Pfiffe im Joggeli: Ein schwacher FCB verliert gegen Lausanne + Zürich schlägt Servette
Basel – Lausanne 0:1
Am Schweizer Nationalfeiertag erlebte der FC Basel im ersten Heimspiel der Saison einen späten Schock. Im St. Jakob-Park kassierte die Mannschaft von Trainer Stephan Lichtsteiner gegen Lausanne-Sport eine bittere 0:1-Niederlage.
In einer über weite Strecken chancenarmen und zähen Partie sorgte der Lausanner Joker Florent Mollet in der 91. Minute aus dem Nichts für die späte Entscheidung zugunsten der Gäste.
Lange Zeit mangelte es beiden Teams massiv an offensiver Durchschlagskraft. Rückkehrer Jonas Omlin hütete beim FCB erstmals wieder das Tor und erlebte gegen die defensiv soliden Waadtländer von Coach Luka Elsner einen mehrheitlich ruhigen Abend. Die beste Gelegenheit der ersten Halbzeit hatte Basels Philip Otele kurz vor dem Pausenpfiff vergeben.
Auch nach dem Seitenwechsel blieben spielerische Höhepunkte Mangelware. Xherdan Shaqiri wurde in der 76. Minute durch Albian Ajeti ersetzt, und auch das Debüt von Neuzugang Aaron Malouda brachte nicht den erhofften Schwung in die Offensive.
Bezeichnend für die Basler Harmlosigkeit: Der FCB verzeichnete in der laufenden Saison bis in die Schlussphase hinein insgesamt erst zwei offizielle Torschüsse. Während sich Lausanne in den letzten Minuten scheinbar mit einem Punkt zufriedengab und tief in die eigene Hälfte zurückzog, schlug Mollet in der Nachspielzeit eiskalt zu und besiegelte den Basler Fehlstart in die neue Saison. Die Fans des FCB zeigten ihre Unzufriedenheit nach dem Schlusspfiff und pfiffen ihre eigene Mannschaft aus.
Basel - Lausanne-Sport 0:1 (0:0)
SR Wolfensberger.
Tor: 91. Mollet 0:1.
Basel: Omlin; Tsunemoto, Daniliuc, Akpe, Vouilloz (92. Cissé); Metinho, Malachowski (46. Leroy); Olaigbe (46. Asane Sow), Shaqiri (76. Ajeti), Otele (67. Malouda); Celar.
Lausanne-Sport: Mastil; Soppy, Mouanga, Sow, Poaty; Custodio (66. Koné), Roche; Bah Mendes (66. Ajdini), Lekoueiry (86. Bergvall), Butler-Oyedeji (76. Mollet); Janneh (86. Despotovic).
Verwarnungen: 56. Poaty, 57. Custodio, 91. Mollet, 93. Akpe, 93. Sow, 96. Bergvall, 97. Metinho.
FC Zürich – Servette 2:1
Der FC Zürich beschenkt sich zu seinem 130-jährigen Jubiläum gleich selbst. Im heimischen Letzigrund feiert der FCZ im dunkelblauen Spezialtrikot einen 2:1-Heimsieg gegen Servette. Die Genfer erwachten in der Offensive erst ganz am Schluss.
Die Partie nahm nach 35 Minuten eine entscheidende Wende – unter gütiger Mithilfe der Gäste. Servettes Debütant im Tor, der Lette Edvinas Gertmonas, verschätzte sich bei einem weiten Freistoss von Valon Berisha komplett. Von der Sonne geblendet, griff der Keeper am Ball vorbei, womit die Zürcher glückhaft in Führung gingen.
Auf dem Rasen blieb das grosse Spektakel auch nach dem Seitenwechsel lange aus. Die Vorentscheidung erzwang schliesslich FCZ-Trainer Marcel Koller mit einem goldenen Händchen: Nur Sekunden nach ihrer Einwechslung sorgten zwei Joker für das 2:0. Kevin Spadanuda legte in der 79. Minute mustergültig für Mohamed Bangoura auf, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste.
Zwar gelang Servette in der 91. Minute durch Tiemoko Ouattara noch der 2:1-Anschlusstreffer, doch die Genfer Niederlage konnte dieses späte Aufbäumen nicht mehr abwenden.
Zürich - Servette 2:1 (1:0)
12'353 Zuschauer. - SR von Mandach.
Tore: 35. Berisha 1:0. 79. Bangoura (Kény) 2:0. 91. Ouattara (Houboulang Mendes) 2:1.
Zürich: Lindner; Selmin Hodza, Kamberi, Sauter, Volken (62. Walker); Schödler (62. Reichmuth); Krasniqi (93. Hack), Comenencia (78. Bangoura), Berisha, Emmanuel (78. Spadanuda); Kény.
Servette: Gertmonas; Maceiras (69. Houboulang Mendes), Rouiller, Burch, Mazikou; Pedro Naressi (69. Douline), Cognat; Lambourde (78. Ouattara), Stevanovic (84. Nunez), Njoh (46. Mráz); Ayé.
Verwarnungen: 34. Maceiras, 47. Comenencia, 50. Selmin Hodza, 59. Berisha, 77. Douline. (riz/sda)
