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König dankt ab, verliert die Immunität – und nun holt ihn mit 82 die Vaterschaftsklage ein

Publiziert: 26.10.16, 16:22 Aktualisiert: 26.10.16, 17:17

Delphine Boël 2014 vor einem Gericht in Brüssel. Sie sagt, sie sei die Tochter von Albert II. Bild: OLIVIER HOSLET/EPA/KEYSTONE

Belgiens ehemaliger König Albert II. hat im Verfahren um die Vaterschaftsklage von Delphine Boël eine Gerichtsvorladung bekommen. Albert muss sich damit als erster ehemaliger belgischer König vor einem Gericht verantworten.

Hat Ärger am Hals (juristisch gesehen): Der frühere König Albert II. mit Gattin Paola. Bild: AP/BELGA POOL

Der inzwischen 82-jährige Ex-Monarch sei für den 21. Februar 2017 zur Anhörung vor einem Brüsseler Gericht vorgeladen worden, berichteten am Mittwoch mehrere belgische Zeitungen. Er werde sich von seinen Anwälten vertreten lassen.

Albert hatte nach seiner Abdankung zugunsten seines ältesten Sohnes Philippe im Juni 2013 seine Immunität verloren. Albert II. bestreitet bis heute, der Vater der mittlerweile 48-jährigen Boël zu sein.

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Die Bildhauerin hatte nach Alberts Abdankung einen DNA-Abgleich gefordert. Sie verlangte auch DNA-Vergleiche mit ihren mutmasslichen Halbgeschwistern Philippe und Astrid, zwei von Alberts drei offiziellen Kindern – über eine Verwandtschaft mit ihnen wollte sie Alberts Vaterschaft nachweisen. Bislang ist es zu diesen DNA-Vergleichen nicht gekommen.

Delphine Boël Bild: OLIVIER HOSLET/EPA/KEYSTONE

Albert II. Bild: STEPHANIE LECOCQ/EPA/KEYSTONE

Der DNA-Abgleich mit dem Ex-König könnte durch die nächsten Schritte vor Gericht ermöglicht werden. Im Februar soll es um die Vaterschaft von Jacques Boël gehen, der bislang als Vater von Delphine Boël gegolten hat. Eine DNA-Analyse bestätigte nach Informationen der Zeitung «Le Soir» bereits, dass Jacques Boël nicht der leibliche Vater von Delphine ist.

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Sollte das Gesuch von Delphine Boël auf die Aberkennung von Jacques Boëls Vaterschaft erfolgreich sein, könnte sich das Gericht in einem nächsten Schritt auf die Suche nach ihrem wirklichen Vater machen. Dann könnte auch der Ex-Monarch zu einer DNA-Probe aufgefordert werden.

Die Tatsache, dass der frühere belgische König möglicherweise ein uneheliches Kind hat, beschäftigt die belgische Öffentlichkeit seit langem. Offiziell erkannte Albert Boël nie als seine Tochter an, allerdings wollen viele Belgier in seiner Weihnachtsansprache im Jahr 1999 ein verstecktes Eingeständnis erkannt haben: Damals sprach das Staatsoberhaupt von einer Krise, die seine Ehe Jahrzehnte zuvor durchlitten habe.

(sda/afp)

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  • Baba 26.10.2016 23:44
    Highlight Wenn er so sicher ist, nicht ihr biologischer Vater zu sein, ist es doch überhaupt kein Problem, die DNA Probe abzugeben, oder?

    Wenn er doch der biologische Vater ist, wäre er ein ganz gewöhnlicher "Fötzel", der nicht zu seinem Tun (sprich Vaterschaft) steht - ehemaliger König hin oder her!
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  • DerTaran 26.10.2016 23:35
    Highlight Ich werde nie verstehen, warum Väter ihre Kinder verleugnen. Entweder er ist der Vater, dann soll er dazu stehen, oder er ist es nicht dann klärt sich das Theater. Ein Gentest ist für alle Beteiligten das Beste.
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  • Phippe 26.10.2016 16:57
    Highlight Und wer ist die Mutter?
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    • aschgyyge 26.10.2016 18:29
      Highlight ein delphin, badumts
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