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Unterbrochene Wanderrouten führen zu jährlich 20'000 Wildunfällen



Auf Schweizer Strassen und Schienen passieren jedes Jahr über 20'000 Wildunfälle. Grund dafür sind vor allem unterbrochene Wanderrouten. Pro Natura fordert deshalb mit einer neuen Kampagne freie Bahn für Wildtiere.

Wildtiere müssen wandern, um zu überleben. Entlang ihrer Wanderrouten bewegen sie sich zwischen Schlaf-, Futterplatz und Rückzugsort. Diese Verbindungsachsen seien wichtig, damit der Bestand an Rothirschen, Rehen und anderen wandernden Tierarten genetisch gesund bleibe und der Wald vor übermässigem Verbiss verschont werde, schreibt Pro Natura in einer Mitteilung vom Montag.

In der Schweiz seien diese sogenannten Wildtierkorridore aber stark gestört, warnt die Organisation. Von 304 überregionalen Wanderrouten seien 75 Prozent beeinträchtigt oder gar ganz unterbrochen. Sie würden durch Strassen, Autobahnen, Bahnlinien oder Siedlungen «zerschnitten».

Aus Sicht von Pro Natura bleibt das nicht folgenlos. Pro Jahr komme es hierzulande im Schnitt zu über 20'000 Wildunfällen. Pro Natura schätzt die Kosten dieser Unfälle auf 40 bis 50 Millionen Franken.

Die Organisation hat deshalb die Kampagne «Freie Bahn für Wildtiere» lanciert. Unterbrochene Wildtierkorridore müssten wieder durchgängig gemacht und Wanderhindernisse entschärft werden. Auch bei der Planung und beim Bau von Infrastrukturen müsse konsequent Rücksicht auf die Wildtiere genommen werden. (sda)

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