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Studie: Light- und Zero-Produkte begünstigen erbliche Gesundheitsschäden

Ein Flasche Coca-Cola Zero und ein damit gefuelltes Glas stehen auf einem Tisch in der Wandelhalle des Nationalrats, am Rand der Fruehjahrssession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 4. Maerz 202 ...
Zero Zucker, zero Probleme? Hier ein Eindruck aus der Wandelhalle des Nationalrats im Bundeshaus, Bern, 4. März 2026.Bild: keystone

Zero Zucker, mehr Risiko: Forscher schlagen Alarm bei Light-Produkten

Die Auswirkungen von Süssstoffen auf die Gesundheit sind umstritten. Laut einer aktuellen Studie könnten sie sich sogar auf nachfolgende Generationen auswirken.
26.04.2026, 15:3826.04.2026, 15:38
Lena Breuer / watson.de

Süssstoffe werden oft als sinnvolle Alternative zu Zucker dargestellt, da sie deutlich weniger Kalorien haben und somit auch in den Speiseplan von Menschen passen, die ihr Gewicht senken möchten.

Immer wieder stehen sie jedoch auch in der Kritik. So können sie die Darmflora beeinflussen, einige Menschen reagieren auch empfindlich auf den Konsum bestimmter Süssungsmittel und leiden unter Blähungen oder Durchfall. Eine Studie mit Mäusen zeigt, dass diese Auswirkungen weitreichender sind als zunächst angenommen.

Studie mit Mäusen: Veränderungen der Darmflora übertragbar

In einer Studie mit Mäusen wurde hierfür unter anderem untersucht, ob der Konsum von Sucralose oder Stevia durch die Eltern die Zusammensetzung des fäkalen Mikrobioms beeinflussen kann. Ausserdem stand im Mittelpunkt der Forschung, ob diese Auswirkungen auch in bis zu zwei Folgegenerationen nachweisbar sind.

Hierfür wurden 47 Mäuse in Gruppen unterteilt und erhielten entweder Wasser oder eine süssstoffhaltige Lösung, die der Menge entsprach, die Menschen im Alltag aufnehmen würden. Anschliessend zeugten die Mäuse innerhalb ihrer Gruppe Nachkommen, die jedoch in keiner der Gruppen die süssstoffhaltige Lösung bekamen.

Danach wurde in allen Generationen Darmflora, Glucosetoleranz und Veränderungen in Genen, die für Entzündungen, Darmbarriere und Stoffwechsel verantwortlich sind, untersucht.

Süssstoffkonsum in Folgegenerationen nachweisbar

Die Ergebnisse zeigen, dass die Mäuse der Folgegeneration teilweise eine veränderte Darmflora und Genaktivität hatten, wie etwa weniger kurzkettige Fettsäuren, die von Darmbakterien produziert werden.

Auch der Kot der Sucralose-Mäuse-Folgegeneration war verändert, hier konnten mehr krankheitserregende Bakterien gefunden werden, dafür aber weniger nützliche. Die Genaktivität wurde ebenfalls beeinflusst, einige entzündungsfördernde Gene waren in der Nachfolgegeneration der Süssstoff-Mäuse aktiver.

«Diese Effekte waren in der ersten Folgegeneration am stärksten und nahmen dann in der Enkelgeneration ab», erklärt Studienautorin Francisca Concha Celume von der Universität von Chile in Santiago laut scinexx.

Das bedeute nicht, dass Stoffwechselstörungen zwangsweise durch Süssstoffe verursacht werden. «Aber es ist möglich, dass diese Veränderungen die Anfälligkeit für solche metabolischen Störungen unter bestimmten Bedingungen erhöhen – beispielsweise bei einer fettreichen Ernährung.»

Die Ergebnisse sollen laut Concha Celume mit Vorsicht interpretiert werden. Um zu überprüfen, ob sich die Ergebnisse auf Menschen übertragen lassen, wird noch mehr Forschung nötig sein.

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