Unvergessen
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Ehrenrunde der Lugano Spieler nach dem siebten und entscheidenden Eishockey Play-off Viertelfinalspiel zwischen dem HC Lugano und HC Ambri Piotta am Sonntag, 19. Maerz 2006 in der Resega Halle von Lugano. (KEYSTONE/PHOTOPRESS/Karl Mathis)

Luganos Spieler feiern mit den Fans das Weiterkommen. Bild: PHOTOPRESS

Ambri scheitert in den Playoffs trotz 3:0-Führung an Erzrivale Lugano

19. März 2006: Das schmerzt der Leventiner Fanseele bis heute. In den Playoff-Viertelfinals gewinnt Ambri-Piotta gegen Lugano zwar die ersten drei Spiele, scheidet dann aber trotzdem nach sieben Spielen aus.



Vor den Playoffs ist die Ausgangslage eigentlich klar. Der HC Lugano spielt als Zweiter der Qualifikation gegen Ambri-Piotta, das es als Siebter gerade noch knapp auf Kosten von Fribourg-Gottéron geschafft hat, in die Entscheidung um den Titel zu kommen. Doch Playoffs haben eigene Gesetze und auf Tessiner Derbys trifft das erst recht zu. So kommt es, dass Titelaspirant Lugano nach drei Partien plötzlich knapp vor dem Ausscheiden steht.

Schon Spiel 1 ist dramatisch: Drei Mal legt Lugano in der Resega vor, drei Mal gleicht der HCAP aus und in der Verlängerung schiesst Hnat Domenichelli in der 76. Minute das 4:3-Siegtor.

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Spektakel pur: Die Zusammenfassung von Spiel 1. Video: YouTube/Deutscher Eishockeymeister 1980

Es folgt der grosse Auftritt von Jean-Guy Trudel in Spiel 2: In der Valascia schiesst er alle drei Treffer zum 3:0-Sieg Ambris. Eine Niederlage mit Folgen für Larry Huras: Luganos Trainer wird entlassen und durch Harold Kreis ersetzt.

Jubel bei Ambri's Jean-Guy Trudel, Mitte, und Hnat Doemichelli, rechts, nach Trudels 1:0, beim zweiten Spiel der Playoff-Viertelfinals der Eishockey Nationalliga A zwischen dem HC Ambri-Piotta und dem HC Lugano, am Donnerstag, 9. Maerz 2006, in Ambri. (KEYSTONE/Photopress/Karl Mathis)

Ambris gefährlichste Waffen: Die Kanadier Jeff Toms, Jean-Guy Trudel und Hnat Domenichelli (von links). Bild: PHOTOPRESS

«Ich will nichts davon hören, dass wir den halben Weg zum Weiterkommen schon zurückgelegt haben.»

Jean-Guy Trudel, Ambri-Stürmer

«Wir müssen bescheiden bleiben. Lugano bleibt Favorit.»

Thomas Bäumle, Ambri-Goalie

Nun wird wieder in Lugano gespielt und die 7713 Zuschauer kommen wie beim ersten Spiel erneut auf ihre Kosten. Jeff Toms gelingt in der 58. Minute das Tor zu Ambris 5:4-Sieg.

«Die Serie ist noch nicht entschieden.»

Harold Kreis, Lugano-Trainer

Drei Spiele, drei Siege. Nun hat Ambri-Piotta vier Matchpucks, um den Erzrivalen aus den Playoffs zu werfen. Sechs Playoff-Serien gab's bislang zwischen den beiden Teams, alle sechs wurden zur Beute Luganos.

Klappt es nun endlich für den «Kleinen»? Die proppenvolle Valascia kocht, vor dem Spiel wie während der Partie. Die «Biancoblù» gehen vier Mal in Führung. Aber jedes Mal schlägt Lugano zurück. Und nach 2:34 Min. in der Verlängerung unterläuft dem 22-jährigen Félicien Du Bois in Überzahl (!) ein Eigentor – Lugano ist mit dem ersten Sieg zurück in der Serie.

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Das Drama in Spiel 4 mit dem Siegtor in der Verlängerung ab 04:50 Min. Video: YouTube/Deutscher Eishockeymeister 1980

Und diesem Erfolg lassen die «Bianconeri» aus dem Südtessin zwei weitere folgen (2:1 zuhause und 5:2 auswärts). So kommt es zum grossen Showdown, einem siebten und alles entscheidenden Spiel in dieser Viertelfinal-Begegnung. Doch in diesem ist die Luft schon früh draussen. Nach 28 Minuten führt Lugano bereits mit 4:0, am Ende setzt sich der Favorit mit 5:1 durch.

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Spiel 7: Lugano schafft die grosse Wende und zieht in die Halbfinals ein. Video: YouTube/Deutscher Eishockeymeister 1980

«Ich bin trotzdem stolz, dass wir Lugano über sieben Spiele gezwungen haben.»

Pekka Rautakallio, Ambri-Trainer

Ambri-Piotta hat tatsächlich eine 3:0-Führung verspielt – eine Premiere in den NLA-Playoffs. Auch in der NHL hat es so eine spektakuläre Wende in der langen Geschichte erst zwei Mal gegeben.

Enttaeuschte Ambri Spieler nach dem Ausscheiden mit Jean-Guy Trudel, Oleg Siritsa, Goalie Thomas Baeumle und Daniele Mattioli, von links nach rechts, nach dem siebten und entscheidenden Eishockey Play-off Viertelfinalspiel zwischen dem HC Lugano und HC Ambri Piotta am Sonntag, 19. Maerz 2006 in der Resega Halle von Lugano. (KEYSTONE/PHOTOPRESS/Karl Mathis)

Hängende Köpfe: Ambri hat's verpatzt. Bild: PHOTOPRESS

Für beide Tessiner Klubs ist die Viertelfinal-Serie gegeneinander im Februar 2006 ein markantes Ereignis. Ambri hat es bis heute nur noch einmal in die Playoffs geschafft (2013/14). Lugano startete nach dem Trainerwechsel durch und holte sich mit Erfolgen über Kloten (4:1 im Halbfinal) und Davos (4:1 im Final) seinen bis heute letzten Meistertitel.

Der Head Coach des HC Lugano, Harold Kreis, rechts, feiert mit den Topscorer von Lugano, Glen Metropolit den gewonnenen 7. Meistertitel nach dem fuenften Playoff-Finalspiel der Eishockey NLA zwischen dem HC Lugano und dem HC Davos, am Donnerstag, 13. April 2006, in Lugano. Das Spiel endet 3:1 zugunsten von Lugano.  (KEYSTONE/PHOTOPRESS/Karl Mathis)

Topskorer Glen Metropolit und Meistermacher Harold Kreis feiern den Titel. Bild: PHOTOPRESS

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei. 
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    Alle Leser-Kommentare
  • Baeri19 19.03.2018 14:51
    Highlight Highlight Könnte immer noch heulen. Ausser der Finalniederlage 1999 schmerzte nichts so fest wie das Ausscheiden nach dieser Serie.
  • Thomtackle 19.03.2018 11:28
    Highlight Highlight Habe ich heute noch Hühnerhaut. Ein kompletter Wahnsinn. Herzstillstand bei Domenichellis "Jahrhundertfehlschuss". Sehe ich heute noch, wie wenn es gestern war. Danach war Lugano nicht mehr aufzuhalten. Für mich bis heute der schönste (und leider letzte :-() Titel.
  • a-n-n-a 19.03.2018 08:48
    Highlight Highlight Ich war da.. und ja, es schmertzt noch Heute! 😭

    #noiabbiamolambrìnelcuore
  • Max Pauer 19.03.2018 02:11
    Highlight Highlight Dazu muss man noch erwähnen, dass Hnat Domenichelli in Spiel 4 kurz vor dem 3:3 das leere Tor nicht traf, sprich an den Pfosten schoss... heute noch unfassbar. Auch, dass SRF die Szene in der Zusammenfassung nicht zeigte.
    • chnobli1896 19.03.2018 08:11
      Highlight Highlight Jep, der Anfang vom Ende :-)

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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