Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08166932 Daniel Yule of Switzerland (C) celebrates with Swiss team after winning the men's Slalom race of the FIS Alpine Skiing World Cup event in Kitzbuehel, Austria, 26 January 2020.  EPA/VALDRIN XHEMAJ

Daniel Yule lässt sich von seinem Team feiern. Bild: EPA

Yule schreibt Schweizer Ski-Geschichte – ein besonderer Sieg an einem besonderen Hang



Daniel Yule ist der Slalom-Fahrer der Stunde. Er gewinnt den Klassiker in Kitzbühel und feiert den dritten Sieg in den letzten vier Rennen. Der Walliser schreibt damit ein bisschen Schweizer Ski-Geschichte.

Ein besonderer Ort war Kitzbühel für Yule schon immer. Hier hatte er vor acht Jahren im Weltcup debütiert. Mit der Startnummer 81 war er im ersten Lauf ausgeschieden. Hier hatte er zwei Jahre später mit Rang 7 seine erste Klassierung in den ersten zehn im Weltcup erreicht. Und hier hatte er vor allem im vorletzten Winter seinen ersten Podiumsplatz im Weltcup realisiert.

Die Siegesfahrt von Daniel Yule. Video: SRF

«Der bestklassierte Mensch»

Dritter war Yule damals geworden, hinter Henrik Kristoffersen und Marcel Hirscher, und hatte sich dabei wie der heimliche Sieger gefühlt. Er sei der bestklassierte Mensch hinter zwei Ausserirdischen, sagte Yule nach seinem persönlichen Meilenstein. Der Norweger und der Österreicher hatten in jener Zeit die Slalom-Szene beherrscht und die Siege meist unter sich ausgemacht.

Mit drei Siegen in den letzten vier Rennen drückt Yule den Slaloms gegenwärtig in ähnlichem Ausmass den Stempel auf. Als «Ausserirdischen» sieht er sich gleichwohl nicht. «Ich bin von technischer Seite her nicht der Beste und habe auch nicht den allerschnellsten Schwung. Meine Stärke ist der Kopf, das Mentale.»

Diese Stärke war selbstredend auch am Sonntag gefragt. Lange hatte Yule das Klassement auch im ersten Lauf angeführt, bevor der überraschende Youngster Lucas Braathen mit der Nummer 34 seine Zeit um 33 Hundertstel unterbot. Der 19-jährige Norweger, der erst seinen sechsten Weltcup-Slalom bestritt, belegte im Schlussklassement hinter dem Österreicher Marco Schwarz und dem Vorjahressieger Clément Noël aus Frankreich gemeinsam mit Landsmann Kristoffersen Platz 4.

«Das ist mein Charakter»

Für Yule machte es keinen Unterschied, zum zweiten Durchgang als Letzter oder Zweitletzter zu starten. Die Atmosphäre war elektrisierend, umso mehr mit Schwarz ein Einheimischer in Führung lag. Yule hatte also eine weitere schwierige Prüfung vor sich. Es war kein Leichtes, in diesem Hexenkessel vor rund 30'000 Zuschauern die Ruhe zu bewahren, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und seine normale Leistung abzurufen.

Überflieger Yule beim SRF im Interview. Video: SRF

Yule aber hatte keine Probleme damit. Was andere hemmt, spornt ihn zusätzlich an. Eine Erklärung dafür kann und will er nicht abgeben. «Ich habe einfach das grosse Glück, dass es so ist. Das ist mein Charakter. Wenn es um etwas geht, kann ich den Knopf noch einmal aufdrehen. Deshalb liebe ich diese Atmosphäre und diesen Druck.»

52 Jahre nach Giovanoli

Vor zwei Wochen in Adelboden hatte Yule als zweiter Schweizer den Slalom gewonnen, 13 Jahre nach dem Sieg von Marc Berthod. Nun sorgte er auch in Kitzbühel für ein seltenes Ereignis für unser Land. Als zuvor einziger Schweizer hatte Dumeng Giovanoli vor sage und schreibe 52 Jahren den Slalom am Fusse des Hahnenkamms für sich entschieden.

Dumeng Giovanoli faehrt am 15. Januar 1967 im Lauberhorn-Slalom dem Ziel entgegen. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Str)

So ungefähr sah das aus, als Giovanoli 1968 in Kitzbühel gewann. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Der heute 79-jährige Bündner wurde in jenem Winter auch Disziplinen-Weltcupsieger. Die kristallene Trophäe gewann er ebenfalls als bisher einziger Schweizer. Für Yule ein gutes Omen? «Darüber mache ich mir keine Gedanken. Ich wusste heute vor dem Rennen nicht einmal über den Punktestand Bescheid.» Er müsse vor allem daran denken, schnell Ski zu fahren. «Wenn man gewinnt, geht das Punktkonto automatisch nach oben. Und gewinnen muss man oft, um am Schluss vorne zu sein, denn die Kristallkugel ist die Konsequenz einer guten Saison.» Eine gute Saison hat Yule bisher. Deshalb wird die Slalom-Wertung für ihn auf jeden Fall zum Thema. Nach sieben von zwölf Rennen liegt er als Zweiter 17 Punkte hinter Kristoffersen. (pre/sda)

Die letzten Schweizer Sieger im Skiweltcup

Unsere Ski-Stars sind in die Fragenlawine geraten

Play Icon

Unvergessene Ski-Geschichten

Der Ski-Salto wird zu Didier Cuches Markenzeichen: «Die Fans glaubten, das war geplant …»

Link zum Artikel

Eine TV-Drohne kracht um ein Haar auf Marcel Hirscher

Link zum Artikel

Verrückteste Abfahrt aller Zeiten: Markus Foser macht sich mit der Nummer 66 unsterblich

Link zum Artikel

Weil Hermann Maier falsch jubelt, erbt Mike von Grünigen den Sieg

Link zum Artikel

06.03.1994: Heidi Zeller-Bähler stürzt sich aus dem Starthaus, wie vor und nach ihr nie mehr eine Skifahrerin

Link zum Artikel

06.02.1989: Eine deutsche Eintagsfliege vereitelt in Vail einen Schweizer Vierfach-Triumph und wird Abfahrts-Weltmeister

Link zum Artikel

Heinzers Bindung bricht – was für eine Blamage für den Olympia-Favoriten

Link zum Artikel

31.01.1987: So wie in Crans-Montana haben wir die Österreicher nie mehr paniert

Link zum Artikel

23.01.1994: Vreni Schneider steht noch nicht für den Kafi am Pistenrand, sondern ist der Evergreen im Stangenwald

Link zum Artikel

19.01.2013: Nie rast einer schneller über eine Weltcup-Piste als Johan Clarey am Lauberhorn

Link zum Artikel

18.01.1987: Pirmin Zurbriggen kommt zum billigsten Weltcupsieg – er ist der einzige Starter

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Unvergessene Ski-Geschichten

Der Ski-Salto wird zu Didier Cuches Markenzeichen: «Die Fans glaubten, das war geplant …»

5
Link zum Artikel

Eine TV-Drohne kracht um ein Haar auf Marcel Hirscher

0
Link zum Artikel

Verrückteste Abfahrt aller Zeiten: Markus Foser macht sich mit der Nummer 66 unsterblich

0
Link zum Artikel

Weil Hermann Maier falsch jubelt, erbt Mike von Grünigen den Sieg

0
Link zum Artikel

06.03.1994: Heidi Zeller-Bähler stürzt sich aus dem Starthaus, wie vor und nach ihr nie mehr eine Skifahrerin

0
Link zum Artikel

06.02.1989: Eine deutsche Eintagsfliege vereitelt in Vail einen Schweizer Vierfach-Triumph und wird Abfahrts-Weltmeister

0
Link zum Artikel

Heinzers Bindung bricht – was für eine Blamage für den Olympia-Favoriten

0
Link zum Artikel

31.01.1987: So wie in Crans-Montana haben wir die Österreicher nie mehr paniert

0
Link zum Artikel

23.01.1994: Vreni Schneider steht noch nicht für den Kafi am Pistenrand, sondern ist der Evergreen im Stangenwald

1
Link zum Artikel

19.01.2013: Nie rast einer schneller über eine Weltcup-Piste als Johan Clarey am Lauberhorn

0
Link zum Artikel

18.01.1987: Pirmin Zurbriggen kommt zum billigsten Weltcupsieg – er ist der einzige Starter

1
Link zum Artikel

Unvergessene Ski-Geschichten

Der Ski-Salto wird zu Didier Cuches Markenzeichen: «Die Fans glaubten, das war geplant …»

5
Link zum Artikel

Eine TV-Drohne kracht um ein Haar auf Marcel Hirscher

0
Link zum Artikel

Verrückteste Abfahrt aller Zeiten: Markus Foser macht sich mit der Nummer 66 unsterblich

0
Link zum Artikel

Weil Hermann Maier falsch jubelt, erbt Mike von Grünigen den Sieg

0
Link zum Artikel

06.03.1994: Heidi Zeller-Bähler stürzt sich aus dem Starthaus, wie vor und nach ihr nie mehr eine Skifahrerin

0
Link zum Artikel

06.02.1989: Eine deutsche Eintagsfliege vereitelt in Vail einen Schweizer Vierfach-Triumph und wird Abfahrts-Weltmeister

0
Link zum Artikel

Heinzers Bindung bricht – was für eine Blamage für den Olympia-Favoriten

0
Link zum Artikel

31.01.1987: So wie in Crans-Montana haben wir die Österreicher nie mehr paniert

0
Link zum Artikel

23.01.1994: Vreni Schneider steht noch nicht für den Kafi am Pistenrand, sondern ist der Evergreen im Stangenwald

1
Link zum Artikel

19.01.2013: Nie rast einer schneller über eine Weltcup-Piste als Johan Clarey am Lauberhorn

0
Link zum Artikel

18.01.1987: Pirmin Zurbriggen kommt zum billigsten Weltcupsieg – er ist der einzige Starter

1
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Diese Diskussion wurde geschlossen.
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Glenn Quagmire 27.01.2020 14:30
    Highlight Highlight Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming wäre wohl sowas wie der Grand Slam. 2 hat er schon, ein weiter könnte folgen.
  • LeVasseur 27.01.2020 00:40
    Highlight Highlight Könnte man sich glatt daran gewöhnen 😏
    Benutzer Bild
  • Glenn Quagmire 26.01.2020 21:40
    Highlight Highlight Jetzt noch Schladming! Wobei ich Nef oder 🍐 weich den Sieg auch gönnen würde.
  • Nelson Muntz 26.01.2020 21:38
    Highlight Highlight Wieso war der Slalom jahrzehntelang nix wert in der Schweiz?
  • luegeLose 26.01.2020 20:44
    Highlight Highlight Was für eine Leistung!! Adelboden und Kitzbühel hintereinander. Das muss der Ritterschlag sein.
  • sidiabdelassar88 26.01.2020 19:40
    Highlight Highlight Zum Glück brachte der norwegische Bratan nur einen Zaberlauf hinunter

Brignone gewinnt Kombi und führt nun im Gesamtweltcup – starkes Schweizer Team ohne Podest

In der Weltcup-Kombination von Crans-Montana gibt es keinen weiteren Podestplatz für die Schweiz. Michelle Gisin und Wendy Holdener belegen die Ränge 4 und 5. Der Sieg geht an Federica Brignone.

Mit Wendy Holdener und Michelle Gisin stellt die Schweiz die Weltmeisterin und die Olympiasiegerin in der Kombination. Auf dem Walliser Hochplateau hatte es sich aber schon im Super-G abgezeichnet, dass es im Kampf um den Sieg nichts werden würde. Gisin lag vor dem Slalom als Achte 1,10 Sekunden zurück, …

Artikel lesen
Link zum Artikel