Wissen
History

Nachden­ken über Geschich­te, easy

Jan Vermeer, Die Malkunst, um 1670. Maler und Clio, Muse der Geschichte (Ausschnitt).
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Jan Vermeer, Die Malkunst, um 1670. Maler und Clio, Muse der Geschichte (Ausschnitt).Bild: Kunsthistorisches Museum Wien

Nachden­ken über Geschich­te, easy

Vorbei ist vorbei. Die Vergangenheit ist abgeschlossen, erstarrt, unveränderbar, die Geschichte dagegen offen, lebendig, wandelbar, daher auch bestreitbar. Gibt es dennoch gesichertes Wissen? Ja, bloss nicht auf ewig.
26.02.2023, 19:38
Kurt Messmer / Schweizerisches Nationalmuseum
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Die Vergangenheit ist ein dunkler Raum, unbegrenzt, unermesslich, und wie alles Unbegrenzte, Unermessliche nur schwer zu begreifen, im Klartext: überhaupt nicht. Vergangenheit ist alles, was sich a) je ereignet und b) nicht ereignet hat. Wem da nicht schwindlig würde. Was tun? spricht Zeus. Hineinleuchten, mit dem Scheinwerfer der Geschichte, gezielt, von Fragen geleitet, systematisch.

Leichter gesagt als getan. Ein Beispiel: Wer wissen möchte, wie viele Waren nach der Öffnung der Schöllenen um 1200 über den Gotthard transportiert wurden, hat für die ersten dreihundert Jahre das Nachsehen. Stückzahlen, Gewichtsangaben? Wo nix is, is nix. Da helfen weder die besterschlossenen Archive noch die stärksten Scheinwerfer. Mengenmässig ist der Gotthard-Transit erstmals fassbar für 1493–1503, für zehn Jährchen, danach ist wieder für vierzig Jahre Schluss. Quellenlage.

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Mehrmals wöchentlich spannende Storys zur Geschichte der Schweiz: Die Themenpalette reicht von den alten Römern über Auswandererfamilien bis hin zu den Anfängen des Frauenfussballs.
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Dann eben durch die Hintertür: qualitative Angaben anstelle von quantitativen. Um 1300 wird auf dem Vierwaldstättersee um Transportrechte gestritten, und mindestens 21 Luzerner sind im Geschäft mit Mailand und Como. Keine Statistik, bloss Anhaltspunkte, doch zusammen mit Hinweisen aus weiteren Quellen ergeben sich zumindest Umrisse.

Nur was wir aus dem Dunkel der Vergangenheit ins Licht holen, wird Geschichte.
Nur was wir aus dem Dunkel der Vergangenheit ins Licht holen, wird Geschichte.

Zu unterschiedlichen Zeiten sind unterschiedliche Beleuchter mit unterschiedlichen Interessen und Absichten am Werk, dazu mit unterschiedlichen Methoden und Instrumenten.

Was ist welcher Zeit wie wichtig?

Im Mittelalter ist Geschichte Heilsgeschichte. Widerspruch zur göttlichen Ordnung ist nicht vorgesehen. Im 18. Jahrhundert erkennen die Aufklärer, dass das historische Urteil abhängig ist vom jeweiligen Sehe-Punct. Eine Revolution: Das historische Wissen wird relativ. Der Historismus entwickelt im 19. Jahrhundert eine akribische Quellenkritik. Nur kein Erdichten, nicht im Kleinsten, so die Losung. Im Zentrum stehen die Nation und ihre Führungseliten. Der Alltag der anonymen Masse bleibt aussen vor. Karl Marx (1818–1883) stellt die Geschichte vom Kopf auf die Füsse. Aus der Sicht des Historischen Materialismus sind nicht grosse Denker und Lenker die Triebkräfte einer Epoche, sondern die herrschenden Produktionsbedingungen, die jeweiligen Lebens- und Machtverhältnisse. Nicht das Bewusstsein bestimmt das Leben, sondern das Leben bestimmt das Bewusstsein. Eine bahnbrechende Erkenntnis.

Im Industriezeitalter wird Geschichte erweitert mit Soziologie, Ökonomie, Politologie. Die französische Historikerschule Annales bereichert den Fächer im 20. Jahrhundert mit dem Ziel einer Histoire totale. An die Stelle individualisierender Geschichtsbetrachtung treten Themen, wie sie Fernand Braudel 1967 in seiner Geschichte der Zivilisation aufführt: Die Bevölkerung der Erde, Nahrungsmittel und Getränke, Wohnung und Kleidung, Technik und Energiequellen, Geld und Städte. Im Zentrum der Alltag der Menschen, die lange Dauer, Zustände anstelle kurzzeitiger Ereignisse, Geschichte von unten, passend zur Bewusstseinsrevolution von 1968. Eine Offenbarung.

«Die Vergan­gen­heit ist etwas Vorgege­be­nes. Das Wissen um sie macht jedoch Fortschritte.»
Marc Bloch, Apologie der Geschichtswissenschaft oder Der Beruf des Historikers (1944/2002).

Seit den 1990er-Jahren weitet sich die Geschichtsschreibung zunehmend zur Globalgeschichte. Nationalstaatliche Grenzen werden aufgebrochen. Im richtungweisenden Werk Mitten in Europa (2014) bezeichnet André Holenstein die Transnationalität als condition d’être der Schweiz, und in der Schweizer Migrationsgeschichte (2018) kommt er gemeinsam mit Patrik Kury und Kristina Schulz zum Schluss, dass Migration schon immer historische Normalität war.

Fazit: Seit 2500 Jahren entwickelt sich Geschichte weiter.

Ein Zeitdo­ku­ment aus dem Barock

Theorie klärt, aber Geschichte braucht auch konkrete Lebenssituationen. Hier ist eine. Delft, Holland, 1670, Malerwerkstatt. Ein schwerer Vorhang, zurückgeschlagen, gibt die Bühne frei. Barocke Inszenierung, doch ohne Dramatik, im Gegenteil, alles bemessen, ruhig, austariert, ein Standbild aus einem Film ohne Handlung. Wer hier laut zu sprechen wagte. Die einzige Bewegung: unser Blick, der dem Kontrast von hell und dunkel folgt, der Regie von Licht und Schatten, gemalt in beiläufiger Vollendung, als sei Kunst ein Kinderspiel. Meister und Modell konzentriert an der Arbeit. Im Vordergrund links ein Stuhl, bereit für Sie. Nehmen Sie Platz.

Prominent in Szene gesetzt: der Maler, wohl Vermeer selbst. Wenn wir uns beim Betrachten seines Abbilds einem Element nach dem andern zuwenden – Barett / Haare / Schlitzwams / Kleid / Strümpfe / Schuhe – steigern sich Empfindung und Bewunderung noch. Und erst die Haltung von Körper und Kopf. Obwohl der Maler nur von hinten sichtbar ist, sehen wir förmlich, wie sein Blick zum Modell geht und danach seine Hand leitet, die sich auf den Malstock stützt. Eben ist der Meister daran, den Lorbeerkranz der Muse fertigzustellen. Vielleicht eine Andeutung. Auch ihm stünde solche Auszeichnung zu. Vermeer weiss jedenfalls, was ihm hier gelungen ist. Seine Vorzeigearbeit für potenzielle Käufer hat die Werkstatt nie verlassen.

Jan Vermeer (1632–1675), Die Malkunst, um 1670, 120 x 100 cm. Weder Auftraggeber noch Entstehungsjahr sind bekannt, und der Titel Die Malkunst stammt nicht von Vermeer, sondern von seiner Witwe. Viele ...
Jan Vermeer (1632–1675), Die Malkunst, um 1670, 120 x 100 cm. Weder Auftraggeber noch Entstehungsjahr sind bekannt, und der Titel Die Malkunst stammt nicht von Vermeer, sondern von seiner Witwe. Viele offene Fragen, sie treten jedoch in den Hintergrund angesichts der Meisterschaft, die sich hier entfaltet.Bild: Kunsthistorisches Museum Wien

Das Licht aus dem nahen Fenster verleiht der Muse der Geschichte einen verhaltenen Glanz. Clio wirkt madonnenhaft, zugleich kindlich, ganz bei sich selbst. Ihr gesenkter Blick und das viel zu weite Kleid signalisieren Unnahbarkeit. Was, wenn die mädchenhafte Gestalt das schwere Buch zu tragen hätte, das mit offener Schliesse auf dem Tisch vor ihr steht? Alles ist Pose: die Körperhaltung, die Art, wie die Muse ihre Attribute präsentiert, das Buch der Geschichte und die barocke Trompete. Wer traute diesem Mädchen zu, dass es dieses Instrument jemals zum triumphalen Verkünden von Siegesnachrichten benutzen würde, zum Verbreiten von Glanz und Glorie!

Will das Rätselhafte dieser Szenerie andeuten, wie unergründlich das Schicksal der Menschen ist? Dazu würde die überdimensionierte Maske auf dem Tisch passen, im Barock ein Zeichen für das heiter geistreiche Spiel um Sein und Schein. Vermeer spielt dieses Spiel mit. Das stille, ernste Mädchen ist doch nimmer eine Muse, das festlich vornehme Ambiente nicht seine Welt. Im Barock genügt es, in Kostüm und Staffage eine Muse zu spielen.

«Vermeer hat extrem langsam gemalt, pro Jahr etwa zwei Bilder.»
Andreas Zimmermann, Kunsthistorisches Museum Wien.

Von der Wahrheit – oder Rede und Gegenrede

Der kunstvolle Leuchter über dem Maler, geschmückt mit dem Doppeladler, ist nicht bloss Schein, sondern Zeichen dafür, dass die Niederlande zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehören. Die Übersichtskarte an der Wand gibt die 17 Provinzen des Landes wieder, noch vor 1609, der Trennung der Niederlande in Nord und Süd. Seither sind rund 60 Jahre vergangen. Als ornamentale Ergänzung der historischen Karte zu beiden Seiten je zehn Ansichten bedeutender holländischer Städte. Das alles entspricht den Tatsachen, ist die Wahrheit, aber nicht das Problem.

Amsterdam wird im 17. Jahrhundert zum weltweit bedeutendsten Handelsplatz. Die grossen Geschäfte kommen über die grossen Ozeane. Durch Handel mit Südostasien, Westafrika und Amerika erlangen die Niederlande unermesslichen Reichtum. Das Goldene Zeitalter bricht an. – Moment! Unermesslicher Reichtum, golden? Und was ist mit den Menschen in Südostasien, Westafrika und Amerika? Volle Taschen für die einen, leere für die andern? Das hatten wir schon, Geschichte als Frage des Sehe-Puncts. Daraus folgt: Vorsicht im Umgang mit Wahrheiten, erst recht, wenn sie angeblich golden daherkommen. Mit Rede und Gegenrede dagegen, auch Dialektik geheissen, nur zu, frisch, nach Leibes- und nach Geisteskräften.

Tauchgang mit Fund auf Zeit

Der Übergang von den Weltmeeren zum Kleinbassin mag abrupt erscheinen. Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode. Ein Historiker taucht nach der Triple A Seife: Aktuell – Allgemein – Anerkannt. Soeben hielt er sie noch in der Hand. Aber nun das!

Der Historiker kann nie sagen: Ich hab‘s!
Der Historiker kann nie sagen: Ich hab‘s!Bild: Bruno Fritzsche, Hannes Binder (Illustration), Tages-Anzeiger Magazin 13/1984 (Aufschrift der Seife ergänzt)

Darstellung und Original-Legende treffen zu. Allerdings handelt es sich um eine Momentaufnahme. Wiedergegeben wird nur das Ende einer längeren Phase, denn in Übereinstimmung mit seiner Zunft war der tauchende Historiker rund eine Generation lang überzeugt, die Seife sei ein sach- und zeitgerechtes Produkt. War sie auch. Doch die Zeit und die Forschung bleiben nicht stehen. Der Taucher wird zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen erneut auf Tauchgang gehen müssen. Es gibt nur eine Konstante, den Wandel. Ein Sachverhalt, der sich in fast jeder Hausbibliothek überprüfen lässt. Bei der Gegenüberstellung alter und neuer historischer Werke springen uns die Unterschiede in die Augen. Sie beginnen beim Inhaltsverzeichnis, der Visitenkarte eines Buches, und enden bei der Gestaltung.

Nota bene: Wenn wir heute auf überholte Geschichtsbilder von gestern treffen, ist Schmunzeln gestattet, Überheblichkeit verboten. Auch wir, heute, sind morgen von gestern.

Perspek­ti­vi­tät, ziemlich multi

Jedes Werk ist an seine Zeit gebunden. Das zeigt sich anschaulich bei den Handbüchern der Schweizer Geschichte, beim Vergleich der letzten drei Generationen dieser Gesamtdarstellungen, herausgegeben 1972/1977, kurz danach 1982/1983, schliesslich 2014. Nicht zuletzt die je unterschiedliche Aufarbeitung der Geschichte der Schweiz in nationalsozialistischer Zeit spricht eine deutliche Sprache.

Auch im Lehrmittel Hinschauen und Nachfragen von 2006 wird diese Zeit der Bedrohung und Enge dargestellt, mit mehr als zwanzig Zugängen. Multiperspektivität in Reinkultur. Wer meint zu müssen, mag weitere zwanzig Perspektiven beibringen. Doch längst ist klargeworden, wie problematisch die Formel ist: Die Schweiz hatte... Die Schweiz war… Pauschalisieren nein, differenzieren ja.

Im Geschichtslehrmittel Hinschauen und Nachfragen (2006) beleuchten Barbara Bonhage, Peter Gautschi, Jan Hodel, Gregor Spuhler die Schweiz in der Zeit des Nationalsozialismus aus mehr als zwanzig Sche ...
Im Geschichtslehrmittel Hinschauen und Nachfragen (2006) beleuchten Barbara Bonhage, Peter Gautschi, Jan Hodel, Gregor Spuhler die Schweiz in der Zeit des Nationalsozialismus aus mehr als zwanzig Scheinwerfer-Positionen.

Multiperspektivität gehört zu den wichtigsten Grundsätzen für den fachgerechten Umgang mit der Vergangenheit. Entscheidend ist jedoch die Überprüfbarkeit. Historische Informationen müssen nachgeprüft werden können. Das setzt entsprechende Hinweise auf die verwendeten Quellen voraus. So kann ein Sachverhalt bestritten werden, die Kritik zum Wissenszuwachs führen. Wobei: Auch die Kritik muss die Quellen offenlegen, sich ihrerseits überprüfbar machen.

Riesen und Zwerge, 21. Jahrhundert

Mit einem Gleichnis bezeugt der Philosoph Bernhard von Chartres um 1100 seine Achtung vor den geistigen Riesen früherer Epochen. Darin bezeichnet er sich und seinesgleichen als Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen und deshalb mehr und weiter sehen als diese, freilich nicht dank eigener Sehschärfe oder Körpergrösse, sondern weil die Grösse der Riesen uns emporhebt. Ein Zeugnis der Demut und des Respekts.

Bildhaft findet sich das Gleichnis erstmals in der Kathedrale von Chartres. In den Glasfenstern unter der südlichen Rosette tragen die vier alttestamentlichen Propheten Jesaja, Jeremia, Ezechiel und Daniel auf ihren Schultern die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.

Kathedrale Notre Dame in Chartres, Glasfenster der Südseite, 1. Hälfte 13. Jahrhundert. Ein Glanzpunkt der Kulturgeschichte. Die Grössenunterschiede zwischen Riesen und Zwergen sind nicht ausgeprägt.  ...
Kathedrale Notre Dame in Chartres, Glasfenster der Südseite, 1. Hälfte 13. Jahrhundert. Ein Glanzpunkt der Kulturgeschichte. Die Grössenunterschiede zwischen Riesen und Zwergen sind nicht ausgeprägt. Im mittleren Fenster Maria mit Kind.Bild: Wikipedia / PtrQs

Um 1410 erscheint das Gleichnis von Riese und Zwerg als Bild in einer Handschrift aus dem süddeutschen Raum. Ein gelehrter Text auf dem Kleid des Riesen unterteilt die Wissenschaften, erklärt, wie Himmel, Erde, Luft und Wasser beschaffen sind, dazu die Menschen, kurz: eine Summa des antiken Wissens. Der Text stammt von Isidor von Sevilla, um 600 Bischof und bedeutender Gelehrter. Isidor wird als Riese dargestellt, ist aber Riese und Zwerg zugleich. Denn nach dem Verlust zahlreicher Bücher in der Spätantike fasst er das vorhandene Wissen der Antike zusammen und sieht sich dabei selber auf zahlreichen Schultern sitzen. Daraus zu schliessen: Riesen und Zwerge sind nicht immer leicht zu unterscheiden.

Zwerg auf den Schultern eines Riesen. Süddeutschland, um 1410. Als gelte es, Abschied zu nehmen, erhebt der bekrönte Riese seine Rechte zum Gruss, etwas unentschlossen und kraftlos. Die Darstellung wi ...
Zwerg auf den Schultern eines Riesen. Süddeutschland, um 1410. Als gelte es, Abschied zu nehmen, erhebt der bekrönte Riese seine Rechte zum Gruss, etwas unentschlossen und kraftlos. Die Darstellung wird auch zum Gleichnis für Alt und Jung. Obwohl der Zwerg nur vom Daumen des Riesen an der Ferse leicht gestützt wird, agiert er unbekümmert, frei und sicher. Mit seinem kindlichen Kopf den Riesen überragend, mit der Linken verstärkend auf die Rechte weisend, zeigt der Zwerg mit ausgetrecktem Arm und Finger, was er – im Unterschied zum Riesen – in der Ferne zu erkennen vermag.Bild: Library of Congress / Wikimedia

Am Ende des Romans Der Name der Rose von Umberto Eco (1980) kommt William von Baskerville zum Schluss: [Der wissenschaftliche Geist] muoz gelîchesame die leiter abewerfen, sô er an ir ufgestigen. Bruder William mag uns verzeihen, dass wir ergänzen und präzisieren: Riesen sind nicht zu entsorgen, Leitern nicht abezewerfen. Ein namhafter Beitrag zur Mehrung des Wissens, einerlei, ob er widerlegt, überwunden, oder, weitergeführt, auf eine höhere Ebene gehoben wird: er ist Teil des Erkenntnisfortschritts, bleibt diesem Prozess unauslöschlich eingeschrieben.

In unserer Zeit sind die Riesen anders beschaffen, und sie heissen auch anders. Um nur zwei hervorzuheben, beide von unschätzbarem Wert, beide per Klick abrufbar: Wikipedia, ein weltweiter enzyklopädischer Riese; das Historische Lexikon der Schweiz HLS, landesweit ein Riese. Gemäss Marco Jorio, Mitbegründer und langjähriger erster Chefredaktor des HLS, arbeiteten an diesem Gemeinschaftswerk bis zum Abschluss der gedruckten Ausgabe rund 2500 (pardon) Zwerge mit, etwa die Hälfte Fachhistorikerinnen und Fachhistoriker, die andere Hälfte Fachleute aus Nachbar-Disziplinen der Geschichte sowie historisch versierte Laien. Ein Riese ist heute ein Kollektiv von Zwergen. Auf die vereinten Kräfte!

Denken, handeln

Nachdenken über Geschichte, easy. Geschichte hilft mit, die Welt zu verstehen. Das genügt allerdings nicht. Es muss unserer Gesellschaft gelingen, selbst in schwierigen Zeiten, die leiter gelîchesame ufzestigen. Ziemlich heavy.

>>> Weitere historische Artikel auf: blog.nationalmuseum.ch
watson übernimmt in loser Folge ausgesuchte Perlen aus dem Blog des Nationalmuseums. Der Beitrag «Nachden­ken über Geschich­te, easy» erschien am 21. Februar.
blog.nationalmuseum.ch/2023/02/nachdenken-ueber-geschichte-easy
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