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epa07811009 Roger Federer of Switzerland and David Goffin of Belgium after their match on the seventh day of the US Open Tennis Championships the USTA National Tennis Center in Flushing Meadows, New York, USA, 01 September 2019. The US Open runs from 26 August through 08 September.  EPA/JOHN G. MABANGLO

Goffin war gegen den starken Federer chancenlos. Bild: EPA

Federer mit Glanzleistung – und unschlüssig über Olympia-Teilnahme 2020

Roger Federer steht nach einem beeindruckenden 6:2, 6:2, 6:0-Sieg über den Belgier David Goffin zum 13. Mal im Viertelfinal des US Open. Nach zwei eher mühsamen Viersatz-Erfolgen zum Auftakt gelang Federer die zweite Machtdemonstration in New York.



In der 3. Runde hatte Roger Federer am Freitag den Engländer Dan Evans in 80 Minuten in die Schranken gewiesen, gegen Goffin brauchte er nun noch eine Minute – und ein Game – weniger.

Der Matchball

Im Viertelfinal trifft Federer am Dienstag auf Grigor Dimitrov (ATP 78). Der Bulgare gehört seinen Lieblingsgegnern, bei sieben Siegen in sieben Partien verlor er nur zwei Sätze. Dimitrov gewann seinen Achtelfinal gegen den 20-jährigen Australier Alex de Minaur 7:5, 6:3, 6:4.

Goffin, der im zehnten Duell mit Federer zum neunten Mal verlor, war nur ganz zu Beginn auf Augenhöhe. Ausgerechnet, nachdem er ein Break zum 2:1 geschafft hatte, ging es für den Belgier aber nur noch bergab. Er verlor zwischenzeitlich 16 Punkte in Folge und wirkte überfordert. Vor allem fehlte ihm seine übliche läuferische Stärke, er brachte viel weniger Bälle zurück als gewohnt und machte einen angeschlagenen oder müden Eindruck. «Er hatte heute sicher nicht seinen besten Tag», zeigte der 38-jährige Basler Mitgefühl mit seinem Kontrahenten.

«Es war eine grossartige Leistung»

Mit seiner eigenen Leistung konnte Federer aber auf der ganzen Linie zufrieden, auch wenn er zweimal seinen Aufschlag verlor. Er gewann vom 1:2 im ersten bis zum 1:0 im zweiten Satz sechs Games in Serie und vom 3:2 im zweiten Durchgang bis zum Ende nochmals neun Games. Beim zweiten Matchball beendete er die einseitige Angelegenheit mit einem Rückhand-Passierball. «Es war eine grossartige Leistung», kam er im Platzinterview nicht umhin, sich selber zu loben. «Und ein wirklich gutes Gefühl.»

Ein wunderbarer Punkt Federers.

Federer liess sich damit nicht wie im letzten Jahr im Achtelfinal (gegen John Millman) von einem Aussenseiter überraschen, sondern steigt frisch und mit viel Selbstvertrauen in die Schlussphase des Turniers, das er fünfmal gewonnen hat, aber seit 2008 nicht mehr. Er steht zum 13. Mal im Viertelfinal des US Open. Ein Rekord ist das nicht: Jimmy Connors gelang dies sogar 17 Mal. Bei weitem ein Rekord sind hingegen die nun 56 Grand-Slam-Viertelfinals in Federers Karriere.

Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020

Roger Federer hat noch nicht entschieden, ob er im kommenden Sommer in Tokio zum fünften Mal an Olympischen Spielen teilnehmen wird. Nach seinem Achtelfinal-Sieg erklärte der 38-Jährige, dass er sich in den kommenden Wochen darüber Gedanken machen und bald entscheiden wolle.

Grundsätzlich würde er immer gerne bei Olympia spielen, wo er so viele schöne Erfahrungen gemacht habe. 2000 in Sydney traf er seine heutige Frau Mirka und wurde als 19-Jähriger Vierter im Einzel.

2004 und 2008 trug Federer «mit Stolz» die Schweizer Fahne bei der Eröffnungsfeier, 2008 gewann er zudem im Doppel Gold mit Stan Wawrinka und 2012 Silber im Einzel. Die Spiele 2016 in Rio, wo er auch mit Martina Hingis hätte Mixed spielen wollen, verpasste er wegen der Operation seines Knies.

Er habe dort aber auch ein wenig die Begeisterung für die olympische Idee in der Bevölkerung vermisst, bedauerte der 20-fache Grand-Slam-Champion. «Ich muss mir gut überlegen, ob und wie Olympia in meinen Terminkalender nach Wimbledon passen wird», erklärte er. Eine Tendenz konnte er noch nicht verraten. (ram/sda)

Das war der Liveticker:

Ticker: 01.09.2019 Federer – Goffin

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    Alle Leser-Kommentare
  • sidiabdelassar88 02.09.2019 08:54
    Highlight Highlight "Er habe dort aber auch ein wenig die Begeisterung für die olympische Idee in der Bevölkerung vermisst"
    Aha, dem werten Herrn Federer gefällt es also nicht, wenn sich der Pöbel aus den Favelas erdreistet gegen Olympia zu protestieren. Ungewohnte Aussage von Ihm.
  • feuseltier 01.09.2019 18:57
    Highlight Highlight Ich feiere Herr Haldimann für das!! :))
    Benutzer Bild
    • Felix Haldimann 01.09.2019 19:04
      Highlight Highlight Galgenhumor... :(
    • Butschina 02.09.2019 04:37
      Highlight Highlight Sehr guter Galgenhumor 😂
    • Harvey Dent 02.09.2019 06:33
      Highlight Highlight Wer oder was ist FC Zürich???

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