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Serbia's Novak Djokovic celebrates his victory against Canada's Milos Raonic at the ATP World Tour Masters 1000 indoor tennis tournament on November 2, 2014 at the Bercy Palais-Omnisport (POPB) in Paris.   AFP PHOTO / POOL / MIGUEL MEDINA

Neo-Papa Djokovic lässt sich vom Baby bei seinem Beruf nicht ablenken: «Auf dem Platz bin ich völlig auf das Spiel fokussiert». Bild: POOL

Raonic ohne Chance

Djokovic verteidigt Titel in Paris erfolgreich

Novak Djokovic gewann in Paris-Bercy mit einem 6:2, 6:3 gegen Milos Raonic überlegen seinen 47. ATP-Titel - den ersten als Vater - und enteilt Roger Federer in der Weltrangliste fast uneinholbar.



Beim French Open rennt Novak Djokovic seit einem Jahrzehnt vergebens dem langersehnten Gewinn des einzigen Grand-Slam-Turniers hinterher, das ihm in seiner Sammlung noch fehlt. Wesentlich besser läuft es der Weltnummer 1 in der Halle von Bercy.

Nach 2009 und 2013 gewann er den Masters-1000-Event zum dritten Mal - und dies auf beeindruckende Weise. Mit Gaël Monfils, Andy Murray, Kei Nishikori und Milos Raonic deklassierte er der Reihe nach vier hochkarätige Gegner in zwei Sätzen. Im Final gelang es auch Raonic nie, den Serben in Bedrängnis zu bringen. In beiden Sätzen lag der Kanadier früh mit einem Break im Hintertreffen.

Serbia's Novak Djokovic poses with the trophy after winning the final match against Canada's Milos Raonic at the ATP World Tour Masters 1000 indoor tennis tournament on November 2, 2014 at the Bercy Palais-Omnisport (POPB) in Paris. AFP PHOTO / FRANCK FIFE

Ein Baum für den Sieger. Bild: AFP

Trotz Vaterschaft hochkonzentriert

Damit hatte kaum einer gerechnet. Nach seiner kurzen Babypause – Djokovic wurde am Mittwoch vor einer Woche Vater von Söhnchen Stefan – kehrte der Serbe nicht abgelenkt oder mit fehlender Spielpraxis zurück, sondern äusserst konzentriert. «Auf dem Platz bin ich völlig auf das Spiel fokussiert», erklärte Djokovic. «Meine Frau versteht und unterstützt diese Konzentration auf meinen Beruf.» Vor und nach den Spielen versuche er aber, als Vater so involviert wie möglich zu sein.

Der Lohn ist die Titelverteidigung in Paris und der Ausbau des Vorsprungs in der Weltrangliste auf 1310 Punkte. Damit ist die Chance von Roger Federer, der im Viertelfinal an Raonic gescheitert war, ziemlich gering geworden, das Jahr als älteste Nummer 1 der Geschichte zu beenden. Es bedürfte dafür eines veritablen Einbruchs des serbischen Branchen-Primus an den ATP-Finals, die am kommenden Sonntag in London beginnen.

Roger Federer of Switzerland wipes his face as he plays against Milos Raonic of Canada during their quarterfinal match at the ATP World Tour Masters tennis tournament at Bercy stadium in Paris, France, Friday, Oct. 31, 2014. (AP Photo/Michel Euler)

Roger Federers Aufholjagd jäh gestoppt. Bild: Michel Euler/AP/KEYSTONE

Der 33-jährige Basler kann dort maximal 1500 Punkte holen. Mit einem Sieg in den Gruppenspielen bleibt Djokovic vorne, gewinnt er in der O2 Arena drei Partien, kann ihn Federer auch am Davis-Cup-Final vom 21. bis 23. November gegen Frankreich in Lille nicht mehr überflügeln. Aktuell ist ausser Federer kaum ein Spieler in Sicht, der dem Serben gefährlich werden könnte.

«Meine Chancen sind natürlich viel besser als noch vor einer Woche», meinte ein gut aufgelegter Djokovic. «Ich kann die Spiele von Roger nicht beeinflussen», führte der 27-Jährige weiter aus. 

«Jeder Sieg bringt mich näher an die Nummer 1 am Ende des Jahres. Darauf arbeite ich hin.»

Novak Djokovic.

Im Final liess sich Djokovic auch vom Aufschlag-Gewitter von Raonic kaum beeindrucken, das am Freitag gegen Federer noch so effektiv war. Der 1,96 m grosse Kanadier kam in 83 Minuten nur auf neun Asse. Vor allem aber agierte er auch am Netz äusserst fehlerhaft und konnte dort nur 6 von 15 Punkten für sich entscheiden.

Milos Raonic of Canada returns a shot during his men's singles final tennis match against Novak Djokovic of Serbia at the Paris Masters tennis tournament at the Bercy sports hall in Paris, November 2, 2014. REUTERS/Benoit Tessier (FRANCE - Tags: SPORT TENNIS)

Raonic hat Mühe gegen Djokovic. Bild: BENOIT TESSIER/REUTERS

Die Weltnummer 1 verpasste sogar einen noch höheren Sieg, indem er bei 5:2 im zweiten Satz die ersten beiden Matchbälle ungenützt liess. Es war jedoch nur noch Resultatkosmetik für den gebürtigen Montenegriner, der dennoch auf eine äusserst gelungene Woche zurückblickt und sich als erster Kanadier für das Masters qualifiziert hat.

Teilnehmer beim Masters bekannt

Er wird in London neben Kei Nishikori, dem ersten Asiaten am Jahresend-Turnier der besten acht, und US-Open-Champion Marin Cilic einer von drei Neulingen sein.

Das Feld an den ATP-Finals besteht damit aus Djokovic (Nummer 1), Federer (2), Wawrinka (3), Nishikori (4), Andy Murray (5), Tomas Berdych (6), Raonic (7) und Cilic (8). Der als Nummer 3 qualifizierte Rafael Nadal hat die Saison aus gesundheitlichen Gründen bereits beendet. (si/syl)

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