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WM 2026: Das freut Murat Yakin nach Schweizer Gruppensieg besonders

Switzerland's Luca Jaquez in action during the World Cup Group B soccer match between Switzerland and Canada at the BC Place stadium in Vancouver, Canada, Wednesday, June 24, 2026, during the 202 ...
Luca Jaquez stand erstmals für die Schweiz in der Startformation – Murat Yakin freut sich über die vielen Optionen in seinem Kader.Bild: keystone

«Hatten wir in der Vergangenheit nicht»: Darüber freut sich Nati-Trainer Yakin besonders

25.06.2026, 00:1425.06.2026, 00:17

Mit seiner Aufstellung griff Nati-Trainer Murat Yakin wieder einmal tief in die Trickkiste. Er brachte nicht nur Johan Manzambi und Ruben Vargas, die beim 4:1-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina als Joker brilliert hatten, von Anfang an, sondern stellte auf zwei weiteren Positionen um. Überraschend ersetzte der gelernte Innenverteidiger Luca Jaquez auf der Position rechts hinten Silvan Widmer , und Djibril Sow stand erstmals in der Startformation.

Mit den Leistungen der beiden zeigte sich Yakin danach mehrheitlich zufrieden: «Luca hat es zu Beginn gut gemacht, offensiv viele Akzente gesetzt, die Duelle angenommen und gewonnen.» Vor der Pause habe der 23-jährige Jaquez zwar eine schwächere Phase gehabt – über die Seite des Stuttgart-Profis spielte sich Kanada eine tolle Chance heraus –, doch konnte das schnell korrigiert werden. Gerade gegen die schnellen Kanadier habe Jaquez das perfekte Profil gehabt, findet Yakin, «mit seiner Geschwindigkeit und der Zweikampfstärke».

Der 51-Jährige freut sich darüber, dass er sein Team dem jeweiligen Gegner anpassen könne, ohne das Grundkonstrukt zu verlieren. «In der Vergangenheit hatte ich diese Optionen nicht», so Yakin. In diesem Zuge lobt er auch Djibril Sow, der wie gewohnt für Überzahlsituationen sorgen, im Zentrum helfen sowie offensive Akzente setzen konnte. «Es ist sehr gut aufgegangen, wie ich es mir erhofft habe», strahlt Yakin.

Insgesamt zeigte sich der Trainer zufrieden, sagte aber auch: «Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht.» Besonders die leichtsinnigen Ballverluste in der Schlussphase bemängelte Yakin. «Am Ende haben wir den Sieg aber über die Runden gebracht, das ist wichtig und der Sieg ist gut fürs Selbstvertrauen.»

Die weiteren Stimmen

Luca Jaquez:

«Es ist natürlich eine ungewohnte Position und eine andere Bühne – ich habe an einer WM noch nie von Beginn an gespielt – aber mit diesem Team findet man sich schnell. Ich habe von überall Unterstützung bekommen und ich finde, dass ich meinen Job mehrheitlich positiv gemacht habe.»

Gregor Kobel:

«Kanada hat Druck gemacht in der zweiten Halbzeit und sehr physisch gespielt. Wir haben den Druck aber angenommen und trotz des Gegentors sauber zu Ende gespielt. Es ist auch normal, dass es am Ende ein anderes Spiel wird. Kanada hatte nichts mehr zu verlieren und konnte mit vollem Risiko anrennen.

Das Tor war dann auch brutal gemacht. Ein unglaublicher Kontakt vor dem Assist, wie er den mitnimmt und seinem Mitspieler dann perfekt in den Lauf spielt. Der setzt ihn mit den Zehenspitzen neben den Pfosten. Also wenn wir nur solche Tore kassieren, müssen wir das akzeptieren.»

Ruben Vargas:

«Es hat auf jeden Fall nochmal Nerven gekostet am Ende. Es war ein Auswärtsspiel und wir wussten, dass es da bis zum Ende gehen kann. Aber wir haben es bis zum Schluss sehr gut gemacht und auch die Joker haben uns geholfen. Das ist es, was zählt.

Im Fussball kann die Chance auch gleich in der ersten Minute kommen. Ich stehe da, wo man die Tore schiessen kann, das ist auch eine Vorgabe vom Trainer, dass wir im Strafraum präsent sind. Ich bin überglücklich, dass es wieder geklappt hat.»

Johan Manzambi:

«Es ist immer noch wie ein Traum. Ich habe gar keine Worte dafür. Es ist sehr, sehr schön für mich und das Team.

Für mich ist es egal, ob ich von Anfang an spiele oder von der Bank komme: Wenn ich auf dem Platz bin, gebe ich alles. Wenn der Trainer sagt, dass es besser ist, wenn ich reinkomme, bin ich auch dann bereit.»
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Das Zittern ist vorbei! Die Nati schlägt Kanada mit 2:1 und gewinnt die Gruppe
Dank einem 2:1-Sieg gegen Kanada holt sich die Schweiz den Gruppensieg. Nach den Toren von Ruben Vargas und Johan Manzambi gerät das Team zum Schluss aber noch ins Zittern.
Ein bisschen Drama muss offenbar immer sein. Auch gegen Kanada schafft es die Schweiz nicht, ohne Gegentor zu bleiben. Ein langer Pass in die Offensive, eine wunderbare Annahme, ein noch besserer Pass in die Mitte - und schon hatte Kanada den Anschlusstreffer erzielt. Das war in der 76. Minute und brachte dem Co-Gastgeber des Turniers die Hoffnung zurück.
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