Wirtschaft

Schweizer haben noch nie weniger gebechert – trotzdem geht jeden 3. Tag eine Brauerei auf

Publiziert: 22.11.16, 20:32 Aktualisiert: 23.11.16, 07:19

Der verregnete Frühling und Frühsommer hat den Bierabsatz in der Schweiz getrübt. Im abgelaufenen Braujahr 2015/16 – bis September – sank der Ausstoss um 0,6 Prozent auf 4,62 Millionen Hektoliter.

«Seit Beginn der Aufzeichnungen gab es noch nie so einen Tiefstand, ob das jetzt Wein, Spirituosen oder Bier betrifft.»

Marcel Kreber, Brauerei-Verband

«Hauptgrund für diesen Rückgang war der nasskalte Frühling 2016, welcher der Lust auf ein frisches, kühles Bier abträglich war», stellte der Schweizer Brauerei-Verband (SBV) am Dienstag vor den Medien in Zürich fest. Zudem seien Juli und August weniger heiss gewesen als vor einem Jahr. «Noch nie wurden in der Schweiz so wenige alkoholhaltige Getränke getrunken wie heute», sagte SBV-Direktor Marcel Kreber.

Die Schweizer waren dieses Jahr nicht trinkfreudig. Bild: KEYSTONE

Seit Beginn der Aufzeichnungen habe es noch nie so einen Tiefstand gegeben, ob das jetzt Wein, Spirituosen oder Bier betreffe. Pro Kopf flossen noch etwas über 55 Liter durch die Kehle. Im Vorjahr waren es noch 55,5 Liter gewesen.

«100 Braustätten brauen nicht aktiv.»

Schweizerischer Brauereiverband

Das habe auch mit dem geänderten Konsumverhalten zu tun. Über Mittag würden immer weniger alkoholhaltige Getränke getrunken, sagte Kreber. Bei Geschäftsessen würden die Leute immer mehr Wasser oder Süssgetränke bestellen.

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26 Prozent kommen aus dem Ausland

Dabei waren sowohl der Ausstoss der Schweizer Brauereien als auch die Importe leicht rückläufig. Der Inlandausstoss sank um 0,7 Prozent auf 3,44 Millionen Hektoliter. Die Bierimporte verzeichneten ebenfalls ein Minus von 0,3 Prozent auf 1,19 Millionen Hektoliter Bier.

Mittlerweile stammen knapp 26 Prozent aller Biere aus dem Ausland. Bereits zu Beginn des Braujahres sei ersichtlich gewesen, dass es schwer werde, die guten Werte des Vorjahres zu erreichen. «Wir erinnern uns, der Sommer 2015 war sehr sonnig, heiss und somit bierig», schrieb der SBV.

Blick in das Innere einer Brauerei. Bild: KEYSTONE

Da der Bierkonsum stark vom Wetter abhängig sei, habe bereits der nasskalte Frühling 2016 ahnen lassen, dass mit einem geringeren Bierausstoss zu rechnen sei.

111 neue Brauereien in der Schweiz

Dessen ungeachtet ging der Brauereiboom weiter. Alleine in diesem Jahr sind in der Schweiz 111 Brauereien entstanden. Ende September 2016 wurden total 734 Braustätten im «Verzeichnis der steuerpflichtigen Inlandbrauereien» der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) geführt. Davon brauten rund 570 Kleinstbraustätten zwischen Null und 50 Hektoliter Bier.

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«Null Hektoliter ist dabei wörtlich zu nehmen, da rund 100 Braustätten nicht aktiv brauen», schrieb der SBV. Als Braustätte gilt, wer berufs- oder hobbymässig mehr als 4 Hektoliter Bier pro Jahr braut oder dieses unabhängig von der Menge verkauft. (feb/sda)

Ist betrunken Velofahren okay? Beweise im Quiz, dass du verkehrstauglich bist: 

1.Betrunken Velofahren ist grundsätzlich verboten.
Ja, das stimmt. Es darf nicht ein einziger Tropfen Alkohol konsumiert werden.
Falsch. Im Gegensatz zum Auto darf ich auf dem Velo so viel trinken wie ich will.
Falsch. Ich darf als Velofahrer ein bisschen Alkohol trinken, aber nicht zu viel.
2.Fallbeispiel: Robert ist Student. Um sein Studium zu finanzieren, vertickt er ab und zu Drogen. An einem Freitagmorgen kontrolliert ihn ein Polizist in einem Park. Er muss blasen. Die Atem-Alkoholkontrolle ergibt einen von Wert 0,9 Promille. Nebst einer kleineren Menge Marihuana trägt er fünf Gramm Kokain und zwölf Ecstasy-Pillen auf sich. Kann ihm der Fahrausweis abgenommen werden?
Auf jeden Fall. Robert ist seinen Fahrausweis auf der Stelle los.
Er fährt ja nicht Auto. Er kann seinen Check behalten.
3.Fallbeispiel: Stefanie und Gilbert sitzen auf ihrem Sofa, trinken Wein und gucken TV. Das Paar durchlebte schon bessere Zeiten. Mehr als einmal haben sie sich von einander getrennt und sind wieder zusammengekommen. In den letzten Tagen haben sie sich oft gestritten. Nach der dritten Flasche Wein kommt es auch an diesem Abend wieder zu einer Auseinandersetzung. Wegen des Lärms alarmieren die Nachbarn die Polizei. Diese rückt wegen häuslicher Gewalt aus. In der Wohnung fällt den Polizisten auf, dass Gilbert getrunken hat. Weil die Polizisten das Gefühl haben, es könnte nicht das erste Mal sein, dass Gilbert zu tief ins Glas geguckt hat, ordnen sie einen Bluttest an. Dieser fällt hoch aus. Verliert Gilbert nun seinen Fahrausweis?
Ja, Gilbert muss seinen Fahrausweis abgeben.
Nein, Gilbert darf sich weiter in sein Auto setzen.
4.Seit wann gibt es Via Sicura?
Seit dem 15. Juni 2012.
Seit dem 4. Oktober 2012.
Seit dem 1. Juli 2013.
Seit dem 1. Januar 2014.
Seit dem 1. Juli 2014.
5.Fallbeispiel: Annette trinkt den ganzen Abend. Danach isst sie einen Kebab, trinkt ein Mineralwasser und schwingt sich aufs Rad. Sie kommt in eine Kontrolle und muss blasen. Die Atem-Alkoholkontrolle ergibt einen Wert von 1,8 Promille. Ist sie ihren Führerschein los?
KEYSTONE
Ja. Autofahren ist für Annette für eine Weile vorbei.
Nein. Sie behält ihren Fahrausweis.
6.Welche Regelung ist durch die Verschärfung von Via Sicura vom 1. Juli 2014 in Kraft getreten?
Ab 0,5 Promille auf dem Velo verliere ich den Ausweis.
Ab 0,8 Promille auf dem Velo bekomme ich ein Velofahrverbot aufgebrummt.
Obligatorische Anordnung einer Fahreignungsuntersuchung bei Fahren in angetrunkenem Zustand mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille oder mehr.
7.Fallbeispiel: Daniel fährt zwei Tage und zwei Nächte nachdem er gekifft hat mit dem Auto zur Arbeit und gerät in eine Polizeikontrolle. Die Polizei macht einen sogenannten Vortest auf Betäubungsmittel. Daniel muss also einen Urintest abgeben. Der Test ist positiv, es folgt ein Bluttest. Muss er seinen Fahrausweis abgeben?
KEYSTONE
Sicher. Daniel verliert seinen Ausweis für bestimmte Zeit.
Nein. Daniel kann seinen Führerschein behalten.
8.Kann die Polizei ein Velofahrverbot aussprechen?
Ja, das gibt es.
Nein. Ein solches Verbot könnte ja gar nicht durchgesetzt werden.
9.Fallbeispiel: Pascal ist mit seinen Freunden im Ausgang. Auf dem Weg nach Hause gerät er in eine Demonstration. Die Polizei rückt an und verhaftete mehrere Leute. Auch Pascal. Er muss blasen. 1,9 Promille hat er intus. Es ist nicht das erste Mal, dass Pascal alkoholisiert in eine Kontrolle gerät. Kann ihm als Fussgänger der Auto-Fahrausweis weggenommen werden?
KEYSTONE
Ja.
Nein.
10.Sind im Kanton Zürich letztes Jahr Velofahrverbote ausgesprochen worden?
Ja, 248.
Nein.
Ja, 44.
11.Fallbeispiel: Simon feiert die ganze Nacht in einem Club. Er trinkt richtig viel, was er sonst nie tut. Früh am Morgen spaziert er nach Hause und fällt hin. Die Polizei findet ihn, hilft ihm auf und macht eine Atem-Alkoholkontrolle. Er ist mit 2,6 Promille unterwegs. Darf er seinen Ausweis behalten?
PPR
Ja, er behält seinen Führerausweis.
Nein, er ist sein Billett los.
12.Kann einem Velofahrer, der mit 2,5 Promille erwischt wird, der Ausweis sofort entzogen werden?
Ja, vorsorglich.
Sicher nicht.

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User-Review:
naja, mir - 16.4.2016
Immer auf dem neusten Stand. Besticht mit sympathischem, intelligentem Witz!
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  • joe 24.11.2016 17:41
    Highlight Gemäss meinem Untappd-App, habe ich bereits 390 verschiedene Bier getrunken! ;-)

    Was den Rückgang angeht habe ich somit ein Alibi. :-D
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  • SVARTGARD 23.11.2016 02:30
    Highlight 😆
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  • SVARTGARD 23.11.2016 02:28
    Highlight Nehmt euch ein Beispiel an uns Deutsche,wir saufen wie die Pferde.
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  • PenPen 22.11.2016 23:51
    Highlight Der Bierkonsum als Globalisierungs-Beliebtheits-Barometer. Das viele Kleinbrauereien das Bier importieren ist wahrscheinlich den wenigsten bewusst. Nichts desto trotz greift man lieber zum lokalen kleinen Brauer als zur Massenproduktion
    4 2 Melden
    • Amboss 23.11.2016 08:06
      Highlight Ist das so, dass Kleinbrauereien Bier importieren? Wer denn :) ?

      Mir gehen all die Kleinbrauereien ehrlich gesagt ein bisschen auf den Keks. Ich finde, es muss nicht sein, dass in jedem Kaff eine Brauerei steht.

      Da hab ich lieber Bier von eigenständigen mittelgrossen Brauereien wie von der Brauerei Baar oder Falken.

      Und es gibt auch sehr vorzügliches ausländisches Bier. Muss ja nicht Heineken, Carlsberg oder dgl. sein.
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    • Hoppla! 23.11.2016 08:20
      Highlight Zum Beispiel?

      Ich kenne sehr viele Mikrobrauereien und da werden nur die Zutaten importiert.

      Ausnahmen:

      1. Kollaborationen mit ausländischen Brauern.
      2. Eine Sonderstellung hat z.B. Kitchen Brew die in Frankreich brauten (Brauen ohne eigene Brauerei: auch Gipsy Brewers genannt), dies aber auch nur bis die eigene Brauerei in Basel parat war.
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    • Hoppla! 23.11.2016 08:51
      Highlight @ Amboss

      Ich unterscheide immer zwischen Brauereien mit geografischem USP und Brauereien mit Qualitäts- und Innovations-USP. Von den zweiten darf es ruhig mehr geben, das erste reicht nicht.

      Klar ist jedoch auch, dass es in Zukunft zu einer Konsolidierung kommen wird und nicht jedes Kaff eine Brauerei beherbergen wird. In den USA, als Vorreiter des modernen Craft Beers, passierte dies vor Jahren. Mit dem Effekt, dass die Qualität gesteigert wurde.
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    • Amboss 23.11.2016 12:01
      Highlight @Hoppla: Ich bin überhaupt kein Experte. Aber:
      Was ist denn für dich Qualität?

      Klar, Kleinbrauereien sind häufig etwas mutiger, oft ist es aber auch einfach "nichts besonderes". Bier halt.

      Ich mag ein Bier, oder ich mag es nicht/weniger. Ob es von einer Gross- oder Kleinbrauerei kommt, finde ich nicht relevant.

      Deshalb nerven mich diese vielen Kleinbrauereien. Sie machen einfach nur Bier, "Kaff xy-er Bier" Etikette drauf und fertig.

      Ich importiere häufig mein Bier: Tannenzäpfle und Jever sind einfach toll. Einzigartiger Geschmack, obwohl die Brauereien relativ gross sind.
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    • Hoppla! 23.11.2016 13:12
      Highlight Geschmäcker* sind verschieden. Qualität zeichnet sich aber durch gute Zutaten und Zeit aus. Sicher Qualitätshopfen und vor allem genügend Aromahopfen davon. Und die Lagerung im Gärtanks benötigt Zeit. Grossbrauereien kürzen diesen Prozess mit Druck auf bis zu drei Tagen runter (normalerweise 3 Wochen bis fast unendlich).

      * Für mich persönlich heisst das: Alter Bierstil, neu interpretiert. Z.B. IPA, Imperial Stout, Saison, Sour Ale, Brown Ale, Stout, Wit, Porter, Trappistenbier, Geuze, Farmhouse Ale, Pale Ale,... in allen Ausführungen. Sprich: Craft Beer.
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  • Darkside 22.11.2016 23:17
    Highlight So hatte der Ausverkauf von Eichhof durch Heineken doch was Gutes. Seither gibts in der Zentralschweiz einige gute neue Biersorten.
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    • Amboss 23.11.2016 07:54
      Highlight Aber Achtung: Nicht überall, wo "Lozärner Bier" ist auch Bier drin, das in Luzern gebraut wird...
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  • tomtom1 22.11.2016 23:06
    Highlight Ich bin nicht schuld
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    • Hugo Wottaupott 23.11.2016 03:17
      Highlight führerausweis bitte.
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