«Hatten wir in der Vergangenheit nicht»: Darüber freut sich Nati-Trainer Yakin besonders
Mit seiner Aufstellung griff Nati-Trainer Murat Yakin wieder einmal tief in die Trickkiste. Er brachte nicht nur Johan Manzambi und Ruben Vargas, die beim 4:1-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina als Joker brilliert hatten, von Anfang an, sondern stellte auf zwei weiteren Positionen um. Überraschend ersetzte der gelernte Innenverteidiger Luca Jaquez auf der Position rechts hinten Silvan Widmer , und Djibril Sow stand erstmals in der Startformation.
Mit den Leistungen der beiden zeigte sich Yakin danach mehrheitlich zufrieden: «Luca hat es zu Beginn gut gemacht, offensiv viele Akzente gesetzt, die Duelle angenommen und gewonnen.» Vor der Pause habe der 23-jährige Jaquez zwar eine schwächere Phase gehabt – über die Seite des Stuttgart-Profis spielte sich Kanada eine tolle Chance heraus –, doch konnte das schnell korrigiert werden. Gerade gegen die schnellen Kanadier habe Jaquez das perfekte Profil gehabt, findet Yakin, «mit seiner Geschwindigkeit und der Zweikampfstärke».
Der 51-Jährige freut sich darüber, dass er sein Team dem jeweiligen Gegner anpassen könne, ohne das Grundkonstrukt zu verlieren. «In der Vergangenheit hatte ich diese Optionen nicht», so Yakin. In diesem Zuge lobt er auch Djibril Sow, der wie gewohnt für Überzahlsituationen sorgen, im Zentrum helfen sowie offensive Akzente setzen konnte. «Es ist sehr gut aufgegangen, wie ich es mir erhofft habe», strahlt Yakin.
Insgesamt zeigte sich der Trainer zufrieden, sagte aber auch: «Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht.» Besonders die leichtsinnigen Ballverluste in der Schlussphase bemängelte Yakin. «Am Ende haben wir den Sieg aber über die Runden gebracht, das ist wichtig und der Sieg ist gut fürs Selbstvertrauen.»
Die weiteren Stimmen
Luca Jaquez:
Gregor Kobel:
Das Tor war dann auch brutal gemacht. Ein unglaublicher Kontakt vor dem Assist, wie er den mitnimmt und seinem Mitspieler dann perfekt in den Lauf spielt. Der setzt ihn mit den Zehenspitzen neben den Pfosten. Also wenn wir nur solche Tore kassieren, müssen wir das akzeptieren.»
Ruben Vargas:
Im Fussball kann die Chance auch gleich in der ersten Minute kommen. Ich stehe da, wo man die Tore schiessen kann, das ist auch eine Vorgabe vom Trainer, dass wir im Strafraum präsent sind. Ich bin überglücklich, dass es wieder geklappt hat.»
Johan Manzambi:
Für mich ist es egal, ob ich von Anfang an spiele oder von der Bank komme: Wenn ich auf dem Platz bin, gebe ich alles. Wenn der Trainer sagt, dass es besser ist, wenn ich reinkomme, bin ich auch dann bereit.»
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