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WM-Final: Argentinien geht nach Niederlage auf Spanier los

epa13121616 Leandro Paredes of Argentina (C) pushes Eric Garcia of Spain after the FIFA World Cup 2026 final match Spain against Argentina, in East Rutherford, New Jersey, USA, 19 July 2026. EPA/WILL  ...
Leandro Paredes verlor nach dem Spiel die Nerven.Bild: keystone

«Absolut unentschuldbar»: Argentinier gehen nach WM-Final auf Spanier los

20.07.2026, 01:2420.07.2026, 07:58

Die Argentinier sorgten während der ganzen Weltmeisterschaft mit ihrem harten Spielstil für Diskussionen. Über das Verhalten von Leandro Paredes nach dem WM-Final kann es aber nur eine Meinung geben. Der 32-jährige Mittelfeldspieler ging nach dem Schlusspfiff auf den Spanier Eric Garcia los, schubste diesen erst um und griff ihm dann auch noch an den Hals, bevor er Gavi ebenfalls zu Boden stiess. Paredes sah dafür die Rote Karte – eine Sperre dürfte folgen. Zuvor hatte es eine Auseinandersetzung gegeben, weil Paredes' Mitspieler Nahuel Molina den jubelnden Rodri attackiert hatte.

«Das ist absolut unentschuldbar», urteilte SRF-Experte Mladen Petric nach dem Spiel und kritisierte, dass Paredes zu dem Zeitpunkt überhaupt noch auf dem Feld stand. «Er hätte längst vom Platz geflogen sein müssen.» Der frühere PSG-Profi, der mittlerweile bei den Boca Juniors unter Vertrag steht, sah nach seiner Einwechslung zur zweiten Halbzeit früh Gelb und habe sich danach gemäss Petric sieben, acht grobe Fouls geleistet.

«So Sachen wären nicht passiert, wenn der Schiedsrichter früher mal durchgegriffen hätte», so Petric. Weil Slavko Vincic jedoch vieles laufen liess, entwickelte sich die Partie immer mehr in diese Richtung. «Das Spiel der Argentinier wurde immer härter und sie versuchten immer mehr, das Spiel der Spanier zu zerstören.»

Auch FCB-Rekordspieler Fabian Frei kritisierte die Argentinier für ihre Spielweise harsch. Er sei normalerweise kein Spanien-Fan, dennoch sei der 37-Jährige nun enorm froh, dass die Furia Roja gewonnen habe. «Der Gewinner heute Abend ist zu 100 Prozent auch der Fussball», so Frei. «Ich wüsste nicht, was ich meinen Jungs als Juniorentrainer morgen sagen würde, wenn Argentinien mit dieser Spielweise gewonnen hätte.» So könne er immerhin darauf verweisen, dass es zwar bis in den Final gereicht habe, sich Spanien aber mit den fussballerischen Mitteln durchgesetzt habe. «Das lässt mich gut schlafen heute», sagt Frei.

Damit dürfte es den beiden SRF-Experten so gehen wie wohl vielen Fussballfans, bei denen sich die Argentinier mit ihren vielen Fouls während dieser WM etwas unbeliebt gemacht haben. Dass sich einige Spieler der Albiceleste am Ende als schlechte Verlierer zeigten, tut dazu wohl noch sein Übriges. (nih)

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