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Fick dich, neue Fluch-Studie!

Der US-amerikanische Kognitionswissenschaftler Benjamin Bergen befasst sich mit dem Fluchen. Wie und warum benutzen wir vulgäre Ausdrücke? Und sind Schimpftiraden eigentlich für irgendwas gut? 



«Arrogante Fotze, tschüss!» ist nur eine der Kritzeleien, die in Vulgär-Latein eine rund 2000 Jahre alte Wand in Pompeji ziert. Und auch die alten Griechen haben gern obszön dahergeschrieben. Ganz zu schweigen von mittelalterlichen Sauereien.

Derbe Flüche sind so alt wie die Menschheit selbst. Darum hat sich der Kognitionswissenschaftler Benjamin Bergen von der University of California mit diesem Mysterium beschäftigt. Denn noch immer wissen wir so gut wie gar nichts über Kraftausdrücke und die zwiespältige Beziehung, die wir zu ihnen pflegen. 

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Fluchen ist noch immer tabuisiert 

Viele amerikanische Journalisten haben sich geweigert, Bergens neues Buch «What the F: What Swearing Reveals About Our Language, Our Brains, and Ourselves» überhaupt zu rezensieren, verrät der Wissenschaftler der Onlineplattform Gizmodo. Einfach weil man glaube, Schimpfwörter wären Ausdruck von schlechter Erziehung, Ungebildetheit oder gar Dummheit, sagt der Wissenschaftler. 

Bergen selbst vergleicht seine Arbeit mit dem Kinsey-Report: Ein unerschrockener Zoologe fragt die US-amerikanische Bevölkerung der 50er-Jahre hemmungslos über ihr Sexualverhalten aus. Damals versteckte sich die Sexualität unter zugeknöpften Blusen, sie wurde tabuisiert, für sündig erklärt. Kinseys Bücher waren revolutionär: er wühlte und klärte auf. 

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Der Mann, der die harten Fragen stellte: Alfred Charles Kinsey.

Heute weiss man viel über Sex. Übers Fluchen allerdings nichts. Damit scheint man in gewissen Kreisen noch immer Berührungsängste zu haben. Darum will Bergen Licht in die dunkle Ecke der unflätigen Schimpferei bringen. Denn erst wenn die Wissenschaft in diese tabuisierten Bereiche einzudringen vermag, wachse auch die Akzeptanz der Gesellschaft.

«Dies ist ein Buch über die hässliche Sprache. Nicht über diese lauwarmen Pseudo-Obszönitäten wie ‹damn› oder ‹boobs›. Ich rede von ‹fuck›. Von ‹cunt›. Von ‹nigger›. Das sind wahrhaft vulgäre Wörter. Sie schockieren, beleidigen und verletzen.»

Der Einleitungssatz von Bergens Buch.

Die Universalität des Fluchens

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Bergen hat die Flut an untersuchten Kraftausdrücken aus verschiedenen westlichen Ländern in vier Kategorien eingeteilt: 

  1. Der heilige Bereich; «Holy»: Flüche mit religiösen Inhalten. In der Schweiz wäre da zum Beispiel «Gopfertammi», «Hailandzack», etc.
  2. Der sexuelle Bereich; «Fucking»: Flüche, die irgendwie mit Geschlechtsverkehr zu tun haben: «Fick di (is Chnü)», etc.
  3. Der Fäkal-Bereich; «Shit»: Alle Formen von körperlichen Ausscheidungen oder Ausscheidungsorganen: «Arschloch», «scheisse», etc. 
  4. Beschimpfungen; «Nigger»: Abwertende Äusserungen aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit, der sexuellen Identität, des Berufs, des Geschlechts oder wegen körperlicher/psychischer Beeinträchtigungen: «Zigüner», «Hure», «Fotze», «Schwanzlutscher», «Mongo», etc.

Die schlimmsten Wörter seien die Beschimpfungen, sagt Bergen. Weil sie den Adressaten aufgrund der Hautfarbe oder der sexuellen Ausrichtung beleidigen. Sie haben die grösste emotionale Wirkung und seien darum sehr verletzend. Das habe sich verändert. Waren es vor 50 Jahren noch die Fäkalwörter und die Ausdrücke, die sich auf den religiösen Bereich beziehen, so seien heute Beschimpfungen wie «Nigger» die schockierendsten. Nach Bergen treten wir in eine neue Fluch-Ära ein. 

Denn die Stärke eines Fluchwortes hängt von den jeweiligen Tabus, von Werten und moralischen Vorstellungen ab, die eine Gesellschaft in einer bestimmten Zeit aufstellt. Wenn Gott ausgedient hat, haben auch Gottverfluchungen ausgedient.

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Seit den 2000ern ist «Opfer» ein sehr beliebtes Schimpfwort. Ursprünglich für ein «Weichei» oder «Loser» gebraucht; ein Mann der sich nicht wehren kann. Später auch synonym für einen langweiligen, dummen oder einfach uncoolen Menschen verwendet. gif: memecrunch

«Fluch nicht vor den Kindern!» – oder doch?

«Man glaubt fest daran, dass Fluchen einen schlechten Einfluss auf Kinder hat. Das ist aber überhaupt nicht bewiesen.»

Benjamin Bergen

Wenn überhaupt etwas mit Gewissheit gesagt werden könne, führt Bergen weiter aus, sei es, dass 18-Jährige, die mehr fluchen, im Durchschnitt einen grösseren Wortschatz haben. 

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«Warum also zensieren wir uns vor Kindern?», fragt sich der Wissenschaftler. Das geschehe spontan, vielleicht, weil es bereits unsere Mütter bei uns so gehandhabt haben. Doch das einzige rationale Argument für diese Selbstzensur sei die Angst vor sozialen Konsequenzen. Das Kind könnte in der Schule fürs Verwenden eines bösen Schimpfwortes bestraft werden. Und die anderen denken: «Dieses Kind ist von schlechten Eltern.»

«Kinder lernen, wo sie aufs Töpfchen gehen müssen und dass dieser Ort nicht das Schulzimmer ist. Sie lernen das mit zwei Jahren. Es ist also nicht so verrückt anzunehmen, sie würden solche sprachlichen Unterschiede nicht verstehen.»

Benjamin Bergen

Bergen fordert ein aufklärerisches Verhalten in Bezug aufs Fluchen. Kein «Das sagt man nicht!». Verbote würden nicht helfen. Das habe in Bezug auf die Sexualität nicht gewirkt und ebenso wenig funktioniere es beim Alkoholkonsum. Die Kinder sollten viel eher lernen, in welchen Situationen sie Schimpfwörter benutzen dürfen und wo sie überhaupt nicht angebracht sind.

Wirkt Fluchen befreiend? 

Ob Fluchen dem Menschen eine Art Katharsis beschere, weiss Bergen nicht. Das sei noch immer ein grosses Mysterium, das er gerade im Labor untersuche. Es gebe allerdings viele physikalische Indikatoren, die für eine Befreiung von negativen Emotionen durch die Verwendung von Schimpfwörtern spreche.

«Wenn du Auto fährst und jemand schneidet dich, dann rufst du besser ‹verficktes Arschloch›, als gefährlich um ihn herumzufahren.»

Benjamin Bergen

Was erwiesenermassen nicht gegen Aggressionen helfe, seien Bewältigungs-Programme mit Knetbällen oder Kissen, bei denen versucht wird, die Wut umzulenken. Die Angriffslust steigere sich dadurch sogar noch.

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Vielleicht funktioniere die verbale Aggression genau anders rum. Vielleicht aber auch nicht, werweisst Bergen. «Wir wissen es nicht.»

Ein Experiment habe allerdings gezeigt, dass das Fluchen einen Einfluss auf die Schmerzempfindlichkeit hat: Die Probanden mussten ihre Finger so lange wie möglich in eiskaltes Wasser halten. Fluchten sie dabei, hielten sie dem Schmerz länger stand. Allerdings nicht diejenigen Versuchspersonen, die angaben, in ihrem Alltag oft Schimpfwörter zu benutzen. 

Fazit: Fluchen tut offenbar weniger für die Menschen, die viel fluchen. 

Verfickter Oberscheisskackmist.

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gif: mrwgifs

Und hier noch ein passender User-Input: Was «Fuck» so alles kann

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Video: YouTube/anything429

Wenn diese Dinge passieren, kann man auch nicht viel mehr machen als eine ordentliche Schimpftirade loszulassen:

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91Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fly Baby 12.09.2016 14:39
    Highlight Highlight Pablo Escobar in Narcos ist mein Lieblingsflucher, besser geht nicht.
  • Pana 09.09.2016 14:43
    Highlight Highlight Manche können nicht anders.
    Benutzer Bild
  • Alienus 09.09.2016 09:42
    Highlight Highlight @ Oiproll / Hinkypunk

    1/3

    Ob der Tuppel, Dubbel, Dübbel usw. vom lat. Doppel, Doppelter, Dublette abstammt ist zweifelhaft. Folgend eine kompakte Ableitung von tuppel.

    Denn geht man über den Begriff „Dorf“ in die altgerm. Sprache, so gelangt man u.A. zum goth. þaurp, althochdt. thorf, niederdt. und engl. dorp. uam.

    Laut Br. Grimm stammt es vom lat. turba, welches aus dem altgriech. τύρβη kommt und bedeutet, dass es für für geringe Leute auf dem freien Feld in einer Zusammenkunft lebend, verwendet wurde.
  • Alienus 09.09.2016 09:39
    Highlight Highlight 2/3

    Eine indoeurop. Sprachwurzel ist erkennbar. Es entwickelte sich daraus das Dorf für bäuerliche Orte. Also waren diese Bewohner die Dorfer, Dörfler.

    Da gab's ne Verschiebung zwischen p - f, u - o, p - b und einzelne Buchstaben gehen verloren sowie Aufspaltungen von Sinninhalten.

    Da die Dörfer im Mittelalter hinter der Entwicklung des Städte waren, ist der Dörfler immerzu im Hintertreffen, ein Unwissender, ein Leicht- und Gutgläubiger, hinter den Wäldern wohnend, wilder Mann.

    Je südlicher die germ. Sprache, umso so mehr ö, ü, ä und Lautveränderungen, Lautverschiebungen und Umlaute.

  • Alienus 09.09.2016 09:35
    Highlight Highlight 3/3

    Tüppel, düppel, dippel, uäm. bezeichnete auch eine Drehkrankeit von Weidetieren und Menschen von allgemeiner Verrücktheit.

    Döpel bezeichnete alberne Menschen, Dummköpfe oder Dumme.

    Düpel, tüpel, tüppel wurde für dumpfe, einfältige Menschen verwendet.

    Tübel war Bezeichnung für Pflock, Pfosten oder Zapfen. Heuer eine „moderne“ Bezeichnung für Pfosten, wenn man einfältige und dümmliche Zeitgenossen meint.

    Tuppel wohl vom Dorf kommend, verwendet bei Weidetiere und Weidepfosten, im dörflichen Umfeld entwickelt.

    TS: Selbst wohnt man in einem Dorf und ist somit auch so ein tuppel.
    • mashed potatoes 09.09.2016 20:16
      Highlight Highlight TLDR
    • Alienus 09.09.2016 21:17
      Highlight Highlight @mashed potatoes

      DTINFA
  • ch2mesro 08.09.2016 23:09
    Highlight Highlight all time faves; pflutschguuge, du hode (ihr höde), heilandsack, holzchopf, coglione, elende huere ekelzwerg......
  • http://bit.ly/2mQDTjX 08.09.2016 22:53
    Highlight Highlight Wie Worte auf Kinder und ihr Verhalten wirken - Ergebnisse der Neurowissenschaften:

    https://www.bllv.de/Sprache-steuert-Verhalten-Erkenntnisse-der-Neurowissenschaften.12372.0.html

    Manifest des bayrischen Lehrerverbands gegen die Verrohung:

    http://www.bllv.de/uploads/media/201607_haltungzaehlt.pdf
  • Oiproll 08.09.2016 14:37
    Highlight Highlight Mich würde ja mal der Ursprung von meinem Lieblingsfluchwort "tubbl" intressieren? Mhhhhh......
    • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 08.09.2016 14:43
      Highlight Highlight Von duplex: doppelt. Das schweizerdeutsche Schimpfwort "Dubbel" entspricht etwa dem hochdeutschen "Depp". Es heisst eigentlich "das Doppelte" und wurde als Antwort auf eine Beschimpfung verwendet: "Du Idiot (griechisch für Eigenbrödler)!" sagt der eine, "Und du grad das Doppelte, ein Dubbel!" antwortet der andere.

      Quelle: http://www.latein.ch/sprache/etymologien/index.php?item=16

      Keine Ahnung ob das Korrekt ist.
      Eine andere Erklärung die ich mal gelesen habe war Dubel = Duvel = Teufel und somit eine Beleidigung.
    • Oiproll 08.09.2016 15:24
      Highlight Highlight Dankeschön😉
  • dä dingsbums 08.09.2016 14:23
    Highlight Highlight Was ist eigentlich mit Fluchen in anderen Sprachen?

    Er da, findet ja Französich super:
    Play Icon


    Ich fluche gern in Spanisch aber eigentlich noch lieber in Italienisch. So eine schöne Sprache mit so vielen schönen Fluchwörtern. Hach, Italia!

    Welche anderen Sprachen eignen sich sonst noch zum fluchen?
    • JasCar 08.09.2016 14:58
      Highlight Highlight Also ich stecke gerade in einem grossen Sprachchaos, und beim Fluchen fällt s erst richtig auf...ich lebe seit kurzem in Portugal, tolle Fluchsprache, aber schwierig in der Aussprache. Muttersprache Schwiizertütsch und Alltagssprache zuhause français.
      Das bringt mein Hirni ab und zu zum dampfen. Aber wenn ich mal so richtig richtig hässig werde und ganz fest böse fluchen möchte passiert meist folgendes: "gopfodesputaindemerde" verhaspelt und losgelacht... und dann ist die ganze Luft draussen..... pfffffft
    • dä dingsbums 08.09.2016 15:59
      Highlight Highlight
      Play Icon


      Fluchen auf Spanisch bzw. Argentinisch für Fortgeschrittene. Ganz grosses Kino!
    • Tsunami90 08.09.2016 16:31
      Highlight Highlight Holländisch! Die G's und rollenden R's sind einfach herrlich!
    Weitere Antworten anzeigen
  • 's all good, man! 08.09.2016 14:18
    Highlight Highlight Das Schöne am Fluchen sind auch immer spontane Kreationen aus Wörtern, die ursprünglich wirklich nicht als Schimpfwort gedacht waren. Aktuell mein Favorit: du bisch doch sone riesigi huere Tischbombe! 😊
    • EvilBetty 08.09.2016 14:41
      Highlight Highlight Du bisch so en Pinsel!
    • Yelina 08.09.2016 15:18
      Highlight Highlight "Du Lauch" (ich wiederhole mich) ;-)
  • Wooking 08.09.2016 14:17
    Highlight Highlight I demfall cha mer en Fuessballmatch als Gruppetherapie für Stress und Aggressionsabbau aaluege wänn alli Hueresohn, Schwuchtle etc rüefed. Hani mi demfall die ganz Ziit tosche dass das gege d Spieler oder dä Schiri gmeint gsii isch. Dräcksverfiggtsschwalbereh
  • pedrinho 08.09.2016 14:15
    Highlight Highlight himmelgergottsakrasaperlotkruzitürkenscheissglumpverreckteslecktsmidochalleamarschhaleluja (verbales prosac)
  • Rafi Hazera 08.09.2016 13:39
    Highlight Highlight Die Mischung macht's aus.
    Benutzer Bild
    • Anna Rothenfluh 08.09.2016 13:42
      Highlight Highlight Fettschafpfoschtä. Danke dafür, du Futzarschfisch.
    • TanookiStormtrooper 08.09.2016 14:09
      Highlight Highlight Jetzt will ich in eine Strasse mit X ziehen, damit es auf Pommfrit endet...

      @Anna Wieso Futzarschfisch? Heisst er etwa gar nicht Hazera sondern Müller/Meier?
    • JasCar 08.09.2016 14:38
      Highlight Highlight Danke Tanooki, ich bin aso nöd die einzigi mit Stalkingqualität da.... fühl mi grad nümm ganz so denäbed
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 08.09.2016 13:12
    Highlight Highlight Ich fluche vor allem im "religiösen" Bereich, obwohl (oder weil?) ich gar nicht in der Kirche bin.

    Ich habs versucht zu ersetzen, aber mir ist einfach nichts eingefallen, tammisiech! 😂

    Kleine Anmerkung: "Gopfertammi" ist keine Verballhornung, sondern Klartext, so wie man "Gott verdamme mich" im Dialekt ausspricht.

    Entlastende Wirkung von Fluchen/Kissen schlagen etc.: In meiner Erfahrung funktioniert das nur, wenn man kurz und heftig seinen Emotionen freien Lauf lässt und sich dann wieder auf die Sache konzentriert. Ansonsten besteht die Gefahr, dass man sich in die Wut reinsteigert.
    • Anna Rothenfluh 08.09.2016 13:16
      Highlight Highlight Aber wenn man aus "Gott" "Gopf" macht, ist das eine Verballhornung. Ich hab während meines Studiums mal selbst eine Fluchstudie gemacht (in Altersheimen :-), da hab ich das jedenfalls irgendwo gelesen.
    • Polderi 08.09.2016 13:24
      Highlight Highlight Aber das "pf" ensteht doch erst wenn man GottVerdammMi schnell ausspricht.
    • lilie 08.09.2016 13:28
      Highlight Highlight @Anna: Nicht richtig. Zu "Gopf" wird im Dialekt der liebe Gott wegen dem nachfollgenden v in "verdamm".

      Diese Verschleifung der Konsonanten ist ein Charakteristikum des Schweizer Dialekts.

      So schreiben wir auch "Littfasssüüle" sagen aber genaugenommen "Lippfasssüle".

      Oder wir schreiben "Heb d Frässi", sprechen aber "Heppfräässi".

      Nix also mit Verballhornung. Ausser die Deutschen fühlen sich durch unsere Sprache verarscht, aber das ist uns ja sowas von wurscht! 😊
    Weitere Antworten anzeigen
  • zeromg 08.09.2016 13:10
    Highlight Highlight Schön das wir auf Watson fluchen dürfen. Bei 20min würden diese Kommentare alle gelöscht und wir wären alle auf der schwarzen Liste. Schafseckel!!! :-))
  • satyros 08.09.2016 13:07
    Highlight Highlight Fotze gehört m.E. in Kategorie zwei.
    • Anna Rothenfluh 08.09.2016 13:11
      Highlight Highlight Es ist dasselbe, wie bereits @zeromg eingewandt hat. Ich glaube hier geht es in erster Linie um die Beleidigung; die Frau wird auf ihr Geschlechtsorgan reduziert.
  • TanookiStormtrooper 08.09.2016 12:57
    Highlight Highlight Heutzutage gibt es echt über jeden verfickten Scheissdreck eine beschissene Studie!!! Wozu sein beschissenes Spatzenhirn dazu nutzen um den Scheiss-Krebs zu heilen, wenn man doch einfach ein paar bescheuerte Studien übers Fluchen machen kann. Ich hoffe Benjamin Bergen ist stolz darauf, was er mit seiner scheiss Lebenszeit auf diesem verkackten Drecksplaneten erreicht hat! Herrgottverficktescheissenochmal!
    • TanookiStormtrooper 08.09.2016 13:34
      Highlight Highlight Ich weiss ja, dass ich ein extrem geiler Siech bin, aber warum wird mein Kommentar 2 mal freigeschaltet?


      PS: Noch einen Delfin für Anna, weil sie den Picdump verschwitzt hat: 🐬
      Benutzer Bild
    • Anna Rothenfluh 08.09.2016 13:35
      Highlight Highlight @TanookiStormtrooper: haha. Irgendjemand versucht grad mit enormer Ausdauer, alle Fluch-Kommentare zu melden, wir müssen sie also immer wieder freigeben, vielleicht liegt es daran. ;-)
    • dä dingsbums 08.09.2016 13:36
      Highlight Highlight Tanooki, immer wieder ein genuss Deine Kommentare zu lesen :-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • zeromg 08.09.2016 12:52
    Highlight Highlight Kategorie 5 fehlt: Tiere oder Teile davon :-)
    - Schwein
    -Hornochse
    -Schafseckel
    -Pussy
    -Rate
    -Sauhund (coole Rasse ;-)
    • Anna Rothenfluh 08.09.2016 12:57
      Highlight Highlight Stimmt, genau das hab ich mich auch gefragt. Vielleicht gibt es das nicht in allen Sprachen?
    • lilie 08.09.2016 13:05
      Highlight Highlight @zeromg: Das sind alles Beleidigungen - ein Mensch wird auf die Stufe eines Tieres "herabgesetzt".
    • Anna Rothenfluh 08.09.2016 13:08
      Highlight Highlight @lilie: ha! sehr weise von dir.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kengru 08.09.2016 12:37
    Highlight Highlight Was für eine verfickte scheisse. Solche schwanzpiloten die meinen sie hätten einen elefanten rüssel, kacken eine sperma verklebte fick studie hin und meinen sie hätten die welt gerettet.... was für eh humbug!
    • gschuler 08.09.2016 17:00
      Highlight Highlight Haha. Schwanzpiloten. Was habe ich jetzt gerade laut losgelacht.
    • Kengru 11.09.2016 01:28
      Highlight Highlight @gschuler find ich gut, wir machen gute fortschritte. Ich hoffe du hast dabei nicht in deine kaffe tasse gesabert.
  • Asmodeus 08.09.2016 12:29
    Highlight Highlight "Hailandzack"

    Ich dachte immer das heisst "HeilandSack".

    Ansonsten bleib ich bei Bart Simpson.

    Mistikacki.
    • zeromg 08.09.2016 12:58
      Highlight Highlight Ich hätte gerne eine Heilandtütte ;-)
    • Qui-Gon 08.09.2016 13:40
      Highlight Highlight Missversrändnis. Das kommt angeblich von "Heiland Sakrament", ist also eigentlich sogar eine Bitte um himmlischen Beistand in einer beschissenen Situation.
    • JasCar 08.09.2016 14:45
      Highlight Highlight *Heilandsackzemänt*
      Ja genau, so hat mein Grossvater geflucht...
      Heiland Sakrament, jetzt macht dieser Sack Zement endlich Sinn 😄
  • dave1771 08.09.2016 12:20
    Highlight Highlight Schwanzlutscher wäre sexueller Bereich
    • Anna Rothenfluh 08.09.2016 12:25
      Highlight Highlight Ja, es ist ein bisschen beides, weil es sich ja meist auf einen Homosexuellen bezieht.
    • zeromg 08.09.2016 13:01
      Highlight Highlight Anna, wollen wir jetzt noch die Höflichkeitsform einführen und die Frauen auch berücksichtigen mit einem /in am Schluss ;-)
    • Anna Rothenfluh 08.09.2016 13:07
      Highlight Highlight Aber die haben doch gar keine Schwänze ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • NWO Schwanzus Longus 08.09.2016 12:18
    Highlight Highlight Ohne Kraftwörter könnte man garnicht in gewissen situationen seine Wut in freiem Lauf lassen.
  • SVARTGARD 08.09.2016 12:17
    Highlight Highlight Arschloch 😂😂😂😂😂😂😂
  • Tomlate 08.09.2016 12:05
    Highlight Highlight Ohne Kraftwörter wäre mein Leben halb so gut und der Blutdruck bedeutend höher.
  • Stefanie16 08.09.2016 12:01
    Highlight Highlight Achtung! In Basel-Stadt wird man für solche Kraftausdrücke mit entsprechend flankierender Gestik angezeigt, von der Polizei vorgeladen und endet schliesslich vor dem dem Strafgericht (!!!). Dort zahlt man dann für diese Straftat mehrere tausend Franken. Kein Witz!

    Für solche Lappalien werden Leute durch den Dreck gezogen und ausgenommen - staatlich abgesegnet. Würg!
  • Karl Müller 08.09.2016 11:34
    Highlight Highlight Aber wenn man Fluchen enttabuisiert, geht dann nicht gerade Sinn und Zweck verloren?
    • balabala 08.09.2016 11:58
      Highlight Highlight Huergottverdammteschiisdräck du Hode
    • NWO Schwanzus Longus 08.09.2016 12:06
      Highlight Highlight Du Hueresohn. 😅
    • Einer Wie Alle 08.09.2016 12:07
      Highlight Highlight Der Sinn von Sex ging auch nicht verloren, nur weil es enttabuisiert wurde.
      Take this motherfuc... äh.. du Beeri
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Was ein Statistik-Professor über lügnerische Zahlen und falsche Ängste zu sagen hat

Walter Krämer erzählt, wie mit fragwürdigen Studien Panik gemacht wird, während wir uns eigentlich vor ganz anderen Dingen fürchten sollten.

Herr Krämer, Sie sind Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik und entlarven als solcher gern zwielichtige Datenanalysen. Haben Sie derzeit eine Lieblingsstatistik? Walter Krämer: Ja. Das ist die Tabelle der Fussball-Bundesliga. Ich wohne direkt neben dem BVB-Stadion und bin seit mehr als einem Dutzend Jahren BVB-Aktionär.

Sie haben die Deutschen mal als «Volk von Innummeraten» (Zahlen-Analphabeten) bezeichnet und ihre bedauerliche Schwäche Goethe, dem dichtenden …

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