Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epaselect epa05942651 Supporters of French presidential election candidate Emmanuel Macron for the 'En Marche!' movement (Onwards!) watch a live brodcast of the face-to-face televised debate between Emmanuel Macron and far-right Front National (FN) party candidate, Marine Le Pen in a bar in Paris, France, 03 May 2017. France holds the run-off of the presidential elections on 07 May.  EPA/IAN LANGSDON

Vor dem TV-Duell: Marine Le Pen und Emmanuel Macron. Bild: IAN LANGSDON/EPA/KEYSTONE

Analyse

Und was, wenn Marine Le Pen doch gewinnt?

Ein Sieg des faschistoiden Front National ist möglich. Der Euro wäre damit gestorben, ein liberales Europa wahrscheinlich auch.



Der Schriftsteller Stefan Zweig beschreibt in seinem Buch «Die Welt von Gestern», wie sich Europa in den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg vollkommen verändert hat. Er selbst wuchs in einer gutbürgerlichen jüdischen Familie in Wien auf. Der Gymnasiast Zweig musste deshalb strengen Regeln und Normen gehorchen.  

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die Industrielle Revolution Wirkung zu zeigen. «Vierzig Jahre Frieden hatten den wirtschaftlichen Organismus der Länder gekräftigt, die wissenschaftlichen Entdeckungen den Geist jener Generation stolz gemacht; ein Aufschwung begann, der in allen Ländern unseres Europas fast gleichmässig zu fühlen war», schreibt Zweig.

Bild

Schwärmt vom Europa um die Jahrhundertwende: der Schriftsteller Stefan Zweig.

Der wachsende Wohlstand machte die Menschen freier und schöner. Sie begannen Sport zu betreiben, und auch der Mittelstand konnte sich Ferien am Meer oder in den Bergen leisten. Europa war damals der Mittelpunkt der Erde, und innerhalb Europas konnte sich jeder ohne Pass nach Belieben bewegen. Von Wien bis Paris, von London bis Berlin breitete sich ein Gefühl der Toleranz und der Verbundenheit aus.

Der Student Zweig kostete die neue Freiheit in vollen Zügen aus: «Ich bedaure jeden, der nicht jung diese letzten Jahre des Vertrauens in Europa miterlebt hat», schwärmt er. «Denn die Luft um uns ist nicht tot und nicht leer, sie trägt in sich die Schwingungen und den Rhythmus der Stunde. Sie presst ihn unbewusst in unser Blut, bis tief ins Herz und ins Hirn leitet sie ihn fort.»

In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg begann sich der Himmel über Europa einzutrüben. Niemand konnte sich zwar einen Krieg, und schon gar keinen Weltkrieg, vorstellen. Doch Hass und Nationalismus waren unübersehbar auf dem Vormarsch. «Es war noch keine Panik, aber doch eine ständige schwelende Unruhe; immer fühlten wir ein leises Unbehagen, wenn vom Balkan her die Schüsse knatterten. Sollte wirklich der Krieg uns überfallen, ohne dass wir es wussten, warum und wozu?», schreibt Zweig.

Auch in Frankreich: Nationalisten gegen Globalisten

Heute herrscht zwar keine Panik in Europa. Die ständig schwelende Unruhe jedoch ist erneut spürbar geworden. Das gilt ganz speziell im Vorfeld der französischen Wahlen. Emmanuel Macron hat in den Umfragen 20 Prozentpunkte Vorsprung auf Marine Le Pen, und ja, er hat das TV-Duell gegen die Populistin klar für sich entschieden.

In Frankreich wird jedoch das gleiche Drama gespielt wie in fast allen westlichen Ländern: Eine liberale globale Elite wird von rechtspopulistischen Nationalisten herausgefordert. Und in jüngster Zeit waren das immer sehr enge Matches.

Bild

Glücklicher Winzer: Auf dem Land ist Frankreich noch in Ordnung.

Marine Le Pen kann sich darauf verlassen, dass sie vom «pays réel» gestützt wird. Darunter versteht man das konservative und stockkatholische ländliche Frankreich und die verarmten Industriestädte im Norden. Macron hingegen vertritt das «pays légal», die liberale urbane Elite in Städten wie Paris oder Lyon.

Simon Kuper, der seit Jahrzehnten in Frankreich lebende Kolumnist der «Financial Times», umschreibt diesen Konflikt wie folgt: «Die Vorstellung von ‹zwei Frankreichs› bestimmt die Art und Weise, wie viele Franzosen aus allen politischen Lagern diese Wahl betrachten.»

Investmentbanker bei Rothschild

Für Le Pen ist Macron so gesehen der ideale Gegner. Er ist ein klassischer Linksliberaler, der von offenen Grenzen und Europa schwärmt. Er war nicht nur Banker, er war Investmentbanker bei Rothschild! Dass diese Bank heute eher unbedeutend geworden ist, spielt keine Rolle. Der Name steht nach wie vor für mächtige jüdische Bankiers.

epa05939374 French presidential election candidate for the 'En Marche!' (Onwards!) political movement, Emmanuel Macron  delivers his speech during a rally in Paris, France, 01 May 2017. Far-right Front National (FN) party candidate Marine Le-Pen and 'En Marche!' (Onwards!) party candidate Emmanuel Macron arrived in the lead positions in the first round of the presidential elections. France will hold the second round on 07 May 2017.  EPA/IAN LANGSDON

Banker im schicken Anzug: Emmanuel ist das perfekte Feindbild für die Nationalisten. Bild: IAN LANGSDON/EPA/KEYSTONE

Gegen Le Pen spricht die Tatsache, dass auf ihrem «realen Frankreich» der Makel von Vichy haftet. Darunter versteht man die französische Regierung, die mit Hitler kooperiert hat. Selbst für viele konservative Franzosen war der Front National deshalb bisher unwählbar. Doch die jüngere Generation kann sich kaum noch an Vichy erinnern, und Le Pen hat selbst ihren Vater aus der Partei geschmissen, um jeden Nazi-Verdacht im Keim zu ersticken.

Einen weissen Mittelstand, der sich von der Globalisierung benachteiligt, vom wirtschaftlichen Abstieg bedroht und von einer liberalen Elite verspottet fühlt, gibt es auch in Frankreich. Das sind gefährliche Voraussetzungen: In den USA hat dieser Mittelstand Donald Trump ins Weisse Haus gehievt, in Polen und Ungarn faschistoide Nationalisten an die Macht gebracht. In England war dieser Mittelstand die treibende Kraft hinter dem Brexit, und in Italien wird er zum Rückgrat der Fünf-Sterne-Bewegung.

Ein friedliches Europa der Nationen wird es nie geben

Ein Sieg Le Pens ist daher nicht auszuschliessen. Er hätte fatale Folgen. Le Pen will, dass Frankreich den Euro verlässt oder zumindest den Franc als Parallelwährung wieder einführt. Das ist ein Rezept für Streit der übelsten Sorte. Die immer gehässiger werdende Stimmung im Vorfeld des Brexit zeigt, wie sensibel die Menschen auf das Thema Geld reagieren.

Dabei ist der Brexit im Vergleich zu einem Frexit bloss ein Kindergeburtstag. Sollte es dazu kommen, dann würden die nur oberflächlich verheilten Wunden des Zweiten Weltkrieges mit unabsehbaren Folgen aufbrechen.

Die neuen Nationalisten geben sich gerne als fromme Pazifisten und stellen ein Europa in Aussicht, in dem die einzelnen Nationen selbstbestimmt und friedlich koexistieren. Nur, ein solches Europa hat es nie gegeben – und wird es auch nie geben. Auch wenn Europa nicht mehr der Nabel der Welt ist, hatte trotzdem Glück, wer nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurde. Er konnte wie Stefan Zweig eine insgesamt glückliche und tolerante Zeit verbringen. Ein Wahlsieg Le Pens würde dies alles in Frage stellen. Die Luft um uns würde «tot und leer» werden.

Mehr zu den Wahlen in Frankreich

«Le Kid» ist an der Macht: Diese 7 Sorgen rauben Macron jetzt den Schlaf

Link zum Artikel

Präsident Macron ist nicht zu beneiden – doch seine «Geheimwaffe» heisst Le Pen

Link zum Artikel

Wenn du dieses Frankreich-Quiz vergeigst, wird Le Pen gewählt 

Link zum Artikel

Der Anti-Trump-Effekt: Warum wir uns nicht zu früh freuen sollten

Link zum Artikel

Groupies, Gedränge, Geschrei: So war Justin Biebers ... ähm ... Emmanuel Macrons Party

Link zum Artikel

Eine Liebe à la Macron: Schweizer Paar (sie 76, er 52) spricht über Altersunterschied

Link zum Artikel

Der Flop mit den Fake-News: Putin-Trolle haben in Frankreich keine Chance

Link zum Artikel

Aus aktuellem Anlass: 10 flache Franzosenwitze (über die wir trotzdem lachen können)

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Mehr zu den Wahlen in Frankreich

«Le Kid» ist an der Macht: Diese 7 Sorgen rauben Macron jetzt den Schlaf

5
Link zum Artikel

Präsident Macron ist nicht zu beneiden – doch seine «Geheimwaffe» heisst Le Pen

40
Link zum Artikel

Wenn du dieses Frankreich-Quiz vergeigst, wird Le Pen gewählt 

19
Link zum Artikel

Der Anti-Trump-Effekt: Warum wir uns nicht zu früh freuen sollten

51
Link zum Artikel

Groupies, Gedränge, Geschrei: So war Justin Biebers ... ähm ... Emmanuel Macrons Party

2
Link zum Artikel

Eine Liebe à la Macron: Schweizer Paar (sie 76, er 52) spricht über Altersunterschied

4
Link zum Artikel

Der Flop mit den Fake-News: Putin-Trolle haben in Frankreich keine Chance

44
Link zum Artikel

Aus aktuellem Anlass: 10 flache Franzosenwitze (über die wir trotzdem lachen können)

69
Link zum Artikel

Mehr zu den Wahlen in Frankreich

«Le Kid» ist an der Macht: Diese 7 Sorgen rauben Macron jetzt den Schlaf

5
Link zum Artikel

Präsident Macron ist nicht zu beneiden – doch seine «Geheimwaffe» heisst Le Pen

40
Link zum Artikel

Wenn du dieses Frankreich-Quiz vergeigst, wird Le Pen gewählt 

19
Link zum Artikel

Der Anti-Trump-Effekt: Warum wir uns nicht zu früh freuen sollten

51
Link zum Artikel

Groupies, Gedränge, Geschrei: So war Justin Biebers ... ähm ... Emmanuel Macrons Party

2
Link zum Artikel

Eine Liebe à la Macron: Schweizer Paar (sie 76, er 52) spricht über Altersunterschied

4
Link zum Artikel

Der Flop mit den Fake-News: Putin-Trolle haben in Frankreich keine Chance

44
Link zum Artikel

Aus aktuellem Anlass: 10 flache Franzosenwitze (über die wir trotzdem lachen können)

69
Link zum Artikel

Passend dazu: Merkel hat die Raute – Le Pen hat ihr Kreuz

Das könnte dich auch interessieren:

«Wir wollen keine Zensur!» ruft der weisse heterosexuelle Mann

Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

Link zum Artikel

Super-Bowl-Knaller steht fest

Link zum Artikel

Wenn der Schweizer Einbürgerungstest effizient wäre, würde er SO aussehen

Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

Link zum Artikel

3 Menschen sterben in Spanien durch Sturm «Gloria»

Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

Link zum Artikel

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

Link zum Artikel

WEF 2020: Trump ist in Davos angekommen ++ Greta kritisiert die Politik

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

«Wir wollen keine Zensur!» ruft der weisse heterosexuelle Mann

531
Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

28
Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

71
Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

7
Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

3
Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

30
Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

171
Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

73
Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

90
Link zum Artikel

Super-Bowl-Knaller steht fest

0
Link zum Artikel

Wenn der Schweizer Einbürgerungstest effizient wäre, würde er SO aussehen

98
Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

9
Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

363
Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

326
Link zum Artikel

3 Menschen sterben in Spanien durch Sturm «Gloria»

20
Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

131
Link zum Artikel

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

75
Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

470
Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

60
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

100
Link zum Artikel

WEF 2020: Trump ist in Davos angekommen ++ Greta kritisiert die Politik

49
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

«Wir wollen keine Zensur!» ruft der weisse heterosexuelle Mann

531
Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

28
Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

71
Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

7
Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

3
Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

30
Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

171
Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

73
Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

90
Link zum Artikel

Super-Bowl-Knaller steht fest

0
Link zum Artikel

Wenn der Schweizer Einbürgerungstest effizient wäre, würde er SO aussehen

98
Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

9
Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

363
Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

326
Link zum Artikel

3 Menschen sterben in Spanien durch Sturm «Gloria»

20
Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

131
Link zum Artikel

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

75
Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

470
Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

60
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

100
Link zum Artikel

WEF 2020: Trump ist in Davos angekommen ++ Greta kritisiert die Politik

49
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

77
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
77Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sowhatopinion 07.05.2017 13:14
    Highlight Highlight Schade muss nun auch Frankreich zwischen zwei schlechten Kandidaten wählen. Europa braucht weder Nationalisten noch solche die nach dem Moto verfahren "Europa wirds richten und sonst haben wir ja noch Draghi und wenn auch nicht haben wir ja noch die Schutzmacht USA". Der aus Selbst-verschulden unwählbare Fillion hätte Frankreich durch Wirtschaftsreformen wohl eher fit getrimmt und die Gesellschaft geeint.
  • Raphfa 06.05.2017 22:46
    Highlight Highlight Es wird uns vorgespielt, dass es um "linke oder rechte Positionen" geht.

    In Wirklichkeit geht es aber darum, dass sich Superreiche stets steigende Anteile des Sozialprodukts aneignen. Nicht durch Leistung, sondern mittels Kapitalrenditen!

    Deshalb spielt es keine Rolle, ob Le Pen oder Macron gewählt werden. Den Armen und dem Mittelstand geht es weiter ans Lebendige.

    Die Bürger müssen die Zukunft selbst in die Hände nehmen. Falls nicht, verschwindet der letzte kleine Funken Hoffnung auf Verteilungsgerechtigkeit, Freiheit des Individuums und friedliche Koexistenz der menschlichen Rasse.
  • Lowend 06.05.2017 17:19
    Highlight Highlight Eine kleine Frage noch an die Vertreter der neuen nationalistischen Internationale, die hier auf Watson sehr aktiv sind, seit andere Portale keine Diskussionen zu solchen Themen mehr erlauben, aber wie soll man eigentlich eine Kandidatin nennen, deren Vater ein bekennender Holocaustlügner ist und die sich total nationalistisch gibt und sozialistische Forderungen nur für ihre Gesinnungsgenossen haben will?

    Ich bitte um Vorschläge?
    • Turi 06.05.2017 19:14
      Highlight Highlight lowend, du beklagt dich über völkische gesinnung und klagst sippenhaft an?
      informier dich doch mal zum thema nationalsozialismus&sippenhaftung.
      tsts...
    • Lowend 06.05.2017 20:27
      Highlight Highlight Warum Sippenhaft? Ich spreche über die Familie und ist Le Pens Vater nicht ein bekennender Holocaustleugner und wenn sich jemand national und sozial gibt, ist dann die korrekte Bezeichnung nicht Nationalsozial?

      Was Nationalsozialismus betrifft bin ich doch sehr gut informiert und bekämpfe ihn deswegen auch, seit ich bei Herrn Hofer, dem grossen Star der Nationalkonservativen, an der Uni Bern studiert habe und Sie Turi?
    • Fischra 06.05.2017 22:16
      Highlight Highlight Vater Le Pen ist ein bekennender Holocaustleugner und rechtsnationaler Konservativer. Seine Tochter ist eigentlich noch schlimmer, nur verniedlicht sie alles. Eigentlich sind sie Nazis im Schafspelz, wobei ich ihnen nicht unterstelle, dass sie Menschen umbringen würden. Aber solche Typen haben wirklich nichts mehr in der Öffentlichkeit verloren.
  • OkeyKeny 06.05.2017 17:05
    Highlight Highlight Für jeden, der das TV-Duell gesehen hat, ist Le Pen unwählbar. Sie hat keine Ideen, versucht lediglich Macron zu diskreditieren. Macron hingegen wirkt sehr gut vorberitet.
  • mrmikech 06.05.2017 17:03
    Highlight Highlight Der Präsident hat die macht nicht um Frankreich aus die Euro oder EU zo holen. Es bräuchte erst eine Abstimmung und diese wird scheitern weil das Volk nicht aus die Euro/EU will.
    • Turi 06.05.2017 19:16
      Highlight Highlight lies mal diesen wie üblich scharfen kommentar von binswanger im tagimagi.
      https://www.dasmagazin.ch/2017/05/06/gnadenfrist-fuer-die-eu/

      Wenn man die Anti-EU-Aussenseiterkandidaten des ersten Wahlgangs noch dazuzählt, liegt man irgendwo bei 48 Prozent. Nichts verbindet diese politischen Lager – ausser die Ablehnung des Euro, jedenfalls in seiner heutigen Form. Die europäische Währung ist dabei, ihre Mehrheitsfähigkeit zu verlieren.
  • Lowend 06.05.2017 15:21
    Highlight Highlight Die Unterstützung einer demokratiefeindlichen rechtsextremistischen Partei mit totalitären Ideen und einem faschistoiden Parteigründer durch "Schweizer Demokraten" hier im Forum ist echt bedenklich.

    Zum Glück ist das nicht die Meinung der Schweizer Bevölkerung, sondern nur die, des gut organisierten Online-Vochs der hiesigen Vertreter dieser Politik und deren Werbeagentur, die ja seit Jahren von ihrer Volks-Diktatur träumen.
    • Sillum 06.05.2017 15:56
      Highlight Highlight Bedenklich sind höchstens ihre linksextremen und demokratiefeindlichen Aussagen. Zum Glück lehnt die Mehrheit der CH-Bevölkerung derartige Anfeindungen gegen Andersdenkende strikte ab.
    • Fabio74 06.05.2017 16:41
      Highlight Highlight @Sillum: Seit wann denn? Seit die SVP das Niveau ins Bodenlose freigegeben hat, und Beleidigungen, Ausgrenzungen und Diffamierungen unter dem Namen "Meinungsäusserungsfreiheit" verkauft werden, sind Anfeindungen von rechts gegen alles was nicht SVP, AfD und Co sind Alltag geworden.
      "Linksgrün-versiffter-Verräter" ist offenbar legitim, aber Le Pen eine Faschistin zu nennen, dann laufen die Meinungsfreiheitshüter der SVP zur Hochform auf.
    • Lowend 06.05.2017 16:44
      Highlight Highlight Erklären Sie mir bitte, was an meinen Aussagen "linksextrem und demokratiefeindlich" ist, wenn ich mich für die Demokratie einsetze und mich frage, warum Feinde der Demokratie in der Schweiz derart Zuspruch finden?
      Finden Sie das nicht auch bedenklich Sillum, oder finden Sie es am Ende sogar erfreulich?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl33 06.05.2017 14:04
    Highlight Highlight Bleibt noch zu erwähnen, dass Macron TTIP unterstützt und gut findet. Also dieses neoliberale Konstrukt, das demokratische Prozesse aushebelt und anstattdessen Entscheidungen und Richtbarkeit privaten ausländischen Gremien überträgt, welche über dem Souverän jedes Landes stehen.
    Macron und linksliberal? Was für eine perfide Lüge.
    • FrancoL 06.05.2017 15:32
      Highlight Highlight Welches ist denn für Dich die Alternative? MLP, wenn ja wieso und wenn ja wieso wird sie die Rechte des Volkes stärken? Beispiele gefragt!

      Linksliberal ist ein weiter Begriff und man sollte ihn zB nicht nur für Jositsch massschneidern.
  • Entenmann 06.05.2017 13:04
    Highlight Highlight Meines Erachtens widerspricht sich der Autor, wenn er mit Stefan Zweig vom Europa um 1900 schwärmt und später behauptet, ein friedliches Europa der Vaterländer habe es nie gegeben.
    • Majoras Maske 06.05.2017 14:11
      Highlight Highlight Die Frage ist nicht ob es existiert hat, sondern ob es überlebt hat.
    • Philipp Löpfe 06.05.2017 15:52
      Highlight Highlight Nein, den Zweig schwärmt von einem Europa, in dem man ohne Pass quer durch den Kontinent reisen konnte, und in dem der Gedanke eines geeinten Europa vor allem unter der Jugend sehr populär war. Aber du kannst es gerne selbst nachlesen.
    • Therealmonti 06.05.2017 16:57
      Highlight Highlight Aber, aber, Löpfe! Dir hätte ich nicht zugetraut, dass Du nicht weisst, wann man "den" mit einem und wann mit zwei "n" schreibt.
  • Maracuja 06.05.2017 12:48
    Highlight Highlight <Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die Industrielle Revolution Wirkung zu zeigen ... und auch der Mittelstand konnte sich Ferien am Meer oder in den Bergen leisten.>

    Soso, wie gross war damals dieser Mittelstand bzw. wen durfte man dazu rechnen? Liberale wie Sie Herr Löpfe sehen immer nur diejenigen, denen es gut geht und nehmen die anderen nicht wahr. Wohin das führt hat man Anfang 20. Jh. gesehen. Für Arbeiter/unteren Mittelstand gibt es 0 Grund Le Pen zu wählen und 1 Grund pro Macron - den Wiederaufstieg Faschismus zu verhindern. Genügt heute noch zum mobilisieren, aber in 5 Jahren?
    • koks 06.05.2017 13:46
      Highlight Highlight Seit einigen Jahren sinken die Realeinkommen in Westeuropa und in der Schweiz das erste Mal seit dem zweiten Weltkrieg. Der Autor schwärmt von vergangenen (vor-neoliberalen) Zeiten, und tut so, als wäre der Wohlstand von damals Produkt von den Regimes von heute. In Tat und Wahrheit war das Europa damals mit einem wohlhabenden Mittelstand ein Europa von Nationalstaaten.
      Nicht dass wir dahin zurück müssen, aber eine Analyse, zumals von jemandem der sich Ökonom nennt, sollte ein klein bisschen Hand und Fuss haben.
  • pun 06.05.2017 12:39
    Highlight Highlight Morgen gegen den Neo-Faschismus wählen, ab Montag den neoliberalen Banker bekämpfen!
    • koks 06.05.2017 13:50
      Highlight Highlight Neoliberalismus herrscht fast in allen Ländern der Welt, auch in China. China, Deutschland, Frankreich, USA: ein und dasselbe Wirtschaftssystem. Wenn man das bekämpfen will, dann kann es ganz bestimmt nicht unter Macron passieren. Unter Macron gegen den Neoliberalismus kämpfen wäre billige wirkungslose Show für die linken bangenden und hoffenden Wähler.
    • Firefly 06.05.2017 17:02
      Highlight Highlight Nein, China ist bestimmt nicht neoliberal, liberal ist dacein Fremdwort. China ist eine Staatlich gelenkte Wirtschaft wobei der Staat eine einparteien Diktatur ist.
    • pun 06.05.2017 23:39
      Highlight Highlight @koks: ich glaube du hast meinen kommentar nicht verstanden. Den Neoliberalismus bekämpft man gegen Macron. Aber nun geht es darum, die Republik gegen eine Neofaschistin mit nettem Anlitz zu verteidigen.
  • rodolofo 06.05.2017 12:01
    Highlight Highlight Auch in dieser "Historischen Wahl-Schlacht" tappen wir wieder mal in die Falle der Gegensatz-Hypothese:
    Sie sind das Gegenteil von uns!
    Wenn "wir" progressiv sind, dann sind "sie" reaktionär.
    Wenn "sie" rassistisch sind, dann sind "wir" weltoffen, usw.
    Dabei geht vergessen, dass es ein solches homogenes "Wir" ebensowenig gibt, wie ein homogenes "Sie".
    Nach dem euphorisch gefeierten Wahlsieg einer Partei folgt später todsicher eine Katerstimmung mit sinkenden Umfragewerten, steigender Unzufriedenheit und Frustrationen, weil sich die Gewählten wieder mal als typische Menschen erwiesen haben...
    • FrancoL 06.05.2017 13:03
      Highlight Highlight Es muss kein homogenes WIR sein, das wird es nie geben.
      Es genügt dass ein "WIR" mit möglichst vielen Übereinstimmungen gefördert wird. UND EXTREME fördern diese Übereinstimmungen nun mal nicht, nein sie suchen sie nicht einmal.
  • NWO Schwanzus Longus 06.05.2017 11:54
    Highlight Highlight Es ist total lächerlich Macron als Linksliberal zu bezeichnen. Er ist ein ungezügelter Neoliberaler. Zudem ist er absolut inkonsequent gegenüber dem Terrorismus er hat kein Rezept. Er würde ausser dem gerade den Terror verstärken mit seiner Befürwortung von sinnlosen Kriegen. Die Kriegsindustrie wird sehr profitieren von ihm und das dumme Volk bleibt auf der Strecke. Nicht das das Le Pen reinwäscht die in gewissen Dingen recht hat aber einen Sozialismus einführen will der nicht tragbar ist, aber man muss Macron genauso betrachten, als Kandidat der Mächtigen gegen das Volk.
    • Karl33 06.05.2017 12:09
      Highlight Highlight Dj, völlig einverstanden.

      Löpfe spricht auch von "Eine liberale globale Elite", die von Rechtspopulisten herausgefordert würde. Und verharmlost dabei, dass diese Elite korrekterweise als "neoliberal" bezeichnet werden müsste, neoliberal im Sinne der Chicagoer Schule.

      Für mich geht diese Desinformation locker unter Fake-News. Schönes Geschwätz, um als Linker auf der vermeintlichen Gewinnerseite mitzumarschieren.
    • Moelal 06.05.2017 12:16
      Highlight Highlight Was habe Sie denn für einen alternativen Vorschlag? Diener die Verräterin des vernünftig denkenden Volkes
    • FrancoL 06.05.2017 13:09
      Highlight Highlight @Karl33; Geschwätz ist es einen Linksliberalen in die Ecke der Linken zu stellen! Und dies versuchst Du, denn ich kenne kaum einen Linken der da in F auf der Gewinnerseite mit marschiert. Die Linken werden einen Macron wählen aber soweit es geht ihm auf den Füssen herumtrampeln, nicht mit ihm marschieren. Aber sie werden ihn wählen, weil er als Gegner mehr taugt als eine MLP.
  • Effersone 06.05.2017 11:42
    Highlight Highlight Die neuen Nationalisten geben sich gerne als fromme Pazifisten und stellen ein Europa in Aussicht, in dem die einzelnen Nationen selbstbestimmt und friedlich koexistieren. Nur, ein solches Europa hat es nie gegeben – und wird es auch nie geben.

    Herr Löpfe, lügen Sie bewusst? Herrschte zu Zeiten der EWG krieg in Europa?
    • Philipp Löpfe 06.05.2017 12:23
      Highlight Highlight Die EWG war doch die Vorläuferin der EU, oder irre ich mich? Oder was willst du mir sagen?
    • Effersone 06.05.2017 12:59
      Highlight Highlight Richtig, eine Wirtschaftsunion mit souveränen Einzelstaaten die friedlich mit einander handelten. Ohne Parlament in Brüssel und ohne Euro.

      Und es hat funktioniert, entgegen ihrer Aussage, ein funktionierendes Europa mit souveränen Einzelsaaten hätte es nie gegeben.
    • Angelo C. 06.05.2017 13:56
      Highlight Highlight Löpfe : Ja, da irren Sie einmal mehr...

      Von einem Journalist. der sich im Allgemeinen publizistisch vermehrt der Wirtschaft zuwendet, sollte man eigentlich erwarten können, dass er weiss, dass aus dem EWG später die EG wurde, die dann in die heutige EU mündete 🤔 :

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Gemeinschaft

    Weitere Antworten anzeigen
  • Gigi,Gigi 06.05.2017 11:26
    Highlight Highlight Herr Löpfe, das stockkatholisch wäre nicht nötig gewesen, weil es praktisch nichts damit zu tun hat. Aber leider bringen sie den in ihren an und für sich lesenswerten Artikeln immer wieder. Damit disqualifizieren sie sich leider selber.
    • Gigi,Gigi 06.05.2017 11:58
      Highlight Highlight Für alle Blitzer: im Elsass wählen sie schon seit Jahrzehnten stramm Front National. Und das Elsass ist die Region mit der höchsten Dichte von Protestanten. Wenn ich Herr Löpfe wäre, würde ich daraus schliessen, dass die erzkonservativen und stockprotestantischen Gebiete zu Le Pen neigen. Dieser Schluss ist aber genauso falsch, wie der umgekehrte. Mit der Religion hat das wirklich fast nichts zu tun. Wohl aber mit Stadt/Land, reich/arm, lokal/global etc.
    • Philipp Löpfe 06.05.2017 12:48
      Highlight Highlight #Gigi: In Strasbourg haben 28 % Macron gewählt, 12 % Le Pen.
    • Richu 06.05.2017 12:58
      Highlight Highlight Bin überrascht, dass es Ph. Löpfe nicht bekannt ist, dass das Elsass nicht nur aus Strasbourg besteht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrigi-B 06.05.2017 11:11
    Highlight Highlight Die Medien und Umfrageidioten haben definitiv keine Lehren aus Brexit und der Wahl von Donnie thiny hands gezogen.
    • Moelal 06.05.2017 11:56
      Highlight Highlight Umfrageidioten: fast so ein idiotischer Begriff wie Establishement
    • Hansdamp_f 06.05.2017 16:09
      Highlight Highlight Wenn schon Englisch, dann bitte richtig. Sonst ist es nur peinlich.
  • walsi 06.05.2017 11:08
    Highlight Highlight Vom vereinten Europa mit den freien Märkten profitiert in erster Linie die ober Hälfte der Gesellschaft, das Prekariat und der einfachen Arbeiter hingegen bleibt auf der Strecke. Das war es das Trump zum Wahlsieg geholfen hat und den Brexit ermöglichte. Es ist also ein Frage wie stark, dass diejenigen, die sich abgehängt fühlen, die Schnauze voll haben und sich sagen alles was nicht Establishment ist ist gut. Was die Erfahrung mit Trump oder dem Brexit zeigte, dass die Leute die so denken, bei Umfragen nicht sagen was sie denken. Sie sagen was sie denken und wählen würden.
    • SemperFi 06.05.2017 11:48
      Highlight Highlight Dem Prekariat und dem einfachen Arbeiter geht es so gut wie noch nie in der Geschichte. Und 70 Jahre Frieden in Europa sind auch nicht zu verachten. Es sind nämlich diese Gruppen, die an der Front verbluten und weder Le Pen noch Macron.
    • butteraufsbrot 06.05.2017 12:47
      Highlight Highlight Das Problem hier ist, dass dem "gemeinen" Volk von gewissen Politikern suggeriert wird, dass alles schlechter geworden ist. Diesen Politikern ist jedes Mittel recht. Gefälschte Studien, Falschinformationen bis hin zu Hackerangriffen. Damit werden Ängste geschürt und man gibt der Masse, wonach sie verlangt. Materie steckt nicht dahinter. Deswegen sind "linksliberale Eliten" oder anders gesagt selbstdenkende, kritische Bürger diesen Pegida-Parlamentariern auch ein Dorn im Auge.
    • Fabio74 06.05.2017 13:21
      Highlight Highlight Es geht den Europäern wohl noch nie so gut wie heute.
      Es wird von rechts laufend eingeredet, dass alles schlecht ist und dass es nur noch abwärts geht.
      Dass es nicht immer aufwärts gehen kann ist klar, wenn die Welt da und dort kriselt.
      Aber wer einfach irgendwelchen Demagogen hinterher läuft und sich weigert selber zu denken der macht was falsch
  • zombie woof 06.05.2017 11:00
    Highlight Highlight X-Millionen sind einem Betrüger wie Trump auf den Leim gekrochen und mittlerweile würde es mich nicht mehr erstaunen, wenn das bei den Franzosen anders wäre. Es gibt genügend dumme Leute, die sich Führer wünschen welche sie in das vermeintliche Paradies führen. Selber Denken scheint aus der Mode gekommen zu sein, anders kann ich mir den Zulauf, welche die Populisten haben, nicht erklären.
    • Mehmed 06.05.2017 11:28
      Highlight Highlight 'Es gibt genügend dumme Leute, die sich Führer wünschen'
      Macron oder Le Pen?

  • Thomas Binder 06.05.2017 10:57
    Highlight Highlight Nachdem der m. E. derzeit einzige vernünftige sozialliberale Weg, wie in den USA, erledigt wurde, haben die Franzosen scheinbar die Wahl zwischen asozialem globalem Neoliberalismus und asozialem Rechtsnationalismus. Allerdings ist der FN sozialer als beispielsweise die SVP und will er, im Gegensatz zur selber neoliberalen SVP, das Problem der Flüchtlinge vor neoliberalen Wirtschafts- und imperialen Angriffskriegen lösen durch Bekämpfung deren Ursachen. Hmmm...

    http://www.watson.ch/Best%20of%20watson/EU/171941201-Die-rechten-Sieger-Europas--So-positionieren-sie-sich-im-Vergleich-mit-der-SVP
  • atomschlaf 06.05.2017 10:53
    Highlight Highlight Wenn Marine gewinnt:
    Eher schlecht für Frankreich, aber gut für die EU und gut für Europa.

    Frankreich würde leiden, aufgrund des weiterhin ungezügelten Sozialismus und des geplanten Protektionismus.

    Die EU-Zentrale müsste aber endlich die längst überfälligen Reformen und Politikänderungen an die Hand nehmen und könnte kaum mehr stur wie bisher weiter wursteln und den Wählerwillen ignorieren. Dies wäre zweifellos gut für Europa.
    • Richu 06.05.2017 13:02
      Highlight Highlight @atomschlaf: Sie gehen mit Ihrer Aussage "Wenn Marine gewinnt" von einer Hypothese aus, welche sicher nicht eintreffen wird! Frau Le Pen hat absolut keine Chancen, franz. Präsidentin zu werden!
    • atomschlaf 06.05.2017 13:11
      Highlight Highlight @Richu: Ich gehe auch nicht davon aus, dass sie gewinnt.
      Das oben ist lediglich meine Antwort auf die Frage im Titel des Artikels: "Und was, wenn Marine Le Pen doch gewinnt?"
    • Fabio74 06.05.2017 13:25
      Highlight Highlight Falsch: Die Franzosen sollen wie die Italiener und die Osteuropäer in allerersten Linie bei sich zu Hause aufräumen und Reformen durchziehen.
      Dafür sorgen, dass Ausbildungsplätze, Jobs und Perspektiven vorhanden sind.
      Bei den Franzosen gilt es den Schlendrian der Zuwanderung aus den ex Kolonien in den Griff zu kriegen und die Geschichte dieser Zeit und der ZEit von WK2 aufzuarbeiten.
      Aber dies braucht Zeit, ist mühsam und kostet Geld.
      Mit dem Finger auf die achso böse EU zu zeigen ist zu einfach
  • dorfne 06.05.2017 10:40
    Highlight Highlight Der FN hat auch dann gewonnen, wenn Marine nicht Präsidentin wird! Als Chefin der stärksten Oppositionspartei wird sie auf nichts und niemanden ausserhalb der eigenen Reihen Rücksicht nehmen müssen. Und die Oppositionschefin Le Pen wird gefährlicher sein als die Präsidentin Le Pen je sein könnte, denn dann kann sie ihren populistischen Kurs ungebremst durchziehen!
    • Fabio74 06.05.2017 16:47
      Highlight Highlight Was heisst stäkste Oppositionspartei? Es sind Präsidentschaftswahlen. Der Sieger ist Präsident der Republik.
      Die Parlamentswahlen finden erst später statt. Dort zeigt sich wer Mehrheiten hat.
  • Richu 06.05.2017 10:25
    Highlight Highlight Wenn man in der Lage ist, die Fakten der franz. Präsidentschaftswahlen richtig zu analysieren so ist ein Sieg von Frau Le Pen unmöglich!
    So hat beispielsweise beim "Fernsehduell" der beiden Präsidentschaftskandidaten am letzten Mittwoch Frau Le Pen 7mal Falschaussagen (Lügen) "verbreitet! Hingegen hat E. Macron "nur" 1mal eine Unwahrheit gesagt. Die grosse Mehrheit franz. Wählerinnen und Wähler sind in der Lage, zu beurteilen, dass die Wahl von Frau Le Pen zur Präsidentin für ihr Land eine Katastrophe wäre. Aus diesem Grunde wird E. Macron Morgen Sonntag zum Präsident von Frankreich gewählt!
    • flugsteig 06.05.2017 10:38
      Highlight Highlight Ich denke auch, dass sie das nicht schafft. Aber zum Himmel schreiende Lügen, seit Trump wissen wir das, sind kein Grund dass nicht.
    • Sanduuh 06.05.2017 10:50
      Highlight Highlight Umso grösser ist dann der Schock wenn dann das scheinbar unmögliche trotzdem eintrifft. (Siehe Trump)
    • Mehmed 06.05.2017 11:21
      Highlight Highlight @wirsindallemenschen
      'erstens kommt es (leider) anders als man denkt und zweitens ist der (wohlstandsverwöhnte) mensch nicht berechenbar.'

      wen meinst du mit wohlstandsverwöhnt? die im text zitierten 'bewohner der verarmten Industriestädte im Norden'? oder doch eher dich selbst und die leser hier?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mikki 06.05.2017 10:15
    Highlight Highlight Wäre besser für frankreich und europa!
    • Tilman Fliegel 06.05.2017 10:31
      Highlight Highlight Was wäre besser?
    • Fabio74 06.05.2017 16:48
      Highlight Highlight Bei allem Macron
      Bei Le Pen gingen die Lichter wieder mal aus
  • Karl33 06.05.2017 10:10
    Highlight Highlight Schön und gut. Nur fragt man sich: neben Neoliberalismus und rechtsextremem Nationalismus, wo ist die Alternative? Bis 1989 hat Europa, ein föderales Europa der Nationen, ohne den Privatisierungswahn, ohne undemokratischen Neoliberalismus ganz gut funktioniert.

    Also: Wo ist die Alternative? Weshalb lobbyieren fast alle Linken heute für den Neoliberalismus, ein System, das man schwerlich noch demokratisch nennen kann?
    • Luca Brasi 06.05.2017 10:43
      Highlight Highlight Stimmt doch gar nicht. Es gab ja Kandidaten wie Mélenchon, Arthaud, Potou und auch den offiziellen Kandidaten der Parti Socialiste Hamon. Alle Globalisierungskritisch und links, nur sind die für die Medien zu wenig sexy im Vergleich zur "grossen bösen Le Pen".
      Auch in GB gibt es Jeremy Corbyn oder in den USA Bernie Sanders. Die sind alle nicht auf der "Macron-Linie".
    • atomschlaf 06.05.2017 10:54
      Highlight Highlight Weil die Linken leider kaum mehr was zu bieten haben, ausser dem "Kampf gegen Rechts".
    • pamayer 06.05.2017 11:11
      Highlight Highlight Der Neoliberalismus ist eine wirtschaftliche Bewegung mit dem Ziel der persönlichen Bereicherung. In linksliberalen Kreisen wird er eher kritisiert als in autoritären Regimes, also unterstützt der Neoliberalismus autoritäre Führer, da diese das selbe Ziel haben, die persönliche Bereicherung.


      Alles politische Geschwafel darum herum ist reine Augenwischerei oder Angstmacherei.
    Weitere Antworten anzeigen

Die 20er-Jahre sind das Jahrzehnt der (vielleicht) letzten Chance

Die Welt befindet sich zum Auftakt eines neuen Jahrzehnts klimatisch, politisch und wirtschaftlich in einer prekären Lage. Wenn wir den Turnaround nicht schaffen, droht eine düstere Zukunft.

Als «goldene Zwanziger» wird das dritte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts häufig verklärt. Nach den Schrecken des Ersten Weltkriegs sowie schweren politischen und wirtschaftlichen Krisen – darunter die Hyperinflation in Deutschland – ging es ab 1924 bergauf. Wirtschaft und Kultur erlebten eine Blüte. Es war eine Zeit des «Anything goes» und der Lebensfreude – für jene, die es sich leisten konnten.

Die Party war ein Tanz auf dem Vulkan. Sie endete 1929 mit dem Börsencrash in New York und der …

Artikel lesen
Link zum Artikel