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Karaoke für Erwachsene.
Karaoke für Erwachsene.

Leute, gibt's dafür noch Worte? Japan hat die Sexmusik-Disziplin «Handjob Karaoke» erfunden. Am TV, wo sonst?

20.04.2015, 16:2120.04.2015, 16:33

Letzte Woche wurde es den japanischen TV-Zuschauern so langweilig, dass flugs ein neues, wirklich noch nie dagewesenes Format erfunden wurde. Es heisst «Sing What Happens», also «Sing, was geschieht» und zwingt einen männlichen Karaoke-Interpreten dazu, nicht nur einem Song Ausdruck zu verleihen, sondern auch dem, was sein Körper dazu anstellt. Denn untenrum ist der Kandidat zwar von einem lustigen roten Vorhängchen verhüllt, sonst aber nackt. 

Er muss das sein, denn sonst könnte eine hübsche, tendenziell als süsse oder sadistische Krankenschwester verkleidete Assistentin sich nicht an ihm zu schaffen machen. Also: Der Mann muss singen. Gleichzeitig holt ihm die Frau eins runter. Wenn der Mann kommt, bevor der Song zu Ende ist, hat er verloren. Die Zuschauer sehen das jeweils nicht nur an seinem Gesicht, sondern auch an, na ja, man kann's nicht anders sagen, der ganz deutlich ausgetretenen Körperflüssigkeit. Sowas finden die Japaner irrsinnig lustig, und sie haben recht. Ihr findet es hier (länger) oder hier (kürzer).

So sah es vor zwei Jahren in «Orgasm Wars» aus.
So sah es vor zwei Jahren in «Orgasm Wars» aus.

«Handjob Karaoke» ist die konsequente Weiterentwicklung von «Orgasm Wars» aus dem Jahr 2013. Eine schöne Sendung, in der ein dicker, schwuler Moderator heterosexuellen Männern, mit Vorliebe Pornostars, die meinten, sich vollkommen unter Kontrolle zu haben, in einer Garaga eins blies. Auch das sah man nicht direkt, der Kopf des Bläsers und sein «Instrument» waren abgeschirmt. Zuvor tauschten die beiden höflich Visitenkarten aus.

In beiden Fällen lässt sich also nicht sagen, was wirklich geschah oder ob wirklich was geschah. Aber selbst wenn es sich bloss um äusserst feuchte und fröhliche Fiktionen handeln sollte – so sind sie doch ziemlich genial: Es braucht nicht viel mehr als eine wacklige Kiste, einen billigen Vorhang und eine gute Sexfantasie, schon funktioniert nicht nur der japanische, sondern auch der globale Voyeurismus hervorragend. Es sei das «super terrific japanese thing», schreibt die Nerd-Seite Topless Robot. Passt.

(sme)

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