Wirtschaft
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GTA 5, Grand Theft Auto

Michael, eine der Hauptfiguren aus «GTA 5», weiss, wie man einen Haufen Kohle macht. Bild: Rockstar

«GTA» vs. «Pirates of the Caribbean»

Da schauen Spielberg und Co. in die Röhre – wer Geld machen will, produziert Games, keine Filme

Vergleicht man die teuersten Spiele und die teuersten Blockbuster aller Zeiten, zeigt sich: Die Filmstudios klotzen, während die Gamehersteller am meisten Kohle scheffeln.



Schon vor Jahren löste die Gamebranche die Filmbranche als ertragreichstes Unterhaltungsmedium ab. 2011 wurde durch weltweite Ticketverkäufe ein Umsatz von 29,5 Milliarden Franken erzielt. Videospiele spülten mit 59 Milliarden fast das Doppelte in die Kassen.

Das im September erschienene «GTA V» sahnte an einem einzigen Tag 726 Millionen Franken ab. Für die gleiche Zeitspanne geht der Rekord bei den Filmen mit vergleichsweise mickrigen 84 Millionen Franken an «Harry Potter». 

Im Vergleich mit den jeweils teuersten Produktionen aller Zeiten müssen sich die meisten Spiele dennoch vom Lichtspieltheater geschlagen geben.

In Hollywood schöpft man mit der grossen Kelle

GTA 5, GTA V, Videogame

«GTA V» hält nach Schätzungen derzeit den Rekord für das teuerste Spiel aller Zeiten Bild: Rockstar Games 

Parallel zu den Einnahmen schossen sowohl für Spiele als auch für Filme die Produktionskosten durch die Decke. Während Hollywood-Blockbuster bekannt sind für ihre ausufernden Budgets, geht die Spielindustrie als verhältnismässig junge Branche einiges haushälterischer mit ihren Mitteln um. Ausnahmen gibt es aber auch dort.

Die teuersten Filme aller Zeiten kosteten rund dreimal mehr als die Pendants aus der Gamewelt (Ausnahme: «GTA V»). Setzt man nun die Produktionskosten und die Einnahmen ins Verhältnis, zeigt sich ein deutliches Bild. Der Umsatz von Games entspricht im Schnitt knapp dem fünffachen der Produktionskosten – bei Filmen nur knapp dem Vierfachen. Nicht mitgerechnet sind Ausgaben für Marketing, Werbung und dergleichen.

Bei der nächsten schlechten Filmumsetzung eines Spiels darf sich Hollywood daher gerne eine Scheibe von ihrem jüngeren Geschwister abschneiden. Mit dem gesparten Geld kann sich der Regisseur oder der Drehbuchschreiber ein Exemplar des Spiels kaufen, damit auch mal jemand weiss, worum es überhaupt geht.

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    Alle Leser-Kommentare
  • soulshin 01.02.2014 12:29
    Highlight Highlight Der Inhalt dieses Artikels ist nicht grundsätzlich falsch, aber er vermittelt dem Leser, die Gamebranche sei durchwegs ein lukratives Business. Dies gilt leider nur für wenige grosse Publisher, selten für die Entwickler. In den letzten paar Jahren mussten leider dutzende Entwicklerstudios schliessen. Darunter waren auch einige bekannten Grössen wie z.B. LucasArts (Entwickler grosser Point & Click Adventures wie Maniac Mansion, Monkey Island, Indiana Jones etc.), um nur ein Beispiel zu nennen. Auch der Mobile-Games Riese Zynga (Entwickler von Socialmedia Games wie CityVille, FarmVille, Mafia Wars etc.; Jahresumsatz 300 Mio. $) kam mächtig ins Wanken und versucht sich zurzeit verzweifelt mit einem drastischen Rundumschlag (15% der Belegschaft entlassen und andere Massnahmen) zu retten.
    Die Zukunft von Konsolen-Games steht in den Sternen und der Druck steigt stetig. Es gibt nur noch wenige Entwicklerstudios weltweit, die überhaupt in der Lage wären, so aufwändige und teure Spiele wie GTA, Uncharted, Call of Duty etc. zu entwickeln. Laut CCO von EA, Richard Hilleman, gibt es gerade noch 25 AAA (Triple A) Studios. Vor acht Jahren waren es noch 125 Entwicklerstudios. Die Gründe dafür würden hier den Rahmen sprengen.
    • Philipp Rüegg 01.02.2014 20:15
      Highlight Highlight Absolut richtig. Beim Artikel gings auch in erster Linie darum, die teuersten Produktionen zu vergleichen. Die ganze Problematik mit den wenigen grossen Publishern, die alle kleinen aufkaufen, die Indiebranche, die Mobilebranche und die Free2play-Entwicklung wären je ein Thema für sich.

      Ich meinerseits erfreue mich einfach der ganzen Indievielfalt. Die AAA-Kommerztitel machen zwar auch Spass aber die Innovation kommt von den Indies.
  • papparazzi 01.02.2014 08:19
    Highlight Highlight Es ist doch relativ einfach: "Brot und Spiele":-)
    So beschäftigt man Viele! Und es gibt ja auch noch Geld...
    den "Verkäufern" der Fantasie- Welt...ut (dp)
  • tisc 30.01.2014 18:20
    Highlight Highlight Wo steht der "Herr der Ringe" in der Statistik? Der sollte eigentlich auch aufgelistet sein..
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 30.01.2014 16:05
    Highlight Highlight Das Lustigste: Die Hälfte vom Videogame Umsatz wurde mit den blöden Facebook Games gemacht :-)
    http://uk.reuters.com/article/2011/06/06/us-videogames-factbox-idUKTRE75552I20110606
    • papparazzi 01.02.2014 12:05
      Highlight Highlight Man könnte dies auch "bedenklich" finden:-) ut (dp)

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