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Tierrecht-Demo in Bern fordert Schliessung aller Schlachthäuser

Laut den Organisatoren nahmen 700 Menschen an der Kundgebung teil.
Laut den Organisatoren nahmen 700 Menschen an der Kundgebung teil.bild: klaus petrus

Tierrecht-Demo in Bern fordert Schliessung aller Schlachthäuser

11.07.2015, 20:3911.07.2015, 20:55

Rund 600 Menschen haben am Samstag in Bern für die Schliessung aller Schlachthäuser demonstriert. Sie folgten einem Aufruf der Tierrechtsorganisation tier-im-fokus.ch (TIF). Die Veranstalter sprachen von 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Schlachthäuser gehörten zu den brutalsten Orten überhaupt, hiess es auf einem Flyer, der an der Kundgebung verteilt wurde. Stromschläge, Vergasungen und Kopfschüsse seien an der Tagesordnung. 

Doch immer mehr Menschen hätten genug von der brutalen Ausbeutung der Tiere. Schliesslich «sind wir heute auf Tierprodukte nicht mehr angewiesen».

Auf einem Demonstrationszug zwischen Waisenhaus- und Rathausplatz skandierten die Teilnehmer Parolen wie «Tiere haben Rechte».
Auf einem Demonstrationszug zwischen Waisenhaus- und Rathausplatz skandierten die Teilnehmer Parolen wie «Tiere haben Rechte».bild: klaus petrus

Vom Umstand, dass immer mehr Menschen vegan leben, erhofft sich tier-im-fokus.ch eine Stärkung der Tierrechtsbewegung. Die Organisation engagiert sich für ein Recht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit aller Tiere.

Knatsch unter Tierschutzaktivisten

Kurz vor der Veranstaltung war der Verein gegen Tierfabriken (VGT) von der Teilnahme an der Demonstration ausgeschlossen worden, wie der «Bund» berichtete. Wegen Vorbehalte und Verunsicherungen seitens des TIF wegen Äusserungen des VGT-Präsidenten Erwin Kessler, sei sein Verein nun nicht mehr willkommen, hiess es.

Der 70-jährige Kessler kündigte seinerseits an, gegen mehrere Personen wegen Verleumdung rechtlich vorzugehen.

Laut Medienbericht gab der Streit in der Tierrechtsszene zu reden. So sei unter der Stellungnahme von TIF auf dem sozialen Netzwerk ­Facebook eine Diskussion über den Zwist entbrannt. Eine Aktivistin wird wie folgt zitiert:  «Es ist einfach sehr schade und traurig, dass sich Gleichgesinnte so in die Haare geraten. Am Ende schadet es nur, und das ­Engagement wirkt unglaubwürdig.»

(dsc/sda)

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