Digital

Iran verbietet «Pokémon Go» – aus Sicherheitsgründen

06.08.16, 10:56 06.08.16, 12:59

Das weltweit bekannte Handyspiel «Pokémon Go» ist im Iran aus Sicherheitsgründen verboten worden. Der Zugang zu der App wurde blockiert.

Die Sicherheitsbehörden und die Abteilung für Internet-Kriminalität seien einstimmig zu dem Ergebnis gekommen, dass «Pokémon Go» ein gefährliches Spiel sei und daher verboten werden müsse, erklärte die Staatsanwaltschaft laut Medienberichten vom Samstag.

Wie viele Internetnutzer im Land bereits auf virtuelle Monsterjagd gehen, ist unklar – laut Staatsanwaltschaft sind es nur wenige.

Es herrscht Zensur

Im Iran sind zahlreiche Internetseiten und Apps verboten. Die Mehrheit der iranischen Nutzer aber ignoriert diese Verbote und verschafft sich über Datentunnel (VPN) Zugang.

Mit dem Smartphone-Spiel «Pokémon Go» von Nintendo gehen Spieler in der realen Welt auf die Suche nach kleinen virtuellen Monster-Figuren, die sie einfangen, trainieren und gegeneinander kämpfen lassen können. Das Spiel hat einen internationalen Hype ausgelöst.

Auch Verbot für Malaysias Moslems

Auch in Malaysia ist «Pokémon Go» verpönt. Dort haben die obersten islamischen Autoritäten den Muslimen des südostasiatischen Landes das Spiel verboten. Die Bevölkerung solle davor bewahrt werden, verdorben zu werden, heisst es in einem am späten Freitagabend verkündeten Beschluss des Muftis der malaysischen Bundesterritorien. Das Spiel könne zu einer Invasion der Privatsphäre, zu Sucht und zu emotionalen Störungen führen.

Gut 60 Prozent der mehr als 30 Millionen Einwohner Malaysias sind Moslems, der Islam ist dort Staatsreligion.

(dsc/sda/dpa)

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  • Hansjuerg Wuethrich 07.08.2016 11:17
    Highlight Manche hören den Schuss schon nicht ! Als ob es mit Ingress besser war, als ob WhatsApp, Twitter, Facebook, Google+, nicht seit Jahren die selben Verhaltensmuster zu Tage fördern! Wollen die das auch gleich verbieten ? #Lächerlich
    0 0 Melden
  • axantas 06.08.2016 15:39
    Highlight ...es kommt der Tag, an dem diese Holzköpfe von den Pokémons gejagt und gefressen werden.
    2 4 Melden
  • URSS 06.08.2016 14:01
    Highlight Hoffen wir das in Europa dereinst nie islamische Autoritäten herrschen die den Menschen sagen was ihnen selber nicht gefällt und daraus schliessen das dies für alle gilt.
    12 1 Melden
    • Energize 15.08.2016 07:18
      Highlight Ähm nein wird wohl nicht passieren - wir können ja wählen.
      0 0 Melden
  • Luca Brasi 06.08.2016 12:52
    Highlight Was ist denn auf dem Icon zum Artikel? Jedenfalls nicht Pokémon Go.
    8 1 Melden
    • @schurt3r 06.08.2016 12:59
      Highlight Yep, ist korrigiert. Danke!
      6 1 Melden
  • nichtwichtig 06.08.2016 12:32
    Highlight das einzige sicherheitsrisiko für die iranerInnen ist die regierung

    15 5 Melden

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