DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Blick auf den von der Polizei abgesperrten Tatort im Perla-Mode an der Langstrasse, aufgenommen am Donnerstag, 30. Mai 2013, in Zuerich. Bei einer Schiesserei am Donnerstagnachmittag in einem Haus im Zuercher Langstrassenquartier sind zwei Maenner verletzt worden. Der Taeter ist nach Angaben von Stadtpolizeisprecher Marco Cortesi fluechtig. Motiv und Hintergrund der Tat sind noch unklar. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Tatort: Die Galerie «Perla-Mode» an der Langstrasse. Bild: KEYSTONE

Mehrfacher Gefährdung des Lebens

«Perla-Mode»-Schütze zu viereinhalb Jahren verurteilt



Das Zürcher Bezirksgericht hat am Mittwoch einen 33-Jährigen wegen mehrfacher Gefährdung des Lebens, Körperverletzung sowie wegen Vergehens gegen das Waffengesetz zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt. Der Mann hatte in der Zürcher Galerie «Perla-Mode» auf zwei Männer geschossen und diese verletzt.

Die Tat ereignete sich an einem Nachmittag im Mai 2013. Der beschuldigte Türke tauchte damals laut Anklage mit einer Pistole in der Galerie «Perla-Mode» an der Langstrasse auf, eröffnete das Feuer auf seine beiden Landsleute und verletzte diese an den Oberschenkeln. Insgesamt gab er sechs Schüsse ab.

Nach der Tat flüchtete er. Später wurde der Asylbewerber in Bulgarien festgenommen und an die Schweiz ausgeliefert.

Das Bezirksgericht geht davon aus, dass sich der Beschuldigte in seiner Ehre verletzt gefühlt hat. So sei er zuvor von den beiden Landsleuten attackiert worden. Darauf habe er die beiden aufgesucht, um sich mit der Waffe den nötigen Respekt zu verschaffen.

Gegen den Boden geschossen

Der Staatsanwalt hatte vergeblich auf versuchte vorsätzliche Tötung plädiert und eine Freiheitsstrafe von acht Jahren verlangt. Der Schütze habe den Tod der Opfer in Kauf genommen, sagte er. Der Verteidiger verneinte dagegen jeglichen Tötungsvorsatz und setzte sich für eine Freiheitsstrafe von drei Jahren ein.

Gegen einen Tötungsvorsatz spricht laut dem Gerichtsvorsitzenden das Spurenbild. Der Täter habe alle sechs Schüsse gegen den Boden gerichtet und nicht auf die beiden Geschädigten gezielt. Allerdings habe er diese in unmittelbare Lebensgefahr gebracht.

Der Verurteilte wurde verpflichtet, den Geschädigten Schmerzensgelder von 25'000 Franken sowie 10'000 Franken zu bezahlen. Zudem muss er Schadenersatz leisten, dessen Höhe noch ermittelt werden soll.

280 Tage der Strafe hat der Mann bereits verbüsst. Nach der Haftverbüssung muss er mit der Ausschaffung rechnen. (sza/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Über 7300 Schulkinder sitzen schon in Quarantäne – und das ist nur die Spitze des Eisbergs

Mindestens 7353 Schulkinder sind in Quarantäne oder Isolation. Das hat die Umfrage von watson bei den Kantonen gezeigt. Ein wichtiger Player fehlt jedoch.

Die Quarantäneregel für Schulkinder sorgt momentan für Aufregung. Gründe dafür gibt es viele, zwei fallen besonders auf. Zum einen sind es die Eltern, die in den Medien über die zusätzliche Belastung klagen, wenn ihre Kinder nicht zur Schule gehen können. Zum anderen ist es Impfchef Christoph Berger mit seinem neuen Credo: «Mit dem repetitiven Testen braucht es in den Schulen keine Quarantäne mehr». Dies sagte der Präsident der eidgenössischen Kommission für Impffragen gegenüber …

Artikel lesen
Link zum Artikel