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Capri-Sun-Chef Roland Weening über Papiertrinkhalme und Zuckerdebatte

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Roland Weening Capri-Sun
Roland Weening ist seit zehn Jahren Chef der Getränkefirma Capri-Sun, die ihren Hauptsitz in Baar ZG hat. Die grösste Fabrik befindet sich in Eppelheim, Baden-Württemberg.Bild: Elizabeth Desintaputri
Interview

«Macht wenig Sinn»: Capri-Sun-Chef über Papierröhrli und Zuckerdebatte

Das kultige Fruchtgetränk hat seinen Hauptsitz in der Schweiz. Im Interview verrät CEO Roland Weening, was er von Migros und Coop hält und was die Pläne des milliardenschweren Eigentümers sind.
20.06.2026, 15:1020.06.2026, 15:10
Benjamin Weinmann
Benjamin Weinmann

Der unscheinbare, grau-braune Bürokomplex in Baar ZG entspricht nicht dem farbenfrohen Fruchterlebnis, das die Firma verspricht, die hier ihren Hauptsitz hat: Capri-Sun – das laut eigenen Angaben beliebteste Kindergetränk der Welt. Über sechs Milliarden der Quetschbeutel verkauft das 1969 gegründete Unternehmen jährlich. Geschäftsführer Roland Weening (56), der zuvor für Lebensmittelriesen wie Mondelez und Unilever arbeitete, verrät im Interview, wie er mit Capri-Sun wachsen will, was er von der Plastikdiskussion hält – und wie er mit dem Eigentümer, dem Multimilliardär Hans-Peter Wild zusammenarbeitet.

Wie viel Prozent Ihrer Kundschaft ist unter zehn Jahre alt?
Roland Weening: In gewissen Märkten wie Deutschland sind wir seit Jahrzehnten präsent, dort trinken auch Erwachsene Capri-Sun, weil sie damit gross geworden sind. Aber im Schnitt sind 60 bis 80 Prozent der Capri-Sun-Kundschaft zwischen sechs und zwölf Jahre alt.

Viele Erwachsene realisieren wohl irgendwann, dass es in erster Linie Zuckerwasser ist.
Ich würde es nicht Zuckerwasser nennen. Natürlich ist die Zuckerdebatte in den vergangenen Jahren in den Vordergrund gerückt. Deshalb haben wir den Anteil stetig reduziert, je nach Land um 25 Prozent. Zudem haben wir eine Zero-Variante lanciert.

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Roland Weening Capri-Sun
«Für manche ist es sogar ein Katerdrink»: Capri-Sun-Chef Roland Weening am Hauptsitz in Baar ZG im Gespräch mit CH-Media-Redaktor Benjamin Weinmann.Bild: Elizabeth Desintaputri

Heute enthält ein klassischer 200-Milliliter-Beutel in der Schweiz fünf bis sechs Würfel Zucker. Und in anderen Ländern?
In England beträgt der Zuckeranteil bei praktisch allen Capri-Sun-Varianten unter 4,5 Gramm pro 100 Milliliter, also einem Würfelzucker. Das hat mit der Nachfrage in der Bevölkerung zu tun.

… Und gesetzlichen Vorgaben, die eine Zuckersteuer vorsehen.
Auch, ja. In asiatischen und lateinamerikanischen Ländern sind die Zuckeranteile deutlich höher als 8 Gramm pro 100 Milliliter, weil in manchen Orten ein süsserer Geschmack bevorzugt wird. Wir wollen den Konsumenten Wahlmöglichkeiten bieten. Sie sollen selber entscheiden können, was sie kaufen möchten – ohne dass es ihnen die Regierung vorschreibt.

So viel Zucker ist nun mal nicht gesund.
Es geht immer um die richtige Balance. Ich finde es falsch, den Zucker, ein natürliches Produkt, zu verteufeln. Ich selbst trinke seit Jahren jeden Tag Capri-Sun und habe einen gesunden Body-Mass-Index.

Auf Ihren Beuteln dominieren Früchte und die Auslobung der Vitamine. Kritiker sprechen von einer Mogelpackung, weil das Produkt zu 90 Prozent aus Wasser und Zucker besteht.
Wie bei jedem Supermarkt-Produkt geht es bei der Optik auch um die Klarheit für die Konsumenten. Sie möchten schnell wissen, um welchen Geschmack es sich handelt, ob es Pfirsich, Himbeere oder etwas anderes ist.

Verstehen Sie denn die Kritik?
Natürlich verstehen wir sie. Aber sie greift unserer Meinung nach kurz. Sähe man nur Wasser auf der Verpackung, würde man meinen, es handle sich um Mineralwasser. Im Laden entscheiden oft nur Sekundenbruchteile über den Griff ins Regal.

In mehreren Ländern gibt es Gesetze zur Einschränkung von Werbung für ungesunde Produkte gegenüber Kindern. Wie stark trifft Sie das?
Das bereitet uns keine Bauchschmerzen, da wir unsere Werbung an die Eltern richten. Sie entscheiden über den Einkauf. Zudem orientieren wir uns an den internationalen Ernährungsrichtlinien, etwa den Empfehlungen der WHO zur Zuckerreduktion. Den Zuckergehalt in unseren klassischen Beuteln haben wir in den vergangenen Jahren deutlich reduziert. Und der Anteil unserer Zero-Getränke liegt zwischen 20 und 30 Prozent, Tendenz steigend.

Trotz der Debatte über die Risiken von künstlichen Süssungsmitteln?
Ja. Wer weiss, vielleicht führt diese Debatte plötzlich zu einem Umdenken. Ernährungsthemen kommen und gehen, am Schluss ist immer entscheidend, ob es schmeckt oder nicht.

Vor Kurzem haben Sie «Capri-Sun Electrolytes» lanciert. Kritik wurde laut, weil die Getränke nur Magnesium enthalten und keine anderen typischen Elektrolyte wie Natrium oder Kalium. Planen Sie Anpassungen?
Nein, weil Natrium oder Kalium den Geschmack deutlich verändern würden. Der Geschmack steht im Vordergrund. Wir positionieren es auch nicht als Hardcore-Sportgetränk. Es enthält 4,2 Gramm Zucker pro 100 Milliliter, bietet einen guten Geschmack und eine gewisse Funktionalität mit Magnesium.

Capri-Sonne Elektrolyte Capri-Sun Electrolytes
Funktionalität als Verkaufstreiber? Capri-Sun setzt neuerdings auf Elektrolyte.Bild: capri-sun.com

Möchten Sie es in Fitnessstudios verkaufen?
Warum nicht? Wir sehen bereits heute, dass Konsumenten Capri-Sun auf ganz unterschiedliche Weise nutzen. Für manche ist es sogar ein Katerdrink. Diese Bezeichnung stammt nicht von uns, sondern von den Konsumenten. Generell geht der Trend zu mehr Funktionalität.

Also folgt als Nächstes ein Capri-Sun mit Proteinen?
Wir können uns alles vorstellen.

2020 mussten Sie – als Folge der EU-Regulierung von Einwegplastik – das Plastikröhrli durch eines aus Papier ersetzen. Hat Sie das Umsatz gekostet?
Das lässt sich schwer isoliert bewerten, da viele Faktoren wie der Preis, Aktionen oder das Wetter den Umsatz ebenfalls beeinflussen. Aber wir hören bis heute, dass viele Konsumentinnen und Konsumenten sehr unglücklich damit sind, weil das Einstechen mit dem weicheren Papierröhrli schwieriger geworden ist.

Sie hatten eine Online-Petition gestartet, um das Plastik-Röhrli zurückzubringen, haben diese nun aber gestoppt. Weshalb? 
Das Ganze hat ein Eigenleben entwickelt. Wir haben die Petition gestartet, um in Europa eine Diskussion anzustossen. Denn es geht nicht nur um die Frage: Plastik oder Papier? Es geht um die gesamte Kreislaufwirtschaft.

Wie meinen Sie das?
Es gibt viele Umweltgesetze, die oft nicht aufeinander abgestimmt sind. Die Einwegplastik-Regulierung der EU befasst sich vor allem mit Littering und Müll. Ein viel grösseres Thema ist aber die EU-Regulierung zum Thema Verpackung. Sie verlangt, dass Verpackungen recycelbar sind. Diese beiden Ziele sind nicht immer gut vereinbar.

Weshalb?
Bei Capri-Sun ist es so: Die Konsumenten stecken das Röhrli in den Beutel und entsorgen alles zusammen. Dann haben wir ein Papierröhrli in einer recycelbaren Polypropylen-Verpackung. Das ist, als hätte man eine PET-Flasche mit einem Papierverschluss. Das macht wenig Sinn. Denn der recycelbare Beutel gilt dann nicht mehr als recycelbar, weil er durch das Papierröhrli quasi verunreinigt ist.

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Roland Weening Capri-Sun
Capri-Sun-Chef Weening betont die leichte Verpackung des Getränks, die - zusammengerollt – in einen Deckel passt. Doch beim Recycling gibt es noch grosse Hürden.Bild: Elizabeth Desintaputri

Moment: Sie wollen doch nicht behaupten, dass die Capri-Sun-Beutel recycelt werden? Wenn ich eine Capri-Sun, mit oder ohne Röhrli, in den herkömmlichen Abfall werfe, wird die Ware verbrannt.
Ich war in vielen Recyclingzentren in Europa und habe gesehen, dass die Beutel dort mithilfe von Sensoren und Infrarot-Geräten aussortiert werden.

Trotzdem: Nur weil auf Ihren Verpackungen steht, die Verpackung sei recycelbar, heisst das nicht, dass ein Recycling tatsächlich stattfindet. Können Sie Zahlen nennen, die das belegen?
Das ist schwierig. Die Zahlen sind unterschiedlich pro Land. Fakt ist aber, dass unsere Verpackung fünf bis acht Mal weniger Material als eine PET-Flasche benötigt. Deswegen sind wir auch Depot- und Pfand-frei.

Aber?
Nicht nur wir, sondern auch die Verpackungs- und Recyclingindustrie und die Regierungen sind verantwortlich, um genügend moderne Recycling-Infrastruktur zu bauen. Immer mehr Länder bauen mehr Recyclingzentren, die den Haushaltsabfall und unsere Polypropylen-Verpackung sortieren können. Kommt hinzu, dass die EU-Regulierung zum Thema Einwegplastik sehr eng formuliert ist und zu den Verpackungsregeln widersprüchlich ist.

Wie meinen Sie das?
Die Einwegplastik-Richtlinie unterscheidet nur zwischen Papier und Plastik. Dabei gibt es so viele Innovationen. Jede Woche kommt jemand zu uns und sagt: Ich habe ein neues Material erfunden, biologisch abbaubar, es funktioniert wie Plastik, ist aber keines. Solche Lösungen passen aber oft nicht ins Gesetz, weil es schwarz-weiss formuliert ist.

Ihre Onlinepetition für das Plastikröhrli hat die anvisierte Unterschriftenzahl bei Weitem nicht erreicht …
Es ging uns nicht darum, möglichst viele Unterschriften zu sammeln. Ich bin überzeugt, dass wir problemlos eine Million Unterschriften bekommen hätten. Aber viel wichtiger ist, dass wir mit der EU nun konstruktive Gespräche führen. Sie zeigt sich wieder offen für Konsultationen. Viele Leute haben realisiert, dass die Regulierungen mit guten Absichten formuliert wurden, aber nicht alles praktikabel ist.

Die Capri-Sun-Verpackung ist Kult, aber mal ehrlich: Sie ist doch total unpraktisch. Beim Einstechen spritzt es fast immer raus. 
Kinder lieben sie nun mal. Es hängt bestimmt auch mit der speziellen Haptik zusammen, dass man den Beutel quetschen kann, bis zum letzten Tropfen. Was das Rausspritzen anbelangt: Übung macht den Meister! Auch viele Promis posten regelmässig Bilder von sich mit einer Capri-Sun, ohne Gage, etwa Fussballer Lamine Yamal oder der Formel-1-Fahrer Lando Norris.

1979 warb Muhammad Ali für Capri-Sun. Heute nur noch Influencer?
Das Engagement von Muhammad Ali war ein Coup für uns und unseren Eigentümer Hans-Peter Wild. Ali mochte Capri-Sun. Ich glaube, da floss nicht einmal Geld. Herr Wild hat ihm wohl einfach ein Leben lang Capri-Sun-Lieferungen versprochen. Solche Mega-Promis können wir uns heute nicht leisten, weil sie zu teuer sind. Zudem wirken Posts von weniger bekannten Influencern bei unserer Kundschaft authentischer. Das ist der Generation Z wichtig.

Kultiger Werbespot mit Box-Legende Muhammad Ali aus dem Jahr 1979.Video: YouTube/Retropond

Die geopolitische Situation führt in der Lebensmittelindustrie zu höheren Kosten und Lieferkettenproblemen. Wie sehr spüren Sie das?
Leider sehr stark. Ein Seefracht-Container kostete früher vielleicht 3000 Dollar, heute kann es das Doppelte oder Dreifache sein. Teilweise bekommt man die Waren gar nicht weg. Wir haben eine Fabrik in Dubai, die stark betroffen ist. Zuletzt waren wieder Alarmsirenen zu hören. Dafür sind wir mit Evakuationsplänen vorbereitet.

Müssen Sie Ihre Preise erhöhen?
Bisher nicht, aber ausgeschlossen sind Preiserhöhungen nicht. Denn es geht um Zusatzkosten in Millionenhöhe. Wir versuchen Preiserhöhungen so weit wie möglich zu vermeiden, denn die Kundschaft reagiert zunehmend sensibel auf Anpassungen.

Und es gibt Eigenmarkenprodukte in den Supermärkten, die halb so teuer sind wie Capri-Sun.
Teilweise, ja. Meist ist der Unterschied aber nicht so gross.

Der mit Abstand grösste Markt für Capri-Sun sind die USA, wo Sie auch 2-Liter-Flaschen verkaufen. Wie zufrieden sind Sie dort?
Das Geschäft in den USA läuft komplett über unseren Lizenzpartner Kraft Heinz. Auch dort ist der klassische Beutel am beliebtesten. Unsere Getränke gibt es in Europa zunehmend in Kindermenüs von Fast-Food-Ketten wie McDonald's, weil sie wenig Abfall verursachen und kein Pfand enthalten. Beim Konsum liegen Deutschland, England und Frankreich an der Spitze. Die Schweiz ist in den Top 10.

Wo wachsen die Verkäufe am stärksten?
In China, wo wir seit 2003 präsent sind. Dort wachsen wir zweistellig, obwohl die chinesische Wirtschaft schwächelt. Insgesamt wachsen wir seit zehn Jahren im Schnitt um acht Prozent pro Jahr. Aber wir möchten noch stärker wachsen.

Wie?
Vor allem durch zusätzliche Funktionalitäten in unseren Getränken sowie die geografische Expansion. Ein zweistelliges Wachstum ist unser Ziel. Wir sind bereits in über 100 Ländern vertreten, aber es gibt noch immer weisse Flecken. Seit Kurzem sind wir in Usbekistan. In Asien sehen wir ebenfalls ein grosses Potenzial, zum Beispiel in Vietnam.

Ihr Aussenumsatz beträgt 1,4 Milliarden Dollar. Doch genauere Geschäftszahlen nennen Sie keine. Ist Capri-Sun profitabel?
Capri-Sun ist sehr profitabel.

Wie beurteilen Sie den Schweizer Markt, auch mit Blick auf das Duopol von Coop und Migros?
Es gibt wenige Unternehmen mit grossen Marktanteilen, das ist so. Aber es sind professionelle Partner, die Nachhaltigkeit und Innovation schätzen. Für uns ist die Schweiz ein guter Markt mit gesunden Preisen. Das hilft uns, Innovationen voranzutreiben.

Kinderdrink-König Roland Weening (56)
Der Niederländer ist seit 2016 Geschäftsführer von Capri-Sun, die dem Multimilliardär Hans-Peter Wild gehört. Der Hauptsitz befindet sich in Baar ZG, die grösste Fabrik jedoch in Eppelheim, Deutschland. Die Firma zählt weitweit 1100 Angestellte und verkauft jährlich rund 6 Milliarden Getränke in über 100 Ländern. Weening arbeitete zuvor für die Konsumkonzerne Mondelez und Unilever. Der Vater von drei Söhnen studierte an der Universität Amsterdam Marketing und Management. Er lebt im Kanton Zug und segelt gerne in seiner Freizeit. (bwe)

Wer ist Ihr grösster Konkurrent in der Schweiz? Michel-Fruchtsäfte von Rivella oder eher Coca-Cola und Red Bull?
Ganz ehrlich: Wir sehen keinen direkten Konkurrenten. Denn wir sind einzigartig und die grösste Kinder-Getränkemarke der Welt. Aber wenn es nur um die Erfrischung geht, dann sind natürlich alle diese Marken Konkurrenten, bis hin zum Leitungswasser. Zudem sind manchmal Energydrinks im Trend, dann wieder Vitaminwasser. Auch Covid hatte einen Einfluss.

Inwiefern?
Vor der Pandemie war Orange weltweit der Nummer-1-Geschmack in unserem Portfolio. Doch seit Corona ist Multivitamin am beliebtesten. Wohl, weil sich die Kundinnen und Kunden davon ein stärkeres Immunsystem erhoffen. Das zeigt, wie wichtig Funktionalität geworden ist. Nur den Durst zu löschen, reicht nicht mehr.

Capri-Sun hat seinen Hauptsitz in Baar ZG mit rund 50 Angestellten in einem unscheinbaren Bürokomplex. Nur wegen der Steuersituation?
Unser Eigentümer Hans-Peter Wild lebt seit rund 30 Jahren in der Schweiz und hat auch den roten Pass. Wir brauchen keine grossen, glänzenden Marmor-Büros. Natürlich ist es hier steuerlich attraktiv. Aber wichtig ist auch die zentrale Lage in Europa, die Nähe zum Flughafen Zürich und zu Talenten von Top-Universitäten. Das ist für ein globales Unternehmen wichtig. Auch ich lebe seit 15 Jahren in der Schweiz und möchte hier bleiben.

ABD0084_20230728 - SALZBURG - ÖSTERREICH: Der Schweizer Unternehmer Hans-Peter Wild mit Frau Christine , vor Beginn des Konzerts "Ein deutsches Requiem" am Freitag, 28. Juli 2023 in Salzburg ...
Das Vermögen des Schweizer Capri-Sun-Eigentümers Hans-Peter Wild wird auf 3,8 Milliarden Franken geschätzt. Als er 2023 von der «Bilanz» gefragt wurde, ob er in der US-Politik Joe Biden oder Donald Trump bevorzugen würde, lautete seine Antwort: Trump.Bild: APA/APA

Wie stark bringt sich Hans-Peter Wild, dessen Vermögen von der «Bilanz» auf 3,8 Milliarden Franken geschätzt wird, im Alltag ein?
Er ist ein sehr unternehmerischer, umtriebiger Mann. Er inspiriert uns wöchentlich, manchmal täglich, mit Ideen. Und er spornt uns an, Neues zu wagen. Er hat auch enorme Erfahrung im Aromenbereich. Mit Wild Flavors hat er eines der grössten Unternehmen für natürliche Aromen weltweit aufgebaut. Dieses Wissen hilft uns.

In einem Bilanz-Interview vor drei Jahren sagte er, er verbringe die meiste Zeit auf seiner Yacht. Müssen Sie aufs 74 Millionen Dollar teure Boot, wenn Sie sich mit ihm austauschen wollen?
Das läuft alles sehr unkompliziert ab. Wenn ich eine Frage habe oder er etwas besprechen will, rufen wir einander an. Manchmal gehe ich persönlich bei ihm vorbei, denn wir wohnen hier im Kanton Zug nebeneinander.

Herr Wild ist diese Woche 85 Jahre alt geworden. Einst gab es Gerüchte über einen Verkauf oder Börsengang, weil seine beiden Söhne die Firma nicht übernehmen wollen. Wie geht es weiter?
Herr Wild hat in Liechtenstein eine Stiftung gegründet. Sie wird die unternehmerischen Vermögensanteile dereinst übernehmen. Die Zukunft von Capri-Sun ist geregelt.

2021 sorgte Capri-Sun-Milliardär Hans-Peter Wild weltweit für Schlagzeilen: Seine Luxus-Yacht crashte gleich zwei Mal in eine Hafenmauer in der Karibik.Video: YouTube/BILD

(schweizheute.ch)

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124 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Pbel
20.06.2026 15:26registriert April 2017
Geile Argumentation eines Zuckerwasserhändlers. Aber alles ok. Zwingt uns ja niemand das Zeug zu trinken.
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KLERUS
20.06.2026 15:27registriert Oktober 2021
Ob sie es so nennen oder nicht, es ist Wasser mit viel Zucker, Punkt! Ich durfte den Müll nie trinken und ich bin sehr sehr froh darüber.
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Cantillon
20.06.2026 15:27registriert Oktober 2025
Kinder vergiften und damit Geld verdienen sollte strafbar sein.. Da muss man echt ohne Skrupel geboren werden um hinter so einem Business stehen zu können
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