Sport
Fussball

Leicester City steigt nach zehn Jahren erneut in die 3. Liga ab

Leicester City's Patson Daka reacts after the English Championship soccer match against Hull City in Leicester, England, Tuesday April 21, 2026. (Jacob King/PA via AP)
Britain Championship Soccer
Stürmer Patson Daka enttäuscht nach dem Remis gegen Hull City.Bild: keystone

Zehn Jahre nach dem Meisterwunder muss Leicester in die 3. Liga runter

22.04.2026, 10:4422.04.2026, 13:12

Leicester City steigt zum zweiten Mal in Folge ab. Das 2:2-Unentschieden zuhause gegen Hull City machte den Abstieg für die Sensationsmeister von 2016 am Dienstagabend endgültig klar.

Vor zehn Jahren schrieben die «Foxes» noch die grösste Erfolgsgeschichte der Premier League. Im Vorjahr gerade noch dem Abstieg entronnen, gewannen sie den Meistertitel, mit Wettquoten von 5000:1 zu Saisonbeginn entgegen alle Wahrscheinlichkeiten. Unter Trainer Claudio Ranieri formte sich eine willensstarke Mannschaft. Jamie Vardy als Torjäger, Riyad Mahrez und N'Golo Kanté im Mittelfeld oder Kasper Schmeichel im Tor waren die Erfolgsgaranten.

FILE - Leicester City team manager Claudio Ranieri has the crown of the trophy placed on his head by Leicester goalkeeper Kasper Schmeichel as they celebrate becoming the English Premier League soccer ...
Torhüter Kasper Schmeichel setzt bei der Meisterfeier Trainer Claudio Ranieri die Krone auf.Bild: keystone

Die Underdogs aus Leicester liessen all die grossen Klubs um zehn und mehr Punkte hinter sich. Es war nichts anderes als ein Fussballwunder.

Weniger märchenhaft sieht die Gegenwart aus. Leicester City steht zwei Runden vor Saisonende am Tabellenende der Championship und steigt erneut in die dritte Liga ab.

«Es gibt keine Ausreden.»
Leicester Vorsitzender Aiyawatt Srivaddhanaprabha

Nicht nur die Mannschaft auf dem Platz hat versagt, der Klub hat sich auch abseits des Rasens keinen Gefallen getan: Für die Mannschaft gab es sechs Punkte Abzug, die sie wegen Verstössen gegen die Finanzregeln im Zusammenhang mit dem Aufstieg der Saison 2023/24 erhielt. Für die Fans ist das eine bittere Pille.

Leicesters Vorsitzender Aiyawatt Srivaddhanaprabha zeigte sich nach dem Abstieg selbstkritisch: «Es gibt keine Ausreden.» Den Fans versprach er eine Reaktion: «Wir werden die notwendigen Entscheidungen treffen, um den Verein voranzubringen, und gemeinsam daran arbeiten, ihn wieder aufzubauen, zu verbessern und die Standards wiederherzustellen, die von Leicester City erwartet werden.» (car)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Was vor der Meistersaison wahrscheinlicher war als der Titel für Leicester City
1 / 22
Was vor der Meistersaison wahrscheinlicher war als der Titel für Leicester City
Diese Wetten wurden im Sommer 2015 von englischen Wettbüros angeboten.5000:1: Es war gleich wahrscheinlich wie der Meistertitel von Leicester, dass jemand den Yeti findet.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Slackline-Weltmeister trotzt der Schwerkraft
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
13 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13
Auch wenn es kaum Unberechenbareres gibt: So tippt watson die neue Super-League-Saison
Am Samstag startet die neue Super-League-Saison. Wie so oft in der höchsten Schweizer Liga kann fast alles geschehen. Aber wir versuchen es trotzdem und geben unsere Prognose ab, wie die Tabelle zum Ende der Saison aussehen wird.
Sechs Tage, nachdem der WM-Final in den USA stattgefunden hat, rollt der Ball wieder in der Schweizer Super League. Am Samstagabend startet die neue Saison mit den Partien Lausanne gegen GC und Servette gegen Basel. Aller Voraussicht nach steht im Schweizer Oberhaus mal wieder eine Saison an, in der alles möglich scheint.
Zur Story