Zehn Jahre nach dem Meisterwunder muss Leicester in die 3. Liga runter
Leicester City steigt zum zweiten Mal in Folge ab. Das 2:2-Unentschieden zuhause gegen Hull City machte den Abstieg für die Sensationsmeister von 2016 am Dienstagabend endgültig klar.
Vor zehn Jahren schrieben die «Foxes» noch die grösste Erfolgsgeschichte der Premier League. Im Vorjahr gerade noch dem Abstieg entronnen, gewannen sie den Meistertitel, mit Wettquoten von 5000:1 zu Saisonbeginn entgegen alle Wahrscheinlichkeiten. Unter Trainer Claudio Ranieri formte sich eine willensstarke Mannschaft. Jamie Vardy als Torjäger, Riyad Mahrez und N'Golo Kanté im Mittelfeld oder Kasper Schmeichel im Tor waren die Erfolgsgaranten.
Die Underdogs aus Leicester liessen all die grossen Klubs um zehn und mehr Punkte hinter sich. Es war nichts anderes als ein Fussballwunder.
Weniger märchenhaft sieht die Gegenwart aus. Leicester City steht zwei Runden vor Saisonende am Tabellenende der Championship und steigt erneut in die dritte Liga ab.
Nicht nur die Mannschaft auf dem Platz hat versagt, der Klub hat sich auch abseits des Rasens keinen Gefallen getan: Für die Mannschaft gab es sechs Punkte Abzug, die sie wegen Verstössen gegen die Finanzregeln im Zusammenhang mit dem Aufstieg der Saison 2023/24 erhielt. Für die Fans ist das eine bittere Pille.
Leicesters Vorsitzender Aiyawatt Srivaddhanaprabha zeigte sich nach dem Abstieg selbstkritisch: «Es gibt keine Ausreden.» Den Fans versprach er eine Reaktion: «Wir werden die notwendigen Entscheidungen treffen, um den Verein voranzubringen, und gemeinsam daran arbeiten, ihn wieder aufzubauen, zu verbessern und die Standards wiederherzustellen, die von Leicester City erwartet werden.» (car)
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