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Wir sind (fast) alle im Stress – 13 Aspekte, die du vielleicht noch nicht kennst

Arbeit, Hobbys, Haushalt, Freunde und Familie: Das alles unter einen Hut zu bringen, fällt vielen Menschen hierzulande schwer. Zwei von drei Erwachsenen sind häufig gestresst. Fast allen fehlt oft die Zeit für Dinge, die ihnen wichtig wären.



Wie gehen Schweizerinnen und Schweizer mit der Zeit um – wenn sie sie überhaupt haben? Dieser Frage ging eine am Montag publizierte Studie der Zürcher Forschungsstelle Sotomo im Auftrag der Krankenkasse KPT nach. Hier die Ergebnisse:

Wer ist gestresst?

Rund die Hälfte der Befragten ist «manchmal» und gegen 30 Prozent sind häufig oder fast immer gestresst.

Nur ein knappes Drittel der erwachsenen Bevölkerung fühlt sich im Alltag aufgrund von Zeitmangel «selten» oder «nie» gestresst.

Was fällt auf?

35 Prozent der Frauen stehen häufig oder fast immer unter Zeitstress.

Bei den Männern ist dies nur jeder Vierte.

katze stress

Na, Stress? Bild: pixabay.com/counseling

Was bleibt?

Knapp fünf Stunden bleiben an einem typischen Tag unter der Woche stehen einer erwachsenen Person gemäss Selbsteinschätzung durchschnittlich für Essen, Fernsehen und Hobbys zur Verfügung.

Für neun von zehn Befragten kommt dabei einiges zu kurz.

Was fehlt?

Jeder Zweite hätte etwa gerne mehr Zeit für Bewegung/Sport sowie Freundschaftspflege.

Eltern fehlt am häufigsten die fehlende Zweisamkeit mit dem Partner oder der Partnerin.

Der Stress neben der Arbeit

Bei rund der Hälfte der Bevölkerung verursachen private Pflichten wie Hausarbeit, Betreuung, Vereine oder Administratives Stress.

Über ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung ist zudem von Arbeit gestresst, die in die Freizeit ausgreift – sei dies in Form von Überstunden oder geschäftlichen E-Mails und Telefonaten ausserhalb der Arbeitszeit.

Rund jeder Fünfte nennt klassische und soziale Medien als Grund für Zeitstress.

Und die Erholung?

Mehr als jede zweite Person empfindet Zeit im Freien als am erholsamsten.

45 Prozent erholen sich beim Fernsehen, mit Serien oder im Internet.

Bei der Erholung siegt die Natur über die Technik.

Bild

Besser mal hinlegen … Bild: pixabay.com/strecosa

Was macht das mit uns?

Vier Mal häufiger haben Menschen, die ihre Lebensbereiche im Einklang halten und selten oder nie in Zeitstress geraten, eine hohe Lebenszufriedenheit als jemand, der aus zeitlichen Gründen oft gestresst ist.

Zeitstress hat einen negativen Einfluss auf die Zufriedenheit mit der Lebenssituation.

Aber …

Eltern sind zwar deutlich öfter gestresster als Erwachsene ohne Kinder, zugleich jedoch auch deutlich zufriedener mit ihrer Lebenssituation.

Jeder fünfte Elternteil gibt zudem an, sich bei Zeit mit den Kindern zu erholen.

Weniger arbeiten, …

Zwei Drittel der Vollerwerbstätigen würden gerne reduzieren – wenn sie denn die freie Wahl hätten.

«Dass sie es nicht tun, macht deutlich, dass finanzielle Gründe und womöglich auch gesellschaftliche Erwartungen diesem stillen Wunsch entgegenwirken.»

die Studienautoren

… kürzer arbeiten und …

Die Hälfte der Befragten würde bei freier Wahl spätestens mit 60 Jahren in Rente gehen.

Weniger als ein Fünftel möchte erst mit 65 Jahren oder später mit Arbeiten aufhören.

Sie sind selten gestresst: Pedro Lenz und Nico 

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Video: watson/Nico Franzoni, Lya Saxer

… flexibler arbeiten

54 Prozent wünschen sich möglichst grosse Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeitszeiten.

Zusätzliche 30 Prozent erachten gleitende Arbeitszeiten als ideal.

Nur 17 Prozent bevorzugen fixe Arbeitszeiten.

Die Arbeitsdauer

Etwas weniger als acht Stunden verbringen wir mit bezahlter Arbeit.

Der Schlaf

7h18min schläft der Schweizer im Durchschnitt.

40 Minuten schlafen pensionierte Personen  länger

Die Studie

Für die Sotomo-Studie befragt wurden Anfang September 7958 Personen im Internet. Die Antworten wurden gewichtet, die Resultate sind repräsentativ. Auf diesem Weg konnte auch der durchschnittliche Tagesablauf von Menschen hierzulande analysiert werden. (sda)

Wir alle hassen den Montag

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Weasel 01.11.2017 12:21
    Highlight Highlight Das Problem ist doch, dasssss.....Ahhh kann nicht weiterschreiben habe keine Zeit...!!!
  • Raphael Stein 30.10.2017 13:37
    Highlight Highlight Eigentlich ist es einfach:

    Viel Zeit vermutlich weniger Kohle,
    viel Kohle vermutlich weniger Zeit.

    Irgendwo dazwischen kann man das sicher einpegeln.

  • ströfzgi 30.10.2017 12:41
    Highlight Highlight Ist die Nummer 3 eine Art Test? 😃
    • bjoern85 30.10.2017 13:42
      Highlight Highlight Der Satz liest sich irgendwie komisch 🤔
  • black-bird 30.10.2017 10:41
    Highlight Highlight wir menschen können auch einfach nicht nein sagen und sind nie zufrieden, dauernd wollen wir immer mehr. die einen mehr geld die andern mehr zeit... (kein wunder sind wir so gestresst) dann rennen wir ins yoga um zu entspannen, was widerum zeit kostet, was dann ja wieder zu stress führt... einfach mal einen gang zurück schalten und mit dem jetzt zufrieden sein... und schon ist alles viel entspannter ;-)
  • ChiliForever 30.10.2017 10:17
    Highlight Highlight Seit die Arbeitszeiten immer kürzer werden sind die Menschen immer gestresster - ein komischer (oder interessanter?) Zusammenhang, oder ?
    • aglio e olio 30.10.2017 10:29
      Highlight Highlight ich denke nicht, dass sie Menschen vor hundert Jahren weniger gestresst waren. Es wird dem nur mehr Beachtung geschenkt.
      Das ist eine erfreuliche Entwicklung.
    • Madison Pierce 30.10.2017 10:44
      Highlight Highlight Früher hat man länger und härter gearbeitet, war aber nicht gestresster. Wenn ich meinem Grossvater zuhöre, ist das logisch: Heute arbeitet man, wenn man im Büro ist. Mails müssen zeitnah beantwortet werden.

      Früher war man zwar länger auf dem Feld, aber hatte nicht so Zeitdruck. Mit dem Velo ins Nachbardorf einkaufen gehen, war zwar keine Freizeit und recht anstrengend, aber es war doch draussen und man hatte Zeit.

      Aber ja, früher hatte man auch nicht die Angst, etwas auf FB oder eine neue Serie zu verpassen. Das kommt noch dazu und verursacht bei manchen Leuten Stress.
    • Madison Pierce 30.10.2017 10:47
      Highlight Highlight Zum Büroalltag eine kleine Anekdote meines Grossvaters, welcher eine Zeit lang als Versicherungsvertreter gearbeitet hat:

      Früher: Termine vorzeitig abgemacht, mit Lücken dazwischen als "Puffer". War man früher fertig, ging man kurz an den Stammtisch. Da war man ungestört, es kam kein Mail und der Chef hat nicht angerufen. Provision gab es Ende Jahr.

      Heute: Termine dicht gedrängt, man kann ja anrufen und sich bei Verspätung entschuldigen. Während der Fahrt Telefonate, dazwischen Mails. "Benchmarking" dank IT quasi täglich.

      12h wie früher sind da entspannter als 8.5h wie heute...

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