Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
google glass atletico

Bild: Twitter

Kluge Kerle informieren sich

Atléticos Assistent holt sich mit Google Glass Live-Statistiken vors Auge 

In Spanien setzen die Klubs neuerdings auf Hightech: Atlético Madrids Assistent German Burgos trug als erster Fussball-Trainer während einem Spiel eine Google-Brille. Mit dieser informierte er sich in Echtzeit über die wichtigsten Statistiken.



Atlético Madrid hat am Sonntag mit dem 2:0-Sieg im Derby gegen Getafe einen weiteren Schritt zum ersten Meistertitel seit 1996 gemacht. Der Trainer-Staff der «Rojiblancos» ging dabei komplett neue Wege und setzte auf Hightech: Diego Simeones Assistent German Burgos trug während der gesamten 90 Minuten eine Google-Brille.

Dank der Brille mit dem Mini-Computer im Rahmen konnte der bald 45-jährige Coach gleichzeitig das Spiel und Live-Statistiken verfolgen. Dank der App «Mediacoach» wurde er immer wieder über Zweikampf-Werte, Ballbesitz und Pass-Quote seiner Spieler informiert. Alle 30 Sekunden werden die Werte aktualisiert. 

Bild

So könnte Burgos das Spiel gesehen haben. Oben rechts die Statistiken. Bild: Sky Sports News

Entwickelt wurde die App unter der Führung des spanischen Fussball-Verbandes LFP. «Dank dem Produkt kann das Spiel in Echtzeit analysiert werden. Den Klubs stehen die Daten der eigenen und der gegnerischen Mannschaften zur Verfügung», sagt die LFP zu ihrem Technologie-Coup. Ziel des Google-Glass-Einsatzes sei es die «in allen Bereichen» stärkste Liga der Welt zu sein.

Atlético-Co-Trainer Burgos zeigt sich bereits begeistert von der Google-Brille. «Sie ist toll und überaus nützlich für einen Trainer. Allfällige Fehler im System kann man sofort korrigieren. Das ist die Zukunft», sagte Simeones Assistent zur spanischen Sport-Zeitung «As».

In Deutschland hat man mit der Google-Brille andere Pläne. DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hatte im vergangenen Jahr angekündigt, dass die Schiedsrichter dereinst damit ausgerüstet werden sollen. Bei strittigen Entscheidungen sollen den Unparteiischen beispielsweise Information über Tor oder Nicht-Tor direkt ins Blickfeld angezeigt werden. Doch das ist Zukunftsmusik, die Bundesliga hatte sich zuletzt sogar gegen die Einführung der Torlinientechnologie ausgesprochen.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Unvergessen

Ausgerechnet Burri trifft – und dann ist das legendäre Wankdorf-Stadion Geschichte

7. Juli 2001: Die Young Boys und Lugano bestreiten das letzte Spiel im alten Wankdorf-Stadion. Die Partie endet 1:1 – Reto Burri erzielte das letzte Tor in der Kultstätte. Einen Monat später wurde der Mythos Wankdorf gesprengt.

Das letzte Spiel! 22'200 Zuschauer kamen zur Dernière, unter ihnen der deutsche Ehrenspielführer Uwe Seeler und Ottmar Walter, ein Weltmeister von 1954. Gerhard Schröder, der Kanzler, entsandte eine Trauerbotschaft.

Reto Burri, der letzte Torschütze, erzählt, dass er «heute noch auf dieses letzte Tor im Wankdorf angesprochen wird». Die YB-Fans hätten sich womöglich einen anderen letzten Torschützen gewünscht. Burri war bei den Fans nicht beliebt. Manchmal hätte er sogar Angst gehabt, von …

Artikel lesen
Link zum Artikel