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Mauretanien verweigert Schweizer Islamwissenschaftler Tariq Ramadan die Einreise



epa05227635 Swiss philosopher and professor of Contemporary Islamic Studies Tariq Ramadan speaks during a panel session 'How can religion contribute to fight against extremism?', at the Geneva Press Club in Geneva, Switzerland, 23 March 2016.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Tariq Ramadan bei einem Auftritt in Genf: Er hat nach eigenen Angaben in acht muslimischen Ländern Einreiseverbot. Bild: EPA/KEYSTONE

Der Schweizer Islamwissenschaftler Tariq Ramadan ist an der Einreise nach Mauretanien gehindert worden. Er war am Samstag am Flughafen der Hauptstadt Nouakchott gelandet und hätte im Land an Konferenzen teilnehmen sollen.

«Mauretanien: Am Flughafen festgenommen. Die Regierung verweigert mir die Einreise ohne Erklärung und schiebt mich ab», schrieb Ramadan in der Nacht auf Twitter. Von offizieller Seite war keine Stellungnahme zu erhalten. Eine mauretanische Polizeiquelle bestätigte die Abweisung Ramadans: «Die Gründe dafür hängen zweifellos mit seinen Aktivitäten zusammen.»

Der Genfer Islamwissenschaftler ägyptischer Abstammung gab in einem Video, das in der Nacht auf Samstag auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht wurde, an, er sei von Organisationen in Mauretanien eingeladen worden, um während seines Aufenthaltes an Konferenzen aufzutreten und «Arme vor Ort zu treffen». Wer ihn eingeladen hatte, sagte er nicht.

Ramadan kämpft nicht zum ersten Mal mit Einreiseproblemen. Gemäss seinen Angaben ist es bereits das achte Einreiseverbot eines muslimischen Landes.

In die USA durfte er während rund sechs Jahren nicht einreisen, weil das Land ihm unter der Bush-Regierung ein Visum verweigerte. Als Grund gab die US-Regierung 2005 die «materielle Unterstützung einer terroristischen Organisation» an. Ramadan hatte einer palästinensischen Organisation, welche die USA auf ihrer Liste der terroristischen Organisationen führt, nach eigenen Angaben rund 1000 Franken gespendet.  (trs/sda/afp)

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