Unvergessen
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Swiss's Ambrosi Hoffmann is on his way to win the bronze medal during the men's Super-G race in Sestriere, Italy, Saturday 18 February 2006, during the Turin 2006 Olympic Winter Games.  (KEYSTONE/EPA/CLAUDIO ONORATI)

Hoffmann unterwegs zu seinem wertvollsten Resultat: Olympia-Bronze 2006 im Super-G. Bild: EPA

Unvergessen

09.03.2012: Ambrosi Hoffmann verkündet seinen Abschied und wir erinnern daran mit dem witzigsten Ski-Video der Welt

9. März 2012: Als Ambrosi Hoffmann seinen Rücktritt per Ende Saison bekannt gibt, ist das bloss eine Randnotiz. Dabei gewann «Amba» eine Olympia-Medaille und gehörte während Jahren zu den besten Abfahrern der Schweiz. Einen Oscar wird er allerdings nie gewinnen – höchstens in unfreiwilliger Komik.



Woran ich mich erinnere, wenn ich den Namen Ambrosi Hoffmann höre? An Einiges, aber zuallererst: An ein absolut köstliches Video. Arno Del Curto, der ewige Trainer des HC Davos ruft «Amba» an, als der gerade auf dem Berg die Sonne geniesst. Er solle schnell runter ans Spiel kommen, fordert Del Curto den Abfahrer auf – und der gehorcht brav:

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Zwei sagenhaft lustige Minuten! Video: Youtube/SwissnLAfanBackUp

228 Rennen – aber nie ein Sieg

Ambrosi Hoffmann fährt zwischen 1996 und 2012 im Weltcup. 228 Mal geht er an den Start, er steht sechs Mal auf dem Podest – aber nie ganz zuoberst. Die wertvollsten Resultate des Davosers sind ein zweiter Rang bei der Abfahrt in Altenmarkt-Zauchensee und zwei dritte Plätze in Kitzbühel.

Jenen Rang 3 in der Hahnenkamm-Abfahrt 2004 bezeichnet er als den schönsten Moment seiner Karriere. «Als ich mit der schnellsten Zeit ins Ziel kam und schliesslich Dritter wurde, das werde ich mein Leben lang nicht mehr vergessen!»

Animiertes GIF GIF abspielen

Hoffmann kommt mit der Bestzeit ins Ziel, am Ende wird es Rang 3. GIF: Youtube/HazardChannel

Olympia-Bronze 2006 im Super-G

Und dann ist da selbstverständlich noch die Bronze-Medaille, die für «Amba» golden strahlt: Am 18. Februar 2006 wird er Olympia-Dritter im Super-G. Neben ihm auf dem Podest stehen zwei der grössten Skifahrer aller Zeiten: Kjetil-Andre Aamodt wird Olympiasieger, Hermann Maier holt Silber.

Wie nah Glück und Pech beisammen sind, erlebt Hoffmann nur zwei Wochen später. Der ehemalige Junioren-Weltmeister zieht sich im Training einen Kreuzbandriss zu und fällt lange aus.

Swiss Ambrosi Hoffmann looks through the Bronze medal he won in today's Alpine Skiing Super-G race in the mixed zone of the medal ceremony in Turin, Italy, Saturday, February 18, 2006, during the XX. Turin 2006 Olympic Winter Games. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Hoffmann mit seinem Turiner Schatz. Bild: KEYSTONE

In der Ruhe liegt Hoffmanns Kraft

Hoffmann wirkt so behäbig, dass man sich bisweilen wundert, weshalb einer wie er überhaupt ein schneller Abfahrer sein kann. Würde er mitten in einem Interview einschlafen: Niemand wäre überrascht. Doch sein Naturell ist gleichzeitig seine Stärke. Hoffmann lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen, er ist bescheiden und wird deshalb im Ski-Zirkus geschätzt. Ein «gmögiger» Typ halt; einer, der mit beiden Füssen auf dem Boden steht.

Die Teamkollegen schätzen Hoffmann vielleicht auch deshalb, weil er ihnen nie vor der Sonne steht. Als solider Platzfahrer (48 Top-Ten-Plätze) nimmt er aber immer mal wieder etwas Druck von der Mannschaft, wenn mal wieder eine Krise herrscht.

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Gegen Carlo Janka ist Ambrosi Hoffmann beinahe eine Plaudertasche. Die beiden machen gemeinsam mit Sandro Viletta Werbung für Graubünden Tourismus. Video: Youtube/Graubünden

«Ich möchte keine Minute missen»

Im März 2012 schliesst sich für Hoffmann ein Kreis. Im norwegischen Kvitfjell, wo er 16 Jahre zuvor sein erstes Weltcuprennen bestritten hat, zieht er einen Schlussstrich unter seine Karriere. In seiner letzten Weltcupsaison, als 34-Jähriger, bildet ein 17. Platz sein Bestresultat.

«Es ist an der Zeit aufzuhören», entscheidet der gelernte Maurer, «einerseits vom Alter her, aber auch wegen den Resultaten. Es war eine super Zeit. Ich möchte keine Minute missen.» Seit dem Abschluss seiner Ski-Karriere ist Ambrosi Hoffmann im Baugeschäft seines Vaters in Davos tätig.

Ambrosi Hoffmann of Switzerland poses with security guards, prior to the second men's Downhill training for the Alpine Skiing World Cup in Krasnaya Polyana, some 50km from Sochi, Russia, 09 February 2012. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

So ein Schlingel: Hoffmann posiert beim Skiweltcup in Sotschi als russischer Security. Bild: KEYSTONE

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Lutz Pfannenstiel 09.03.2015 09:47
    Highlight Highlight "Zwei sagenhaft lustige Minuten"... na ja. Ich hoffe, dass dies ein Ausreisser nach unten war - oder gehen "Unvergessen" die Themen aus?
    • Ralf Meile 09.03.2015 14:59
      Highlight Highlight Humor ist bekanntlich Geschmackssache und nein, uns gehen die Themen nicht aus. Inputs nehmen wir jederzeit gerne entgegen unter sport@watson.ch
    • Anded 09.03.2015 15:27
      Highlight Highlight @Ralf: Fand es auch nur mässig lustig. Muss ja nicht immer ein zwangahft lustiges Video dabei sein. Zum 9. März würde die Gründung von Inter 1908 passen (insbesondere auch aus Schweizer sicht). Ich habe mich als Bub nämlich gefagt, warum mein damaliger Lieblings-Serie-A Klub eigentlich "Inter" heisst. Und ich würde behaupten das wissen heute noch relativ viele Fussbalfans nicht.
    • Ralf Meile 09.03.2015 15:33
      Highlight Highlight Wie gesagt: Geschmackssache, ob man's lustig findet oder nicht. Danke für den Input zu Inter/Milan: Den haben wir letztes Jahr in dieser Rubrik gebracht: http://www.watson.ch/Front/articles/266411794-Ciri-Sforza-landete-einst-nur-deshalb-zu-Inter%2C-weil-Milan-keine-Schweizer-mehr-wollte
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Das fieseste Foul der NHL-Geschichte beendet die Karriere von Steve Moore

8. März 2004: Todd Bertuzzi beendet die Karriere von Steve Moore mit einem Faustschlag an den Hinterkopf. Später entschuldigt sich der Haudegen unter Tränen. Erst zehn Jahre danach enden die Streitigkeiten.

Die Partie war schnell entschieden. Im ersten Drittel gehen die Colorado Avalanches gegen die Vancouver Canucks innert 9:23 Minuten 5:0 in Führung. Ausgerechnet Steve Moore markierte dabei das 5:0. Es ist sein fünfter Treffer in der NHL. Und wird sein letzter bleiben. Denn die Aggression weicht in dieser Partie nicht – und sie wird im letzten Drittel brutal explodieren.

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