Diese Hollywoodstars hatten vor laufender Kamera Sex
Heute ist es gang und gäbe, dass an Filmsets, an denen Sexszenen gedreht werden, Intimitätskoordinatoren vor Ort sind. Diese sind dafür verantwortlich, dass alle Körperteile korrekt abgedeckt sind, und sie koordinieren die Choreografie, damit die Szene im Film möglichst authentisch wirkt.
Doch nicht bei allen Produktionen läuft das so ab. Bei folgenden Dreharbeiten haben es die Darsteller wirklich getan – sei das nun mit ihrem Co-Star oder mit sich selbst.
Aubrey Plaza in «The To-Do List»
Für «The To-Do List» hat Aubrey Plaza vor laufender Kamera masturbiert. «Ich habe im Skript gelesen, dass mein Charakter masturbiert. Ich dachte, dass man in dieser Szene einfach sieht, wie meine Hand langsam aus dem Bild verschwindet», erzählte Plaza in der Talkshow mit Conan. «Am Set habe ich dann realisiert, dass es eine Ganzkörperaufnahme ist. Ich fragte die Regisseurin: ‹Was soll ich machen?› Und sie sagte: ‹Masturbieren, wie es im Drehbuch steht.›»
Willem Dafoe und Charlotte Gainsbourg in «Antichrist»
«Willem Dafoe hat einen riesigen Penis, wir mussten diese Szenen aus dem Film herausnehmen, weil das alle so verwirrt hat», erzählte Regisseur Lars von Trier über die Dreharbeiten von «Antichrist». Die Sexszenen wurden für die finale Version des Films mit Doubles nachgedreht.
Robert Pattinson in «Little Ashes»
«Es vorzutäuschen hat nicht funktioniert», erklärte Pattinson in einem Interview 2013. «Also habe ich mich vor der Kamera selbst befriedigt. Mein Orgasmusgesicht ist nun für die Ewigkeit festgehalten.»
Kerry Fox und Mark Rylance in «Intimacy»
«Intimacy» ist der erste englischsprachige Mainstream-Film in Grossbritannien, in dem echte Sexszenen ungeschnitten zugelassen wurden.
Rylance wollte die Sexszenen zunächst nicht real drehen, liess sich jedoch vom Regisseur überreden. Inzwischen bereut er seinen Entscheid: «Ich empfand die Dreharbeiten, die anschliessende Presse und die persönlichen Angriffe als sehr schmerzhaft. Ich wünschte, ich hätte den Film nie gedreht».
Sein Co-Star sieht das komplett anders. «Ich bereue es absolut nicht und es ist einer der besten Filme, die ich je gedreht habe», sagte Fox gegenüber Metro.
Lauren Lee Smith und Eric Balfour in «Lie with Me»
«Seien wir ehrlich. Irgendwann in der Karriere eines Schauspielers muss man sich nackt zeigen – sei es körperlich, emotional oder mental», erklärte die Hauptdarstellerin Lauren Lee Smith. «Dieser Film ermöglichte mir, alle drei Dinge gleichzeitig zu tun.»
Kieran O'Brien und Margo Stilley «9 Songs»
In «9 Songs» gibt es mehrere Sexszenen, die alle nicht gestellt sind. «Manche Leute waren wirklich wütend auf mich. Man sagte mir, ich sei eine Schlampe und was ich denn für ein Vorbild für junge Frauen sein wolle», sagte Stilley in einem Interview. «Es ist ein Film über Liebe und Sex, kein Porno. Es war einfach nur heisser Sex! Ich wollte diesen Film machen, und ich bin stolz darauf.»
Chloë Sevigny und Vincent Gallo in «The Brown Bunny»
2003 erschien das Erotikdrama «The Brown Bunny» und sorgte für Kontroversen, da der Film eine echte Sexszene enthält.
In einem Interview mit Playboy sagte Sevigny, dass sie es nicht bereut, diese intime Szene gedreht zu haben. «Was da passiert ist, ist alles sehr kompliziert. Es spielen viele Emotionen mit. Der Film ist tragisch und wunderschön, und ich bin stolz auf ihn und auf meine Leistung.»
(cmu)
