Wirtschaft
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epa07532779 Hundreds participate in a rally led by Venezuelan President Nicolas Maduro to celebrate the withdrawal of the country from the Organization of American States (OAS), in Caracas, Venezuela, 27 April 2019.  EPA/Miguel Gutierrez

Demonstranten feiern Präsident Nicolas Maduro in Caracas. Bild: EPA/EFE

Hat Trump 40'000 Tote in Venezuela auf dem Gewissen?

Der renommierte Entwicklungsökonom Jeffrey Sachs hat die Folgen der US-Sanktionspolitik gegen Venezuela untersucht. Er spricht von 40’000 Toten, darunter viele Kinder. Weitere 300’000 Leben sind in Gefahr.



Vorbemerkung: Dieser Artikel ist keine Rechtfertigung der Politik von Nicolas Maduro. Er fasst lediglich die Ergebnisse einer Studie zusammen, die ein anderes Bild von der aktuellen Situation in Venezuela zeigt.

Venezuela gilt als Symbol einer verfehlten sozialistischen Politik. Präsident Donald Trump und politische Kettenhunde bei Fox News werden nicht müde, den Demokraten vorzuwerfen, ihre Politik würde die USA im Nu in ein «zweites Venezuela» mit Hunger, Armut und Hyperinflation verwandeln.

FILE - This is a Friday, April 22, 2016 file photo of   Columbia University's  Jeffrey Sachs as he speaks during a high level meeting on the Implementation of the Climate and Development Agendas, at U.N. headquarters. In a letter released Monday May 9, 2016, hundreds of economists including Jeffrey Sachs of Columbia University's Earth Institute are urging world leaders to end the era of tax havens, arguing they only benefit rich individuals and multinational corporations and serve to increase inequality. (AP Photo/Mary Altaffer, File)

Professor Jeffrey Sachs bei einem Auftritt vor der UNO. Bild: AP/AP

Die vorliegende Studie zeigt nun, dass die amerikanische Sanktionspolitik massgeblich zum Elend im südamerikanischen Staat beigetragen hat – und es immer noch tut. Verfasst hat die Studie Jeffrey Sachs zusammen mit Mark Weisbrot im Auftrag des Center for Economic and Policy Research.

Sachs gehört zu den renommiertesten Entwicklungsökonomen dieser Welt. Er war unter anderem am Millennium-Programm der UNO beteiligt und spielte auch im Pariser Abkommen eine wichtige Rolle. Er ist Professor an der Columbia University in New York.

Im August 2017 hat die amerikanische Regierung verfügt, dass Venezuela ab sofort keinen Zugang mehr zu den US-Finanzmärkten hat. Der Zugang zum grössten Finanzteich der Welt ist für ein Land wie Venezuela überlebenswichtig.

Die ersten Sanktionen trafen Venezuela zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die Wirtschaft befand sich in einer tiefen Rezession. Zwischen 2013 und 2016 war das Bruttoinlandprodukt (BIP) um einen Viertel eingebrochen. Die Inflation betrug gegen 1000 Prozent.

epa07325345 View of parking lot where people live in the popular neighborhood of Petare, in Caracas, Venezuela, 26 January 2019 (issued 27 January 2019). Thousands of Venezuelans, remain living in poverty on the streets of Caracas where the most repeated words are 'hunger' and 'misery'. The people are left behind during the political war between President Nicolas Maduro and self-proclaimed interim president Juan Guaido.  EPA/LEONARDO MUNOZ

In den Ghettos von Caracas leben die Menschen unter ärmsten Bedingungen. Bild: EPA/EFE

Der Ausschluss vom US-Finanzmarkt bedeutete, dass Venezuela keinen Zugang mehr zu ausländischen Devisen, vor allem Dollars, hatte. Das wiederum führte dazu, dass die Produktion von Öl einbrach. Die durch Misswirtschaft bereits geschwächte staatliche Ölfirma konnte keine dringend benötigten Ersatzteile mehr kaufen. Die volkswirtschaftlichen Folgen sind gravierend: Zählt man Ölsand dazu, liegen in Venezuela die grössten bekannten Erdölreserven der Welt.

Nicht nur die Ölproduktion brach ein, aus der Inflation wurde eine Hyperinflation. «Der Verlust von vielen Milliarden Dollar von fremdländischen Devisen und der Ausfall der Regierungseinnahmen aus dem Ölexport waren die hauptsächlichen Schocks, welche die Wirtschaft von einer hohen Inflation in die Hyperinflation trieben, die nach dem August 2017 folgte», heisst es im Bericht.

Die zweiten Sanktionen wurden im Januar dieses Jahres erlassen. Venezula durfte ab sofort kein Öl mehr in die USA exportieren. Washington will Caracas mit dieser Massnahme dazu zwingen, Oppositionsführer Juan Guaido als rechtmässigen Präsidenten anzuerkennen.

Auch die Folgen der zweiten Sanktionen sind verheerend. «In der Woche vom 15. März fielen die amerikanischen Importe von Öl aus Venezuela zum ersten Mal auf Null, und sie blieben für zwei Wochen auf diesem Niveau. Seither betragen sie einen Bruchteil des Durchschnitts von 2018», heisst es im Bericht.

FILE - In this Aug. 27, 2012 file photo, workers of the state oil company, PDVSA, watch a fire that rises over the Amuay refinery near Punto Fijo, Venezuela. Now in Feb. 2019, conditions are so dangerous at the refinery, that oil worker Nieves Ribullen says workers clock in every day with memories of a massive explosion that killed dozens of workers in 2012. Workers don't have company-issued hardhats, boots or gloves. (AP Photo/Ariana Cubillos, File)

Brand in einer Raffinerie in Venezuela. Bild: AP/AP

Gleichzeitig übten die USA Druck auf andere Länder, beispielsweise Indien, aus und forderten sie auf, kein Öl mehr aus Venezuela zu beziehen. Die Folge davon war, dass die Ölproduktion erneut um einen Drittel einbrach.

Schliesslich froren die USA venezolanisch Vermögenswerte ein. «Dazu gehören die meisten der rund neun Milliarden Dollar Gold aus den Reserven der Regierung», so der Bericht. «Ebenso waren geschätzte 3,4 Milliarden Dollar Handelskredite betroffen.»

Die Auswirkungen der Sanktionen für die gewöhnlichen Menschen in Venezuela sind verheerend. Weil die Devisen fehlen, kann Venezuela keine wichtigen Medikamente und Lebensmittel mehr importieren. Der Strom fällt regelmässig aus, weil den Elektrizitätswerken die Ersatzteile fehlen.

Zwischen 2017 und 2018 sind deswegen gemäss Schätzungen des National Survey of Living Conditions mehr als 40’000 Menschen zu Tode gekommen. Mehr als 300’000 Menschen befinden sich zudem in akuter Gefahr. «Dazu gehören geschätzte 80’000 Menschen, die Aids haben (…), 16’000 Menschen, die eine Dialyse brauchen, 16’000 Menschen mit Krebs und vier Millionen Menschen mit Diabetes», heisst es im Bericht.

A woman holds a sign with a message that in reads in Spanish;

Eine Frau protestiert gegen den Hunger. Bild: AP/AP

Wie immer in solchen Fällen leiden die Schwächsten am meisten: «Die UN kommt zum Schluss, dass Kinder und Jugendliche am schwersten betroffen sind», so der Bericht. «Arme Menschen, Schwangere und Alte, Eingeborene und Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.»

Die Opferzahlen sind gewaltig. «Selbst in einem Krieg wäre dieses Ausmass an zivilen Opfern gross», heisst es im Bericht. «Und es gilt als sicher, dass die US-Sanktionen substanziell zu diesen Todesfällen beigetragen haben.»

Sowohl unter der Charta der Organization of American States (OAS) – dort vor allem Artikel 19 und 20 im Kapitel IV – als auch unter dem Gesichtspunkt der Menschenrechte sind die amerikanischen Sanktionen gegen Venezuela illegal. Selbst unter US-Gesetz sind sie fragwürdig.

Mit den Sanktionen will die Trump-Regierung offensichtlich einen «regime change» erzwingen, will heissen: Maduro aus dem Amt jagen. Sie macht daraus auch gar kein Geheimnis. So hat US-Vize-Präsident Mike Pence mehrmals öffentlich erklärt: «Maduro muss gehen.»

FILE - In this March 5, 2019, file photo, U.S. national security adviser John Bolton adjusts his glasses before an interview at the White House in Washington. North Korea has issued a relatively mild criticism of White House national security adviser John Bolton over a recent interview he gave. State media on Saturday cited First Vice Foreign Minister Choe Son Hui as criticizing Bolton for telling Bloomberg News that the U.S. would need more evidence of North Korea’s disarmament commitment before a third leaders’ summit. (AP Photo/Jacquelyn Martin, File)

Will das venezolanische Öl: US-Sicherheitsberater John Bolton. Bild: AP/AP

Gleichzeitig haben es die USA auch auf das Öl abgesehen. Im Januar hat Sicherheitsberater John Bolton erklärt: «Es würde für die Vereinigten Staaten einen grossen wirtschaftlichen Unterschied machen, könnten amerikanische ÖIfirmen in Venezuela investieren und produzieren.»

Das Leiden von rund 31 Millionen Menschen in Venezuela geht weiter, ja es wird sich wahrscheinlich noch verschlimmern. «Werden die Sanktionen aufrechterhalten, dann wird die Anzahl der Toten fast sicher weiter massiv ansteigen», so das Fazit des Berichts.

«Leute sterben in Spitälern»

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    Alle Leser-Kommentare
  • cgk 01.05.2019 13:03
    Highlight Highlight Schon unter Chavez wurden (auch US) Firmen verstaatlicht und enteignet. Da ist mit den USA nicht zu spassen. Dazu kommt, dass Maduro für China und Russland die Türen für Kredite weit geöffnet und sich so sehr abhängig gemacht hat. Venezuela könnte mit seinem Oelreichtum wie Norwegen wohlhabend sein. Die Ideologie macht leider alles zunichte.
    • sowhat 01.05.2019 20:39
      Highlight Highlight Was willst du denn mit Ölreichtum anfangen, wenn da welche sind, die verhindern, dass du es verkaufen kannst?
  • CB55 01.05.2019 12:53
    Highlight Highlight Der Bericht zeigt eindrücklich auf, welche Auswirkungen Sanktionen haben können. Das Problem liegt aber in der Wertung: Der Titel suggeriert, dass Trump diese Menschen auf dem Gewissen haben soll. Dass schon Obama 2015 Venezuela mit Sanktionen belegt hat, wird (Ideologie?) in keinem Wort erwähnt. Dass sich die USA in ihrer Aussenpolitik oft weniger von Moral und mehr durch Eigeninteressen leiten lassen, ist ja bekannt. Was die Leute aber eigentlich erschrecken müsste, ist dass Venezuela die grössten Erdölreserven der Welt (!) besitzt, und sich trotzdem in der jetzigen Lage wiederfindet.
  • Ha End 01.05.2019 06:07
    Highlight Highlight Einfache Sozie - Logik :
    Die USA ist an allem Schuld .

    Chears
    • PaLve! 01.05.2019 10:27
      Highlight Highlight Kannst du das Gegenteil beweisen?
  • Bennno 01.05.2019 00:50
    Highlight Highlight Der Rest der Welt sollte Erdölexporte aus ALLEN Ländern sanktionieren, nicht nur aus Venezuela und Iran. Das Klima würde es uns danken.
    Im Gegenzug könnte man diese Länder im Umbau ihrer Volkswirtschaft unterstützen.
  • WHYNOT 30.04.2019 21:28
    Highlight Highlight Trump, Putin und die SVP sind alleine schuld und zu verurteilen
  • dmark 30.04.2019 21:12
    Highlight Highlight Betrachten wir doch ganz einfach all die Länder (mit Rohstoffen), in denen die VSA keinen Einfluss haben oder gar "raus geflogen" sind, wie diese Druck bekommen, bzw. mit Sanktionen beaufschlagt wurden.
    Dann weiss man auch, welche Absichten man seitens der Amerikaner verfolgt. Geschäfte, Einfluss, Macht und Geld - natürlich zu Gunsten der VSA.
    Wollten nicht auch die Iraner mal eine Börse für Rohstoffe eröffnen, welche abseits des Dollars geführt werden soll? Oder auch Russland? Was war mit Saddam, Gaddafi oder auch Assad?
    Eigentlich alles Opfer amerikanischer Interessen.
  • Musikuss 30.04.2019 21:00
    Highlight Highlight Allmählich habe ich den Eindruck, dass dem Trump mit legalen Mitteln immer weniger beizukommen ist...also müssen andere Methoden her, die seinem Naturell besser entsprechen und zwar schnell, bevor er die Erde unbewohnbar gemacht hat...
  • TheWall_31 30.04.2019 19:44
    Highlight Highlight irgendwas: *passiert
    Medien: Trump ist schuld!!
  • PrivatePyle 30.04.2019 18:47
    Highlight Highlight Dumpfer, indifferenter Antiamerikanismus und Russland-Trolle in 3,2,1......

    Well done, Watson👏👏👏
    • Jättelattejaterö 01.05.2019 06:26
      Highlight Highlight Wenn es einem nicht passt, schiebt man es immer auf die Russland Trolle, anstatt mal das Hirn in Bewegung zu setzen und sich die eine andere Sichtweise anzuschauen. Billig.
  • AdvocatusDiaboli 30.04.2019 18:40
    Highlight Highlight Sanktionen sind ein wichtiged diplomatisches Werkzeug, um in einem Konflikt Kriege zu verhindern. Wenn ihr Sanktionen abschaffen wollt, müsst ihr verstehen das die Alternativen vielleicht nicht besser aussehen werden.
    • PaLve! 01.05.2019 10:30
      Highlight Highlight Aha, deswegen gehen in Venezuela die Menschen aufeinandrr los
    • sowhat 01.05.2019 20:47
      Highlight Highlight Unter Sanktionen leiden immer die Ärmsten. Ich bin nicht sooo sicher ob sie ein probates Mittel sind um Kriege zu verhindern.
    • AdvocatusDiaboli 01.05.2019 21:09
      Highlight Highlight @PaLve! Richtig. Aber die US Army geht nicht voll auf Venezuela los, weil eben Sanktionen als breite diplomatische Alternative verfügbar sind.

      @sowhat Es kommt immer darauf an, auf was genau die Sanktionen gerichtet sind. Sie sind viel flexibler als Krieg, können z.B.: nur auf eine Person fokussieren.
  • Füdlifingerfritz 30.04.2019 18:12
    Highlight Highlight Und ich Naivling dachte schon sozialistische Misswirtschaft hätte etwas damit tun...
  • El Vals del Obrero 30.04.2019 17:46
    Highlight Highlight Ich meine das eher allgemein und nicht speziell auf diesen Fall bezogen:

    Ein Problem bei Sanktionen (ausserhalb des Rüstungs- und evtl. Luxusgüterbereich) kann eben auch sein, dass man mit zunehmender Dauer immer schlecher unterscheiden kann, welchen Anteil an der Situation die Sanktionen und welchen Anteil die sanktionierte Regierung hat.

    Und das liefert dem jeweiligen Regime einen externen Sündenbock dafür, warum nicht alles gut lauft. Am Ende kann das sogar seinen Rückhalt stärken.

    Ich behaupte mal, wäre die DDR totalsanktioniert worden, gäbe es sie heute noch.
  • Jogger 30.04.2019 16:59
    Highlight Highlight Das kann nicht sein, da Trump kein Gewissen hat!
    • Ueli der Knecht 01.05.2019 13:46
      Highlight Highlight Gergor: Zahlreiche namhafte US-Psychologen bestreiten, dass Trump Gewissen und Mitgefühl hat. Im Gegensatz zu dir können sie ihre Diagnose auch sachlich begründen. Bei dir scheint es eher eine ideologische Verblendung zu sein.
      https://www.psychologytoday.com/intl/blog/the-time-cure/201702/the-elephant-in-the-room
    • Ueli der Knecht 01.05.2019 23:14
      Highlight Highlight Naja, Gregor, dann sprich mit deinem Vormund.

      Oder benutz ein VPN (wie zB. Hoxx), wenn das nicht auch von deiner "Kindersicherung", bzw. von deinem Net-Granny geblockt wird.

      Kein Wunder, bist du derart verblendet, wenn du dir offensichtlich keine von der in deinem Umfeld erlaubten Meinung abweichende Inhalte reinziehen darfst.
  • Denverclan 30.04.2019 16:57
    Highlight Highlight Die Mutter von Trump ist Schuld, schliesslich hat sie ihn geboren.....ach ja, eigentlich Adam und Eva.
  • inmi 30.04.2019 16:43
    Highlight Highlight Nein
    Benutzer Bild
    • Adremos 30.04.2019 17:56
      Highlight Highlight Fehlt da nicht ein Pfeil bei 2017???? So ca. in der Mitte zwischen 2017 und 2018 ??
    • Liselote Meier 30.04.2019 18:14
      Highlight Highlight Die USA destabilisieren Venezuela seit Chavez zum ersten mal Präsident wurde.

      Ob offener Putsch, Sabotage, die Finanzmacht spielen lassen, oppositionelle Parteien bezahlen, Nachbarstaaten unter Druck setzten usw. das ganze Repertoir.

      Diese Wühlarbeit läuft seit fast schon 20 Jahren.




    • karl_e 30.04.2019 18:33
      Highlight Highlight inmi, die Saktionen im Oelsektor begannen 2017. Sieht man schön in deiner Grafik.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ChiliForever 30.04.2019 16:38
    Highlight Highlight Ich bin sicher, würden USA weiter Geschäfte mit Venezuela machen, man würde sie der Kooperation mit und Unterstützung eines Diktators anklagen - und ihnen wahrscheinlich ebenso viele Tote zurechnen.
    • PaLve! 01.05.2019 10:32
      Highlight Highlight Was soll an Maduro diktatorisch sein? Nur dass nun ihn nicht magst?
    • ChiliForever 01.05.2019 13:39
      Highlight Highlight @PaLve: Lass mich nachdenken: autoritäres Handeln, Einschränkung der Gewaltenteilung, freier Wahlen und des demokratischen Prinzips, Umgehung des Parlamentes durch Notverordnung undundund - yup, ein lupenreiner Demokrat...
  • Chrigi-B 30.04.2019 16:09
    Highlight Highlight Ich bin ja kein Fan des US Imperiums, aber die Amis oder Trump sind an dieser Katastrophe nur bedingt schuldig.

    Venezuela wurde von den Sozialisten runtergewirtschaftet und geplündert, nicht von Trump.

    Seine Sanktionen sind bestimmt nicht hilfreich für Venezuela, aber verständlich.
    • karl_e 01.05.2019 15:19
      Highlight Highlight @Chrigi-B: jaja, die pösen Sozialisten. Die lateinamerikanischen und übrigen Entwicklungsländer werden regelmässig von Cliquen jeglicher Couleur heruntergewirtschaftet, ob sozialistisch oder neoliberal - scheissegal.
  • Limpleg 30.04.2019 16:00
    Highlight Highlight Hier ist die komplette Liste an Sanktionen, vorallem gegen Funktionäre...

    https://www.dw.com/de/die-lange-liste-der-sanktionen-gegen-venezuela/a-47543131

    Soll sich jeder selber ein Bild machen, was nun der Auslöser der Versorgungskrise ist... Ach ohne die Sanktionen hätte ja das Cartel del Sol genügend mittel für die Bevölkerung?
  • Rumbel the Sumbel 30.04.2019 15:51
    Highlight Highlight Man kann ja von Trump halten was man will. Ich bin auch nicht Fan von ihm. Aber ihm die Schuld zu geben, da macht man es sich sehr einfach. Aus meiner Sicht sind die Probleme in Venezuela Hausgemacht.
    • PaLve! 01.05.2019 10:33
      Highlight Highlight Hausgemacht, die Sanktionen also?
  • Posersalami 30.04.2019 15:51
    Highlight Highlight Die USA sind doch schon ein Land mit Massenarmut und -Hunger? Oder wie sonst soll man ein Land bezeichnen, wo 1/6tel der Bevölkerung von Lebensmittelmarken leben und noch mal so viele 3 Jobs brauchen, um leben zu können?

    Präsident Trump würde wohl „Shithole Country“ dazu sagen!
    • zeromaster80 01.05.2019 08:49
      Highlight Highlight Und in dieses arme Land soll er jedes Jahr Millionen Flüchtlinge lassen, einfach so über eine offene Grenze? Linke Logik...
  • cfc1905 30.04.2019 15:46
    Highlight Highlight Guter Artikel, jedoch nicht differenziert genug. Es scheint, als ob es Venezuela nur wegen der Sanktionen so schlecht geht, doch das stimmt nicht. Die Preisentwicklung des Rohölpreises und die Abhängigkeit der Wirtschaft von Erdöl ist zu wenig deutlich. Aufgrund der steigenden Preise bis 2012 war es möglich, Konsumgüter fast ausschliesslich zu importieren und diese über einen massiv überbewerteten fixen Wechselkurs Bolivar-USD zu subventionieren. Als die Einnahmen fehlten, wurde Geld gedruckt und der Wechselkurs für die Subventionen gestützt. Für weitere Ausführungen ist das Feld zu klein.
  • Freebee 30.04.2019 15:33
    Highlight Highlight Lieber Philipp, vielen Dank fuer diese Zusammenfassung. JSachs ist brilliant und hat seinen Erzfeind Bolton so richtig vorgefuehrt. Leider wird sich in den USA dadurch kaum was aendern aber vielleicht ueberdenken andere Laender ihre Position in dirsem perfiden Spiel mit Menschenleben.
  • Prinz Eisenherz 30.04.2019 15:29
    Highlight Highlight Der Artikel ist aber nicht ernst zu nehmen. Die Amis hatten das Oel immer, es wurde bevorzugt von Venezuela in die USA verkauft. Die wollen nicht mehr, was ihr gutes Recht ist.
    In Venezuela passieren grosse Verbrechen gegen die Menschlichkeit, durch einen Diktator, der die letzten Parlaments-Wahlen verloren hat.
    Praktisch alle anderen Länder in Südamerika haben klar gegen Maduro Position bezogen, das sind dann in den Augen von Löpfe auch alles Verbrecher?
    Uebrigens: Maduro blockiert Hilfsgüter an der Grenze.
    • loquito 01.05.2019 10:28
      Highlight Highlight Hilfsgüter sind weniger als was Maduro tägluch verteilt. Bolsonaro ist ein Killer, aber hier konzentrierz man dich auf Maduro. Mal studiert was vor dem Sozialismus war in Venezuela!? Militärische Gewalt gegen Arme und Hungersnöte.... Aber ja das ist alle nicht wahr... Alle Damaligen Berichte, Quellen und Daten erfunden...
    • CB55 01.05.2019 13:03
      Highlight Highlight @loquito Was möchtest du mit deinem Statement genau sagen? Der Sozialismus sei die Lösung für Südamerika, da es vorher ja noch schlimmer war? Ausserdem legst du dem Vorkommentator hier Worte in den Mund. Er schreibt in keinem Satz, dass keine die militärische Gewalt nicht stattgefunden hat. Das machen zwar viele Politiker (wenn auch subtiler) so, das macht es aber noch lange nicht zu einem wirklichen Argument.
  • michu 30.04.2019 15:21
    Highlight Highlight Bitte mit dem Artikel nochmals durchs Lektorat. Da fehlen zum Teil einzelne Buchstaben oder Wörter kommen in einem Satz doppelt vor.
  • BetterTrap 30.04.2019 15:10
    Highlight Highlight Wirtschaftliche Sanktionen gegen einen Staat sind nichts anderes als Massenmord..

    Die Bevölkerung ist unzufrieden, ja. Aber die Bevölkerung will selbst bestimmen können was in ihrem Land passiert. Leider spielt sich die Kriegsmacht USA wieder zum Beschützer der Demokratie auf, nur damit sie ihre faschistische Marionette namens Guaido zum Präsidenten ernennen können.
    • P. Silie 30.04.2019 16:22
      Highlight Highlight Guaido hat sich als Präsident zur Verfügung gestellt mit der Aussicht, sogleich Neuwahlen durchzuführen.. etwas, das Venezuela seit dem Amtsantritt von Chavez nicht mehr kannte..
    • BetterTrap 30.04.2019 16:45
      Highlight Highlight @P.Silie

      Building the commune - radical democracy in Venezuela von George Ciccariello-Maher. Kann ich dir nur dringlichst empfehlen bevor du hier so ein Stuss behauptest.
    • P. Silie 30.04.2019 17:33
      Highlight Highlight Kurz gegooglet wer dieser George Ciccariello-Maher ist.. Die Buchrezensionen auf Amazon geben mir ebenfalls einen kleinen Einblick in die Denkweise dieses Herrn. Ich glaube nicht, dass ich mir das Buch antun werde, obwohl ich mich viel mit der Politik/Propaganda des 'gegnerischen' Lagers befasse.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Basti Spiesser 30.04.2019 15:06
    Highlight Highlight Wer war 2017 Präsident?
    • Klaus07 30.04.2019 15:25
      Highlight Highlight Donald Trump! Warum?
    • DieFeuerlilie 30.04.2019 15:44
      Highlight Highlight Donald Trump.
      Wieso fragst du?
    • Cpt. Jeppesen 30.04.2019 16:20
      Highlight Highlight Wer wohl? Seit Januar 2017 ist es Trump! Nur für den Fall dass es Dir entfallen wäre.
      Ach ja, die Sanktionen gelten seit August 2017, also 7 Monate nach der Vereidigung von Trump.

      Immer diese implizite Unterstellung, in der Hoffnung andere sind zu dumm zu rechnen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • karl_e 30.04.2019 15:01
    Highlight Highlight Das ganze erinnert mich verzweifelt an Chile 1973. Damals half die CIA tatkräftig mit, die gewählte Regierung Allende zu destabilisieren und schliesslich zu stürzen. Die CIA hat zweifellos auch in Venezuela ihre Finger im Spiel. Genau wie damals in Chile würgen die USA dem Land mit wirtschaftlichen Boykott die Luft ab und macht Maduro für die Folgen verantwortlich. Hoffen wir, dass der wahrscheinliche neue Caudillo Guaido weniger blutrünstig ist als Pinochet damals.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 30.04.2019 15:24
      Highlight Highlight Nur mit dem winzigen Unterschied, das Maduro nicht gewählt ist, sonder einfach alle demokratischen Strukturen an die Wand fährt...
    • karl_e 30.04.2019 17:01
      Highlight Highlight @Retikulum, Chavez wurde 2013 und 2018 gewählt. Natürlich wurde dies von den USA und ihren EU-Vasallen nicht anerkannt. Ich will aber nicht richten.
      Warum gehen die Amis, die Hüter der Demokratie, auf den unfähigen Maduro los, nicht aber auf die zu allem fähigen Saudis? Trotz der Verbrechen im Jemen und anderswo.
    • remeto 30.04.2019 21:07
      Highlight Highlight Chavez starb 2013... bitte Fakten lesen bevor man so einen Stuss schreibt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bijouxly 30.04.2019 14:57
    Highlight Highlight Guter Artikel. Aber liebes Lektorat, bitte nochmals drüberlesen...
  • Bruno S.1988 30.04.2019 14:55
    Highlight Highlight Im eigenen Land einen riesen Aufschrei veranstalten dass ein fremdes Land sich angeblich in deren Wahlen eingemischt hat und gleichzeitig aber einen weiteren Regime Change in einem fremden Land erzwingen wollen. Die USA wie sie leibt und lebt. Was Aussenpolitik betrifft gitb es keinen Unterschied zwischen Demokraten und Republikaner.
    • Basti Spiesser 30.04.2019 15:55
      Highlight Highlight Doppelmoral des Westens wie wir es seit Jahren kennen...
    • Herr J. 02.05.2019 12:37
      Highlight Highlight Wenn du unter einem solchen Regime wie in Venezuela leben "dürftest", dann würdest du jede Bemühung um einen Change begrüssen. Aber klar, vom weichen Sofa aus ist es leicht, Antiamerikaner zu sein.
  • El Tirador 30.04.2019 14:54
    Highlight Highlight Öl? kein Wunder sind die USA an Venezuela interessiert...
    • Bangarang 30.04.2019 16:34
      Highlight Highlight Venzuela hat schon alles Öl verhuurt an die Chinesen und Russen.
    • Herr J. 02.05.2019 12:39
      Highlight Highlight Ein deplatzierter Kommentar.
      Wieviel Öl gibt es in Afghanistan, nur so als Beispiel?
  • Therealmonti 30.04.2019 14:49
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Liselote Meier 30.04.2019 14:48
    Highlight Highlight Besten Dank für die Erwähnung dieser Studie.

    Nach dieser Studie sucht man bei den Depeschenagentur (dpa, reuters etc.) vergebens.

    Nicht nur RT oder die chinesischen Nachrichten sind Gleichgeschaltet und Parteiisch.
    • zeromaster80 01.05.2019 08:57
      Highlight Highlight LooooL und plötzlich sprechen die Linken von Gleichschaltung, parteiischen Medien und damit schon irgendwie von der Lügenpresse/Fake News, wobei man die Worte natürlich meidet. Plötzlich (andere Kommentare) ist auch die tolle EU nur noch ein bösel Vasall der USA! ;-D diese Heuchelei ist sehr unterhaltsam.
    • Liselote Meier 01.05.2019 10:00
      Highlight Highlight Ha, ha ziemlich Naiv. Mach dich mal schlau über die Depeschenagentur die Vernetzung, Konzentration usw. wirst noch Augen machen.

      Und ja urplötzlich sagen Linke die bürgerliche Presse oder die transatlantische Brücke sei parteiisch.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 30.04.2019 14:45
    Highlight Highlight Fände es einen interessante Artikel, welche Art von Sanktionen dann erlaubt sind und welche nicht und wie man das ausgestalten darf.
    Weil so liest es sich ein bisschen wie man kauft Maduro sein Öl nicht mehr ab und sein Zugang zu Dollern ist gespeert, jetzt hat der Staat kein Geld mehr und darunter leiden die Menschen. Und deshalb ist nun die USA schuld.
    Oke, Maduro könnte auch einfach zurücktreten oder?
    Auch müsste man nach dieser Logik Venezuela ja sein Öl abkaufen, weil der Staat sonst zusamemnbrechen würde. Was die USA jetzt ja nicht mehr so braucht, weil sie Fracken...
    • Klaus07 30.04.2019 15:31
      Highlight Highlight Warum überhaupt Sanktionen? Amerika soll sich um ihre eigenen Probleme kümmern! Diese Sanktionen waren und sind es immer noch Illegal!
    • geissenpetrov 30.04.2019 15:44
      Highlight Highlight Die UNO Chaeta verbietet Sanktionen und Embargos, sofern sie nicht durch den Sicherheitsrat abgesegnet sind.
      Hierbei handelt es sich somit um einen Völkerrechtsbruch.
      Eigentlich wäre damit schon alles gesagt.
    • loquito 30.04.2019 16:09
      Highlight Highlight Sry aber warum sollte ein gewählter Präsident zurücktreten? Unter welcheb demokratischen Grundsätzen? Maduro ist legitimer als Trump....
    Weitere Antworten anzeigen
  • RiotGurl 30.04.2019 14:43
    Highlight Highlight Eigentlich ist ganz einfach: Hände weg von Venezuela.
    Die Imperialisten haben nichts zu melden!
    • bebby 30.04.2019 16:27
      Highlight Highlight Wenns Dir so gefällt, wieso willst Du nicht dort leben?
    • karl_e 30.04.2019 18:21
      Highlight Highlight bebby, im Kalten Krieg hiess das "Moskau einfach!!". Du bist offenbar auf dieser tiefen Entwicklungsstufe stehen geblieben.
  • RandomNicknameGenerator 30.04.2019 14:40
    Highlight Highlight Ein wichtiger Punkt geht leider oft vergessen: Nicht nur die USA wollen ein anderes Regime - auch die Bevölkerung in Venezuela will eine neue Regierung.

    Und die Probleme im Land reichen deutlich weiter zurück als 2017. Die Bevölkerung hat genug von der korrupten Regierung und das auch in Wahlen zum Ausdruck gebracht. Die Chavistas umgehen diesen Will aber immer wieder mit neuen legalen und illegalen Methoden (Entmachtung des Parlaments, Wegsperren von politischen Gegnern,...)
    • smoking gun 30.04.2019 15:08
      Highlight Highlight @RandomNicknameGenerator: "Ein wichtiger Punkt geht leider oft vergessen: Nicht nur die USA wollen ein anderes Regime - auch die Bevölkerung in Venezuela will eine neue Regierung."

      Wer sagt das? Die USA? Die interessieren sich für das Öl und nicht für die venezolanische Bevölkerung.
    • RandomNicknameGenerator 30.04.2019 15:24
      Highlight Highlight Nein, die Resultate der letzten zumindest halbwegs fairen Wahlen in Venezuela, den Parlamentswahlen. Dort hat das Maduro-Regime die Mehrheit verloren. Kurz darauf hat er das Parlament entmachtet und seinen 'Verfassungsrat' eingesetzt.

      Unabhängige Studien gehen davor aus, dass nicht einmal 20% das Maduro Regime unterstützen.
    • smoking gun 30.04.2019 15:31
      Highlight Highlight @RandomNicknameGenerator: "Unabhängige Studien gehen davor aus, dass nicht einmal 20% das Maduro Regime unterstützen."

      Thesen sollten mit Fakten untermauert werden. Also bitte, Quellen? Und komm bitte nicht mit einer Transatlantischen-US-Studie.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr. Zoidberg 30.04.2019 14:39
    Highlight Highlight zum glück gibts in der schweiz kein erdöl.

    land of the truth, home of the brave. with liberty and justice for all.
  • Lowend 30.04.2019 14:38
    Highlight Highlight So gesehen kann man Trump und sein Regime ganz ohne schlechtes Gewissen als eine Bande von Massenmördern bezeichnen und das vermutlich nur aus dem Grund, dass nach einem Machtwechsel zu einer rechten Regierung die Gewinne aus dem venezolanischen Ölverkäufen zu einem guten Teilen in den USA landen.
  • Chääschueche 30.04.2019 14:37
    Highlight Highlight Das ist alles extrem tragisch aber bei Sanktionen leiden IMMER die armen. Und Sanktionen sind ja eigentlich auch dafür da, den Land zu schaden. Das war immer so.

    Die Hauptschuld für das leiden trägt ganz allein Herr Maduro.

    Die Schweiz hat auch Sanktionen erlassen, auch wenn diese lange nicht so schlimm sind wie der der USA, was aber auch daran liegt, das Venezuela für uns kein grosser Handelsparner ist.
  • Leon1 30.04.2019 14:28
    Highlight Highlight Toller Artikel, Herr Löpfe! Wichtige Perspektive auf das Thema die in einigen Medien gerne mal untergeht.

    Trump trägt dabei aber nicht die alleinige Schuld, man könnte seinen Namen ruhig durch "US-Regierung" ersetzen. Die Sanktionen gingen ja schon 2015 unter Obama los und zeigen, dass der Kalte Krieg gegen die Sozialisten Lateinamerikas in den USA leider auch in diesem Jahrzehnt noch die Aussenpolitik bestimmt.

    Mit Menschenrechten kann's ja nicht zu tun haben, sonst hätten die Saudis ja schon lange mit Sanktionen trocken gelegt werden müssen.
    • bebby 30.04.2019 16:22
      Highlight Highlight Venezuela wäre sowieso dort, es es jetzt steht. Seit Chavez geht es dort nur noch abwärts.
      Auch wenn es Sozialisten nicht gerne hören: der Sozialismus bringt über kurz oder lang immer die schlimmsten Typen an die Spitze.
    • Peter Mü 30.04.2019 17:28
      Highlight Highlight Hei der "liebe" Präsident Obama sollte nicht kritisiert werden. Er als Friendsnobelpreisträger hat ja schliesslich nur 4 Kriege mehr angefangen, wie der böse Bush!! Und viele Repressalien stammen noch aus der Zeit Obama. Aber da hatten die Medien nicht so genau hin geschaut.
  • Gretzky 30.04.2019 14:27
    Highlight Highlight Ich mag Trump auch nicht Löpfe, und ich will die Studie auch nicht anzweifeln. Aber die Probleme in Venezuela haben sich unter Chavez rasant entwickelt und wurden unter Maduro zur Katastrophe. Zu diesem Zeitpunkt hat Trump noch nicht mal ansatzweise daran gedacht zu kandidieren. Also haben seine Sanktionen die Lage einfach noch verschärft, statt irgendetwas für die Menschen dort zu tun. Aber wann hat die USA den jemals etwas für unterdrückte Menschen getan? Bei denen geht's immer nur um Eigentinteresse. Bezüglich Venezuela kann ich denk ich mitreden. Ich hab da 2 Jahre gelebt und hab Familie.
    • loquito 30.04.2019 16:07
      Highlight Highlight Sry aber studieren Sie die Geschichte von Venezuela! Schlagwort Caracazo oder hambruna 1989. Vor Chavez war die Armut um einiges schlimmer, analfabethismus um ein mehrfaches höher etc. Sie sind der Propaganda der oppositionellen Medien und dem US gesteuerten internationalem Mainstream auf den Leim gegangen... Das einzige Mal als es Venezuela richtig gut ging war unter Chavez und auch nur wegen extrem hohen Olpreisen..
    • Fruchtzwerg 30.04.2019 16:11
      Highlight Highlight Es geht ja nicht um Trump - auch wenn es Löpfe so dreht - sondern die US-Aussenpolitik generell.
      Dasselbe Spiel haben sie schon mit Kuba gemacht, und auch da sind die Menschen in den 90ern wissentlich verhungert.
      Aber es waren ja „nur“ böse Kommunisten...
    • DerewigeSchweizer 30.04.2019 16:14
      Highlight Highlight Stimmt.
      Der erste von der CIA assistierte Putschversuch gegen Chaves kam bereits in 2002.
      Zu diesem Zeitpunkt hat Trump noch nicht mal ansatzweise daran gedacht zu kandidieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • smoking gun 30.04.2019 14:23
    Highlight Highlight Danke Philipp für diesen aufschlussreichen Artikel. Als weiteres Beispiel möchte ich den Iran erwähnen. Da sind es wegen den US-Sanktionen hunderttausende Tote, darunter viele Kinder.
    • karl_e 30.04.2019 15:12
      Highlight Highlight Dank der US-Machenschaften im Iran in den 50ern kam erst der Schah-in-Schah an die Macht, der dann von den gestörten Mullahs gestürzt wurde. Das ist der Fluch der bösen Tat...
      Wenn sich die USA in der 3. Welt einmischen, geht's in der Regel schief, und das seit den Indianerkriegen.
  • Nonald Rump 30.04.2019 14:17
    Highlight Highlight Glaube ich sofort. Jedoch sollte die Studie vorsichtig "genossen" werden:

    CEPR has published at length about Venezuela and has been described as supporting Hugo Chávez and the Venezuelan government with some of the data presented by CEPR along with Weisbrot being accused of using slanted information to support the Venezuelan government. Staff members such as Mark Weisbrot, CEPR's founder, and Deborah James, the former director of the Venezuelan government's Venezuela Information Office, have attended pro-Venezuelan government events alongside other activists such as Daniel Kovalik.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 30.04.2019 14:58
      Highlight Highlight Danke für diesen Hinweis, das hilft, das ganze besser einzuordnen.
    • Joe Smith 30.04.2019 15:14
      Highlight Highlight Eine Quellenangabe zum zitierten Text wäre hilfreich für seine Einordnung. Fox-News? Cato Institute? John Bolton?
    • westwing 30.04.2019 15:45
      Highlight Highlight Der Text stammt wohl aus der englischsprachigen Wikipedia. Nichtsdestotrotz: Referenziert wird auf das konervative '(Käse)blatt' The Washingon Times (nicht Washington Post! Die 'Post' hat eine etwa 10 mal höhere Auflage...)
      Was ich damit sagen will?: Alles scheint mir ideologisch gefärbt zu sein was ich aus Venezuela lese.
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  • Bangarang 30.04.2019 14:10
    Highlight Highlight Maduro hat die auf dem Gewissen.
    • smoking gun 30.04.2019 14:47
      Highlight Highlight @Jonahl/Bangarang: Auch wenn Maduro ein Arsch ist, eure Kommentare zielen weit an der Realität vorbei.

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