DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A man is reflected on an electronic stock indicator of a securities firm in Tokyo Wednesday, Nov. 4, 2015. Hong Kong led gains in Asian stock markets Wednesday after an official said China will set up a second stock trading link with the city this year while Japan surged on a blockbuster share sale. (AP Photo/Shizuo Kambayashi)

Symbolbild: Ein Japaner vor einer Kursanzeige in Tokio. 
Bild: Shizuo Kambayashi/AP/KEYSTONE

Japans Wirtschaft schlittert erneut in die Rezession

Japans Wirtschaft ist erneut in eine Rezession gerutscht. Wie die Regierung am Montag auf Basis vorläufiger Daten bekanntgab, sank das Bruttoinlandprodukt (BIP) im dritten Quartal um eine hochgerechnete Jahresrate von 0,8 Prozent.



Im Vorquartal hatte die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um eine hochgerechnete Jahresrate von 1,2 Prozent verzeichnet.

Damit bewahrheitete sich, was viele Ökonomen seit geraumer Zeit prophezeiten: Seit dem Amtsantritt von Ministerpräsident Shinzo Abe Ende 2012 ist Japan nun schon zum zweiten Mal in eine Rezession abgeglitten.

Zwar wird im laufenden Quartal wieder mit einem Wachstum gerechnet. Dennoch könnte der Druck auf die Regierung und die Notenbank steigen, neue Konjunkturspritzen aufzuziehen und die Geldschleusen noch weiter aufzureissen.

Chinas Schwäche wirkt sich aus

Zum erneuten Rückgang der wirtschaftlichen Leistung des Landes trug bei, dass die Unternehmen ihre Investitionen angesichts der Sorge um ein schwächeres Wachstum in China und der Weltwirtschaft drosselten.

Die Kapitalausgaben sanken im zweiten Quartal in Folge, und zwar um 1,3 Prozent. Auch ein Abbau der Lagerbestände wirkte sich dämpfend aus. Hinzu kam, dass sich der private Konsum, der zu rund 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung Japans beiträgt, mit einem Anstieg von real 0,5 Prozent lediglich relativ schwach erholte.

Die Exporte stiegen um 2,6 Prozent, nachdem sie im Vorquartal noch um 4,3 Prozent zurückgegangen waren. Im Vergleich zum Vorquartal sank das BIP im Berichtszeitraum um 0,2 Prozent, wie die Regierung bekanntgab. An der Börse in Tokio sorgten die veröffentlichten Zahlen für Verluste. (dwi/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Joe Bidens riskante Wette: Rekord-Boom oder Hyperinflation?

In den nächsten Tagen wird der US-Kongress ein 1,9-Billionen-Dollar-Hilfspaket verabschieden. Fluch oder Segen? Darüber streiten sich die Ökonomen.

Zu Beginn der Woche machten die Börsen weltweit Freudensprünge. In den USA stiegen die Kurse gar so stark wie seit Monaten nicht und machten die Verluste der letzten Tage beinahe wieder wett.

Ursache dieser Freudensprünge war die Entwicklung der Zinsen der Staatsanleihen, vor allem der amerikanischen. Die Rendite der 5-jährigen US-Treasury ist um 0,03 Prozent gefallen. Die 10-jährige T-Bond – der wichtigste Referenzpunkt der Finanzmärkte – ist derweil wieder deutlich unter die …

Artikel lesen
Link zum Artikel