Gesellschaft & Politik
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Informatikprojekte der Bundesverwaltung haben schon mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. Erneut gibt es Probleme mit einem Projekt. Diese haben mit einem ausländischen Lieferanten zu tun. (Symbolbild)

Bild: KEYSTONE

Beamten-Rekord in Bern: Jetzt verlangen bürgerliche Politiker eine Obergrenze

Der Bund budgetiert erstmals mehr als 6 Milliarden Franken fürs Personal. «Zu viel», finden Finanzpolitiker von SVP und FDP. Sie wollen Gegensteuer geben.

Kari Kälin / ch media



Der Personalaufwand des Bundes klettert im nächsten Jahr erstmals über sechs Milliarden Franken. 37'631 Stellen hat der Bundesrat bewilligt, knapp 300 mehr als im Voranschlag 2019. Der budgetierte Mehraufwand beträgt 184 Millionen Franken.

Die neuen Rekordwerte haben Finanzpolitiker von FDP und SVP auf den Plan gerufen. Mit einer Kommissionsmotion wollen sie den Personalbestand auf 37'500 Vollzeitstellen und die Ausgaben bei 6 Milliarden Franken deckeln. Voraussichtlich in der zweiten Novemberhälfte wird die Finanzkommission des Nationalrats über den Vorstoss entscheiden. In der noch alten Zusammensetzung verfügen SVP und FDP über eine knappe Mehrheit.

Seit dem Jahr 2000 ist die Bevölkerung um 18.6 Prozent gewachsen. Die Steigerung beim Bundespersonal liegt mit 16.8 Prozent leicht darunter, wie eine Auswertung des Eidgenössischen Personalamtes zeigt. Wirtschaftsprofessor Reiner Eichenberger taxiert die praktisch proportionale Entwicklung als «nur auf den ersten Blick normal». Beunruhigend sei, dass sich so starkes Bevölkerungswachstum in der Regel verzögert in den Verwaltungen niederschlage, sagt der Spezialist für Finanz- und Wirtschaftspolitik der Universität Freiburg. Der grosse Personalausbau kommt wohl erst noch.

Schweiz gibt pro Kopf mehr Geld aus

Auch wenn der Stellenetat beim Bund im Gleichschritt zur Bevölkerung wächst, gebe es ein Problem. «Das Ausgangsniveau ist zu hoch», sagt Eichenberger. Er ortet ein «riesiges Effizienzpotenzial». Die Bundesverwaltung könnte seiner Meinung nach die notwendigen Dienstleistungen auch mit deutlich weniger Personal stemmen. Eichenberger hält generell fest, dass die öffentliche Hand in der Schweiz pro Kopf mehr Geld ausgebe als in anderen Ländern. «Indem wir aber die Staatsgrösse als Staatsquote berechnen, also Staatsausgaben dividiert durch unser sehr hohes Bruttoinlandprodukt, rechnen wir unseren Staat schlank.»

Den Staat unter das aktuelle Niveau zurückzustutzen, sei leider enorm schwierig. Sein Wachstum unter das Bevölkerungswachstum zu drücken, hält Eichenberger aber für möglich.

Nationalrat Albert Vitali (FDP, LU), einer der Wortführer für eine Personalobergrenze, nimmt auf Bundesebene einen Anlauf in diese Richtung. «Ohne politischen Druck wird es nicht gelingen, das Wachstum einzudämmen», sagt er. In einer Finanz-Subkommission hat Vitali kürzlich einen Antrag erfolgreich durchgebracht. Das Ziel: Das Verteidigungsdepartement soll alle 100 zusätzlich beim Nachrichtendienst geplanten Stellen innerhalb des Departements kompensieren. Bis jetzt sollen es nur deren 40 sein.

Nationalrat Albert Vitali, FDP-LU, spricht wahrend einer Presskonferenz zum Taetigkeitsbericht der Finanzdelegation im Jahre 2017, am Montag, 26. Maerz 2018 im Medienzentrum vom Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Albert Vitali, Nationalrat (FDP/LU). Bild: KEYSTONE

Vitali identifiziert auch dank der Digitalisierung Kürzungspotenzial. Der Bund schöpfe es jedoch nicht aus. Der FDP-Nationalrat kritisierte in den Tamedia-Zeitungen Finanzminister Ueli Maurer: Mit der Digitalisierung der Zollabfertigung könnten gemäss der bundesrätlichen Botschaft einige Hundert Stellen eingespart werden. «Doch Ueli Maurer sagte uns kürzlich, dass er diese Stellen nur umfunktionieren wolle.»

Verwaltung will Kosten im Griff behalten

Nationalrat Franz Grüter (SVP, LU) moniert, dass der Bundeshaushalt stärker wachse als die Wirtschaft. «Das ist der problematische Punkt», sagt er. Kritisch betrachtet er auch das Lohnwachstum. Der Durchschnittslohn der Bundesangestellten ist von 108 120 Franken im Jahr 2008 auf in den letzten Jahren auf mehr als 122214 Franken im Jahr 2018 gestiegen. Bemühungen für weniger Staat sehe er keine, sagt Grüter.

Der Bundesrat widerspricht dieser Einschätzung. Mit verschiedenen Massnahmen habe er in der Vergangenheit mehrfach unterstrichen, dass er bestrebt sei, die Personalausgaben und den Personalbestand der Bundesverwaltung im Griff zu behalten, hielt er in der Herbstsession fest. Im Vergleich zu den Gesamtausgaben seien die Personalausgaben sogar leicht rückläufig.

«Das ist absurd»

Ein Teil Mehrkosten im 2020 fällt auf eine Einmalzahlung zurück, welche Grenzwächter und Berufsmilitär im Gegenzug für eine Rentenaltererhöhung erhalten. Nichts anfangen mit einem Personalplafond kann die Zürcher SP-Nationalrätin Mattea Meyer. Der Anteil der Personalausgaben an den Gesamtausgaben des Bundes betrage seit langer Zeit konstant rund 8 Prozent.

Mattea Meyer, SP-ZH, spricht zur Grossen Kammer an der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 28. November 2018 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Mattea Meyer, Nationalrätin (SP/ZH) Bild: KEYSTONE

Die Finanzpolitikerin spricht von einer Zwängerei. In den letzten vier Jahren sei eine Deckelung fast in jeder Sitzung der Finanzkommission thematisiert worden. Es sei absurd, den Bund beim Personal zu einem Stillstand zu zwingen, wenn gleichzeitig die Bevölkerung und die Zahl der Unternehmen stetig wachsen würden.

Auch der Schwyzer CVP-Nationalrat Alois Gmür hält eine Deckelung des Personalbestandes für unrealistisch. Er verweist auf die Rolle der Legislative. Das Parlament müsse der Bundesverwaltung auch die nötigen Ressourcen zusprechen, wenn es immer wieder neue Aufgaben beschliesse. Er erwähnt etwa den sogenannten Netzbeschluss, mit dem der Bund ab Anfang nächsten Jahres von den Kantonen 400 Kilometer ins Nationalstrassennetz überführt.

Ein politischer Dauerbrenner

Der Personalbestand und die Kosten dafür sind ein politisches Dauerthema. Der Nationalrat wollte den Bundesrat dazu zwingen, dass die Personalausgaben künftig nicht über das Niveau von 2019 steigen – auch dank Effizienzgewinnen durch die Digitalisierung. Der Ständerat begrub dieses Anliegen aber in der Sommersession deutlich. Und der Bundesrat argumentierte, dass ein wesentlicher Teil des Ausgabenwachstums auf Beschlüsse des Parlaments zurückzuführen sei, etwa die Energiestrategie 2050, die Erhöhung der Ausgaben für die Entwicklungshilfe oder die ausgebaute Bekämpfung der Kriminalität.

Im Jahr 2015 hiess das Parlament eine Motion der ständerätlichen Finanzkommission für eine Obergrenze von 35'000 Vollzeitstellen. Der Vorstoss wurde jedoch nicht umgesetzt, weil mit der Einführung des neuen Führungsmodells für die Bundesverwaltung eine neue Berechnungsmethode zum Einsatz kam. Konkret wurden Stellen, etwa Lokalpersonal bei der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, neu bei der Bundesverwaltung mitgezählt. So stiegt die Zahl Vollzeitstellen per Anfang 2017 auf 36'946, gut 2000 mehr als im Vorjahr. 2018 reduzierte sich der Personalbestand vorübergehend. Der Voranschlag 2020 enthält jetzt das Wachstum, gegen das sich bürgerliche Finanzpolitiker abermals mit einem Vorstoss wehren.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Guten Tag 01.11.2019 10:37
    Highlight Highlight Danke SVP!
    Ich kenne selbst Leute die beim Bund oder auch Kanton arbeiten. Die sagen mir selbst, dass es eigentlich nur darum gehe, so zu tun als ob man arbeite.

    Wären die Beamten wenigstens auch nur ein wenig effizient, würden ein Drittel von Ihnen noch zuviel sein.

    Aber eben, alle Beamten wählen SP, welche Ihnen als Dankeschön die lebenslange „Arbeitsstelle“ und den hohen Lohn garantiert.

    So geht Klientenpolitik a la links.
    • phreko 01.11.2019 11:57
      Highlight Highlight Also ist das VBS, der Bundesnachrichtendienst und das Bundesamt für Landwirtschaft voller Linker?
    • Guten Tag 01.11.2019 12:09
      Highlight Highlight Pherko
      Ja, und nicht nur das. Es arbeiten viel zu viele Leute da.
  • dorfne 01.11.2019 10:25
    Highlight Highlight "Der Anteil der Personalausgaben an den Gesamtausgaben des Bundes betrage seit langer Zeit konstant rund 8%."
    Und was die Gesamtausgaben betrifft: SVP/FDP wollen ja immer noch mehr Geld für Armee und Landwirtschaft. 6 Mia für die teuerst mögliche Luftwaffe. Übrigens ist es egal wenn ausländische Geheimdienste sich ins Militärdepartement einhacken. Kein zusätzl. Handlungsbedarf bezügl. Cyberwehr. Hauptsache man kann am WEF Eindruck schinden mit angemessen luxuriösen Jets. Es ist auch egal, dass wir Steuerzahler für die Sicherheit dieser Superreichen zahlen müssen.
  • Gollum27 01.11.2019 10:13
    Highlight Highlight Dafür funktionieren bei uns die meisten öffentlichen Institutionen recht gut. Will der amerikanische Zustände?
  • GraveDigger 01.11.2019 10:10
    Highlight Highlight Warum hat der Staatsapparat immer mehr Lohnbezüger? Ist wie in Griechenland oder Ungarn. Jeder Staatsdiener braucht noch einen persönlichen Stempel und Kugelschreiberhalter oder einfach einen Fussabtreter.
    Neulich mal auf dem Steueramt.. ein Bediensteter und gefühlte 10 Lehrlinge die keine Ahnung hatten.
    Und die Unmengen von teils absurden Gesetzten müssen ja auch mit Bussen und Massnahmen bei der Bevölkerung eingetrieben werden.
    • phreko 01.11.2019 11:56
      Highlight Highlight Also 1. Lieferst du unten gleich die Begründung fürs Wachstum gleich selbst und meinst du ein Staat besteht aus ein paar Schalterangestellten? Bei dir besteht die Post wohl auch bloss aus ein paar Briefträgern...
    • GraveDigger 01.11.2019 15:27
      Highlight Highlight Post war doch was.. Ist Ruoff und Schwaller endlich im Knast?
      Nicht?
      wer hat denn das behauptet?
  • dorfne 01.11.2019 10:06
    Highlight Highlight Den ultraliberalen Wirtschaftsprofessor Eichenberger sollten sie nicht fragen. Der sagt so lange die Schweiz sei eine Steuerhölle bis die Unternehmenssteuern ganz abgeschafft sind und nur noch Steuern für Militär, Justiz und Polizei bezahlt werden. Der "Rechtsstaat" wird dann aber nur noch aufmüpfige Almosenempfänger ins Gefängnis schaffen, um soziale Unruhen zu vermeiden.
  • dorfne 01.11.2019 09:56
    Highlight Highlight Gut, dass diese neoliberale Abrissbirne endlich ins Depot gefahren wurde. Jetzt müssen CVP und GLP zeigen, wieviel ihnen der Service Publique und ein funktionierendes Staatswesen bei wachsender Bevölkerung wert ist.
    Ein starker Sozialstaat, ein starker Service Publique (Gesundheit, Bildung, Transport), sowie die freie Marktwirtschaft sind die Erfolgsfaktoren der Schweiz. Ein Modell um das uns Alle beneiden.
  • dorfne 01.11.2019 09:49
    Highlight Highlight Den neoliberalen Vollzeitpfosten geht es darum alle staatlichen Aufgaben zu privatisieren. Damit man noch mehr "Spitzen-CEO s" aus dem Ausland importieren kann, die wenn möglich nicht mal deutsch sprechen, s. CS. Dann kostet der UVEK-CEO statt 400 Kg (Sommaruga) halt 4 Millionen.
    • neutrino 01.11.2019 11:22
      Highlight Highlight Was hat die CS mit dem ganzen Thema zu tun? Jeder ist frei, CS-Kunde zu sein oder nicht. Ich bin es nicht, weil mir ihr Geschäftsgebaren nicht passt. Wenn die CS mit ihrem Geld einen CEO überbezahlt, ist das aber das Problem der CS.

      Wenn ein SBB-Chef oder ein Bundesbeamter überzahlt ist, sehe ich das kritischer.
    • dorfne 02.11.2019 11:43
      Highlight Highlight @neutrino. Unfähige, überzahlte CEO's da lieg die Gemeinsamkeit, das hat es damit zu tun. Aber Sie haben Recht, es ist mir auch egal was der CS-CEO verdient. Aber man soll aufhören uns einzureden, dass diese hohen Löhne nötig sind um die Besten zu kriegen. Die Praxis zeigt: trotz dieser Löhne sind es oft doch oft nicht die Besten.
  • dorfne 01.11.2019 09:43
    Highlight Highlight Sie bauen Personal ab und verkaufen die Staatsaufgaben an Private. Das öffnet der Vetternwirtschaft Tür und Tor. Die Honorare der Privaten werden dann nicht als Personalkosten aufgeführt sondern als Sachaufwand.
  • neutrino 01.11.2019 09:13
    Highlight Highlight Ich habe nichts gegen einen guten und starken Staat. Was mich erstaunt, ist der Lohn im Durchschnitt: ich habe mittlerweile auch etwa so viel - aber das mit viel Überstunden, unregelmässigen Arbeitszeiten und dem permanenten Risiko einer Kündigung.
    • dorfne 01.11.2019 10:13
      Highlight Highlight Ich frage mich, wer alles zum Staatspersonal gezählt wird. Ist es auch das Personal in subventionierten Bereichen wie ÖV, Spitäler, Post, Bildung und Forschung?
  • Gummibär 01.11.2019 09:12
    Highlight Highlight Professor Northcote Parkinson lässt grüssen.

    Um zu sehen wie sich die Beamtenzahl im Vergleich zur Bevölkerung entwickelt müssen kantonale und städtische Angestellte sowie externe Berater dazu gezählt werden.

    Wo bleibt der Effekt von Rationalisierung und Digitalisierung ??
  • Auric 01.11.2019 09:11
    Highlight Highlight geht garnicht wie können die nur!!!

    da draußen warten hunderttausend auf einen trockenen warmen Bullshitjob bei Vater Staat geschützt vor Klimawandel und ausländischem Know How und Fleiß
  • walsi 01.11.2019 09:03
    Highlight Highlight Staatsangestellte können nicht effizient arbeiten, Staatsangestellte setzen Gesetze um. Wenn im Gesetz steht, dass jemand der Arbeitslos ist ein Recht auf Vermittlung durch das RAV hat, dann hat er das, auch wenn er für den Arbeitsmarkt nur sehr schlecht geeignet ist und die Wahrscheinlichkeit, dass er wieder eine Stelle findet nur minimal ist. Z.B. wenn jemand mit 62 entlassen wird, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass er nochmals eine Stelle vor der Pensionierung findet. Er wird aber gleich betreut wie ein Junger und hat die selben Rechte auf Massnahmen und Kurse.
  • Track 01.11.2019 08:36
    Highlight Highlight Interessant wäre es jetzt noch zu wissen, wie sich die Kosten für externe Berater entwickelt haben. Da hat man in der Vergangenheit ja auch schon einiges gehört.
    • Ich mein ja nur 01.11.2019 10:00
      Highlight Highlight Die externen Berater werden nicht zuletzt angestellt, weil intern keine Ressourcen vorhanden sind und aufgebaut werden dürfen. So schaffen sich die Kolleginnen und Kollegen von FDP und SVP ihre lukrativen Aufträge.
    • dorfne 01.11.2019 10:09
      Highlight Highlight Die gelten eben nicht als Personalaufwand, sondern als Sachaufwand. Dabei geht es nur darum, der Wähler-Klientel von SVP und FDP fette Pfründen zuzuschanzen.
    • so war es doch nicht gemeint 01.11.2019 10:50
      Highlight Highlight Ich flehe dich an: Bitte nicht nachforschen!

      Du öffnest die Büchse der Pandora!





  • rönsger 01.11.2019 08:32
    Highlight Highlight Beispiel (aus erster Hand): SVP-Parlamentarier reicht Motion ein. Folge: Formales, Abklärungen, Briefing, Antwort schreiben: 10 Std; Kontrolle durch Linie, Bereinigung: 3 Std; Ämterkonsultation: 10 Std, Telefone mit Ämtern, Bereinigung: 3 Std; Übersetzung F, I,: 4 Std; Kontrolle, Begleitschreiben, Genehmigung Departement: 3 Std. Mitbericht, Vorbereitung, Behandlung Parlament: 7 Std. Resultat: abgelehnt. Summe: 40 Arbeitsstunden à 180.00 CHF = 7'200.00 CHF. Clou: Der Motionär stützte sich auf falsche Annahmen; Anruf bei der Verwaltung, 5 Minuten Gespräch, und alles wäre erledigt gewesen.
    • dorfne 01.11.2019 10:29
      Highlight Highlight Gute Idee. Rechnen wir doch mal aus, wieviel Arbeitskraft die dauernde Fundamentalopposition der SVP uns Jahr für Jahr kostet. Inklusive unsinnige Initiativen die gegen Völkerrecht und andere internationale Verträge verstossen. Alles schlecht machen und zu Allem nein sagen, dass ist SVP Politik. Nichts Konstruktives.
    • wolge 01.11.2019 10:57
      Highlight Highlight Ich interpretiere deine Aussage so, als dass die Prozesse beim Bund gewaltig optimiert werden könnten. Korrekt?
    • rönsger 01.11.2019 20:39
      Highlight Highlight Nein und Ja: Parlamentarische Vorstösse sind Elemente des demokratischen Prozesses; entsprechend muss man sich bei den Abläufen an die entsprechenden, gesetzlich vorgegebenen Regelungen und Prozesse halten. Wenn nun gewisse Parlamentarier ihre Vorstösse missbrauchen, um wider besseren Wissens Vorstösse für ihre politischen Ambitionen missbrauchen und gleichzeitig die zu teure Verwaltungskosten deckeln wollen, so herrscht hier effektiv noch Optimierungsbedarf - auch in Sachen Verantwortung.
  • phreko 01.11.2019 08:21
    Highlight Highlight Und dann wieder so: Weil das Parlament überhaupt nicht vorhat die Aufgaben zu kürzen und die Alten Besitzstandsgarantie haben, kann nur bei den jungen Angestellten gekürzt werden... Dazu habe ich keine Ahnung, welches Unternehmen zu einem grossen Teil dreisprachige Akademiker zum Discountpreis findet.
    • dorfne 01.11.2019 10:39
      Highlight Highlight Kennen Sie das neuste Unwort? Altenhass.
    • phreko 01.11.2019 11:26
      Highlight Highlight Naja, die Babyboomer nehmen die Millenials in vielen Bereichen ordentlich aus. Das ist in der Tat ein Problem des Generationenvertrags. Aber hey, natürlich ist es cool zu hören, dass die heutigen Jungen Kantonsangestellten mit Masterabschluss niemals die Löhne der Alten Angestellten ohne Masterabschluss erreichen werden können, weil wegen Sparpaketen die Lohnkurven plattgedrückt wurden. Kommt jetzt als Argument Neid, oder wie?
  • pun 01.11.2019 08:17
    Highlight Highlight Voll absurd und voll populistisch daneben. Zeigt vielleicht auch, wieso die svp-fdp nicht mehr aus ihrer Mehrheit in den vergangenen vier Jahren machen konnten: Sie verachten eigentlich unseren Staat und vor allem die Leute, die dafür arbeiten.
    • homo sapiens melior 01.11.2019 09:04
      Highlight Highlight Und wollen überall möglichst viel Geld kürzen, damit sie das für sich und ihre Lobbyisten anderswo reinholen können.
    • dorfne 01.11.2019 10:52
      Highlight Highlight Aber sich schamlos beim Staat bedienen: s. Bankenrettung; s. Gegengeschäfte beim Rüstungskauf (die die Käufe um viele Mio verteuern), s. Kurzarbeit- und Schlechtwetterentschädigungen von der ALV für die ganze Wirtschaft (damit wird Schindluder getrieben, dass es chlöpft und tätscht - der Gesetzgeber schaut weg). Bei einem Vulkanausbruch 2010 wurden in Kloten alle Flüge eingestellt. Und die Flughafenbetreiberin kassierte Hunderttausende von der Arbeitslosenversicherung. Mehr als ein Grinsen für diese politische Ordnungswidrigkeit kam nicht von FDP/SVP. Und so weiter.
  • Roman Loosli 01.11.2019 08:13
    Highlight Highlight Eine Obergrenze bei Subventionen an die Landwirtschaft oder eine für Steuergeschenke für Reiche haben sie vergessen...
    • dorfne 01.11.2019 10:38
      Highlight Highlight Und dann fragt man noch den Ultraliberalo Eichenberger, der findet dass alle Reichen in Steuerhöllen leben, von denen die Schweiz eine der schlimmsten sei. Seiner Meinung nach würden die Reichen noch viel schneller reich, wenn sie nicht noch den elenden Sozialstaat mitfinanzieren müssen. Der gute Eichi wird doch von den Amis und Chinesen nur ausgelacht, wenn er vom Sozialstaat Schweiz berichten muss, weil der halt (noch) Fakt ist. Dem Mann sieht man die ganze Pein ja schon an. Also glücklich wirkt der nicht auf mich. Ende Ironie.
  • The Emperor 01.11.2019 08:12
    Highlight Highlight Die Parlamentarier müssen endlich einsehen, dass jedes neue verabschiedete Gesetz dem Bund zusätzliche Aufgaben überbürdet, dessen Umsetzung kontrolliert werden muss. Zudem binden gerade auch all die tollen parlamentarischen Anfragen, Postulate usw. ziemlich viele Ressourcen.
    • dorfne 01.11.2019 10:58
      Highlight Highlight Diese Angleichung der Schweiz an den globalen Neoliberalismus wird unser Land kapputt machen. Es wird unser einmaliges Erfolgsmodell, das unsere Vorfahren für uns erarbeitet haben - Sozialstaat, Service Publique und freie Marktwirtschaft Hand in Hand - zerstören. Wir brauchen Mitteparteien, die das bewahren wollen. Die CVP will es, auf die GLP hoffen wir noch innerhalb der neuen Zusammensetzung in Bundesbern.
    • Fandall 01.11.2019 12:55
      Highlight Highlight Beispiel neues Waffengesetz: Allein im Kanton ZH 5 (!) neue Vollzeitstellen nötig um die zusätzliche Bürokratie zu bewältigen.
      Hauptsache wir fühlen uns sicherer...
  • so war es doch nicht gemeint 01.11.2019 08:10
    Highlight Highlight Ein Bekannter hat mal gemeint: "Wenn nur 25% der Beamten arbeiten würden und der Rest zu Hause bleiben würde, der Bürger würde nichts merken".

    Ist da etwas dran?


    Und er meinte auch: "Der Staat würde sich weit aufblähen, bis das Ganze zusammenkracht."

    Ist da etwas dran?


    • critico 01.11.2019 09:39
      Highlight Highlight z.b. Griechenland....tausende die nicht mal zur arbeit erschienen, und es fiel nicht auf :)
    • dorfne 01.11.2019 11:04
      Highlight Highlight Effizienzsteigerungen sind sicher möglich, aber nicht mit der Giesskanne. Es gibt staatliche Bereiche in denen bereits sehr effizient gearbeitet wird. Man muss genau hinschauen.
      Zu Ihrer zweiten Aussage: Die Personalausgaben betragen seit langem konstant 8% der Gesamtausgaben.
  • Chrigi-B 01.11.2019 07:58
    Highlight Highlight Wie wäre es mit Digitalisierung und PersonalABBAU?

    Mehr Personal im 2019, ich krieg ja Lachkrämpfe....
  • Count Suduku 01.11.2019 07:57
    Highlight Highlight Trotz Digitalisierung MEHR Beamte? Ist denn der Arbeitsaufwand so viel höher oder ist die Arbeit so viel ineffizienter geworden?
  • Keller101 01.11.2019 07:52
    Highlight Highlight Ist wahrscheinlich trotzdem billiger als wenn diese Administratoren alle arbeitslos gemeldet sind, denn in der Privatwirtschaft kommen die Verwalter nicht zu einer Festanstellung.
    • Keller101 01.11.2019 12:56
      Highlight Highlight Da lesen wohl ein paar Beamte Watson in der Arbeitszeit 😜
  • rodolofo 01.11.2019 07:40
    Highlight Highlight Ich schlage einen Kompromiss vor:
    Wir definieren eine Obergrenze für BÜRGERLICHE ParlamnentarierInnen.
    Denn die wollen ja im Grunde gar nicht für den Staat arbeiten!
    Solche notorischen Schwänzer und Schwätzer wie Köppel und Co. brauchen wir eigentlich gar nicht.
    • dorfne 01.11.2019 11:07
      Highlight Highlight Und gerade von der Gründerin des Bundesstaates Schweiz, der FDP wissen wir, dass sie den Staat als Pfründenpfuhl für ihre Weggefährten benutzt. Das war so, als die FDP das alleinige Sagen im Staat hatte und das ist heute noch so.
  • Fastadi 01.11.2019 07:27
    Highlight Highlight Wie wärs wenn wir statt weniger Personal weniger Militär budgetieren würden? Ist etwa ein ähnlich grosser Kostenpunkt.
    • dorfne 01.11.2019 11:07
      Highlight Highlight Was ist mit der Landwirtschaft?
  • RicoH 01.11.2019 07:26
    Highlight Highlight Ist ja bekannt. Wenn in der Schweiz nur etwas nach sozial riecht, geraten SVP und FDP in Snappatmung.
    • Gender Bender 01.11.2019 07:42
      Highlight Highlight Weshalb ist ein aufgeblähter Staat etwas soziales?
    • PeteZahad 01.11.2019 08:02
      Highlight Highlight Durchschnittslöhne von 122'000 Franken sind mehr als "etwas sozial".
    • RicoH 01.11.2019 09:54
      Highlight Highlight Durchschnittslöhne von 122'000 Franken sind mehr als "etwas sozial".

      Das ist gelinde gesagt eine sehr einseitige Betrachtung, Pete. Damit willst du implizieren, dass beim Bund alle reich sind oder es noch werden.

      Wieviel verdient nochmal ein Lokführer, ein Zugbegleiter, ein kaufmännischer Angestellter, etc. im Schnitt?

      Die "normalen" Angestellten beim Bund sind alle weit von den 122'000.– entfernt.
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