Sport

Es bleibt vorerst beim einen French-Open-Titel 2009. Bild: CHRISTOPHE ENA/AP/KEYSTONE

Hiobsbotschaft für alle Fans: Roger Federer verzichtet auf das diesjährige French Open

Roger Federer verzichtet auf die Teilnahme am diesjährigen French Open. Der Sieger von 2009 sieht es als ratsamer an, die Sandsaison komplett auszulassen.

15.05.17, 20:32 16.05.17, 06:28

Dass die Sandsaison für Roger Federer in diesem Jahr keine Priorität geniesst, war seit längerem klar. Er verzichtete nach seinem Erfolg beim Masters 1000 in Miami auf die Umstellung auf Sand, noch vor wenigen Tagen war er beim Training in Dubai auf Hartplatz zu sehen.

Seit den triumphalen ersten drei Monaten des Jahres mit den Siegen beim Australian Open, in Indian Wells und Miami hat er kein Turnier mehr bestritten. Nun verzichtet er wie schon im Vorjahr auch auf das French Open, sicherlich das Grand-Slam-Turnier, wo seine Erfolgschancen am geringsten sind.

«Der Start ins Jahr war magisch. Aber ich muss mir eingestehen, dass die richtige Planung der Schlüssel zu meiner Langlebigkeit sein wird.»

Roger Federer

Er habe im letzten Monat hart gearbeitet, sowohl auf als auch neben dem Court, teilte Federer auf seiner Homepage mit. «Aber um noch für viele Jahre auf der Tour bleiben zu können, denke ich, ist es das Beste, auf die Sandsaison zu verzichten und mich auf die Rasen- und Hartplatzsaison zu konzentrieren.» Federer wird damit Mitte Juni in Stuttgart auf die Tour zurückkehren, anlässlich des ersten von drei Rasenturnieren, die er auf dem Programm hat.

Im letzten Jahr hatte Federer das French Open ausgelassen mit der Begründung, er sei nicht 100 Prozent fit. Damit endete damals eine Serie von 65 bestrittenen Grand-Slam-Turnieren in Serie. In der Folge musste er wegen körperlicher Beschwerden auch auf das US Open verzichten. Die Austragung 2017 des Pariser Turniers wird damit erst der dritte Grand-Slam-Event seit dem Australian Open 2000 sein, der ohne Federer über die Bühne geht.

Das ist für das French Open ein schwerer Schlag, schliesslich war Federer nach seinem wundersamen Comeback, das er nach halbjähriger Pause im Januar in Melbourne mit seinem 18. Grand-Slam-Triumph gekrönt hatte, in aller Munde. «Der Start ins Jahr war magisch. Aber ich muss mir eingestehen, dass die richtige Planung der Schlüssel zu meiner Langlebigkeit sein wird», erklärte Federer.

Erstarkter Rafael Nadal

Sein Team und er seien zum Schluss gekommen, es sei nicht ratsam im Hinblick auf den restlichen Saisonverlauf, nur ein Turnier auf Sand zu bestreiten. Der 35-Jährige hatte schon früher gesagt, dass das Spiel auf Sand für ihn körperlich am heikelsten sei. Zudem sind die Erfolgsaussichten in Paris nicht allzu gross, zumal Rafael Nadal in den letzten Wochen auf seiner Lieblingsunterlage zu alter Form zurückgefunden hat.

Den Beweis, dass fehlende Matchpraxis ihn nicht am Erfolg hindert, hat Federer zwischen Januar und März mit drei Turniersiegen und einer Bilanz von 19:1 Siegen erbracht. Somit macht es durchaus Sinn für den Ausnahmekönner, seine Kräfte für die Turniere zu bündeln, die am erfolgversprechendsten sind. Vom Mitte Juni bis Mitte Juli folgt dann nach zweieinhalb Monaten Pause wieder ein intensives Programm mit den Rasenturnieren in Stuttgart, Halle und Wimbledon.

Die Weltrangliste – in der Jahreswertung ist er weiterhin die Nummer 2 hinter Nadal – hat für Federer keine Priorität. Zwar macht eine gute Weltranglisten-Position den Weg durchs Turnier-Tableau einfacher. Doch dass es auch ohne Topsetzung geht, weiss Federer spätestens seit dem Australian Open. (sda)

Roger Federer und Andy Murray spielen Tennis auf der Limmat

Sportler unterhalten uns ... auf allen Ebenen

«In allen Ehen weiss es der Mann besser, ausser bei Andrew hat das Weibrecht» – wir haben unseren Spass mit Skifahrer-Namen

Höhlenmensch, Schrei-Baby, Bikini-Beauty, lahmer Gaul: So sehen wir Federer, Djokovic und Co.

Und jetzt die besten User-Memes: «Ich habe noch keinen Spieler zu Hause besucht – ausser bei Daniel Davari» 

«Egal wie viele Medis er schon hat – Admir will Mehmedi» – die besten Egal-Memes mit Schweizer Sportlern

«Keiner schlägt seine Frau ausser Yassine, der denkt sich, das Chikhaoui» – wir haben mal wieder unseren Spass mit Fussballer-Namen

Ideal fürs Transferfenster: Shaqiri und Co. geben ultimative Bewertungen für Fussball-Klubs ab

Shaqiri als Käse, Drmic als Katzenfutter oder Magnin als Guetzli: 10 Fussballernamen, die sich als Marke eignen

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
19Alle Kommentare anzeigen
19
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Ignorans 16.05.2017 05:46
    Highlight Zum Glück. Soll sich auf Rasen und Hartplatz konzentrieren.
    3 0 Melden
    600
  • Mia_san_mia 16.05.2017 03:20
    Highlight Rasen und Hartplatz meine ich natürlich ✌
    2 0 Melden
    600
  • Mia_san_mia 16.05.2017 03:20
    Highlight Wieso Hiobsbotschaft? Ich finde es im Gegenteil sehr schlau von Roger. Roland Garros ist eh nicht sein Turnier... Dann ist es mir lieber, wenn er auf Rasen und Sand wieder voll da ist.
    2 0 Melden
    600
  • Jaing 15.05.2017 21:47
    Highlight Ein Entscheid, wie ihn nur ein wahrer Sportsmann treffen kann.
    69 3 Melden
    600
  • Sloping 15.05.2017 21:41
    Highlight Eine gute Entscheidung für sein wohl immer noch sensibles Knie, für das lange Ballwechsel auf Sand Gift wären. Zudem sind seine Gewinnchancen in Wimbledon und am US Open eindeutig grösser. Ein Fehltritt kann das Karriereende sein, das sollte man nicht vergessen. Darum nichts Forcieren. Wenn alles normal läuft, holt Nadal in Paris den 15. GS. Dann wird das Duell um den Besten aller Zeiten auch wieder offener. Die Spiele gegen Nadal in Wimbledon gehören zum Besten, was der Tennissport je gesehen hat.
    45 1 Melden
    • AJACIED 15.05.2017 23:40
      Highlight Ist das Sliden auf Sand nicht weniger schlimm für das Knie als auf Hardplatz?
      Ist eine ernsthafte Frage also nicht gleiche von RF Fans hier mit blitzen um sich werfen. Danke!
      5 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.05.2017 08:45
      Highlight @AJACIED Gute Frage. Das stoppen auf dem Hartplatz ist vielleicht besser zu kontrollieren, als wenn man unterschiedlich lang über den Sand slidet.
      0 0 Melden
    600
  • TheMan 15.05.2017 20:49
    Highlight Warum sollte dies eine Schlechte Nachricht sein? Er kann selber entscheiden, wo er Spielen möchte. Das hat er getan. Schlecht ist diese Nachricht nicht.
    55 5 Melden
    • bokl 15.05.2017 21:13
      Highlight Es ist eine schlechte Nachricht für die Fans, nicht für Federer. Ein GS ohne Roger ist ungewohnt und (noch) nicht wie man es sich erwartet.

      Als Fans werden wir uns daran gewöhnen müssen, grosse Turniere ohne Roger zu erleben. Ein Abschied auf Raten. Nicht unerwartet, aber dennoch schwer zu ertragen.

      Wenigstens werden so alle "er spielt nur noch wegen dem Geld"-Nörgler wiederlegt. Er spielt noch, weil er Tennis so liebt. Und tritt nicht einfach an um das Startgeld zu kassieren, wenn er nicht seine Leistung abrufen kann. Das wäre unfair gegenüber den Zuschauern und dem Tennissport.
      52 2 Melden
    600
  • Erarehumanumest 15.05.2017 20:49
    Highlight So kann er die Nummer eins in den roten Sand stecken
    6 58 Melden
    • actuallylari 15.05.2017 21:06
      Highlight Kann er schon lange. Die Eins ist kein Ziel mehr für ihn, er ist schon eine lebende Legende
      42 7 Melden
    • bokl 15.05.2017 21:47
      Highlight Warum? Wenn er dann ausgeruht Wimbledon und das US Open gewinnt hat er schon mal sehr gute Karten. Auch Nadal ist nicht mehr 20 und wird dem Effort im Sand wohl Tribut zollen müssen. Und alle anderen müssen zuerst mal den Saisonstart von Roger aufholen.
      29 0 Melden
    • Mia_san_mia 16.05.2017 03:21
      Highlight @Erarehumanest: Ja und? Ist doch egal...
      2 0 Melden
    600
  • Marshawn 15.05.2017 20:45
    Highlight Ich glaube Federer hat mit dem Australian Open Titel bewiesen, dass er selbst am besten weiss, was er kann und was nicht. Ist natürlich eine super Chance, jetzt schon mit dem Rasen Training zu beginnen und das Spiel auf Wimbledon abzustimmen, ohne sich noch mit den Gegebenheiten auf Sand auseinandersetzen zu müssen.
    65 1 Melden
    600
  • chnobli1896 15.05.2017 20:38
    Highlight Schade :-(
    30 5 Melden
    600
  • Einer Wie Alle 15.05.2017 20:35
    Highlight Muss er den Grand Slam halt nächstes Jahr holen...
    26 8 Melden
    600
  • --Sevi-- 15.05.2017 20:35
    Highlight 😫 Habe mich scho so gefreut ihn wieder spielen zu sehen :/
    23 3 Melden
    • AJACIED 15.05.2017 23:42
      Highlight Ja chills s Jahr isch no Jung🤙 Wimbledon isch ja nur 2-4 wuche spöter.
      3 0 Melden
    • Mia_san_mia 16.05.2017 03:22
      Highlight Freu Dich besser auf Wimbledon . Auf Sand wärs vielleicht nicht so toll geworden...
      2 0 Melden
    600

«Es fühlt sich magisch an, hier mit dem Pokal in der Hand stehen zu dürfen»

Roger Federer triumphiert in Wimbledon zum achten Mal! Der Maestro gewinnt den Final gegen den Kroaten Marin Cilic mit 6:3, 6:1, 6:4. Den 19. Grand-Slam-Triumph bewerkstelligt er in bloss 101 Minuten.

Roger Federer gewinnt erstmals seit 2012 in Wimbledon – es ist sein insgesamt 19. Grand-Slam-Erfolg. Mit fast 36 Jahren ist er nicht nur zum ältesten Wimbledon-Sieger der Profi-Ära geworden, sondern auch zum erfolgreichsten Spieler beim renommiertesten Turnier der Welt. Mit achten Titel ist er nun der alleinige Rekordhalter bei den Männern.

«Ich kann es kaum glauben, dass ich Wimbledon gewonnen habe, ohne einen Satz abgegeben zu haben. Es fühlt sich magisch an, hier stehen zu können mit dem …

Artikel lesen