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Verbot der Tabakwerbung laut Ja-Komitee auch für Wirtschaft positiv

Verbot der Tabakwerbung laut Ja-Komitee auch für Wirtschaft positiv

18.01.2022, 11:0018.01.2022, 10:19
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Ein Plakat vom Initiativkomitee Kinder ohne Tabak haengt im Medienzentrum, am Donnerstag, 6. Januar 2022, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Umstritten: Tabakwerbung.Bild: keystone

Vertreterinnen und Vertreter aus fast allen politischen Lagern unterstützen die Volksinitiative «Kinder ohne Tabak». Diese lohne sich nicht nur aus gesundheitlicher, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht.

An einer Medienkonferenz am Dienstag präsentierte ein überparteiliches Ja-Komitee die seiner Ansicht nach notwendige Initiative. Im Fokus standen dabei auch die Gesundheitskosten.

Eine vierköpfige Familie bezahle jährlich fast 1500 Franken für die gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums. Dass das Parlament in Anbetracht der immensen tabakbedingten Gesundheitskosten von jährlich insgesamt drei Milliarden Franken auf griffige Massnahmen verzichte, sei unverständlich, hiess es in der Medienmitteilung des Komitees.

Die Berechnung des wirtschaftlichen Nutzens einer konsequenten Regulierung der Tabakwerbung habe ergeben, dass diese bis ins Jahr 2060 zu Einsparungen von 400 bis 600 Millionen Franken führen würde. Für die Wirtschaft in der Schweiz hätte eine strengere Regulierung nur minime Auswirkung, da 80 Prozent der hier produzierten Tabakwaren für den Export bestimmt seien, lässt sich Michel Matter (GE/GLP) zitieren. Das Komitee rechnet damit, dass Werbeeinschränkungen innerhalb von 40 Jahren zu einer Verschiebung von 340 bis 540 Arbeitsplätzen führen würden.

Werben statt Marktanteile sichern

Die Tabakwerbung sei ein wesentlicher Auslöser dafür, dass Jugendliche mit dem Rauchen beginnen. Zu behaupten, die Werbung werde nicht zur Gewinnung von Neukundinnen und -kunden sondern von Marktanteilen eingesetzt, sei schlicht unehrlich und widerspreche sämtlichen Forschungen, sagte Nationalrätin Lilian Studer (EVP/AG) laut Medienmitteilung.

Nach jahrelangen hitzigen Diskussionen im Parlament stimmen Volk und Stände am 13. Februar über die Tabakwerbeverbotsinitiative und damit über den künftigen Umgang mit Tabakwerbung ab. Bürgerliche Kräfte warnen vor einer zu starken Einschränkung der Wirtschaftsfreiheit. (aeg/sda)

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Ein Blick in die Fabrik der Hanfzigaretten-Macher
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Ein Blick in die Fabrik der Hanfzigaretten-Macher
Sie sind laut Hersteller die ersten Hanf-Zigaretten der Welt: CBD-Zigaretten der Marke «Heimat Tabak und Hanf».

quelle: keystone / gian ehrenzeller
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Keine Tabakwerbung mehr – zum Schutz der Minderjährigen
Video: srf
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23 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Schlaf
18.01.2022 13:46registriert Oktober 2019
Diese bürgerlichen Blender sind langsam nicht mehr auszuhalten.
Bald kommen sie noch mit der Behauptung es werden KMU‘s geschädigt bei einer Annahme.

Dieser traurige Haufen, macht bei uns auf dem Land schon stimmung, dass bei einer Annahme als nächstes der Cervelat drann ist.
Was bitte ist das für ein Vergleich????

Es ist so ein jämmerliches Verhalten von den "Bürgerlichen".
Verbot der Tabakwerbung laut Ja-Komitee auch für Wirtschaft positiv\nDiese bürgerlichen Blender sind langsam nicht mehr auszuhalten. 
Bald kommen sie noch mit der Behauptung es werden KMU‘s geschà ...
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