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Volksheld in Huddersfield: David Wagner führte die «Terriers» 2017 in die Premier League.
Volksheld in Huddersfield: David Wagner führte die «Terriers» 2017 in die Premier League.Bild: imago sportfotodienst

«The Wagner Revolution» in Bern – das ist der neue YB-Trainer

David Wagner tritt bei YB die Nachfolge von Gerardo Seoane an. Der 49-Jährige soll die Erfolgsgeschichte in Bern nach vier Meistertiteln in Folge fortführen.
10.06.2021, 15:5810.06.2021, 16:21

Einen Tag nach dem FC Zürich (André Breitenreiter) stellen auch die Young Boys mit David Wagner einen Trainer aus Deutschland vor. Er wird beim Meister der Nachfolger von Gerardo Seoane, der den umgekehrten Schritt macht und beim Bundesligisten Bayer Leverkusen unterschrieben hat.

Man habe mit einigen Kandidaten Gespräche geführt, lässt YB-Sportchef Christoph Spycher ausrichten. «Bei David Wagner haben wir sofort gemerkt, dass es passt – sowohl in Bezug auf das Fussballerische als auch auf das Menschliche.»

Spycher bezeichnet den 49-jährigen deutsch-amerikanischen Doppelbürger als «sehr spannende Persönlichkeit». Wagner passe «mit seiner ambitionierten und dennoch bodenständigen Art» ideal in das Profil der Young Boys.

«He's better than Klopp»

Sein bisheriges Meisterstück lieferte der Trainer in England ab. Das als Abstiegskandidat gestartete Huddersfield Town führte er 2017 sensationell in die Premier League, in der Saison gelang ihm mit dem Aussenseiter der Ligaerhalt. Ein Jahr später musste er dennoch gehen, weil sein Team aus 22 Spielen nur elf Punkte holte (und schliesslich Ende Saison als Letzter abstieg).

Wagner und Klopp im Herbst 2017.
Wagner und Klopp im Herbst 2017.bild: imago-images.de

Die «Wagner Revolution» rief der Klub in der Aufstiegssaison aus und im John Smith's Stadium sangen die Fans «He's better than Klopp». Dieser Vergleich war nicht zufällig: Wagner ist Jürgen Klopps Trauzeuge, der Liverpool-Trainer ist Götti von Wagners Tochter. Gemeinsam arbeiteten sie bei Borussia Dortmund, Klopp als Chef des Bundesliga-Teams, Wagner im Nachwuchs.

Dortmunds Revier-Rivale Schalke 04 war bislang Wagners letzter Arbeitgeber. Auch dort hatte er, der als Spieler mit Schalke den UEFA-Cup gewonnen hatte, zunächst Erfolg. 2019/20 nach seiner Amtsübernahme zeigten die «Knappen» eine starke Hinrunde, ehe sie mit Beginn der Corona-Pandemie in eine denkwürdige Baisse stürzten. Wagner durfte trotz einer langen Serie der Sieglosigkeit die neue Saison in Angriff nehmen – doch nach zwei Niederlagen, darunter ein 0:8 gegen Bayern München, wurde er entlassen.

In Bern wird weiterhin attraktiver und dynamischer Fussball erwartet

Nun folgt also YB. Er habe bei den Gesprächen mit Spycher und dessen Crew sofort ein sehr gutes Gefühl bekommen, teilt David Wagner mit. «Mittlerweile ist allgemein bekannt, dass bei den Young Boys sehr gute Arbeit geleistet und eine klare Philosophie verfolgt wird. Die Erfolge der letzten Jahre, die Art und Weise, wie Fussball gespielt wird, und die Tatsache, dass es immer wieder gelingt, Spieler und Trainer weiterzuentwickeln, sprechen für sich.»

Mehr zu seinen Plänen mit den Berner Young Boys wird David Wagner am Montag Preis geben, dann stellt ihn der Klub offiziell vor. Sportchef Christoph Spycher macht die Fans der Gelb-Schwarzen aber bereits jetzt «gluschtig»: «David steht für attraktiven und dynamischen Fussball. Und er hat eindrücklich bewiesen, dass er junge Spieler vorwärts bringen kann.» (ram)

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47 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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xlt
10.06.2021 16:48registriert August 2018
Die Trefferquote des Blick bei den Voraussagen ("Insiderinformationen") zu neuen YB-Trainern ist beindruckend niedrig, sehr schön.
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satyros
10.06.2021 16:31registriert August 2014
In Wuschu we trust.
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Eifach_öpis
10.06.2021 16:12registriert Februar 2016
Finde es toll hat YB nicht bei der Konkurrenz gewildert.

Wider einmal ein Zug von Spycher der wohl die wenigsten erwartet haben.
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Aufsteiger Winterthur weiter sieglos – Niederlage bei Servette
In einer höchst ereignislosen Partie feiert Servette seinen zweiten Saisonsieg. Die Genfer schlagen den Aufsteiger FC Winterthur dank einem Foulpenalty zehn Minuten vor dem Ende.

Es war ein harter Entscheid von Schiedsrichter Stefan Horisberger, in der 80. Minute auf den Penaltypunkt zu zeigen. Boubacar Fofana war im Zweikampf mit Winterthurs Routinier Granit Lekaj zu Boden gegangen. Der Deutsche Patrick Pflücke verwertete den Elfmeter und traf erstmals für Servette.

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