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Vier von fünf Jugendlichen weltweit sind Bewegungsmuffel (in der Schweiz sogar noch mehr)

Vier von fünf Jugendlichen weltweit bewegen sich zu wenig. Zu diesem Ergebnis kommt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Insbesondere Mädchen seien nicht ausreichend körperlich aktiv.
22.11.2019, 06:01

Deutliches Signal: Rund 81 Prozent der Teilnehmer einer gross angelegten WHO-Studie betätigen sich täglich weniger als eine Stunde lang körperlich.

Dabei gibt es kaum Unterschiede zwischen den einzelnen Weltregionen und Ländern. «In vielen, vielen Ländern kommen zwischen 80 und 90 Prozent der Jugendlichen den Empfehlungen für körperliche Aktivität nicht nach», sagte die Hauptautorin Regina Guthold. Die Quote reicht demnach von 66 Prozent in Bangladesch bis zu 94 Prozent in Südkorea.

Lassma chillen …
Lassma chillen …Bild: shutterstock.com

Kultureller Druck

Besonders wenig bewegen sich demnach Mädchen: Nur 15 Prozent erreichen das empfohlene Mass an körperlicher Aktivität, bei den Jungen sind es 22 Prozent.

In einigen Ländern ist dies den Experten zufolge offenbar auf den kulturellen Druck zurückzuführen, unter dem Mädchen stehen. Dort wird erwartet, dass sie zu Hause bleiben und Sport meiden. Zudem spielen Sicherheitsbedenken bei Aktivitäten ausser Haus eine Rolle.

In der Schweiz stieg die Quote der Bewegungsmuffel, also jener Schweizer Jugendlichen, die sich täglich nicht einmal eine Stunde bewegen, sogar noch um ein Prozent, wenn man die jüngsten Umfragewerte mit jenen von vor 15 Jahren vergleicht. In der Schweiz liegt in die sogenannte Inaktivitätsquote nunmehr bei 89 Prozent und damit nicht nur höher als vor 15 Jahren, sondern auch über dem weltweiten Durchschnitt der Untersuchung von rund 80 Prozent.

Die Gründe für den Bewegungsmangel der Jugend wurden in dem Bericht generell nicht untersucht. Leanne Riley, Ko-Autorin der Studie, erklärte jedoch, die digitale Revolution scheine «das Bewegungsmuster von Jugendlichen verändert zu haben».

Heutige Jugendliche «sitzen mehr und sind weniger aktiv». «Wir müssen unbedingt mehr tun», forderte sie. Andernfalls drohe ein «sehr düsteres Gesundheitsbild» der Jugend. (sda/afp)

Die Methode
Der Bericht, der ebenfalls in der Fachzeitschrift «Lancet Child & Adolescent Health» veröffentlicht wurde, basiert auf Umfragedaten aus den Jahren 2001 bis 2016. Dabei wurden 1.6 Millionen Schüler zwischen elf und 17 Jahren in 146 Ländern befragt.
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