Nach verfrühtem WM-Aus: Uruguays Spieler kassieren kuriose Strafe
Die Fussball-Weltmeisterschaft ist für den zweifachen Weltmeister Uruguay (1930 und 1950) nach der Vorrunde bereits wieder vorbei. Die Südamerikaner kamen in der vermeintlich einfach machbaren Gruppe gegen Saudi-Arabien (1:1) und Kap Verde (2:2) nicht über ein Unentschieden hinaus und verloren zum Abschluss mit 0:1 gegen Spanien. Mit nur zwei Punkten reichte Rang 3 in der Gruppe nicht zur Qualifikation für die Sechzehntelfinals. Die stolzen Uruguayer müssen frühzeitig die Heimreise antreten.
Diese Heimreise findet nun allerdings individuell statt. Wie der uruguayische TV-Sender Tenfield berichtet, hat der nationale Fussballverband den Charterflug, der die Mannschaft von der WM-Basis in Playa del Carmen, Mexiko, zurück in die uruguayische Hauptstadt Montevideo bringen soll, gestrichen. Stattdessen müssen die Spieler und Funktionäre mit gewöhnlichen Linienflügen nach Hause kommen. Viele von ihnen würden aber auch mit ihren Familien direkt vom internationalen Flughafen von Cancun aus in die Ferien reisen.
Trainer Marcelo Bielsa, der Uruguay seit Mai 2023 coacht, ging nach dem Scheitern in der Gruppenphase hart mit sich selbst ins Gericht. «Was ich Uruguays Fussball gegeben habe, ist nichts», rechnete Bielsa mit sich selbst ab und richtete den Blick nach unten. «Wenn sie mich fragen, wie man sich an mich erinnert, dann als jemand, der nichts erreicht hat.» Er habe das Potenzial der Spieler nicht abrufen können. Der Trainer ging zudem viral, weil er nach der entscheidenden Pleite gegen Spanien eine TV-Crew anfauchte, weil es ihm zu lange ging, bis das Interview endlich startete.
Marcelo Bielsa couldn't contain his frustration 😤
— Match of the Day (@BBCMOTD) June 27, 2026
The Uruguay boss let his emotions show after his side's World Cup exit. pic.twitter.com/8pMzCqMCm6
Mit dem frühen WM-Aus dürfte das Kapitel Uruguay für Bielsa beendet sein. «Es ist eine harte und traurige Realität, mit der wir uns auseinandersetzen müssen», sagte Abwehrspieler José María Giménez: «Es gab kein einziges Gesicht (in der Kabine), das nicht traurig und angeschlagen aussah. Es ist die Traurigkeit von uns allen und ganz Uruguay.» (abu/sda/dpa)
