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Krieg in Nahost: USA und Israel greifen Iran an – alle News live

Flames and smoke rise from an oil storage facility struck as attacks hit the city during the U.S.–Israeli military campaign in Tehran, Iran, late Saturday, March 7, 2026. (Alireza Sotakbar/ISNA via AP ...
Eine grosse schwarze Rauchwolke nach israelischen Angriffen auf Öldepots in Teheran.Bild: keystone
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Witkoff: Russen teilen keine US-Militärinfos mit Iran +++ Iran meldet schwere Luftangriffe

09.03.2026, 05:4410.03.2026, 17:51
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17:58
Scharfe Kritik aus Teheran an EU-Kommissionspräsidentin
Das iranische Aussenministerium hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgeworfen, auf der «falschen Seite der Geschichte» zu stehen. Von der Leyen hatte zuvor auf X erklärt: «Die Menschen im Iran verdienen Freiheit, Würde und das Recht, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden. Auch wenn wir wissen, dass dies während und nach dem Krieg mit Gefahren und Instabilität verbunden sein wird.»

Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghaei reagierte ebenfalls auf X. Er beschuldigte von der Leyen, «Besatzung, Völkermord und Gräueltaten» gebilligt zu haben und jetzt «Kriegsverbrechen der USA und Israels» im Iran reinzuwaschen. «Schweigen angesichts von Gesetzlosigkeit und Gräueltaten ist nichts weniger als Mittäterschaft», so der Sprecher. (sda/dpa)
17:46
Witkoff: Russen teilen keine US-Militärinfos mit Iran
Russische Vertreter haben US-Präsident Donald Trump nach Darstellung des Sondergesandten Steve Witkoff versichert, keine Geheimdienstinformationen mit dem Iran zu teilen. «Wir können sie bei ihrem Wort nehmen», sagte Witkoff in einem Gespräch mit dem US-Sender CNBC und fügte hinzu: «Hoffen wir, dass sie tatsächlich keine Informationen teilen.» Ihm zufolge hatten die Russen in einem Telefongespräch mit Trump bekräftigt, keine Informationen weiterzugeben.



Vergangene Woche hatten US-Medien berichtet, Russland liefere dem Iran Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele im Nahen Osten. Dabei versorge der Kreml Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen, berichteten der US-Sender CNN und die «Washington Post» unter Berufung auf Personen, die mit US-Geheimdienstberichten vertraut seien. CNN zufolge sind die meisten weitergegebenen Informationen Bilder, die mit modernen Satelliten Moskaus angefertigt wurden. Die US-Regierung dementierte die Berichte nicht. (sda/dpa)
16:57
Iran droht bei «Feindhilfe» mit härtesten Strafen
Die iranische Justiz warnt die Bevölkerung eindringlich davor, mit Israel oder den USA zu kooperieren. Justizsprecher Asghar Dschahngiri erklärte auf dem offiziellen Justizportal, nach geltendem Recht könnten auf jede Handlung, die als Unterstützung des Feindes eingestuft werden, schwerste Strafen verhängt werden – bis hin zur Todesstrafe oder Beschlagnahme von Eigentum.

Zudem warnte der Sprecher ausdrücklich Medien davor, sicherheitsrelevante Vorgaben zu missachten und an sensiblen Orten zu filmen. Laut Kultusministerium dürfen Bilder und Informationen über angegriffene Ziele im Inland nur mit Genehmigung des Generalstabs veröffentlicht werden.

Weil das Internet im Iran seit Kriegsbeginn blockiert ist, verschickt der Geheimdienst Botschaften per SMS auf Handys. In einer wurde an das «Gesetz zur Verschärfung der Bestrafung der Zusammenarbeit mit dem zionistischen Regime (Israel) und den feindlichen Staaten» erinnert. (sda/dpa)
16:21
Israels Aussenminister: Wollen keinen endlosen Krieg
Israel hat nach den Worten von Aussenminister Gideon Saar kein Interesse an einem dauerhaften Krieg im Konflikt mit dem Iran.

«Wir streben keinen endlosen Krieg an», sagte Saar nach einem Treffen mit dem deutschen Aussenminister Johann Wadephul in Jerusalem. Israel habe seit Kriegsbeginn enorme Erfolge erzielt, über die er seinen Amtskollegen informiert habe, sagte Saar.



Zu gegebener Zeit wolle sich das Land mit den US-Partnern abstimmen, «wann wir denken, dass der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist», erklärte Israels Chefdiplomat auf die Frage, wann Israel seine Kriegsziele erreicht sähe. Einen genauen Zeitplan für das weitere Vorgehen wollte Saar allerdings nicht nennen.

Er bekräftigte, dass ein Machtwechsel im Iran nur vom Volk ausgehen könne. «Dieses Regime kann ohne das iranische Volk nicht gestürzt werden. Das ist klar. Doch ohne externe Hilfe kann das iranische Volk seine Freiheit nicht zurückgewinnen», erklärte Saar. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte die Iraner zum Sturz der politischen Führung in Teheran aufgerufen. (sda/dpa)
15:48
Iran meldet schwere Luftangriffe
Der Iran meldet schwere Luftangriffe auf mehrere Ziele im Land. Nach Angaben des Roten Halbmondes wurden allein im Osten der Hauptstadt Teheran 40 Menschen getötet.

Staatsmedien berichteten über Angriffe auf Wohngebiete im Norden, Westen und Osten Teherans sowie im Vorort Merschahr.



Weitere Ziele waren demnach das Hafenareal Haghani in Bandar Abbas im Süden sowie eine Polizeiwache in Isfahan in Zentraliran. Auch der zum Weltkulturerbe gehörende Tschehel-Sotun-Palast in Isfahan soll getroffen worden sein.

Diese Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Augenzeugen in Teheran berichten, dass die Kampfflugzeuge der USA und Israels inzwischen deutlich tiefer fliegen. Sie werten das als Hinweis darauf, dass die iranische Luftabwehr geschwächt ist. (sda/dpa)
15:35
Neue Schweizer Sanktionen gegen den Iran
Die Schweiz hat neue Sanktionen gegen den Iran verhängt. Diese wurden von der Uno und teilweise von der EU übernommen und sollten am Dienstagabend in Kraft treten. Das Wirtschaftsdepartement hat mehrere Verordnungen entsprechend geändert.

Die Massnahmen wurden aufgrund der nuklearen Aktivitäten des Iran, der Lieferung von Drohnen und Raketen an Russland und der Menschenrechtsverletzungen beschlossen, wie das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung am Dienstag mitteilte.

Die Schweiz führt neue Massnahmen im Bereich der Rohstoffe ein. Damit will sie verhindern, dass ihr Hoheitsgebiet zur Umgehung der von der EU verhängten Sanktionen genutzt wird.

Der Bundesrat hatte bereits 2007 die von der Uno gegen den Iran verhängten Sanktionen und 2011 diejenigen der EU übernommen. Diese Massnahmen wurden 2016 nach Inkrafttreten des Atomabkommens mit dem Iran von der EU und der Uno wieder gelockert. Die USA hatten beschlossen, sich aus diesem Abkommen zurückzuziehen. (sda)
15:12
Merz: USA und Israel haben keinen Plan für Kriegsende
Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hat das Fehlen einer Strategie für eine schnelle Beendigung des Krieges gegen den Iran beklagt.



Die USA und Israel führten diesen Krieg nun schon seit mehr als einer Woche, und mit jedem Tag stellten sich mehr Fragen, sagte der Kanzler bei einer Pressekonferenz mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis in Berlin.

«Vor allem besorgt uns, dass es offensichtlich keinen gemeinsamen Plan gibt, wie dieser Krieg schnell zu einem überzeugenden Ende gebracht werden kann.» Gleichzeitig gebe es «eine gefährliche Eskalation», fügte der christdemokratische Regierungschef mit Blick auf die Gegenangriffe des Iran hinzu.

Merz warnte ausdrücklich vor einem Szenario, wie nach den Interventionen im Irak oder in Libyen. In beiden Fällen waren Chaos und Bürgerkrieg die Folge.

Ein solches Szenario «würde auch uns allen schaden», mahnte der konservative Kanzler. «Wir haben kein Interesse an einem endlosen Krieg. Wir haben kein Interesse an einer Auflösung der territorialen Integrität, der Staatlichkeit oder der wirtschaftlichen Lebensfähigkeit des Iran.» Merz wies darauf hin, dass Deutschland in den Bereichen Sicherheit, Energieversorgung und Migration direkt vom Krieg betroffen sei.

Er betonte, dass er mit den Partnern in der EU an einer Perspektive für den Iran arbeite. «Wir stehen dazu im Gespräch mit Israel und den Vereinigten Staaten, mit unseren Partnern in Europa und der Nato sowie mit unseren Partnern in der Region.» (sda/dpa)
14:40
US-Generalstabschef: Nehmen uns Minenleger vor
Das US-Militär geht weiter gegen die iranische Marine vor. Nach der Zerstörung von mehr als 50 Schiffen habe man nun Minenleger und ihre Waffenlager im Blick, sagte US-Generalstabschef Dan Caine.

«Wir machen erhebliche Fortschritte bei der Zerstörung der Marine», sagte er. «Diese Arbeit wird fortgesetzt». (sda/dpa)

14:13
Katar: «Wir sind keine Partei in diesem Krieg»
Der Golfstaat Katar will vorerst weiterhin nicht aktiv in die militärische Konfrontation mit dem Iran eingreifen.

«Katar ist keine Partei in diesem Krieg», sagte der katarische Aussenamtssprecher Madschid al-Ansari. «Wir glauben weiterhin an Diplomatie, werden aber auf jeden Angriff gegen Katar angemessen antworten.» Man sei bemüht, den Konflikt zu entschärfen.

Zwar hätten Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman und Irans Aussenminister Abbas Araghtschi seit Kriegsbeginn nur einmal Kontakt gehabt. Die Kommunikationskanäle mit Teheran bestünden aber weiter, sagte al-Ansari. Katar pflegt mit dem Iran eigentlich seit Jahrzehnten diplomatische Beziehungen. Unter anderem teilen sich beide Länder den Zugang zum weltgrössten Gasfeld im Persischen Golf.

Der Iran setzte seine Angriffe auf Katar unterdessen fort. Fast zeitgleich zu den Äusserungen al-Ansaris teilte das Verteidigungsministerium mit, die Luftabwehr habe auf einen Raketenangriff reagiert. Das Innenministerium sprach von einer erhöhten Bedrohung und rief Anwohner auf, ihre Häuser nicht zu verlassen und sich von Fenstern fernzuhalten.

Katar meldete bisher Dutzende Angriffe mit iranischen Raketen und Drohnen und schoss auch zwei iranische Kampfflugzeuge ab. In Katar befindet sich unter anderem die wichtige US-Militärbasis al-Udaid. (sda/dpa)
13:32
Intensivster Tag steht bevor
US-Präsident Donald Trump sagte gestern, der Krieg mit dem Iran sei «so gut wie abgeschlossen». Heute gibt es aus dem Pentagon jedoch Wortmeldungen, die in eine andere Richtung deuten. Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte an, dass heute der «intensivste Tag der US-Angriffe» sein werde. Hegseth sagte an einer Pressekonferenz am Dienstagmorgen:

«Heute wird erneut unser intensivster Tag mit Angriffen im Iran sein. Die meisten Kampfflugzeuge, die meisten Bomber, die meisten Luftangriffe. Die Geheimdienstinformationen sind präziser und besser als je zuvor.»


12:37
Iranischer Sicherheitschef droht Trump
Nachdem US-Präsident Donald Trump auf Truth Social erklärt hatte, dass man 20-mal so stark angreifen werde, wenn der Iran den Öltransport über die Strasse von Hormus stoppe, hat nun der Sicherheitschef des Regimes, Ali Laridschani, reagiert. Man habe keine Angst vor Trumps leeren Drohungen, berichtet er auf Telegram. Und: «Selbst jene, die grösser sind als Sie, können den iranischen Staat nicht vernichten. Seien Sie vorsichtig, sonst könnten Sie selbst vernichtet werden.»

10:38
Neun Kliniken im Iran nach Angriffen ausser Betrieb
Im Iran haben neun Spitäler infolge der israelisch-amerikanischen Luftangriffe ihren Betrieb einstellen müssen. Seit Beginn des Krieges seien zudem 18 Rettungswachen und 25 Gesundheitszentren beschädigt sowie 14 Rettungswagen zerstört worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ilna unter Berufung auf den Parlamentsabgeordneten Mohammed Dschamalian, Mitglied der Gesundheitskommission.

Sollte der Krieg andauern, reichen dem Politiker zufolge Irans strategische Medikamentenvorräte für mindestens sechs Monate. Bei einigen Mitteln herrschten jedoch bereits jetzt Engpässe. In den Kliniken wurden seinen Worten zufolge nicht notwendige Eingriffe wie Schönheitsoperationen bis auf weiteres ausgesetzt. Der Fokus liege jetzt auf der Versorgung von Kriegsverletzten und Notfällen. Landesweit werden demnach 1400 Verletzte stationär behandelt. (sda/dpa)
10:23
Australien schickt Aufklärungsflugzeug und Soldaten in Golfregion
Australien entsendet auf Bitte der Vereinigten Arabischen Emirate ein militärisches Aufklärungsflugzeug, Luft-Luft-Raketen und rund 85 Soldaten in das Gebiet am Persischen Golf. Ziel sei es, das Land gegen Angriffe aus dem Iran zu unterstützen, erklärte Ministerpräsident Anthony Albanese. Er betonte, der Einsatz diene ausschliesslich der Verteidigung und dem Schutz australischer Staatsbürger in der Region.

Kern der Mission ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein Frühwarn- und Aufklärungsflugzeug vom Typ Boeing E-7A Wedgetail. Der Einsatz ist zunächst auf vier Wochen angelegt. Die Regierung begründete den Schritt auch mit den vielen Australiern in der Region: Rund 115'000 hielten sich dort laut dem Verteidigungsministerium zu Beginn des Konflikts auf, etwa 24.000 davon in den Emiraten.

Mehrere Sicherheitsexperten sagten, Australien werde damit faktisch in den Krieg hineingezogen. «Ob Sie es nun aussprechen oder nicht, wir befinden uns jetzt in diesem Krieg, Herr Premierminister», titelte daher die Zeitung «Sydney Morning Herald». (sda/dpa)

9:51
Iran: Haben Treibstofflager in Israel angegriffen
Als Vergeltung für die Bombardierung ihrer Ölreserven haben Irans Streitkräfte eigenen Angaben zufolge Treibstofflager in Israel attackiert. In den vergangenen Stunden seien Teile der Öl- und Gasindustrie sowie Treibstofftanks in der israelischen Hafenstadt Haifa mit Drohnen angegriffen worden, hiess es in einer Armeeerklärung, die der staatliche Rundfunk verbreitete.

In Israel gab es unterdessen Raketenalarm. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, berichtete über eine neue Welle an Raketen auf Ziele bei Tel Aviv. (sda/dpa)
9:37
Türkei verstärkt nach Raketen aus dem Iran die Luftabwehr
Nach dem Abschuss zweier Raketen aus dem Iran verstärkt die Türkei ihre Luftabwehr. Im Rahmen entsprechender Massnahmen der Nato werde ein Patriot-Raketenabwehrsystem in der osttürkischen Provinz Malatya für den Einsatz vorbereitet, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara mit. Damit werde die Verteidigung des Luftraums verstärkt.

Am Montag hatte die Türkei zum zweiten Mal innerhalb einer Woche eine Rakete abgefangen, die Ankara zufolge vom Iran auf das Staatsgebiet des Nato-Mitglieds Türkei abgefeuert worden war. Einige Trümmer fielen nach offiziellen Angaben auf freies Gelände im südtürkischen Gaziantep nahe der Grenze zu Syrien.

Bereits in der vergangenen Woche hatte ein Nato-Abwehrsystem in der türkischen Grenzregion zum Iran eine ballistische Rakete abgefangen, deren Trümmer in der Provinz Hatay auf eine freie Fläche fielen. In beiden Fällen kam niemand zu Schaden. Unklar ist, welches Ziel die Raketen hatten. In der Türkei sind unter anderem auf dem Nato-Stützpunk Incirlik im Südosten des Landes US-Soldaten stationiert.

In einem Telefonat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan dementierte der iranische Präsident Massud Peseschkian, dass die abgefangenen Raketen iranischen Ursprungs seien, wie Ankara mitteilte. In einer Mitteilung der iranischen Regierung hiess es, der Vorfall solle untersucht werden. (sda/dpa)
9:36
Irans Regierung fordert Garantien für Waffenstillstand
Irans Aussenministerium hat für den Fall eines Waffenstillstands mit den USA und Israel Sicherheitsgarantien gefordert. «Wenn ein Waffenstillstand zustande kommen oder der Krieg beendet werden soll, muss es eine Garantie geben, dass aggressive Handlungen gegen Iran nicht erneut wiederholt werden», zitierte die Zeitung «Shargh» Irans Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi. Andernfalls sei ein Waffenstillstand bedeutungslos.

«Die Islamische Republik Iran war nicht der Initiator des Krieges und der Aggression», sagte Gharibabadi dem Bericht zufolge. Irans Raketenangriffe erfolgten daher gemäss Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen nur als «legitime Selbstverteidigung», betonte der Minister.

In den vergangenen Tagen hätten mehrere Länder Vermittlungsbemühungen unternommen. Dazu zählten China, Russland, Frankreich sowie einige «regionale Staaten». (sda/dpa)

9:28
Iran: Raketen auf US-Stützpunkt im Nordirak gefeuert
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen US-Luftwaffenstützpunkt im Nordirak angegriffen. Der Militärflugplatz Harir in der Autonomen Region Kurdistan sei mit fünf Raketen attackiert worden, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf die Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht. Eine Bestätigung von US-Seite gab es zunächst nicht. (sda/dpa)
4:51
Syrien meldet Beschuss durch Hisbollah
Die syrischen Streitkräfte haben einen Artillerieangriff der libanesischen Hisbollah-Miliz auf einen Militärstützpunkt nahe der Grenze gemeldet. Die Geschosse seien unweit der Ortschaft Serghaya nordwestlich der Hauptstadt Damaskus niedergegangen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf die Militärführung.

Die gestürzte Regierung von Syriens Langzeitmachthaber Baschar al-Assad war ein enger Verbündeter der proiranischen Hisbollah. Die neue Führung von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa bemüht sich seit ihrem Machtantritt, den Einfluss des Irans – einem weiteren wichtigen Verbündeten Assads – im Land zu unterbinden.

Der libanesische Staat steht selbst unter Druck, eine Entwaffnung der Hisbollah durchzusetzen. Derzeit beschiessen sich die Hisbollah und Israel wieder gegenseitig. Besonders im Süden des Libanons greift Israels Militär dabei erneut massiv an. (sda/dpa)
3:34
Asiens Börsen nach Trump-Aussage zu Iran-Krieg im Aufwind
Asiens Börsen haben nach einer Aussage von US-Präsident Donald Trump zu einem möglichen Ende des Kriegs im Iran den Handelstag mit einem deutlichen Plus begonnen. Japans Leitindex Nikkei 225 legte zum Start um etwa drei Prozent zu. Die Wirtschaft des ostasiatischen Landes ist stark von Öl- und Gasimporten abhängig.

Südkoreas Leitindex Kospi ging nach einem deutlichen Minus von 6 Prozent zum Vortagsschluss mit einem 5,5-Prozent-Plus in den Handelstag. Besonders Tech-Werte wie Samsung Electronics oder der Chip-Hersteller SK Hynix legten zwischenzeitlich um mehr als 9 Prozent zu.

In China zeigten der Hongkonger Index Hang Seng mit 1,3 Prozent und der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien in Festlandchina abbildet, zum Start mit 0,8 Prozent leicht nach oben.

Grund war ein Interview, aus dem der US-Sender CBS News Trump mit den Worten zitiert hatte: «Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet.» An der US-Börse sorgte die Aussage für positive Stimmung. In der Folge fiel auch der Preis für Rohöl der Sorte Brent auf 89,20 US-Dollar pro Fass (159 Liter) und war damit gut 30 Dollar günstiger als noch in der Nacht zu Montag, als der Preis erstmals seit Jahren wieder über die 100-US-Dollar-Marke gestiegen war. (sda/dpa)

3:12
Revolutionsgarden: Wir entscheiden über Ende des Kriegs
Die iranischen Revolutionsgarden haben scharf auf Äusserungen von US-Präsident Donald Trump zu einem baldigen Ende des Iran-Kriegs reagiert. «Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden», hiess es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. «Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik.»

Zuvor hatte Trump in Aussicht gestellt, dass der Krieg mit dem Iran deutlich schneller beendet werden könnte als zunächst erwartet. «Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe», zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview. Der Krieg verlaufe «weit vor dem Zeitplan.» (sda/dpa)
2:29
Frau bei iranischem Angriff in Bahrain getötet
Bei einem iranischen Angriff auf das Staatsgebiet von Bahrain ist nach Angaben aus dem Golfstaat eine 29-jährige Frau ums Leben gekommen. Acht weitere Menschen seien bei der Attacke auf ein Wohnhaus in der Hauptstadt Manama verletzt worden, teilte das Innenministerium mit.

Erst in der Nacht auf Montag waren bei einem iranischen Drohnenangriff auf die südlich von Manama gelegene Insel Sitra 32 Menschen verletzt worden, darunter mehrere Kinder. Zudem griff das iranische Militär eine Wasserentsalzungsanlage an.

Irans Präsident Massud Peseschkian hatte zuletzt ein Ende der Luftangriffe auf die regionalen Nachbarländer in Aussicht gestellt, wenn von diesen keine Attacken auf den Iran ausgingen. Dennoch meldeten mehrere Golfstaaten weiterhin Angriffe mit Raketen und Drohnen aus dem Iran. (sda/dpa)
2:21
Türkei verbreitet iranisches Dementi zu Raketenbeschuss
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat nach Angaben der Regierung in Ankara den Abschuss von zwei Raketen in Richtung Türkei dementiert. In einem Telefonat mit Staatschef Recep Tayyip Erdogan habe Peseschkian beteuert, die im türkischen Luftraum angefangenen Raketen seien nicht iranischen Ursprungs, teilte das türkische Präsidialamt mit. Der Vorfall werde untersucht.

Zuvor hatte die Nato am Montag erneut eine Rakete abgefangen, die Angaben aus Ankara zufolge vom Iran auf das Staatsgebiet des Bündnis-Mitglieds Türkei abgefeuert worden war. Einige Trümmer seien auf freies Gelände in Gaziantep im Süden nahe der Grenze zu Syrien gefallen, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Bereits in der vergangenen Woche hatte ein Nato-Abwehrsystem in der türkischen Grenzregion zum Iran eine ballistische Rakete abgefangen, deren Trümmer in der Provinz Hatay auf eine freie Fläche fielen. In beiden Fällen kam niemand zu Schaden.

Im Gespräch mit Peseschkian habe Erdogan sowohl die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran als auch die iranischen Attacken auf mehrere Länder in der Region verurteilt, teilte das türkische Präsidialamt mit. Die iranischen Angriffe «auf die Bruderländer» nützten niemandem und müssten aufhören, forderte Erdogan. (sda/dpa)

23:29
Medienkonferenz beendet
Donald Trump nimmt keine weiteren Fragen mehr entgegen und beendet seine Medienkonferenz zum Iran-Krieg und zu seinem Telefonat mit Putin. (her)
23:28
Strasse von Hormus
Donald Trump stellt es so dar, als hätte wäre die USA nicht auf die Stasse von Hormus angewiesen. Es sei vor allem China, für das die Passage wichtig sei. «Aber wir helfen China gerne», sagt Trump.
  • Israel und die USA haben am Samstagmorgen mit einem grossen Angriff auf den Iran begonnen. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. Seither dauert der Krieg an.
  • Der Anführer des islamistischen Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, wurde getötet. Auch weitere hochrangige Militärs und Regime-Anhänger wurden in den ersten Tagen des Krieges getötet.
  • Der Krieg hat sich mittlerweile auf die ganze Region ausgeweitet, es gab Attacken Irans in Katar, den VAE, Jordanien, Oman, Saudi-Arabien, Kuwait, Jordanien und Bahrain. Israel und die Hisbollah bekämpfen sich zudem im Libanon. Auch mehrere US-Soldaten kamen mittlerweile ums Leben.
  • Zur Rechtfertigung und den Zielen der USA im Iran gibt es widersprüchliche Aussagen. Nebst der Vernichtung von potenziellen Atom- und Langstreckenwaffen, sprach Donald Trump zeitweise auch von einem Regime-Wechsel oder einem Szenario wie in Venezuela als Ziel. Wie lange die Intervention dauern soll, ist nicht klar. Mittlerweile wird von mindestens mehreren Wochen ausgegangen.

Angriffe Iran

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Iran-Proteste 2026
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Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

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621 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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Medien: Marius Borg Høiby beantragt Freilassung aus U-Haft
Mitten im Vergewaltigungs-Prozess gegen ihn hat der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin die Freilassung aus der Untersuchungshaft beantragt.
Das berichten norwegische Medien übereinstimmend unter Berufung auf die Verteidigerin des 29-Jährigen. Marius Borg Høiby war kurz vor dem Start der Verhandlung Anfang Februar erneut festgenommen worden, weil er gegen das Kontaktverbot in Bezug auf eine Ex-Freundin verstossen und sich rücksichtslos verhalten haben soll. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.
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