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Switzerland's Granit Xhaka during the friendly soccer match between England and Switzerland at the King Power Stadium in Leicester, England, on Tuesday, September 11, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Die Schweizer Nati bleibt gegen England sieglos. In einem weitgehend unspektakulären Test unterlag die Schweiz dem WM-Halbfinalisten 0:1. Bild: KEYSTONE

Granit Xhaka: «Es sind immer diese Spiele, die wir am Schluss dann doch nicht packen»



Trotz 0:1-Niederlage sind die Schweizer mit ihrer Leistung im Testspiel gegen England zufrieden. «Wir waren nicht das schlechtere Team», sagt Granit Xhaka.

Die Schweizer zeigten in Leicester gegen den WM-Vierten England eine weitgehend zufriedenstellende Leistung. Am Ende gab es aber gleichwohl die 21. Niederlage im 29. Vergleich mit dem Mutterland des Fussballs. Auf einen Sieg wartet die SFV-Auswahl gegen den Weltmeister von 1966 schon seit über 37 Jahren.

«Gegen einen solchen Gegner kommst du nicht zu 20 Torschüssen. Deshalb muss man auch einmal treffen. England macht dann aus zwei Chancen ein Tor, das ist der Unterschied.»

Granit Xhaka

Ein solches Ende wäre im King Power Stadium nicht nötig gewesen. «Wenn wir eine unserer Chancen in der ersten Halbzeit genutzt hätten, wäre es ein anderes Spiel geworden», sagte Granit Xhaka. Doch der Schweizer Stratege hält im Prinzip wenig vom der Formel «hätte, wenn und aber». «Gegen einen solchen Gegner kommst du nicht zu 20 Torschüssen. Deshalb muss man auch einmal treffen. England macht dann aus zwei Chancen ein Tor, das ist der Unterschied.»

«Es sind immer diese Spiele, die wir am Schluss dann leider doch nicht packen.»

Granit Xhaka

Und so blieb Xhaka nur das Fazit: «Es sind immer diese Spiele, die wir am Schluss dann leider doch nicht packen. Gott sei Dank ist es um nichts gegangen.» Neben der Enttäuschung über das Resultat bleibt bei Xhaka und Co. aber auch die Zufriedenheit über eine ordentliche Leistung zurück. «Wir haben vieles sehr gut gemacht», so der Arsenal-Professional.

Das Spiel in Leicester diente Trainer Vladimir Petkovic dazu, einige Dinge auszuprobieren. Er nahm im Vergleich zum 6:0 gegen Island beim Auftakt in der Nations League am vergangenen Samstag vier Wechsel vor und änderte vor allem das System. Er liess sein Team statt im gewohnten 4-2-3-1 in einem 3-5-1-1 spielen. «Das kann ein System sein, das zu uns passt», sagte Xhaka. «Wir haben so einmal in einem Testspiel in Griechenland gespielt und ein paar mal so trainiert. Es kann klappen, wenn wir es intensiv trainieren.» Dieses System könne auch eine Lösung sein, «gegen Mannschaften, die nur hinten hinein stehen», so Xhaka.

Xherdan Shaqiri agierte auch im neuen System – Petkovic sprach von einer «Variante B» – zentral hinter der Sturmspitze. Er zeigte auf dieser Position auch in England eine gute Leistung. «Ich habe auf dieser Position mehr Freiheiten als auf dem Flügel. Ich bin besser anspielbar, kann befreiter spielen und mehr in die Tiefe laufen. So kann ich der Mannschaft helfen.»

epa07013270 England's John Stones and England's Eric Dier, in action  against Switzerland's Xherdan Shaqiri, from left, during the friendly soccer match between England and Switzerland at the King Power Stadium in Leicester, England, on Tuesday, September 11, 2018.  EPA/GEORGIOS KEFALAS

Xherdan Shaqiri kam nicht an der Verteidigung vorbei.  Bild: EPA/KEYSTONE

Trotz Niederlage war auch der Offensivspieler des FC Liverpool einigermassen zufrieden mit sich und dem Team. Die Schweiz habe durchaus Eindruck hinterlassen, so Shaqiri. «Die Engländer haben gesehen, dass wir eine starke Mannschaft sind, die guten Fussball spielt. Die hätten wohl nicht gedacht, dass wir zu so vielen Chancen kommen.» Die besten Gelegenheiten hatte er selber: Nach sieben Minuten traf er den Pfosten und Mitte der zweiten Halbzeit hatte er die einzige Schweizer Chance zum Ausgleich.

Alles in allem zogen die Schweizer ein positives Fazit über diese erste Nationalmannschaftswoche nach der WM in Russland und den vielen Debatten rund um den SFV. «Wir haben zwei sehr gute Spiele gezeigt. Auch gegen ein starkes England waren wir mit Sicherheit nicht die schlechtere Mannschaft», sagte Xhaka. Und vor allem: «Nach allem, was nach der WM gesagt und geschrieben worden war, gab es nie Unruhe unter den Spielern oder mit dem Staff. Es waren gute Tage, so können wir vorwärts schauen und mit positiven Eindrücken zu den Klubs zurückkehren.» (sda)

Fussball-WM 2018 in Russland

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • kisimirö 12.09.2018 12:51
    Highlight Highlight manchmal wird hier geredet als müsste es selbstverständlich sein die engländer zu schlagen! aber es ist england und nicht luxenburg.... und auch gegen luxenburg ist noch nichts selbstverständlich...😎
    1 1 Melden
  • Peter Muster 12.09.2018 08:14
    Highlight Highlight +Nati-Trainer Vladimir Petkovic testete+

    was hat er den getestet eine Dreier-Abwehr die gar keine war
    mit Djourou?
    typisch Petkovic. Petkovic hat nur 1:0 gegen England verloren
    Petkovic sagt: «Ich bin zufrieden»

    Lichtsteiner kam zu seinem wohlverdienten abschiedsspiel

    der 10 spulte alibi mässig wie immer seinen part ab
    kaum einen sack über 10-meter-

    die einzige erkenntnis
    SUPER TESTSPIEL
    9 13 Melden
  • govolbeat 12.09.2018 08:02
    Highlight Highlight Ich mag all diese Floskeln einfach nicht mehr hören...wenn man endlich einen Schritt vorwärts machen will muss es gelingen, gegen Mannschaften wie England zu gewinnen.

    Die Engländer waren gestern kein übermächtiger Gegner, und trotzdem geht man wieder mit einer "ehrenvollen" Niederlage nach Hause und alle sind zufrieden mit sich und der Welt. Klar war es nur ein Testspiel, aber gerade in diesen kann man sich mit guten Resultaten Respekt verschaffen. So bleibt man einfach eine mittelmässige Mannschaft, die ab und zu mal einen Lucky Punch erzielt.
    19 5 Melden
  • Natürlich 12.09.2018 07:38
    Highlight Highlight Nach diesem 6:0 Sieg gegen den WM-Viertelfinalisten Island müsste doch die ganze Mannschaft nur so vor Selbstvertrauen strotzen, oder nicht?
    Und dann muss ein solcher Ball wie zu Beginn des Spiels von Shaq einfach rein.
    Schade, aber es war sicher kein schlechtes Spiel der Schweizer.
    7 7 Melden
  • Samuel Defurnier 12.09.2018 07:20
    Highlight Highlight Stand 0:1 "Wir waren nicht das schlechtere Team"
    Mmmh, doch und zwar 0:1
    17 5 Melden
  • alingher 12.09.2018 07:08
    Highlight Highlight Jeder der Hattrick spielt weiss, dass man mit 3-5-2 Spiele gewinnt - v.a. auch wenn der Gegner defensiv aufläuft... :-)
    48 4 Melden
    • Magenta 12.09.2018 07:20
      Highlight Highlight Gibt's das immer noch? 😃
      Das waren coole Zeiten 👍🏻
      5 1 Melden
    • reconquista's creed 12.09.2018 07:26
      Highlight Highlight Ja, falls man Spielaufbau trainiert :)
      6 1 Melden
    • Nelson Muntz 12.09.2018 08:23
      Highlight Highlight Und doch ksnn ein Knipser mit hervorragend auch in IV Torschützenkönig werden
      2 1 Melden
  • Keller101 12.09.2018 07:06
    Highlight Highlight Wie immer fehlt der Biss, jede Niederlage wird jeweils mit einem „so schlecht waren wir nicht“ kommentiert, „wir sind zufrieden“. Champions sind das nicht....
    14 5 Melden
    • Amboss 12.09.2018 10:59
      Highlight Highlight @Keller: Aus meiner Sicht fehlt schlicht und einfach die Qualität für höheres, man muss da realistisch sein. Weltstars haben wir keine, ca. 3 Spieler sind in der erweiterten Weltspitze anzusiedeln, dort aber auch eher Ergänzungsspieler. Der Rest spielt bei Mittelfeld-Vereinen und ist dort teils auch nur Ergänzung.
      Und solche Spieler haben im Verein keine wichtigen Spiele. Sie kennen solche Drucksituationen ganz einfach nicht.

      Aus meiner Sicht ist sollte man nicht jammern über verpasstes. Sondern sich erstaunen und freuen, was diese Truppe, trotz geringer Qualität, doch immer wieder erreicht
      8 2 Melden
    • Keller101 12.09.2018 12:03
      Highlight Highlight @Amboss ja da hast Du recht, die (medialen) Erwartungen sind einfach zu hoch
      2 0 Melden

«Wir verspüren keinen negativen Druck» – YB muss in Valencia punkten

Mut und Solidarität verlangt Gerardo Seoane von seinen Spielern für den Match in Valencia. Sie sollen die Zweikämpfe suchen, sich unterstützen und, wenn sich die Möglichkeit bietet, ohne Umschweife nach vorne spielen.

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