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Wolfsburg-Verteidiger mit der Grätsche des Jahres

So schön, wenn's nicht so unfair wäre: Wolfsburg-Verteidiger mit der Grätsche des Jahres

07.03.2021, 08:1207.03.2021, 12:31

Der VfL Wolfsburg spielt eine starke Bundesliga-Saison. Mit den drei Schweizern Renato Steffen, Kevin Mbabu und Admir Mehmedi kämpft die VW-Truppe um die Champions-League-Plätze. Und das äusserst erfolgreich. Gestern gab es jedoch einen kleinen Dämpfer.

Das drittplatzierte Wolfsburg kassierte bei Hoffenheim (1:2) die erst zweite Niederlage in diesem Jahr. Das 0:1 von Christoph Baumgartner in der Startphase war der erste Gegentreffer von Wolfsburgs Goalie Koen Casteels nach 674 Minuten Ungeschlagenheit.

So weit so schlecht. Aber immerhin können sich die grünen über die Szene des Spiels «freuen». Denn die gehört ohne Zweifel ihrem Defensivmann Paulo Otavio. Der Brasilianer versuchte in der Nachspielzeit mit aller Macht das drohende 1:3 durch Ex-GC-Knipser Dabbur zu verhindern – was ihm auch auf spektakuläre Art gelang.

Paulo Otavio Rosa da Silva – wie er mit vollem Namen heisst – flog nach seiner eingeflogenen Notbremse-Grätsche natürlich verdientermassen vom Platz. Die Perfektion seiner an sich unsportlichen Aktion lässt so manchem Fussball-Fan aber die Kinnlade herunterfallen. Und verletzt wurde niemand.

Otvaio droht nun eine längere Sperre. Wie lange, ist noch nicht entschieden. Den Reaktionen entsprechend dürfte sie aber nicht zu knapp ausfallen.

«Das war nicht dunkelrot, das war schon schwarz», schrieb der deutsche Ex-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer bei Bild. Und weiter: «Das war die klarste rote Karte der Saison. Was für ein unfassbarer Aussetzer! Und so sinnlos. Denn das Spiel war ja ohnehin schon so gut wie verloren.» (aeg)

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