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Disney in der Krise: 28'000 Angestellte müssen gehen



Der US-Unterhaltungsriese Walt Disney entlässt wegen anhaltender Belastungen durch die Coronavirus-Krise zahlreiche Mitarbeiter. Der Konzern kündige rund 28'000 Angestellten, teilte Disney-Manager Josh D'Amaro am Dienstag in einem Memo an die Belegschaft mit.

Bei etwa 67 Prozent der betroffenen Beschäftigten handele es sich um Teilzeitmitarbeiter. Der Job-Kahlschlag treffe Disneys Vergnügungsparks, Ferienresorts und Kreuzfahrten, hiess es weiter. Dieser Bereich wurde von den Folgen der Coronavirus-Pandemie am stärksten getroffen und verursachte bei dem Konzern bereits hohe Verluste. Der Umsatz fiel um rund 85 Prozent, der Betriebsverlust lag bei zwei Milliarden Dollar. Insgesamt hatte Disney in diesem Segment vor der jüngsten Krise noch mehr als 100'000 Beschäftigte.

Zwar hat Disney fast alle Parks weltweit wieder teilweise eröffnen können, doch ausgerechnet in den USA harzt es. So beklagt sich Disney-Manager D'Amaro dann auch darüber, dass man zwei der grössten Themenparks in Kalifornien noch immer nicht wiedereröffnen konnte. Grund dafür soll laut D'Amaro der «Widerwille» der Behörden sein. Demnach gebe es zwar ein Schutzkonzept für Veranstaltungen und Restaurants, allerdings nicht für Themenparks. Für die Themenparks in Kalifornien arbeiteten rund 32'000 Leute, wenn man die Angestellten der Zulieferer und Hotels mitzählt.

epa08706943 (FILE) - The main entrance to the Walt Disney World Resort of theme parks outside of Orlando, Florida, USA, 28 May 2020 (29 September 2020). Disney announced on 29 September 2020 that they will be laying off 28,000 US employees from their theme parks due to the COVID-19 coronavirus pandemic.  EPA/ERIK S. LESSER *** Local Caption *** 56115966

Bild: keystone

Zu den hohen Verlusten mit Themenparks und Reisen kommen auch noch die Einbussen durch die praktisch stillgelegte Kinosaison. Erst letzten Freitag hatte Disney mehrere Blockbuster erneut um Monate verschoben. Im August teilte der Konzern mit, dass man insgesamt allein in den Monaten April bis Juni 4,7 Milliarden Dollar Verlust gemacht habe. (sda/dpa/pls)

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    Alle Leser-Kommentare
  • c_meier 30.09.2020 17:11
    Highlight Highlight traurig ist ja dass gerade diese Teilzeitangestellten wohl noch einen zweit oder gar Drittjob benötigen um über die Runden zu kommen und eine Pension oder Motel als Unterkunft zu haben...
  • Parteilos 30.09.2020 15:52
    Highlight Highlight Die Armen Angestellten, dass Sie so behandelt werden obwohl es ein Miliarden Konzern ist ist eine bodenlosefrechheit.
  • Tschowanni 30.09.2020 15:44
    Highlight Highlight All jene die hier meinen das Disney genug Zeit und Gewinne hatte um Rücklagen aufzubauen, denen sage ich; ihr habt offensichtlich keine Ahnung wie eine AG finanziell funktioniert
    • Heidi Weston 30.09.2020 17:53
      Highlight Highlight @Tschowanni
      Macht immer Sinn, Dividenden ausschütten und Mitarbeiter entlassen.

      PS: Auch AG‘s müssen Rücklagen bilden.
    • Tschowanni 01.10.2020 08:17
      Highlight Highlight Müssten sie, ja. Nur liegt dies nicht alleine in ihrer Entscheidung. Schlussendlich ist es genau so viel wie die Aktionäre zulassen
  • MartinZH 30.09.2020 14:37
    Highlight Highlight Jaja, Disney... Tatsache ist eben auch:

    "Gehalt von Disney-Chef Iger fällt auf 47,5 Millionen Dollar" (20.1.2020)

    Der Disney-Chef Bob Iger hat im vergangenen Jahr weniger Gehalt erhalten als 2018. Diese Tatsache hat mit seinem geplanten Ruhestand zu tun.

    Iger hat im vergangenen Fiskaljahr 47,5 Millionen Dollar verdient. Im Vergleich zu 2018, wo es noch 65,6 Millionen Dollar waren, ist das ein Rückgang um gut 27 Prozent. Die Rekordsumme kam allerdings auch dadurch zustande, dass Iger als Belohnung ein Aktienpaket der Firma erhielt, um den geplanten Ruhestand noch etwas weiter hinauszuzögern.
    • mrgoku 30.09.2020 15:01
      Highlight Highlight Naja... mir wäre es sowas von egal ob ich nun 40Mio verdiene oder 60Mio in einem Jahr...

      Auch bei 20 Mio wüsste ich nicht wohin mit dem Geld....
    • MartinZH 30.09.2020 15:18
      Highlight Highlight @mrgoku: Ist doch verrückt, oder? CEO Iger verdiente in diesem 'schlechten' Jahr nur rund 132'000 USD pro Tag gegenüber den rund 182'000 USD im 'guten' Jahr zuvor.

      Würde mich wundernehmen, was so ein Disney-Angestellter, der den ganzen Tag im Mickey-Mouse-Kostüm in einer Disney-World in den USA oder in Paris herumlaufen (und entsprechend schwitzen) muss, pro Tag verdient?

      Wie viele Mitarbeiter müssten von Disney nicht auf die Strasse gestellt werden, würde man dem CEO nicht ein solches Gehalt bezahlt?

      Wahrhaftig eine "Dream-Company". Die Mitarbeiter können nur vom Fantasie-CEO-Lohn träumen.
    • Tschowanni 30.09.2020 15:40
      Highlight Highlight Was denkst du wie viele von den 28'000 Stellen gerettet werden könnten, wenn sein "Lohn" niedriger wäre? 200?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Coffeetime ☕ 30.09.2020 13:55
    Highlight Highlight Mir wird gerade bewusst, wie weit sich die Spassgesellschaft entwickelt hat. Im Westen die 5 Tage Woche und ca. 8-9 Stunden Arbeit pro Tag sind sehr gute Errungenschaften. Aber muss man sich die ganze Zeit mit so Vielem dann zudröhnen, weil man nicht weiss, was man mit sich selbst anfangen kann?

    Mir tun die MA leid. Sie haben eh keinen Zuckerjob in diesen Parks, und miese Konditionen. Unemployment wird sie dann auch wieder hart treffen. Mit WD habe ich ehrlicherweise kein Mittleid.
    • Ludwig van 30.09.2020 15:58
      Highlight Highlight Wieso wird das Wort Spassgesellschaft eigentlich immer negativ verwendet? Ist Spass sündhaft? Ich dachte diese Denkmuster hätten wir überwunden.
    • Coffeetime ☕ 30.09.2020 19:36
      Highlight Highlight Ludwig van eine Gesellschaft der Freude ist in der Tat erstrebenswert aber der flüchtige Spass ist für mich nicht das Gleiche.
  • Heidi Weston 30.09.2020 13:17
    Highlight Highlight Für 2019 hat Disney bei einem Umsatz von 59,97 Milliarden einen Reingewinn erwirtschaftet von 11,05 Milliarden.
    2018 waren es sogar 14,9 Milliarden, 2017 = 13,78 Milliarden, 2016 = 14,8 Milliarden, 2015 13,9 Milliarden, 2015 = 12,2 Milliarden!
    Und jetzt wo es ein Jahr aus bekannten Gründen nicht so läuft werden Mitarbeiter entlassen. Würde mich Interessieren wieviel Steuergelder Wald Disney im Zusammenhang der Finanzhilfen erhalten hat.
  • Majoras Maske 30.09.2020 13:09
    Highlight Highlight Tja, hätten sie eben etwas mehr zur Seite gelegt statt die Konkurrenz zu kaufen...
    • Ludwig van 30.09.2020 13:32
      Highlight Highlight Das Problem sind nicht mangelnde Reserven, Disney wird schon nicht Konkurs gehen. Was fehlt ist der Umsatz.
  • Kreasty 30.09.2020 11:52
    Highlight Highlight Immer wieder erstaunlich wie die grössten am lautesten Schreien, dabei könnten sie die meisten Rücklagen machen... Für das Unternehmen hab ich gar kein Mitleid, nur für die Mitarbeiter.
    Und sich beschweren wieso es keinen Sinn macht Freizeitparks zu öffnen, dabei gibts grad in USA wichtigere Dinge momentan als in Freizeit Park zu können.
    • Glaedr 30.09.2020 12:36
      Highlight Highlight Ist ja hier nicht anders
      Hier beschweren sich ja auch genug das sie nicht ins Stadion ect können
    • Ludwig van 30.09.2020 12:43
      Highlight Highlight Technisch gesehen richtig. Ein grosses Unternehmen kann natürlich grössere Rücklagen machen. Aber ein grösseres Unternehmen mit mehr Angestellten braucht natürlich auch mehr Rücklagen. Ob gross oder klein macht hier echt keinen Unterschied, Kleinunternehmen sind nicht unbedingt schlechter als Grosse.

      Es gibt immer und überall wichtigere Dinge als Freizeitparks. Das ist aber kein Argument gegen Freizeitparks, denn dieselbe Aussage könnte man über praktisch alles machen.
    • Tschowanni 30.09.2020 15:42
      Highlight Highlight Gewinne werden bei einer AG üblicherweise grösstenteils in Dividenden an die Aktionäre ausbezahlt. Da ist nix mit grossen Rücklagen...

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