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Israels Noam Bettan: «Das hätte den ESC gesprengt»

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«Hätten wir gewonnen, hätte das den ESC gesprengt»

18.05.2026, 13:5318.05.2026, 13:53

Der israelische Sänger Noam Bettan freut sich über Platz zwei beim ESC - trotz politischer Spannungen, Boykott mehrerer Länder und Protesten während der Punktevergabe.

Nach seiner Rückkehr nach Israel hat sich der Sänger Noam Bettan erfreut über seine Zweitplatzierung beim Eurovision Song Contest in Wien geäussert. «Ich weiss, wie schwierig es war, in diesem Jahr am ESC teilzunehmen und wie viele Herausforderungen damit verbunden waren, aber es ist passiert - und es ist auf die bestmögliche Weise passiert, die ich mir hätte wünschen können», sagte er Journalisten am Sonntag nach seiner Landung auf dem internationalen Flughafen bei Tel Aviv.

Spanien, die Niederlande, Irland, Slowenien und Island boykottierten den ESC, weil sie das Vorgehen Israels im Gazastreifen verurteilen. Auslöser des Gaza-Kriegs war ein Massaker der islamistischen Hamas und anderer Terroristen in Israel am 7. Oktober 2023.

Noam Bettan from Israel performs the song "Michelle" during the Grand Final of the 70th Eurovision Song Contest in Vienna, Austria, Saturday, May 16, 2026. (AP Photo/Martin Meissner)
Austria ...
Noam Bettan auf der Bühne in Wien. Bild: keystone

Während Bettans Auftritt blieben in der Halle trotz Befürchtungen Störaktionen aus. Bei der Punktevergabe für seinen dreisprachigen Song «Michelle» sowie beim Public Viewing vor dem Wiener Burgtheater mischten sich jedoch lautstarke Rufe in die Kulisse. Zudem nahm die Polizei nahe der Veranstaltungshalle 14 propalästinensische Aktivisten unter anderem wegen Verstössen gegen das Vermummungsverbot fest.

Starkes Televoting-Ergebnis für Israel

Israel bekam erneut sehr viele Punkte vom Publikum. Aus einem achten Platz bei den Jurys wurde der zweite Platz im Gesamt-Ranking. Zeitweise schien sogar der Sieg greifbar.

«Hätten wir gewonnen, hätte das den ESC gesprengt», sagte ein israelisches Delegationsmitglied dem Nachrichtenportal «ynet». «Der zweite Platz ist ein Sieg für uns.» (sda/dpa)

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Lezzelentius
18.05.2026 14:11registriert Mai 2014
Wenn es Scammer und Zentralen schaffen, Identitäten mit Call-Spoofing vorzugeben, warum sollte das nicht beim ESC möglich sein?

Das Ganze stinkt doch.
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BE Motorsports
18.05.2026 14:15registriert Oktober 2020
"es ist auf die bestmögliche Weise passiert, die ich mir hätte wünschen können" - Bro, du wurdest eine Woche lang ausgebuht. Bulgarien hat zum Glück für die Welt gewonnen!
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Andi Weibel
18.05.2026 14:25registriert März 2018
Das letzte Mal, als ich geschaut habe, lag Israel nicht in Europa. Und mit der aktuellen Regierung hat sich Israel auch bezüglich dem grundlegenden Wertekanon von Europa abgewendet. Es ist ein weiteres gewalttätiges Land in Nahost, das Menschenrechte und Demokratie mit Füssen tritt.
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