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Deine Angst vor Spinnen ist angeboren – das hilft zwar nichts, aber immerhin



Die Angst vor Spinnen und Schlangen scheint nach Erkenntnissen deutscher Forscher angeboren zu sein. Schon sechsmonatige Babys zeigten beim Anblick ihrer Bilder Stressreaktionen, berichteten die Wissenschaftler. Experten streiten bisher, ob die Angst angeboren oder erlernt ist.

Gemeinsam mit Experten von der schwedischen Universität Uppsala beobachteten die Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPICBS) die Reaktion der Babys und stellten fest, dass sich die Augen in einer typischen Stressreaktion veränderten. Von den Ergebnissen berichten sie im Fachblatt «Frontiers in Psychology».

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Geduldig wartet die Kreuzspinne in ihrem Netz. Bild: pixabay.com/llanger

«Als wir den Kleinen Bilder einer Schlange oder Spinne zeigten statt etwa einer Blume oder eines Fischs gleicher Farbe und Grösse, reagierten sie mit deutlich vergrösserten Pupillen», erklärte Stefanie Hoehl vom MPICBS.

Da Kinder im Alter von sechs Monaten noch sehr unbeweglich sind und kaum Gelegenheiten zum Lernen haben, gehen die Forscher von einem angeborenen Verhalten aus. Angst vor Spinnen und Schlangen habe offenbar «einen evolutionären Ursprung», berichteten sie.

So, und jetzt ganz stark sein

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Bild: http://giphy.com/gifs/tvZnojIPx1kmQ

Von Geburt an verankert

Ähnlich wie bei anderen Primaten seien im Gehirn von Menschen offenbar von Geburt an Mechanismen verankert, mit denen Objekte schnell als Spinne und Schlange identifiziert werden könnten. Dies ermögliche eine schnelle Reaktion. Diese offensichtlich angeborene Stressreaktion könnte nach Einschätzung der Experten auch eine Rolle bei der Entstehung entsprechender Phobien spielen.

Angststörungen mit Blick auf Spinnen und Schlangen sind nach ihren Angaben relativ weit verbreitet. In Industriestaaten sind etwa ein bis fünf Prozent der Bevölkerung von einer echten Phobie betroffen. Eine starke panische Abneigung der Eltern oder auch eine genetische Veranlagung zur Überaktivität in dem für die Furchtreaktionen zuständigen Gehirnbereich könnten dazu führen.

Dass Babys beim Anblick anderer potenziell gefährlicher Tiere wie Bären keine vergleichbare Reaktion zeigten, führen die Forscher auf die lange Koexistenz der menschlichen Vorfahren mit Spinnen und Schlangen zurück. Diese reicht 40 bis 60 Millionen Jahre zurück. Mit Säugetieren lebten die Menschen viel kürzer zusammen. Die Angst konnte sich deshalb möglicherweise nicht so tief im Gehirn verankern. (sda/afp)

Riesenspinne frisst Kuh (ja, genau …)

Video: watson

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • tribal-cat 22.10.2017 05:27
    Highlight Highlight Ich hatte bis ins Erwachsenenalter tierische Angst vor Spinnen. Es war der absolute Horror eine Spinne im Zimmer oder in der Wohnung zu haben. Dann bekam ein Exfreund eine Vogelspinne geschenkt. Ich habe mich mit Händen und Füssen dagegen gewehrt, was aber nichts gebracht hat. Die Vogelspinne kam! Und ich wurde praktisch gezwungen mich mit diesen Arachniden auseinander zu setzen. Es wurde eine Faszination daraus und ich habe sogar selber mehrere Vogelspinnen gehalten! Angst vor Spinnen habe ich heute keine mehr, aber die grossen Kellerspinnen mag ich bis heute nicht leiden.
  • bilbo 21.10.2017 20:03
    Highlight Highlight @Redaktion: bei bestimmten Leuten kann die Spinnenphobie bereits durch ein Bild getriggert werden. Bitte bedenken.
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 21.10.2017 08:46
    Highlight Highlight Epigenetik?
    Ich habe mit meinem Sohn, als er acht Monate alt war, einen ähnlichen Test mit einer Plastikspinne und einem Plüscheichhörnchen gemacht. Fazit: Das Eichhörnchen wurde beknuddelt und die Plastikspinne weggekickt.
    Eine Spinnenphobie hat er aber nicht entwickelt ...
  • ItsMee 20.10.2017 11:14
    Highlight Highlight für mich ist es nicht eine Angst .. für mich ist es sowas wie Sterbehilfe ...

    Ich habe panische Angst vor Spinnen, wenn irgendwo eine spinne in einem Türrahmen ist, dann kann ich da 1-2 Tage nicht mehr durchlaufen !

    schon nur wenn ich eine sehe, dann fange ich an zu hyperventilieren !

    spinnen sind, mit Abstand das schlimmste für mich - einmal hatte ich eine Spinne direkt neben mir an der Wand, ich habe sie gesehen und bin direkt in Ohnmacht gefallen ! - echt nicht lustig ...

    • Merida 20.10.2017 13:13
      Highlight Highlight Ich kann dir nachfühlen. Ich habe nächtelang auf dem Flur geschlafen, wenn mal eine Spinne in meinem Zimmer war. (Auch nachdem meine Eltern sie rausgebracht hatten.)
      Das ging so, bis mich meine Schwester aus Versehen mit einer Konfrontationstherapie „geheilt“ hat. Ich mag Spinnen noch immer nicht, habe aber keine Albträume mehr von ihnen und hyperventiliere auch nicht mehr, wenn ich eine sehe.
    • bilbo 21.10.2017 20:01
      Highlight Highlight Ich habe letztes Jahr ein Spinnen-Angstseminar gemacht, was etwas geholfen hat. Klar feht eine Phobie nicht innerhalb einiger Stunden weg, aber meine Einstellung hat sich geändert und ich kann jetzt besser mit den Tieren umgehen.

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