld die erste Etappe der Tour de France der Frauen in Lausanne. Beste Schweizerin ist Noemi Rüegg als Fünfte.
Trotz des kurzen, aber steilen Aufstiegs vom Genfersee in die Innenstadt von Lausanne kam es nach 138 km zu einer Sprintankunft. In dieser war Lorena Wiebes nicht zu schlagen. Sie setzte sich vor Kim Le Court aus Mauritius und ihrer Landsfrau Demi Vollering durch. Die beste Sprinterin holte sich den 131. Sieg ihrer Profikarriere, den sechsten an der Tour de France.
Den Schweizerinnen gelang beim «Grand départ» am Nationalfeiertag kein Exploit, doch sie zeigten einen starken Auftritt. Die Zürcherin Noemi Rüegg mischte um den Sieg mit und überquerte die Ziellinie als starke Fünfte. Dies im ersten Rennen nach ihrem Oberarmbruch in der 2. Etappe der Vuelta vor drei Monaten.
Eine Schrecksekunde erlebte Marlen Reusser. Die Bernerin stürzte 22 km vor der Ankunft unverschuldet, fand aber schnell wieder Unterschlupf im Feld. Sie meldete ihre Ambitionen im Gesamtklassement mit einem starken 10. Rang an.
Der Rundkurs im Kanton Waadt bot für alle etwas. Es galt nicht als sicher, dass die reinen Sprinter im finalen Anstieg zur Kathedrale St-François mit der Spitze mithalten würden. So reihten sich auch alle Gesantklassementsfahrerinnen vorne ein, ohne dass sich eine der Favoritinnen einen Vorteil verschaffen konnte.
Geprägt worden war die Etappe von einer Fluchtgruppe aus vier Fahrerinnen. Das Quartett holte bis zu sechs Minuten Vorsprung heraus, wurde aber erwartungsgemäss in der Anfahrt auf Lausanne entlang des Genfersees eingeholt.
Vierter Sieg von Evenepoel in San Sebastian
Der Belgier Remco Evenepoel gewinnt die Clasica San Sebastian. Die Schweizer Jan Christen und Marc Hirschi fahren beim World-Tour-Rennen in die Top 8.
Nur sechs Tage nach seinem 2. Platz bei der Tour de France triumphierte Remco Evenepoel zum vierten Mal beim Radklassiker im Baskenland. Damit ist der Ex-Weltmeister alleiniger Rekordsieger des seit 1981 ausgetragenen Rennens.
Evenepoel setzte sich nach 221 km nach einer erfolgreiche Aufholjagd wegen eines Reifendefekts und einer Attacke im letzten Anstieg im Zweiersprint vor Tour-Bergkönig Richard Carapaz aus Ecuador durch.
Stark zeigten sich zwei Schweizer. Jan Christen und Marc Hirschi erreichten das Ziel in San Sebastian in der ersten Verfolgergruppe und belegten mit 29 Sekunden Rückstand die Plätze 7 und 8. (riz/sda/apa)
