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Bargeld oder Kreditkarte? Je nach Destination sind Reisende mit dem einem der beiden besser bedient.
Bargeld oder Kreditkarte? Je nach Destination sind Reisende mit dem einem der beiden besser bedient.
Bild: KEYSTONE
Reisegeld

Die Tücken mit dem Reisegeld

29.06.2014, 10:4925.11.2015, 10:21

Für eine Reise die richtigen Sachen packen, ist eine Kunst für sich. Gleiches gilt für den optimalen Mix von Reisegeld. Allgemeingültige Regeln gibt es. Diese müssen jedoch je nach Destination wieder relativiert werden.

Bald beginnen die Sommerferien und damit auch die Vorbereitungen für die geplante Reise in ferne Länder. Während der Koffer problemlos am Vorabend gepackt werden kann, lohnt es sich für Touristen, sich über das Reisegeld etwas länger Gedanken zu machen.

Ganz allgemein gilt: Wenig Bargeld mit sich tragen und für grössere Beträge immer die Karte benutzen. Bargeld in der jeweiligen lokalen Währung hilft sozusagen als Starter. Es kann eingesetzt werden unmittelbar nach der Ankunft etwa für kleinere Anschaffungen, Taxikosten oder Trinkgeld, wie Julian Chan, Pressesprecher des Reisekonzerns Kuoni der Nachrichtenagentur sda sagte.

Risiko Bargeld

Bargeld ist jedoch nicht unproblematisch. Einerseits ist es als Ziel von Taschendieben ein Sicherheitsrisiko. Andererseits kann es – sollte es gestohlen werden – nicht ersetzt werden. Ausserdem ist nicht jede Währung in der Schweiz vor der Abreise auf die Schnelle erhältlich. Viele Bankfilialen halten nur Euros, US-Dollars und britische Pfund.

So auch die Berner Kantonalbank (BEKB). «Weniger gebräuchliche Währungen müssen Kunden bei der Bank bestellen», sagte Manuel Inderbitzin, BEKB-Pressesprecher, auf Anfrage. Am besten sei es, spätestens zwei bis drei Tage im Voraus mit der Bank Kontakt aufzunehmen. Die Bestellung sei sehr unkompliziert per Telefon machbar.

Mehr Fremdwährungen lagert die BEKB am Hauptsitz am Bundesplatz. Dort sind 23 Devisen jederzeit wechselbar – dazu gehören nebst den drei grossen Währungen Euro, Dollar und Pfund unter anderem auch kroatische Kuna, israelische Shekel oder thailändische Bahts.

Prepaid-Karten lösen Travel Checks ab

Auf Plastik-Geld kann auf Reisen nicht verzichtet werden. Grössere Beträge zahlen Reisende am besten mit Karte, so der allgemeine Tipp von Reiseveranstaltern und Banken. Dabei gibt es drei verschiedene Möglichkeiten: die Kreditkarte, die Debitkarte oder eine Prepaidkarte, die wie auch für die Mobiltelefonie, mit einer festgelegten Summe aufgeladen werden kann.

Debitkarten müssen in einigen Ländern erst freigeschaltet werden, damit man damit Geld abheben kann.
Debitkarten müssen in einigen Ländern erst freigeschaltet werden, damit man damit Geld abheben kann.
Bild: Gene J. Puskar/AP/KEYSTONE

Allerdings gibt es auch beim Plastik einige Dinge zu beachten. Inderbitzin macht darauf aufmerksam, dass die Debitkarten in einigen Ländern geblockt werden – «aus Sicherheitsgründen», wie er betont. Kurz vor der Reise müssen die Karten demnach freigeschaltet werden, damit im Ausland an Bancomaten Geld abgehoben werden kann.

Bei Verlust wird die Karte und der Restwert ersetzt

Zudem kann es in kleineren Ortschaften zu Schwierigkeiten mit Kredit- oder Debitkarten kommen. Deshalb empfehlen Reiseveranstalter und Banken als Alternative die Travel Cash Karte, wie die Prepaidkarten auch genannt werden. Der Vorteil besteht gemäss dem BEKB-Sprecher darin, dass die Karte inklusive Restwert bei Verlust ersetzt wird.

Prepaidkarten ersetzen immer mehr die Travel Checks. «Diese müssen in einer Bank oder Wechselstube gewechselt werden, was in kleineren Ortschaften umständlich sein kann», erklärt Kuoni-Sprecher Chan. Zudem werden die Checks in einigen Ländern und Regionen nicht akzeptiert - darunter Mexiko, Malediven, Sri Lanka und Nordafrika.

Anderes Land, anderer Mix

Wie der optimale Mix von Reisegeld aussieht, ist letztlich eine Frage der Destination. Reiseveranstalter Kuoni empfiehlt etwa für Asien immer eine Not-Reserve in Bargeld auf sich zu tragen - in lokaler Währung oder US-Dollar.

Kuoni rät seinen Kunden ausserdem in Asien die Maestro-Karte zu benutzen. Mittlerweile gebe es selbst an abgelegenen Orten Geldautomaten, wo Bargeld abgehoben werden könne. «Wenn man pro Bezug den lokalen Maximalbetrag wählt, dann ist das die sicherste und günstigste Lösung», hält Kuoni fest. Die Kreditkarte sollte auf keinen Fall fehlen. Sie eignet sich für grössere Beträge sowie Garantien, etwa für die Miete eines Autos.

Anders verhält es sich in Südamerika. Kreditkarten würden nur in grösseren Städten akzeptiert. Deshalb empfiehlt es sich in Südamerika, die Travel Cash Karte mitzunehmen. Den optimalen Mix beziffert Kuoni mit 20 Prozent Bargeld (in der Landeswährung), 80 Prozent Travel Cash Karte.

Fürs Benzin sollte man auf Reisen immer etwas Bargeld dabei haben.
Fürs Benzin sollte man auf Reisen immer etwas Bargeld dabei haben.
Bild: Steven Senne/AP/KEYSTONE

Benzin wird Bar bezahlt

In Afrika gibt es grosse Unterschiede. Südafrikareisende zahlen in touristischen Gebieten problemlos mit der Kreditkarte. Für anfallende Kosten unterwegs sollten Reisende jedoch Bargeld (Dollar oder südafrikanische Rand) auf sich haben. So kann an Tankstellen das Benzin in den meisten Fällen nur mit Cash bezahlt werden. Bankautomaten gibt es überall in grösseren Städten.

In Namibia hingegen ist es mit dem Bargeldbezug an Bancomaten schwieriger, wie der Reiseveranstalter Kuoni festhält. Bankautomaten seien zwar vorhanden, die Funktionsfähigkeit sei jedoch nicht immer gewährleistet. Das Zahlen mit Kreditkarte sollte in touristischen Gebieten kein Problem darstellen. Dennoch kann auf Bargeld nicht verzichtet werden. Wer sich für eine Safari oder Badeferien in Kenia oder Tansania entscheidet, ist mit Kreditkarte und Bargeld am besten unterwegs. (lhr/sda)

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