Grossbritannien
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Schweres Zugunglück in Schottland: Dichter Rauch steigt über der Unfallstelle auf. bild: twitter

Zug in Schottland entgleist – drei Tote, sechs Verletze

Bei einem Zugunglück in Schottland sind nach Angaben der British Transport Police drei Menschen ums Leben gekommen.



Der Zug entgleiste am Mittwochvormittag nach starken Regenfällen nahe der Stadt Stonehaven im Nordosten des Landesteils. Er war unterwegs von Aberdeen nach Glasgow. Unter den Toten soll auch der Lokführer sein. Sechs Menschen wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

epa08599297 A picture taken from handout video made available by Network Rail Scotland shows flooding and a landslip on the rail line between Aberdeen and Dundee, near Carmont, Stonehaven, Scotland, 12 August 2020. According to the British Transport Police, a train has derailed on the line Aberdeen to Dundee in Stonehaven, Aberdeenshire, and emergency services were called to the scene at 9.43am local time.  EPA/NETWORK RAIL SCOTLAND HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Für die kommenden Tage werden in Teilen Grossbritanniens schwere Gewitter vorhergesagt. Bild: keystone

Eine noch grössere Tragödie blieb womöglich nur deswegen aus, weil nur wenige Fahrgäste in dem Zug waren. Zur Ursache machte die Polizei zunächst keine Angaben. Ein Polizeisprecher kündigte eine gründliche Untersuchung an. Medienberichten zufolge könnte das Unglück durch einen Erdrutsch infolge heftiger Regenfälle ausgelöst worden sein.

Premierminister Boris Johnson sagte dem Nachrichtensender Sky News, der Regen habe das Problem ohne Zweifel verschärft. «Ich glaube, es ist wahrscheinlich eine sehr gute Idee, überall darauf zu schauen, welchen Effekt erhebliche Regenfälle auf fragile Infrastruktur haben», so der Premier.

Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon brachte auf Twitter ihre Anteilnahme für die Angehörigen der Todesopfer zum Ausdruck. «Mein tiefstes Beileid gehört den Liebsten derer, die bei diesem tragischen Vorfall ihr Leben verloren haben», so die Regierungschefin.

Das Triebfahrzeug war der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge mit drei seiner vier Waggons vom Bahndamm hinuntergerutscht. Auf Fernsehbildern waren umgestürzte und teils aufeinander liegende Waggons zu sehen. Von der Unglücksstelle stieg zunächst Rauch auf.

Dutzende Krankenwagen und mindestens ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Noch wenige Stunden vor dem Unglück hatte der Betreiber der Bahn, ScotRail, über Einschränkungen des Betriebs wegen Überschwemmungen informiert.

Später äusserte sich auch die Queen: Die Nachricht von dem Unglück habe «grosse Traurigkeit» bei ihr ausgelöst, teilte die Monarchin per Twitter mit. Sie und ihr 99 Jahre alter Mann Prinz Philip sowie die ganze Königsfamilie seien in Gedanken und Gebeten bei den Familien der Toten und Verletzten. (sda/dpa)

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