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Erste Bilanz

Die Folgen des Krawalls: 36 Verletzte, 100'000 Dollar Busse für das Heimteam



Bei den schweren Ausschreitungen während des Afrika-Cup-Halbfinals zwischen Gastgeber Äquatorialguinea und Ghana haben sich mindestens 36 Personen verletzt.

14 Verletzte seien in ein Spital gebracht worden, ein Fall benötige «genaue Beobachtung», teilte Afrikas Kontinentalverband CAF mit.

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Riot police shield Ghana's John Boye (21) and team mates from objects thrown by Equitorial Guinea fans at the end of the first half of the 2015 African Cup of Nations semi-final soccer match in Malabo February 5, 2015. REUTERS/Amr Abdallah Dalsh (EQUATORIAL GUINEA - Tags: SPORT SOCCER TPX IMAGES OF THE DAY)

Polizeischilder gegen Wurfgeschosse – die Gäste aus Ghana flüchten vor den Scharmützeln. Bild: AMR ABDALLAH DALSH/REUTERS

Die CAF-Disziplinarkammer verurteilte den Verband Äquatorialguineas wegen wiederholt «aggressiven Verhaltens» zu einer Busse von 100'000 Dollar. Zudem muss das Heimteam ein Spiel ohne Zuschauer austragen, sollte es erneut zu ähnlichen Vorfällen kommen. Beim Spiel um Platz 3 gegen die DR Kongo bleiben die Fans heute Samstag in Malabo zugelassen.

Wurfgeschosse, Helikopter, Verbitterung

Ghanas Verband GFA hatte nach den schweren Ausschreitungen Konsequenzen für den Gastgeber gefordert.«Es ist schade, dass diese dunkle Wolke unseren Erfolg überschattet, der afrikanische Verband muss entschieden handeln», sagte GFA-Präsident Kwesi Nyantakyi gegenüber der französischen Sportzeitung «L'Équipe». «Diese Art von Verhalten ist einfach nicht zu akzeptieren.»

epaselect epa04605415 A police helicopter is used to disperse rioting fans from pelting Ghanaian fans with projectiles during the 2015 Africa  Cup of Nations semi final match between Ghana and Equatorial Guinea at the Malabo Stadium, Malabo, Equatorial Guinea on 05 February 2015.  EPA/BARRY ALDWORTH UK AND IRELAND OUT

Die überforderten Sicherheitskräfte setzten zwecks Lageberuhigung sogar einen Helikopter ein. Bild: EPA/BACKPAGE

Neun Minuten vor Spielende stand die Partie vor dem Abbruch. Zahlreiche Fans aus Ghana waren in den Innenraum des Stadions in Malabo geflüchtet, um sich vor Wurfgeschossen der Heim-Fans in Sicherheit zu bringen. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel. Erst als die Gäste-Fans von Sicherheitskräften aus dem Innenraum geführt worden waren, konnte das Spiel nach rund 35 Minuten Unterbruch in einem fast leeren Stadion beendet werden.

Captain André Ayew zeigte sich gegenüber dem TV-Sender «Canal Plus» «sehr enttäuscht und verbittert.» Die ghanaische Regierung habe Fans extra einfliegen lassen. «Und dann gab es viele Verletzte», bedauerte Ayew. (si/tat)

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