Sport
Schaun mer mal

NBA: Mac McClung springt über Shaq und gewinnt den Dunk Contest

Osceola Magic's Mac McClung holds the trophy after winning the slam dunk competition at the NBA basketball All-Star weekend, Saturday, Feb. 17, 2024, in Indianapolis. (AP Photo/Darron Cummings)
Erst vier NBA-Spiele, aber schon zwei Titel im Dunk-Contest: Mac McClung.Bild: keystone

Volle Punktzahl zum Abschluss – das ist der Sieger des NBA-Dunk-Contests

Dank eines Sprungs über NBA-Legende Shaquille O'Neal sicherte sich der unbekannte Mac McClung seinen zweiten Sieg im Dunk-Contest. Für weitere Highlights sorgten Basketballerin Sabrina Ionescu und Steph Curry.
18.02.2024, 15:3718.02.2024, 15:48
Mehr «Sport»

In der Nacht auf Sonntag fand in Indianapolis unter anderem der Dunk-Contest der NBA statt. Dabei setzte sich wie schon im Vorjahr Mac McClung durch. Der 25-Jährige, der in seiner Karriere erst viermal in der besten Basketballliga der Welt zum Einsatz kam, spielt derzeit für die Osceola Magic in der G-League. Dabei handelt es sich um das Partnerteam der Orlando Magic in der Entwicklungsliga der NBA.

Alle Dunks des Abends.Video: YouTube/NBA

Seinen zweiten Erfolg am All-Star-Wochenende sicherte er sich mit seinem Dunk über die 2,16 m grosse NBA-Legende Shaquille O'Neal. Dabei gaben ihm alle fünf Juroren die volle Punktzahl, wodurch McClung der einzige Teilnehmer war, der für einen Dunk 50 Punkte bekam. Damit konnte sein Konkurrent in der entscheidenden Runde, Jaylen Brown von den Boston Celtics, nicht mithalten.

Schon zuvor hatte McClung mit einem im NBA-Dunk-Contest zuvor noch nie gesehenen Dunk begeistert. In der ersten Runde liess er den Ball in der Luft kurz los, bevor er ihn wieder packte und rückwärts durch die Reuse hämmerte. Zur Verwunderung der Kommentatoren erhielt er dafür aber nur 48 Punkte. Dennoch setzte sich der 1,88 m grosse und mit einer enormen Sprungkraft gesegnete Guard nicht nur gegen Brown, der zwischenzeitlich ausgebuht wurde, sondern auch gegen Miamis Jaime Jaquez Jr. und Jacob Toppin von den New York Knicks durch.

Der einst beliebte Wettbewerb verlor in den letzten Jahren auch aufgrund der Abwesenheit der ganz grossen Stars einiges an Strahlkraft. Anders als früher, als unter anderem Michael Jordan oder Vince Carter für grosses Spektakel sorgten, gewannen seither überwiegend unbekanntere Namen und sind auch die Dunks nicht mehr ganz so spektakulär wie beispielsweise beim legendären Duell zwischen dem siegreichen Zach LaVine und Aaron Gordon im Jahr 2016.

Zum Vergleich: Zach LaVine und Aaron Gordon liefern sich ein bis heute unerreichtes Duell.Video: YouTube/NBA

Dafür erfreut sich der Dreipunktewettbewerb immer grösserer Beliebtheit. An einem Abend mit vielen starken Leistungen – mit Trae Young, Tyrese Haliburton, Karl-Anthony Towns und Damian Lillard schafften gleich vier Stars 26 Punkte in der ersten Runde – hatte Milwaukees Lillard am Ende die Nase vorne. In der Finalrunde der drei Besten aus Runde 1 sicherte sich der 33-Jährige mit dem letzten Wurf den Sieg. Der Vorjahressieger setzte sich mit erneut 26 Zählern knapp vor Young (24 Punkte) und Towns (22 Punkte) durch.

So funktioniert die Punktevergabe
Bei Three-Point-Contests werfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer insgesamt 27 Bälle in Richtung des Korbs. 25 der Bälle sind auf fünf Positionen verteilt, wovon eine Position ausschliesslich aus sogenannten «Moneyballs» besteht, die anderen vier Positionen haben jeweils einen solchen Moneyball.

Die normalen Bälle (16) geben im Falle eines Treffers einen Punkt, die Moneyballs (9) zählen hingegen doppelt. Dazu kommen zwei Bälle, die noch weiter vom Korb weg platziert sind, und das Punktekonto um drei Zähler äufnen können. Das Punktemaximum liegt somit bei 40.

Neben dem Three-Point-Contest der NBA-Stars kam es zu einem weiteren Wurf-Wettbewerb. Dabei wurde Stephen Curry, der beste Distanzschütze der Geschichte, von Sabrina Ionescu gefordert. Die 26-Jährige hatte in der Vorsaison einen neuen Rekord in einem Three-Point-Contest aufgestellt, als sie 25 der 27 Würfe verwandelte und das Punktemaximum von 40 Zählern nur um drei Punkte verpasst hatte.

An diesen Wert kam Ionescu aus NBA-Distanz – bei den Männern ist die Dreipunktelinie beim Bogen knapp 50 Zentimeter weiter vom Korb entfernt als in der WNBA, der US-Basketball-Liga der Frauen – nicht ganz heran. Mit 26 Zählern zeigte die US-Amerikanerin mit rumänischen Wurzeln dennoch eine hervorragende Leistung. Diese konnte Curry mit einem starken Finish aber noch übertreffen. Der Point Guard der Golden State Warriors schaffte 29 Zähler.

Eröffnet wurde der Samstag am All-Star-Wochenende mit der Skills Challenge, bei der sich die Lokalmatadoren der Indiana Pacers durchsetzten. In dem Wettbewerb, der sich aus vier Teilen, wo Wurf- und Passgenauigkeit sowie Schnelligkeit nötig sind, zusammensetzt, gewannen Tyrese Haliburton, Myles Turner und Bennedict Mathurin vor den All-Stars Trae Young, Scottie Barnes und Tyrese Maxey. Das dritte Team aus Victor Wembanyama, Paolo Banchero und Anthony Edwards – den ersten Picks der letzten drei Drafts – präsentierte sich am schwächsten, was wohl auch mit fehlendem Effort zu tun hatte.

Das Pacers-Trio brilliert in allen vier Teilen der Skills Challenge.Video: YouTube/NBA

In der Nacht auf Montag findet das All-Star-Wochenende der NBA mit der Partie der besten Spieler der Western Conference gegen die Stars der Eastern Conference ein Ende. Im All-Star-Game treten unter anderem LeBron James, Nikola Jokic, Giannis Antetokounmpo, Jayson Tatum und Shai Gilgeous-Alexander an.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die NBA-Stars mit den meisten MVP-Trophäen
1 / 10
Die NBA-Stars mit den meisten MVP-Trophäen
Rang 1: Kareem Abdul-Jabbar (Milwaukee Bucks, Los Angeles Lakers): 6 MVPs. Stand: 19. März 2021
Der erfolgreichste Punktesammler der NBA ist gleichzeitig auch der Spieler mit den meisten MVP-Titeln. Er gewann je drei im Trikot der Bucks und der Lakers. Zudem wurde er sechs Mal Meister.
quelle: ap/ap / nick ut
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Süsser gehts kaum – Knirps verblüfft mit seinen Basketball-Skills
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Wyndham Halswelle wird Olympiasieger – weil er im Final der einzige Läufer ist
25. Juli 1908: Es ist eine bescheidene Zeit, welche der Brite Wyndham Halswelle im Final des 400-Meter-Finals an den Olympischen Spielen in London aufstellt. Doch locker und zufrieden läuft der 25-jährige Schotte ins Ziel ein. Die Goldmedaille ist ihm sicher – denn ausser ihm ist niemand gestartet.

Am 23. Juli 1908 stehen an den Olympischen Spielen drei Amerikaner und ein Brite im Final des 400-Meter-Laufs. Dank des olympischen Rekordes von 48,4 Sekunden, welchen der Schotte Wyndham Halswelle in der Qualifikation aufgestellt hat, ist der 25-Jährige Favorit auf die Goldmedaille. Doch die Amerikaner John Carpenter, William Robbins und John B. Taylor unternehmen alles, um einen Heimsieg der Briten zu verhindern.

Zur Story