Der kleine Golfstaat Bahrain hat Dutzenden Menschen wegen mutmasslicher Unterstützung des Irans die Staatsbürgerschaft entzogen. Die 69 Betroffenen hätten die «feindlichen und abscheulichen Taten des Irans verherrlicht» und ihre «Sympathie dafür» ausgedrückt, teilte das bahrainische Innenministerium mit. Es handle sich um Menschen, die nicht aus Bahrain stammten und die mit «ausländischen Einheiten» zusammengearbeitet hätten. Auch deren Angehörigen sei die Staatsbürgerschaft aberkannt worden.
Bahrain beheimatet unter anderem einen wichtigen US-Marinestützpunkt und geriet im Zuge des Iran-Kriegs unter Beschuss. Die Flugabwehr fing dort Hunderte iranische Drohnen und Raketen ab. Das Recht auf freie Meinungsäusserung ist in Bahrain wie in den weiteren Golfstaaten stark eingeschränkt.
Die Menschenrechtsorganisation Bahrain Institute for Rights and Democracy (BIRD) kritisiert den Schritt. «Dies markiert den Beginn einer gefährlichen Ära der Unterdrückung», teilte BIRD mit. Es verstosse gegen das Völkerrecht, Menschen die Staatsbürgerschaft zu entziehen und diese damit zu Staatenlosen zu machen.
Staatsbürger bekommen in Bahrain vielfach staatliche Unterstützung zum Wohnen und Bildung, oft kostenlosen Zugang zu Gesundheitsversorgung und steuerliche Vorteile.
Der kleine Inselstaat wird von der sunnitischen Familie von König Hamad bin Isa al-Chalifa beherrscht, die Bewohner sind aber mehrheitlich Schiiten. Schon nach den Aufständen in der arabischen Welt ab 2011 hatte Bahrain laut Menschenrechtlern mindestens 990 Landsleuten die Staatsbürgerschaft entzogen. 2019 kündigte König Hamad an, dass der Schritt bei etwa 550 von ihnen rückgängig gemacht würde. Kritiker sehen den Entzug als Methode, um Abweichler oder auch Angehörige der schiitischen Gemeinde zu unterdrücken. (sda/dpa)
Bahrain beheimatet unter anderem einen wichtigen US-Marinestützpunkt und geriet im Zuge des Iran-Kriegs unter Beschuss. Die Flugabwehr fing dort Hunderte iranische Drohnen und Raketen ab. Das Recht auf freie Meinungsäusserung ist in Bahrain wie in den weiteren Golfstaaten stark eingeschränkt.
Die Menschenrechtsorganisation Bahrain Institute for Rights and Democracy (BIRD) kritisiert den Schritt. «Dies markiert den Beginn einer gefährlichen Ära der Unterdrückung», teilte BIRD mit. Es verstosse gegen das Völkerrecht, Menschen die Staatsbürgerschaft zu entziehen und diese damit zu Staatenlosen zu machen.
Staatsbürger bekommen in Bahrain vielfach staatliche Unterstützung zum Wohnen und Bildung, oft kostenlosen Zugang zu Gesundheitsversorgung und steuerliche Vorteile.
Der kleine Inselstaat wird von der sunnitischen Familie von König Hamad bin Isa al-Chalifa beherrscht, die Bewohner sind aber mehrheitlich Schiiten. Schon nach den Aufständen in der arabischen Welt ab 2011 hatte Bahrain laut Menschenrechtlern mindestens 990 Landsleuten die Staatsbürgerschaft entzogen. 2019 kündigte König Hamad an, dass der Schritt bei etwa 550 von ihnen rückgängig gemacht würde. Kritiker sehen den Entzug als Methode, um Abweichler oder auch Angehörige der schiitischen Gemeinde zu unterdrücken. (sda/dpa)
