Wirtschaft
Schweiz

Good News: Roche-Chef rechnet mit mehreren hundert neuen Jobs in der Schweiz

Severin Schwan zeigt sich äusserst optimistisch.
Severin Schwan zeigt sich äusserst optimistisch.
Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Good News: Roche-Chef rechnet mit mehreren hundert neuen Jobs in der Schweiz

20.09.2015, 10:2021.09.2015, 06:45

Der Chef des Pharmakonzerns Roche, Severin Schwan, will die Produktionskapazitäten in der Schweiz weiter ausbauen. Er rechnet mit der Schaffung von mehreren hundert neuen Arbeitsplätzen in der Schweiz in diesem Jahr, wie er im Interview der «SonntagsZeitung» sagte.

«Ich bin mit dem Geschäftsverlauf in diesem Jahr sehr zufrieden», sagte Schwan. Deshalb sei er zuversichtlich, dass das Geschäft weiter ausgebaut werden könne. «So, wie es ausschaut, werden wir dieses Jahr in der Schweiz mehrere hundert neue Arbeitsplätze schaffen», sagte er.

Auf die Frage, ob Roche wegen des starken Frankens und der erstmals seit Jahren rückläufigen Pharmaexporte Arbeitsplätze ins Ausland verlagere, sagte Schwan: «Nein. Roche ist vom Exportrückgang nicht betroffen.» Die Produktionskapazitäten in der Schweiz würden weiter ausgebaut.

Neues Vergütungsmodell denkbar

Der Roche-Chef zeigte sich auch offen für die Idee, dass Preise von Medikamenten künftig anhand ihres Erfolges festgesetzt werden könnten. Dies würde beispielsweise bedeuten, dass Roche einen höheren Preis erhielte, je länger ein Patient trotz eines Tumors am Leben bliebe. Sterbe er hingegen frühzeitig, erhielte der Hersteller nichts. «Heute werden wir hingegen einfach pro gelieferte Packung vergütet», sagte der Roche-Chef.

In Italien gebe es erste Ansätze, bei denen es Roche gelungen sei, Vergütungsmodelle nach dem Nutzen einzuführen. «Ich kann mir vorstellen, dass solche differenzierten Ansätze über die Zeit auch in anderen Ländern kommen», sagte er. Die Krankenkassen seien grundsätzlich offen dafür. Die Umsetzung sei aber mit vielen Hürden verbunden. (viw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Nati-Trainer Patrick Fischer reiste mit gefälschtem Corona-Zertifikat an Olympische Spiele
Paukenschlag vor der Heim-WM: Patrick Fischer behauptete, sich impfen zu lassen, tat es nicht, reiste mit gefälschtem Covid-Zertifikat nach Peking – und wurde später zu 40’000 Franken Busse verurteilt. Jetzt macht er reinen Tisch – allerdings unter Druck von aussen.
32 Tage vor der Eishockey-Weltmeisterschaft in Zürich und Freiburg erschüttert ein Skandal das Nationalteam. Trainer Patrick Fischer reiste im Jahr 2022 mit einem gefälschten Zertifikat an die Olympischen Spiele in Peking. Dieses attestierte ihm eine Impfung gegen Covid-19, obwohl sich Fischer diese nicht hatte verabreichen lassen. Das teilt der Eishockeyverband am Montagabend mit.
Zur Story