Sport
Google

Atléticos Assistent holt sich mit Google Glass Live-Statistiken vors Auge 

Bild
Bild: Twitter
Kluge Kerle informieren sich

Atléticos Assistent holt sich mit Google Glass Live-Statistiken vors Auge 

In Spanien setzen die Klubs neuerdings auf Hightech: Atlético Madrids Assistent German Burgos trug als erster Fussball-Trainer während einem Spiel eine Google-Brille. Mit dieser informierte er sich in Echtzeit über die wichtigsten Statistiken.
14.04.2014, 18:5814.04.2014, 20:08

Atlético Madrid hat am Sonntag mit dem 2:0-Sieg im Derby gegen Getafe einen weiteren Schritt zum ersten Meistertitel seit 1996 gemacht. Der Trainer-Staff der «Rojiblancos» ging dabei komplett neue Wege und setzte auf Hightech: Diego Simeones Assistent German Burgos trug während der gesamten 90 Minuten eine Google-Brille.

Dank der Brille mit dem Mini-Computer im Rahmen konnte der bald 45-jährige Coach gleichzeitig das Spiel und Live-Statistiken verfolgen. Dank der App «Mediacoach» wurde er immer wieder über Zweikampf-Werte, Ballbesitz und Pass-Quote seiner Spieler informiert. Alle 30 Sekunden werden die Werte aktualisiert. 

So könnte Burgos das Spiel gesehen haben. Oben rechts die Statistiken.
So könnte Burgos das Spiel gesehen haben. Oben rechts die Statistiken.Bild: Sky Sports News

Entwickelt wurde die App unter der Führung des spanischen Fussball-Verbandes LFP. «Dank dem Produkt kann das Spiel in Echtzeit analysiert werden. Den Klubs stehen die Daten der eigenen und der gegnerischen Mannschaften zur Verfügung», sagt die LFP zu ihrem Technologie-Coup. Ziel des Google-Glass-Einsatzes sei es die «in allen Bereichen» stärkste Liga der Welt zu sein.

Atlético-Co-Trainer Burgos zeigt sich bereits begeistert von der Google-Brille. «Sie ist toll und überaus nützlich für einen Trainer. Allfällige Fehler im System kann man sofort korrigieren. Das ist die Zukunft», sagte Simeones Assistent zur spanischen Sport-Zeitung «As».

In Deutschland hat man mit der Google-Brille andere Pläne. DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hatte im vergangenen Jahr angekündigt, dass die Schiedsrichter dereinst damit ausgerüstet werden sollen. Bei strittigen Entscheidungen sollen den Unparteiischen beispielsweise Information über Tor oder Nicht-Tor direkt ins Blickfeld angezeigt werden. Doch das ist Zukunftsmusik, die Bundesliga hatte sich zuletzt sogar gegen die Einführung der Torlinientechnologie ausgesprochen.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Sie haben mir den Arsch gerettet»: So hat FCSG-Rotsünder Watkowiak den Cupfinal erlebt
St.Gallen trotzt der langen Unterzahl und gewinnt den Schweizer Cupfinal gegen Stade Lausanne-Ouchy 3:0. Besonders einer ist danach erleichtert.
Ein Jubelmeer in Grün und Weiss, das Ende einer langen Durststrecke. Nichts weniger als dies, den erst vierten Titel in der 147-jährigen Klubgeschichte und den ersten nach der gewonnenen Meisterschaft im Jahr 2000, wünschten sich die zu Tausenden mitgereisten Fans des FC St.Gallen. Ihr Wunsch sollte erhört werden. Doch sie mussten leiden, was den Triumph umso süsser macht.
Zur Story