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David Alaba grüsst seine chinesischen Fans.
screenshot: youtube/ fc bayern münchen

«Ein frohes Neujahr» – Fussball-Europas verzweifeltes Werben um Aufmerksamkeit in China

Chinas Bedeutung im Fussball dürfte in den nächsten Jahren stark zunehmen. Dass dort viel Geld zu holen ist, haben auch die europäischen Vereine und Spieler begriffen. Zum chinesischen Neujahr haben sie sich nun mit lächerlichen Videos selbst überboten.

Oliver Linow
Oliver Linow



In der Woche vom 7. bis 13. Februar feiert China Neujahr. Für Europäer eigentlich nicht der Rede Wert – hätte nicht ganz Fussball-Europa mitgefeiert. Kaum ein Top-Klub, der nicht via Twitter eine Botschaft ins «Reich der Mitte» sendete. 

Einige hielten sich dabei vornehm zurück und übermittelten, wie zum Beispiel Manchester United nur einen simplen Gruss.

Manchester United wünscht ein frohes Fest.

Andere betrieben dabei schon bedeutend mehr Aufwand. Die Bayern und Barça spannten verschiedene ihrer Stars ein, um den Chinesen ein frohes, neues Jahr zu wünschen und sich für die «grossartige» Unterstützung aus dem fernen Osten zu bedanken. Dabei überzeugt vor allem Neymar mit schauspielerischem Talent.

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Neymar überzeugt auch als Schauspieler.
YouTube/FC Barcelona

Doch auch Thomas Müller, Philipp Lahm und David Alaba haben sich ganz schön ins Zeug gelegt.

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Die Bayern bedanken sich für die grossartige Unterstüzung
YouTube/FC Bayern München

Etwas kreativer präsentierte sich Juventus Turin. Der italienische Meister liess die Stars Paul Pogba, Paulo Dybala und Alvaro Morata zu einem Quiz über das chinesische Neujahr antreten. Dabei überzeugte vor allem Morata mit seinem Fachwissen.

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Alvaro Morata gewinnt das Quiz überlegen.
YouTube/Juventus

Das mit Abstand lächerlichste Video teilte Manchester City. In einer sogenannten Chopstick Challenge traten Kun Agüero, Kevin De Bruyne, Fabian Delph und Joe Hart gegeneinander an. Dabei ging es darum mit Essstäbchen in einer halben Minute möglichst viele Ping-Pong-Bälle aus einer Schale in die andere zu befördern. Delph schaffte drei und holte sich damit den Titel. Der Engländer bezeichnete diesen Erfolg im Anschluss als den bisher grössten seiner Karriere.

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Die City-Stars zeigen ihre Fertigkeiten mit Stäbchen.
YouTube/Manchester City FC

Aber nicht nur die Vereine, auch die Spieler selbst – ein Schelm, wer denkt, dass hier findige Medienverantwortliche ihre Finger im Spiel haben – liessen es sich nicht nehmen, den Chinesen zu gratulieren.

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Mesut Özil grüsst die Chinesen.
YouTube/Mesut Özil

Die Vereine und Spieler überbieten sich gegenseitig im Werben um die Aufmerksamkeit der Chinesen. Kein Wunder, mit gezielter Vermarktung lässt sich dort noch der eine oder andere Euro verdienen. Ausserdem wird Fussball im «Reich der Mitte» immer populärer. Die Klubs aus dem fernen Osten kaufen einen Star nach dem anderen und Staatspräsident Xi Jinping fordert einen baldigen Weltmeistertitel von seinen Fussballern.

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Für die europäischen Vereine geht es natürlich darum sich in diesem boomenden Markt richtig zu platzieren und den eigenen Verein immer bekannter zu machen. Denn nur die bekanntesten Vereine dürfen sich wohl Hoffnung auf Werbeverträge oder viele Trikotverkäufe machen. In diesem Sinne: «Frohes neues Jahr, liebes China!»

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TanookiStormtrooper 09.02.2016 13:03
    Highlight Highlight Mir ist es ja lieber kriechen die Vereine mit lustigen Videos den Chinesen in den A****, als das sie sich von den Scheichs in Katar schmieren lassen. Dort wird nämlich gerade an einem WM-Titel gebastelt indem man Talente aus aller Welt "einbürgert". Das wird 2022 genauso lustig wie die Handball WM 2015. Das ein grosses Land wie China mit einer vernünftigen Jugendarbeit und Strukturen das Zeug hätte ein Stammgast an der WM zu sein wäre nicht so schlimm. Auch eine WM in diesem Land wäre nicht schlecht, werden die Stadien doch später eher genutzt als die in der Wüste.
    • thedarkproject 09.02.2016 21:36
      Highlight Highlight Ahahaha, die Stadien werden genutzt in China? hahaha:
      http://www.zeit.de/sport/2012-04/fs-beijing

      Ob China oder Katar ist egal. Beides Unrechtstaaten die bei der Organisation einer so grossen Veranstaltung absolut gar nichts zu suchen haben.
    • TanookiStormtrooper 09.02.2016 23:09
      Highlight Highlight Wir reden hier von Fussballstadien die bereits existieren und ein bisschen modernisiert werden müssten.
      Das Problem sind vorallem FIFA und IOC, die das Gefühl haben das Land gehöre für den Veranstaltungszeitraum ihnen. Warum wird wohl bei Volksentscheiden in demokratischen Ländern immer Nein gesagt? Die Anforderungen für so ein Event sind einfach zu gross und es bringt auch keinen wirtschaftlichen Nutzen. Da baut man viel zu grosse Stadien, damit die Sponsoren auch genügend Tickets haben, denn der normale Fan kommt da eh nicht rein.
  • Dragon & Tiger King 09.02.2016 11:43
    Highlight Highlight *facepalm*
  • Luca Brasi 09.02.2016 11:31
    Highlight Highlight Herr Linow, woher haben Sie die News, dass Xi Jinping einen "baldigen" WM-Titel der chin. Mannschaft fordert? Ich kenne nur seine Aussage über seine "3 Wünsche für den chin. Fussball": Steigerung der Qualität und Qualifikation für ein WM-Turnier, Ausrichtung eines Turniers und irgendwann mal einen WM-Titel (wobei er ganz klar festgehalten hat, daß das lange dauern wird). Herr Linow, ich hoffe, daß das nicht ein Reiten auf einer anti-chinesischen Welle der Medien ist, die unter Fußballfans wegen der horrenden Transfersummen gerade en vogue ist. Man sollte dabei aber bei der Wahrheit bleiben.
    • Dragon & Tiger King 09.02.2016 13:39
      Highlight Highlight wieder einmal muss ich Luca Brasi zustimmen. Habe die drei Wünsche auch so in Erinnerung.
  • M. Sig 09.02.2016 11:27
    Highlight Highlight Köstlich!
  • Fumo 09.02.2016 11:25
    Highlight Highlight "verzweifeltes Werben"?

    Ich denke nicht dass die Prestigeträchtigste Fussballiga auf dieser Welt um irgendwas werben muss, erst recht nicht verzweifelt.
    Spätestens seit Captain Tsubasa weiss jeder dass alle Fusballspieler auf dieser Welt einen Platz in Europa anstreben, auch ohne Werbevideos.
  • Karl Müller 09.02.2016 11:24
    Highlight Highlight Auch ich wünsche allen Chinesen ein frohes neues Jahr! Ich bin ein grosser Fan der chinesischen Kultur. Am liebsten mag ich Sushi und den Dalai Lama. Ausserdem spiele ich Fussball beim FC Hinterduttigen, der sich sehr über einen Sponsorfür neue Garderoben freuen würde. Nur so nebenbei. Sayonara!
    • TanookiStormtrooper 09.02.2016 12:54
      Highlight Highlight Sushi und Sayonara sind aber japanisch.
      Aber Tibet und der Dalai Lama sind immerhin chinesisch.
      Shitstorm in 3... 2... 1...
    • Grigor 09.02.2016 13:41
      Highlight Highlight Das Ironie nicht verstanden wird, ist fast normal und keinen Shitstorm wert.

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