Schweiz

Vogelgrippe: Bund kann ab morgen Hühner in den Stall schicken

Vogelgrippe: Bund kann ab morgen Hühner in den Stall schicken

15.11.2016, 11:2315.11.2016, 12:57

Nach dem Auftreten der Vogelgrippe am Bodensee und am Genfersee weitet der Bund die Schutzmassnahmen aus. Ab Mittwoch kann er unter bestimmten Bedingungen eine Stallpflicht für Geflügel erlassen. Damit soll verhindert werden, dass sich Hausgeflügel bei Wildvögeln mit der Krankheit ansteckt.

Um jeden Kontakt von Wildvögeln mit Hausgeflügel zu vermeiden, müssten Fütterung und Tränke in einem gegen aussen geschlossenen Stall stattfinden, teilte das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Dienstag mit.

HANDOUT - Ein verendeter junger Hoeckerschwan, der am Montag, 14. November 2014 an der Nouvelle Plage von Estavayer aufgefunden und positiv auf H5N8 getestet wurde. Nach dem Auftreten der Vogelgrippe  ...
Ein verendeter junger Hoeckerschwan, der am Montag, 14. November 2014 an der Nouvelle Plage von Estavayer aufgefunden und positiv auf H5N8 getestet wurde.Bild: WALDA

Falls sich diese Vorgaben nicht einhalten liessen, müssten die Tiere in geschlossenen Räumen oder in Stallsystemen mit einem dichten Dach und seitlichen Begrenzungen untergebracht werden. Bei Geflügelhaltungen seien die Halter zudem verpflichtet, Aufzeichnungen zu auffälligen Tieren und besonderen Krankheitssymptomen zu machen.

Nicht auf den Menschen übertragbar

Gleichzeitig gibt der Bund aber Entwarnung: Für eine Ansteckung in Schweizer Geflügelbetrieben gibt es laut BLV derzeit keine Anhaltspunkte. Das Virus sei nach heutigen Erkenntnissen zudem nicht auf Menschen übertragbar.

An der Vogelgrippe des Typs H5N8 sind letzte Woche am Bodensee bereits rund 80 Wildvögel verendet, hauptsächlich Reiherenten. Verschleppt wird die hochansteckende Krankheit von Zugvögeln, die auf der Reise in ihre Winterquartiere Zwischenhalte einlegen. Am Wochenende wurden auch zwei Fälle am Genfersee nachgewiesen. (whr/da)

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