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WM: Schweiz mit Österreich verwechselt – und das sagt Xhaka zu Messi

epa13103188 Switzerland's head coach Murat Yakin and player Granit Xhaka (L) attend a press conference in Kansas City, Missouri, USA, 10 July 2026. Switzerland will face Argentina on 11 July in t ...
Vor dem bisher grössten Spiel der Schweizer Nati-Geschichte stellen sich die beiden Chefs den Fragen der Medien: Captain Granit Xhaka und Trainer Murat Yakin (r.).Bild: keystone

«Manche Träume werden wahr»: Xhaka traut Nati viel zu – doch wird das Wetter zum Problem?

Wie ist Lionel Messi zu stoppen? Ist das Dschungel-Klima ein Problem? Und warum dürfen die Nati-Fans vom grossen Coup gegen den Weltmeister träumen?
10.07.2026, 23:4910.07.2026, 23:49
Sebastian Wendel, Vancouver / ch media

Das fängt ja gut an. Als Murat Yakin und Granit Xhaka ihre Plätze einnehmen für die Pressekonferenz vor dem WM-Viertelfinal, stellt der FIFA-Gesandte sie als «Österreich» vor. Das verrückte 3:3 unserer Nachbarn gegen Algerien Eindruck scheint Eindruck hinterlassen zu haben in Kansas City.

Mit einem Sieg gegen Argentinien würden die Schweizer definitiv einen draufsetzen. Gegen Messi. Gegen den Weltmeister. Qualifiziert sich die Nati erstmals in ihrer Geschichte für einen WM-Halbfinal und beendet Messis WM-Karriere, wird man sie tief im Mittleren Westen der USA auf Ewigkeiten garantiert nicht mehr mit Österreich verwechseln. Eher umgekehrt.

«Wichtig wird sein, dass der Ball gar nicht erst zu Messi kommt.»
Trainer Murat Yakin

Die grösste Hürde auf dem Weg in den Schweizer Sportolymp ist zweifellos der Gegner. Angeführt vom Überspieler Lionel Messi, der in jedem seiner letzten neun WM-Spiele getroffen hat und am laufenden Turnier bei acht Toren steht. Eines weniger als die Nati insgesamt. Von den 26 Schweizer Spielern an der WM hat nur Ersatzgoalie Yvon Mvogo schon einmal gegen Messi gewonnen. «Ich habe mehrere Ideen, um Messi zu stoppen. Hoffentlich ist eine davon die richtige. Wichtig wird sein, dass der Ball gar nicht erst zu ihm kommt», sagt Yakin.

Messi über allem. Doch die Schattenmänner des 39-Jährigen verkörpern ebenfalls Weltklasse: Alvarez, Martinez, Fernandez, Romero. Auf die Schweizer wartet ein ähnliches Spiel wie im Achtelfinal gegen aggressive Kolumbianer. Nur wird der Gegner mehr spielerische Klasse auf den Platz bringen. Und die Nati erneut auf den verletzten Johan Manzambi verzichten muss.

Natürlich macht sie das gegen die Nummer 1 der Weltrangliste zum Aussenseiter, doch Captain Granit Xhaka sagt: «Es wird viel über Messi geredet und über die Favoritenrolle. Wir müssen uns hier überhaupt nicht verstecken: Unsere Spieler stehen in Topligen unter Vertrag, wir sind erfahren und stabil. Wir wollen nicht zuviel reden, sondern die Antwort auf dem Platz geben.»

epa13096784 Granit Xhaka of Switzerland celebrates with their supporters after winning of the FIFA World Cup 2026 Round of 16 match Switzerland against Colombia, in Vancouver, Canada, 07 July 2026. EP ...
Granit Xhaka ist überzeugt von seinem Team.Bild: keystone

Xhaka: «Träumen ist erlaubt, manchmal werden Träume wahr»

Auf diesem stellt sich den Schweizern neben Argentinien auch ein Klima in den Weg, das sie von ihren bisherigen Spielen an der Pazifikküste nicht kennen. Statt trocken und mild fühlt man sich in Kansas Citys permanent wie im Dampfbad. Bei Spielbeginn werden gegen 70 Prozent Luftfeuchtigkeit erwartet. Für die Nati brutal, für Argentinien normal: Messi und Co. haben in Kansas City ihr WM-Basislager aufgeschlagen.

«Träumen ist erlaubt, manche Träume werden wahr.»
Captain Granit Xhaka

«In einem WM-Viertelfinal darf das Klima keine Ausrede sein. Die Schweiz gehört zu den besten acht Teams der Welt. Das macht Stolz, aber genauso Hunger auf mehr», so Xhaka. Der Captain stimmt zu, dass die Schweiz ihr bestes Gesicht an der WM noch nicht gezeigt hat, dieses nun aber im ersten Spiel gegen einen Giganten gefordert ist: «Wir müssen Grenzen verschieben. Träumen ist erlaubt, manche Träume werden wahr.»

Das gigantische Arrowhead-Stadion in Kansas City jedenfalls ist ein Nährboden für Erfolgsstorys. Die «Chiefs», das lokale Football-Team, haben drei der letzten sechs Super Bowls für sich entschieden. Nach fünfzigjähriger Durststrecke. Klublegende Christian Okoye besuchte die Nati im Training, überreichte Trikots und hinterliess Eindruck beim Trainer: «Ich verfolge den US-Football intensiv. Nun selber in diesem legendären Stadion spielen zu dürfen, ist ein Highlight.»

Geht es nach Murat Yakin und Granit Xhaka, ist es nicht das letzte auf der Schweizer WM-Reise. (schweizheute.ch)

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Es gibt im Fussball kaum etwas Schöneres, als ehrlichen Jubel. So wie hier nach Mikel Merinos (2. v. r.) Siegtor im WM-Viertelfinal.

quelle: keystone / mark j. terrill
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Jens Lehmann weiss, was es bedeutet, Geduld zu haben. 1998 debütierte der Torhüter in der deutschen Nationalmannschaft. 1998, 2000, 2002 und 2004 war er bei Welt- und Europameisterschaften im Kader, absolvierte aber keine einzige Partie. Erst 2006 wurde er zur Nummer eins befördert und hexte Deutschland an der Weltmeisterschaft im eigenen Land bis in den Halbfinal.
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